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Immobilienentwicklung in Deutschland: Trends, Prozesse & Perspektiven 2025

Inhaltsverzeichnis

Tiefpunkte sind parado­xer­weise ein Grund zur Freude: Ab dann kann es nur noch nach oben gehen. Das trifft auf die Immobilienentwicklung in Deutschland zu, die in den letzten Jahren eine Talsohle erreichte: Zwischen 2021 und 2023 brach sie um drama­tische 75 Prozent ein. Von einem Volumen von 113 Mrd. Euro stürzte sie auf 29 Mrd. Euro ab, Baupreise und Zinserhöhungen ließen grüßen. Die Folge waren Baustopps und Insolvenzen. Doch jeder Tiefpunkt birgt Chancen: Da sich die Lage und die Zinsen inzwi­schen beruhigt haben, besteht jetzt die Möglichkeit, hochwertige Immobilienprojekte zu attrak­tiven Preisen zu erhalten, meint CEO des Immobilienentwicklers Driven, Ingo Weiss. Grund genug, sich das Thema Immobilienentwicklung genauer anzuschauen.


Was ist Immobilienentwicklung?

Definition & Abgrenzung

Die Begriffe Immobilien- und Projektentwicklung sind jedem geläufig, werden aber eigentlich ungenau verwendet. Denn es sind keine Synonyme: Immobilienentwicklung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen für die Schaffung, Verbesserung oder Umnutzung von Immobilien aller Gebäudetypen, seien es Wohn‑, Gewerbe- oder Industrieobjekte. Projektentwicklung hingegen ist ein Bereich der Immobilienentwicklung, der die Umsetzung eines konkreten Immobilienprojekts bezeichnet.

Grafik: Bereiche der Immobilien- und der Projektentwicklung

Schlüsselbereiche der Projektentwicklung: Vom Konzept bis zur Realisierung erfolgreicher Immobilienprojekte
Darstellung der zentralen Bereiche der Projektentwicklung innerhalb der Immobilienentwicklung in Deutschland 2025

Schlüsselbereiche der Projektentwicklung: Vom Konzept bis zur Realisierung erfolg­reicher Immobilienprojekte

Darstellung der zentralen Bereiche der Projektentwicklung innerhalb der Immobilienentwicklung in Deutschland 2025 – inklusive Planung, Finanzierung, Genehmigung und Umsetzung.

Phasen der Immobilienentwicklung

Wie o.a. Grafik zeigt, beinhaltet die Immobilienentwicklung alle Phasen von Anfang bis Ende des Lebenszyklus eines Gebäudes. Diese Phasen sind, nachdem die Idee feststeht, eine Immobilie zu schaffen: die Standortentwicklung, Erstellung von Nutzungskonzepten, die Bau‑, Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen, bis zur Begleitung der fertig­ge­stellten Immobilie. Diese kann Verkauf, Bewirtschaftung oder das einfache Halten bedeuten.

Phasen der Projektentwicklung

Die Projektentwicklung bezeichnet die Phase, in der ein konkretes Bauvorhaben umgesetzt wird und ist nur ein kleiner Teil, wenn auch der absolut Wesentliche, der Immobilienentwicklung. Denn ohne existie­rende Gebäude, keine Immobilienwirtschaft, diese Binsenweisheit sei einem verziehen.

Bei der Projektentwicklung werden alle Schritte zur Verwirklichung eines Bau‑, Sanierungs- oder Umbauvorhabens durch­ge­führt. Das sind die Schritte Studie der Machbarkeit, Berechnung der Wirtschaftlichkeit, Erstellung der Planungen, Einholung aller nötigen Genehmigungen und schließlich Bau und Abnahme. Ob der Vertrieb als Teil der Immobilien- oder der Projektentwicklung betrachtet wird, ist eine Definitionsfrage und hängt vom jewei­ligen Projekt ab.

CO2-Ausstoß ab 2023 über gesamten Lebenszyklus betrachtet

Mit der Festlegung der Klimaziele erhielt die Lebenszyklus-Betrachtung einer Immobilie eine neue Bedeutung. Denn durch die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) gerät ab 2030 der gesamte CO2-Ausstoß einer Immobilie in den Fokus, von der Herstellung und dem Transport der Baumaterialien bis zu deren Abbau.

Was zuerst wie eine Beeinträchtigung wirken mag, erlaubt in Wirklichkeit das Optimieren der Immobilien-Herstellung und eröffnet Verwertungsmöglichkeiten. Einmal durch die verstärkte Umnutzung von Immobilien und ein weiteres Mal durch die Verwertung von Bauteilen. Dafür muss die Kreislaufwirtschaft Fahrt aufnehmen, aber erstens gibt es dafür genug Zeit, zweitens werden schwan­kende Kosten der Baumaterialien diese unwei­gerlich fördern.

Welche Aufgaben umfasst die Immobilienentwicklung?

Da Immobilienentwicklung auch die Projektentwicklung beinhaltet, werden hier alle Aufgaben der beiden Bereiche genannt. Diese können sich wechsel­seitig beein­flussen, das heißt, die Auflistung ist nicht streng chrono­lo­gisch zu verstehen. Erkenntnisse bei einer Machbarkeitsstudie oder einer Nutzungsplanung z.B. können sich gegen­seitig und andere Phasen beein­flussen.

Zu den Aufgaben der Immobilienentwicklung gehören:

● Das Festlegen der Immobilie(n), die geschaffen, renoviert oder adaptiert werden sollen. Das kann ein Einzelobjekt sein oder ein größeres Vorhaben, wie die Entwicklung eines Gewerbestandortes oder eines neuen Wohnviertels.

● Darauf folgt die Marktanalyse und die Standortwahl, bei dem sich heraus­stellen kann, dass ein Vorhaben verändert werden muss, oder im schlimmsten Fall, nicht weiter verfolgt wird.

● Wenn die vorigen Schritte dem Vorhaben grünes Licht geben, folgt die Machbarkeitsstudie. Darin wird festge­stellt, unter welchen Bedingungen das Vorhaben umgesetzt werden kann.

● Bei der Nutzungsplanung wird die Ausgestaltung des Vorhabens festgelegt, die Vorstellungen werden auf den Boden gebracht. Im Fall einer Wohnimmobilie wird bestimmt, für wie viele Personen, die Größe und Standard der Wohnungen usw. Gesetzliche Vorgaben wie u.a. die Traufhöhe müssen dabei berück­sichtigt werden. Hier eine genauere Beschreibung der Nutzungsplanung.

● Ist die Umsetzung ausge­ar­beitet, geht es an die Finanzierungsplanung: Wie viel kostet das Vorhaben und wo sowie unter welchen Bedingungen kann das Geld dafür bezogen werden? Die Finanzierungsplanung kann mitunter zu einer Veränderung der Nutzungsplanung führen.

● Beim Stakeholder:innen-Management werden die Interessen aller Beteiligten in Einklang gebracht. Erstmal die der internen Stakeholder:innen, wie Bauherr:innen, Architekt:innen, Planer:innen und Ausführer:innen, dann die der externen Stakeholder:innen. Das können die Behörden sein, die Nachbar:innen, die zukünf­tigen Nutzer:innen, manchmal auch ein breiterer Kreis, im Falle einer Schule oder z.B. eines Einkaufszentrums.

● Schließlich kommt es zur Umsetzung des Vorhabens. Das ist der Kern der Projektentwicklung, hier geht es um die Auswahl der ausfüh­renden Firmen, die Begleitung der Arbeiten und zuletzt um die Abnahme.

● Die Begleitung einer bestehenden Immobilie ist ihre Überführung in die Nutzung. Das kann Vermarktung sein, die Vermietung, der Verkauf und auf alle Fälle die Bewirtschaftung, egal wer die Eigentümer:innen sind.


Phasen der Immobilienentwicklung

Die Immobilienentwicklung besteht aus vier Phasen: Initiierung, Konzeption, Realisierung und Nutzung. Während die ersten und letzten Phasen überschaubar und für den Erfolg ausschlag­gebend sind, sind die zweiten und dritten fachlich sehr komplex. Hier geht es um die Planung und die bauliche Umsetzung, deswegen nehmen sie die längste Zeit in Anspruch. Hier gehen wir näher auf die Bestandteile der Phasen ein.

Phase 1 – Initiierung

Kapital, Idee & Standort: Eine Idee für ein Immobilienvorhaben sucht sich Kapital oder umgekehrt. Dann muss ein passender Standort für das Vorhaben gefunden werden.

Stakeholder:innen-Identifikation: Hier geht es um das Finden der Akteur:innen der Umsetzung, der Nutzer:innen sowie um alle Personen und Organisationen, die am Vorhaben beteiligt werden sollen.

Grundstückssicherung: Ein wesent­licher Schritt, ohne die das ganze Vorhaben nicht umsetzbar ist. Es muss nicht zwingend ein Kauf sein, die Nutzung eines Grundstückes kann auch im Rahmen einer Erbpacht oder einer Anmietung geschehen.

Phase 2 – Konzeption

Machbarkeitsstudie: In diesem Schritt wird geprüft, ob das Vorhaben auch zukunfts­fähig ist. Der Markt, der Wettbewerb, die möglichen Nutzer:innen, die Kosten, die Wirtschaftlichkeit und die möglichen Risiken werden unter die Lupe genommen.

Nutzungsplanung: Ist das Projekt machbar, muss die Ausformung genau festgelegt werden. In dieser Phase werden die Ideen und Visionen einem Realitätscheck unter­zogen und bei Bedarf angepasst.

Finanzierungsplanung: Wenn feststeht, was gebaut werden soll, muss heraus­ge­funden werden, wie viel das kostet, ob das Geld beschafft werden kann und zu welchen Konditionen.

● Die aktuellen Klimaziele erfordern erstens ein Nachhaltigkeitskonzept und die Prüfung der Drittverwendbarkeit. Wie viel Energie wird das Vorhaben benötigen, wie lässt sich diese nachhaltig beschaffen, wie lässt sich der CO2-Ausstoß reduzieren. In Zeiten knappen Wohnraums, schwan­kender Baupreise und Zinsen, sind Umnutzungen von Immobilien sinnvoll. Deswegen sollten sie von Anfang an mitge­dacht werden.

● Die Risikoanalyse ist ein wichtiger Schritt, da bei vielen Schritten einer Entwicklung Gefahren lauern. Die häufigste Gefahr ist das Zeitrisiko, da Vorhaben recht­zeitig zu vollenden nicht immer möglich ist. Weitere Risiken betreffen Boden und Baugrund, die Finanzierung oder die Genehmigungen. Die komplette Risikenliste finden Sie hier.

● Für viele dieser Schritte gibt es digitale Immobilien Tools: Wüest Partner bietet in seinem Tool Dimensions eine Standortanalyse, die Planung von Finanzierungen und Investitionen bei Entwicklungen und Nachhaltigkeitsanalysen sowie den allein­ste­henden CO2- und Sanierungs-Rechner.

Phase 3 – Realisierung

Nach der Planung kommt die Umsetzung und je genauer geplant wurde, desto reibungs­loser verläuft die Realisierung. Allerdings ist ein Bauvorhaben eine überaus komplexe Herausforderung, um diese erfolg­reich zu stemmen, wurde das Projektmanagement entwi­ckelt.

Die wesent­lichen Aufgaben des Projektmanagements bei der Realisierung einer Immobilienentwicklung sind:

● Stakeholder:innen-Kommunikation und Controlling
● Termin‑, Kosten- und Qualitätskontrolle
● Koordination der Baustelle und aller Gewerke

In Deutschland ist die Realisierung in den sogenannten Leistungsphasen (LPH) nach der HOAI festgelegt, das Kürzel bedeutet Honorarordnung für Architekt:innen und Ingenieur:innen. Die Vergabe aller Leistungen musste bis 2020 zwingend nach den festge­legten Leistungsphasen erfolgen, seit 2021 dienen diese lediglich als Orientierung. Nachstehend eine Übersicht aller neun Leistungsphasen.

Die Leistungsphasen nach HOAI:

Grafik mit den neun Leistungsphasen nach HOAI – von der Grundlagenermittlung über Entwurf, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis zur Objektbetreuung bei Immobilienprojekten in Deutschland

Die eigent­liche Bauphase ist die Leistungsphase 8 und innerhalb der Projekt- und Immobilienentwicklung nimmt die Phase der Realisierung zeitlich einen sehr kleinen Teil ein, siehe nachste­hende Grafik. Allerdings ist dieser kleine Teil einer der wichtigsten.

Wo sich die Leistungsphasen 1–9 in der Immobilienentwicklung einreihen:

Einordnung der HOAI-Leistungsphasen in den Gesamtprozess der Immobilienentwicklung

Einordnung der HOAI-Leistungsphasen in den Gesamtprozess der Immobilienentwicklung

Grafik zeigt, wie sich die neun HOAI-Leistungsphasen in den zeitlichen Ablauf der Immobilienentwicklung in Deutschland 2025 einfügen

Quelle : Wüest Partner, 2025

Für die Leistungsphasen 1 – 9 greifen die Entwickler:innen gerne auf Dienstleister:innen wie Architekt:innen, Bauingenieur:innen oder ‑leiter:innen zurück, können aber theore­tisch auch einige davon selbst durch­führen. Dazu gehören insbe­sondere die Phasen 4 der Genehmigungsplanung und ‑einholung sowie die Phasen 6 und 7 der Vergabe.

Die Phase 9 ist die der Abnahmen in den Bereichen Feuerschutz u.ä., ohne welche eine Immobilien verwendet werden darf. Das ist besonders bei öffent­lichen Gebäuden ausschlag­gebend, oder solchen, die für Besucher:innen ausgelegt sind, wie Hotels, Sport-Einrichtungen oder Kulturstätten. Ohne Abnahme dürfen sie nicht genutzt werden.

Energie-Effizienzklassen und ESG

Was für Immobilien immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist natürlich die Frage der Nachhaltigkeit. Bei bestehenden Gebäuden sind die gängigsten Referenzwerte die Energie-Effizienzklassen (EEKs) und ESG-Ratings. EEKs beein­flussen schon jetzt direkt die Preise von Immobilien, die oberen Klassen A und B bedeuten Wertstabilität oder sogar höhere Preise. Das ermit­telte Wüest Partner in seiner Studie “Die Wirkung von Nachhaltigkeit auf Immobilienwerte”, für welche rund 200.000 Inserate von Immobilien analy­siert wurden.

Grafik: Energie-Effizienzklassen und Miethöhe

Vergleichsgrafik zur Miethöhe in Abhängigkeit von der Energieeffizienzklasse in Deutschland 2025

Quelle: Die Wirkung von Nachhaltigkeit auf Immobilienwerte, Wüest Partner, 2024

ESG-Ratings werden für Investor:innen immer wichtiger

Während es bei der Energie-Effizienzklasse um das Gebäude selbst geht, fassen ESG-Ratings das Thema Nachhaltigkeit viel weiter. Investor:innen nutzen ESG-Ratings zunehmend, um sich für oder gegen eine Investition zu entscheiden. Mit ihnen lassen sich die Risiken reduzieren, siehe hierzu unseren Artikel Stranded Assets. Derzeit laufen viele Immobilien Gefahr, in die Wertlosigkeit abzurut­schen, wenn sie nicht recht­zeitig den energe­ti­schen Vorgaben für Gebäude entsprechen. Auch für Nutzer:innen der Immobilien sind ESG-Ratings inter­essant, da sie wie die EEKs Angaben über die Attraktivität von Gebäuden machen, bzw. deren Betriebskosten.

ESG steht für Environment, Social und Governance. Neben dem Thema Environment, wo es auch um die Immobilie selbst geht, werden bei einem ESG-Rating auch die Aspekte Social und Governance erfasst. Im Bereich Immobilien bedeutet Social Aspekte wie: Gibt es in einer Anlage Gemeinschaftsräume, was wird für den Zusammenhalt gemacht, wie ist die soziale Mischung?

Das Thema Governance nimmt die Unternehmensführung der Immobilienentwickler:innen unter die Lupe. Dabei wird unter­sucht, ob es gleiche Chancen für Männer und Frauen gibt, ob sich das Unternehmen seiner gesell­schaft­lichen Verantwortung bewusst ist, ob Rücksicht auf die Umwelt und die Mitarbeitenden genommen wird, etc.

👉 Hier erfahren Sie mehr über ESG und Immobilien und wie Wüest Partner beim Thema nachhaltige Immobilien helfen kann

Phase 4 – Vermarktung & Nutzung

Wenn die Immobilie fertig­ge­stellt ist, beginnt die Phase der Vermarktung und in weiterer Folge, die der Nutzung. Der Immobilienentwickler:innen wollen jetzt die Früchte ihrer Arbeit ernten, die vielen Möglichkeiten hierfür werden mit dem Begriff Exit-Strategie bezeichnet. Das kann der Verkauf sein, entweder an Nutzer:innen oder an Investor:innen, an einen Fonds oder sogar an Projektentwickler:innen. Je nachdem wie die Immobilienentwickler:innen aufge­stellt sind, können diese die Vermietung oder Verpachtung selbst in die Hand nehmen. Aber in der Regel bauen Entwickler:innen, betrieben wird die Immobilie von anderen Player:innen.

Digitale Lösungen für die Vermarktung von Wohnimmobilien

Ein typischer Vermarktungsfall tritt beim Bau einer Wohnimmobilie für viele Parteien auf, in der Regel werden die frisch herge­stellten Wohnungen verkauft. Vielleicht sind solche Projekte bekannt, die mit Prospekten und Musterwohnungen für Käufer:innen werben. Dank digitaler Tools lassen sich hier die Verkaufsprozesse erheblich beschleu­nigen. Dank Wohnungskonfiguratoren können Käufer:innen die Gestaltung selber übernehmen, was zahlreiche Abstimmungsrunden und Fehleranfälligkeit reduziert. Der Vertrieb lässt sich dadurch erheblich beschleu­nigen und das Leerstand-Risiko erheblich verringern.

Beispiel des Wohnungskonfigurators, von der Wüest Partner Firma Datahouse entwi­ckelt

Wohnungskonfiguarator von Datahouse, Personalisierung der Käufer

Quelle: Wohnungskonfigurator von Datahouse

Zusätzlich nehmen dank der Personalisierung die Käufer:innen ihre Immobilie früher in Besitz, zumindest emotional. Und das ist, wie uns das Marketing lehrt, eine sehr wichtige Entwicklung. Denn Immobilien sind kein Produkt wie jedes andere, sie sind überwiegend Arbeits- und Lebensmittelpunkt.

Aus Sicht des Lebenszyklus der Immobilie ist der Übergang zur dritten Phase, die Nutzung, eine sehr wichtige. Sie folgt auf Planung und Umsetzung. In dieser Phase wird der größte Kostenpunkt im Laufe der Lebensdauer eines Gebäudes anfallen, darunter der Betrieb, die Instandhaltung bzw. Reparatur und die Weiterentwicklung der Immobilie. Wenn richtig geplant wurde, dann lassen sich die sogenannten Lifecycle Costs (LCC) niedrig halten. Allerdings entstehen immer neue Technologien, mit denen sich die Performance einer Liegenschaft optimieren lässt.

Auch die letzte Phase einer Immobilie, die Verwertung, ist stark von der Planung beein­flusst. Wurde die Verwertung mitge­dacht, so lässt sich auch die letzte Phase optimal durch­führen: Es muss nicht alles in Schutt und Asche verwandelt werden. Bauteile können verkauft, Kabel, Leitungen und Rohre z.B. wieder­ver­wendet werden. In diesem Zusammenhang spielt natürlich die Nachhaltigkeit erneut eine Rolle, da laut Bestimmungen der CO2-Ausstoß über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilien betrachtet wird. Das ist das sogenannte Life Cycle Assessment oder Ökobilanzierung. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über das Thema Lebenszyklus von Immobilien.


Risiko- & Chancenmanagement in der Immobilienentwicklung in Deutschland

Die Komplexität des Unterfangens Immobilienentwicklung bringt natürlich erheb­liche Risiken mit sich. Auf Grund deren Menge lassen sich diese am einfachsten in externe und interne Risiken einordnen. Interne sind solche, die mit der Durchführung des Projekts an sich zusam­men­hängen, während externe dem Marktumfeld zuzuordnen sind. Dazu gehören wirtschaft­liche wie regula­to­rische Entwicklungen und nicht zuletzt klima­tische.

Auswahl der häufigsten internen Risiken bei der Immobilienentwicklung:

● Kosten- und Bauzeitüberschreitungen: Das sind die Klassiker unter der Risiken eines jeden Bauprojekts und sind nur dank einer sehr sorgfäl­tigen Planung zu vermeiden. Allerdings kann auch die beste Planung nicht Witterungsverhältnisse vorher­sehen.

● Prognoserisiko: Bei der Planung werden meist eine Reihe von Annahmen getroffen, die sich bei der Umsetzung als falsch heraus­stellen. Sie zu beheben kostet natürlich mehr Zeit und Geld als ursprünglich erwartet.

● Genehmigungsrisiko: Bauprojekte sind nur mit der Genehmigung von Behörden möglich. Aufgrund der Überlastung mancher Behörden kann es zu langen Wartezeiten kommen oder manche Projekte sind vielleicht technisch so innovativ, dass die zustän­digen Bauämter sich nicht trauen, Neuland zu betreten. Das ist oft der Fall bei z.B. Aufstockungen.

● Finanzierungsrisiko: Bei Bauprojekten ist es nicht selten, dass mehr Geld als ursprünglich geplant notwendig wird. Wurde ohne Spielraum geplant, können einem Bauprojekt mitten in der Umsetzung die Mittel ausgehen. Im schlimmsten Fall muss das Vorhaben auf Eis gelegt werden.

Auswahl der häufigsten externen Risiken bei der Immobilienentwicklung:

Die aktuelle Marktlage ist von Ungewissheit geprägt. So schnellten Ende 2022 nach jahre­langen Nullzinsen die Zinsen unerwartet empor, was zu einem regel­rechten Einbruch der Bauaktivität führte. Hier eine Auswahl von häufigen externen Risiken:

● Zinsrisiko: Wie eben erwähnt, erhöhte die EZB die Zinsen 2022 rasant von Null auf etwas über 4 Prozent. Das erwischte viele Immobilienentwickler:innen kalt, sie mussten viele ihrer Projekte pausieren oder im schlimmsten Fall veräußern. Das Immobilienentwicklungsvolumen stürzte innerhalb von zwei Jahren von über 100 Mrd. Euro auf rund 30 Mrd. Euro ab.

● Baupreis-Risiken: Der Ukraine-Krieg hat es gezeigt, ein unvor­her­seh­bares geopo­li­ti­sches Ereignis kann Lieferketten durch­ein­an­der­würfeln, was mitunter zu erhöhten Preisen der Baumaterialien führt. Der Ukraine-Krieg ließ Preise für Stahl und fossile Brennstoffe in die höhe schnellen, was sich auf die Baukosten auswirkte.

● Regulatorische Risiken: Das Heizungsgesetz hat es vorge­macht – an der Wirklichkeit nicht erprobte Maßnahmen können für Verunsicherung sorgen, die meistens Passivität zur Folge hat. Auch wenn der Nachhaltigkeits-Fahrplan der EU vorher­seh­barer erscheint, bis 2033 müssen alle Wohnimmobilien die EEK-Stufe D haben, so kann es durchaus sein, dass in wenigen Jahren alle Immobilien die EEK-Stufe A oder B haben müssen. Das ist ein Risiko, das sich nicht beein­flussen lässt.

● Klimarisiken: Diese werden immer häufiger, man braucht nur die Berichte der Rückversicherer:innen zu lesen, um zu verstehen, wie viel Schäden der Klimawandel schon heute dem Immobiliensektor zufügt. Auch diese lassen sich mit einer guten Planung vorbeugen, so bietet Wüest Partner einen Klimarisiken-Monitor oder den Urban Heat Vulnerability Index, um geeignete Standorte von Gefährdeten zu unter­scheiden.

Risiken mit digitalen Tools besser einschätzen

Wie eingangs erwähnt wurde: Jede Herausforderung bietet auch die Möglichkeit, neue Lösungen zu entwi­ckeln. Im Immobilienbereich sind das vorder­gründig digitale Tools, die sehr viel später als in anderen Branchen Einzug gehalten haben. So lassen sich interne Risiken, also jene, welche die Durchführung der Bauvorhaben betreffen, mit Real Estate Management Plattformen besser in Schach halten.

Wüest Dimensions bietet z.B. mit seinem Modul Construction & Development ein Frühwarnsystem, mit welchem drohende Kosten- oder Zeitplan-Überschreitungen erkennbar werden, noch bevor sie tatsächlich eintreten. Dank des Monitoring, der Modellierung und der Investitionsplanung lässt sich das Modul während der Bauphase, aber auch danach, verwenden.


Digitalisierung & Daten

Die deutsche Immobilienbranche ist ein digitaler Spätentwickler. Während Banken und die Automobilbranche schon in der 90-Jahren auf Digital setzten, erleben die Software-Lösungen für Immobilien, auch Prop Tech genannt, erst in den letzten Jahren einen regel­rechten Boom. Damit lassen sich mittler­weile alle Aspekte der Immobilienwirtschaft durch­führen, von der Entwicklung über die Verwaltung bis hin zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes – und noch viel mehr. Die ehrwürdige Immobilienbranche wird immer mehr zu einem daten­ge­trie­benen Wirtschaftszweig. Einige Beispiele solcher Lösungen für die Immobilienentwicklung sind Tools zur Standortwahl, oder zur Feststellung der Exponierung zu Klimarisiken. Um mehr über die daten­ge­stützte Standort-Analysen von Wüest Partner zu erfahren, empfehlen wir diesen Artikel.

Alternative Finanzierungen

Die Zinsschwankungen haben sich zwar wieder beruhigt, das Zinsniveau liegt aber immer noch auf einem viel höheren Niveau als im Jahrzehnt davor. Deswegen entstanden alter­native Finanzierungswege, allen voran das sogenannte Real Estate Private Debt (REPD). Mit diesem Kürzel sind Kreditformen gemeint, die nicht über Banken gehen, sondern private Kreditgeber mit ‑nehmern verbinden. Wie bei Banken erwarten die Geldgeber Zinsen, aller­dings sind auch Gewinnbeteiligungen an den Immobilienentwicklungen möglich. REPB richten sich gezielt an Immobilien- und Projektentwickler:innen. Das stärkere Interesse der Geldgeber:innen an den Einzelprojekten unter­scheidet sie deutlich von Banken, die aufgrund der Vielzahl an verge­benen Darlehen nicht jedes Projekt eng begleiten können. Die Assetklasse REPD hat sich durch verschärfte Rahmenbedingungen in der Finanzbranche fest in Europa etabliert, wie die nachste­hende Grafik zeigt. Zwischen 2017 und 2023 hat sich das Volumen der REPD-Krediten verdoppelt.

Grafik zur Entwicklung der Fondszahl und des Target Equity im Immobiliensektor in Deutschland 2025 – Analyse von Investitionsvolumen und Markttrends

Bessere Kommunikation mit Kreditgeber:innen dank digitaler Tools

Die Beziehung zwischen REPB-Geldgeber:innen und Empfänger:innen ist viel enger als zwischen Banken und deren Kreditnehmer:innen. Genau deswegen kommen digitale Lösungen, wie sie Wüest Partner mit Wüest Dimensions und anderen Tools bietet, sehr gelegen, da sie eine verbes­serte Kommunikation erlauben. Das Reporting über den Fortschritt der Bauphasen oder z.B.der Kostenentwicklung lässt sich mühelos mit den Stakeholder:innen teilen, also auch mit Kreditgeber:innen, und zwar im gewünschten Umfang und Format. Zusätzlich lässt sie sich das Reporting automa­ti­sieren, was Transparenz noch weiter fördert.

👉 Erfahren Sie mehr über die Investment-Beratung von Wüest Partner, bei der Real Estate Private Debt einer von vielen Bausteinen ist.

Nachhaltige Immobilienentwicklung & ESG

Nachhaltigkeit ist nicht nur in aller Munde, sondern auch in allen neuen Bestimmungen und Gesetzen, die Immobilien betreffen. Die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2050 soll der gesamte Gebäudebestand klima­neutral werden, bis 2033 alle Wohnimmobilien mindestens der Energie-Effizienzklasse D entsprechen. Da das aktuell nur bei rund 40 Prozent der Immobilien der Fall ist, also steht der Branche viel Arbeit bevor, bzw. viele energe­tische Sanierungen.

Am Anfang jeder nachhal­tigen Immobilienentwicklung und Verbesserung der energe­ti­schen Leistung steht die Feststellung des Ist-Zustands. Im Wesentlichen ist das die CO2-Bilanz eines Gebäudes, d.h., wie viel und welche Art Energie verbraucht und welche Mengen CO2 ausge­stoßen werden. In einem zweiten Schritt erfolgt die Ermittlung eines CO2-Absenkpfades, um die energe­tische Leistung des Gebäudes über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu optimieren.

Für die CO2-Bilanzierung und die Ermittlung des CO2-Absenkpfades haben sich digitale Tools wie Wüest Refurb für das Maklergeschäft sowieso das Wüest Dimension Modul Sustainability Management für Immobilienmanager:innen bewährt. Eine CO2-Bilanz ist relativ unkom­pli­ziert, beim Absenkpfad hingegen gibt es nicht die richtige Lösung, sondern eine unüber­schaubare Menge an Möglichkeiten. Dank der Simulationen, die digitale Tools erlauben, lassen sich die effizi­en­testen Maßnahmen heraus­filtern – die mit dem besten Verhältnis zwischen Aufwand und Wirkung. Dadurch wird die Herausforderung der nachhal­tigen Immobilienentwicklung zu einem gewinn­brin­genden Unterfangen, das den Ertrag und den Wert einer Immobilie sogar steigern kann.

👉 Erfahren Sie, wie Wüest Partner Sie beim Thema nachhaltige Immobilien unter­stützen kann, von ESG-Strategien über Fördermittelberatung bis Zertifizierungen.


Kommunale Perspektive & Public-Private Partnerships (PPP)

In Deutschland entwi­ckelt die öffent­liche Hand vergleichs­weise weniger Immobilien als private Akteur:innen, dafür sind die Projekte viel komplexer, da sie neben der Schaffung von Wohnraum meist mit der Entwicklung von Infrastruktur und Gewerbestandorten einher­gehen. Gute, oder je nach Standpunkt, schlechte Beispiele – angesichts erheb­licher Kostensteigerungen – sind die Projekte Stuttgart 21 und der ehemalige Berliner Flughafen Tegel:

● Beim Vorhaben Stuttgart 21 geht es zwar haupt­sächlich um die Grundsanierung des Hauptbahnhofes, gleich­zeitig entsteht Wohnraum für etwa 11.000 Personen und ein Gewerbegebiet, das 24.000 Arbeitsplätze behei­maten soll.

● In Tegel entsteht auf dem Areal des ehema­ligen Flughafens ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien, die Urban Tech Republic, und ein brand­neues Wohnviertel, das Schumacher-Quartier. Dort sollen rund 5.000 Wohnungen entstehen.

Öffentliche Immobilienentwicklungen sind Public-Private-Partnerships

Immobilienprojekte der öffent­lichen Hand geschehen zwangs­läufig mit der Zusammenarbeit privater Firmen, weshalb von Public Private Partnerships gesprochen wird. Im Kern werden dabei Zweckgesellschaften gegründet zur Lösung öffent­licher Aufgaben, wie z.B. Wohnraum, bei dem meistens Gemeinden Flächen bereit­stellen und privates Kapital einsetzen, da die öffent­liche Hand unter Finanzknappheit leidet.

Wüest Partner unter­stützt Kommunen bei Immobilienentwicklungen, indem u.a. eine bis zu 30-jährige Finanzplanung mit Einschätzung sämtlicher Erträge angeboten wird. Zu den Erträgen gehören Steuern, Gebühren und Mieten, denen Kosten wie Investitionen, Abschreibungen und Betriebskosten gegen­über­ge­stellt werden müssen. Dabei werden mehrere Entwicklungsszenarien erarbeitet, um unter­schied­liche Veränderungen der Dichte, Nutzung und dem Zielpublikum zu berück­sich­tigen.

👉 Erfahren Sie, wie Wüest Partner Gemeinden bei der Entwicklung von Immobilien helfen kann.


Bestand vs. Neubau: Entwicklung über den Lebenszyklus

In Deutschland herrscht akuter Wohnraummangel: Laut dem Pestel-Institut fehlten 2024 rund 550.000 Wohnungen und das dürfte eine vorsichtige Schätzung sein. Da aufgrund teurer Boden- und Baupreise sowie bürokra­ti­scher Hürden das Defizit nicht mit Neubau allein kompen­sierbar ist, zumindest nicht in abseh­barer Zeit, werden Umnutzung und Erweiterung.

Die TU Darmstadt schätzte in mehreren Studien, zuletzt 2019, das bundes­weite Wohnraum-Potential durch Aufstockung und Anpassung von Büro- und Gewerbeobjekten auf 2,3 bis 2,7 Mio. Wohnungen. Allerdings behindern auch hier bürokra­tische Hürden, dieses Potential auszu­schöpfen, allen voran Bestimmungen für Brandschutz. Aber besonders Regelungen wie die Notwendigkeit, zwei Stellplätze für jede neue Wohnung bereit­zu­stellen, wirken als Bremsklotz. In dichten Städten ist dies oft kaum reali­sierbar.

Nachhaltige Immobilienentwicklung: Energetische Sanierung und Erweiterung kombinieren – Bsp. Platen-Siedlung in Frankfurt / Main

Da die Klimaziele und ESG-Kriterien ohnedies eine Welle von Sanierungen verur­sachen, bietet sich theore­tisch die Gelegenheit, die energe­tische Sanierung eines Gebäudes mit einer Aufstockung oder Erweiterung zu verbinden. So wurden in Frankfurt am Main auf den Dächern und zwischen den Gebäuden der Platen-Wohnsiedlung knapp 700 Wohnungen errichtet, mit einer Fläche von insgesamt 38.000 Quadratmetern. Zugegeben, das war kein Schnellschuss, das Projekt lief von 2018 bis 2025. Da die aufge­stockten Wohnungen energe­tisch wesentlich besser als die alten dastehen, verbessern sie die Energieeffizienz des gesamten Wohnkomplexes.

Zwar hat die Eigentümerin der Platen-Siedlung, die städtische Wohnbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding GmbH, etwas mehr Geld in die Hand genommen als für eine reine energe­tische Sanierung, aber sie hat durch die Schaffung von Wohnraum den Ertrag der Anlage erheblich gesteigert. Die Aufstockung und Erweiterungsbauten waren günstiger als ein klassi­scher Neubau, denn der Boden und die Anschlüsse waren schon vorhanden. Begrünte Dächer wirken sich positiv auf das örtliche Klima und die Biodiversität aus. Also eine ganze Reihe von Vorteilen, die solche Projekte attraktiv machen.

Energetische Sanierung und Erweiterung kombi­nieren am Beispiel der Platen-Siedlung in Frankfurt / Main

Für ähnliche Projekte kann die Immobilienberatung von Wüest Partner in vielen Bereichen helfen. Durch die Begleitung der Sanierung, um deren ESG-Konformität zu garan­tieren, mit dem CO2-Rechner und dem Refurbishment-Tool Wüest Refurb, um CO2-Ausstoß und CO2-Absenkpfade zu ermitteln. Und nicht zuletzt hat es eine Expertise für Holzbauten und deren Vorteil gegenüber der Massivbauweise entwi­ckelt, die vorder­gründig für die Schweiz gilt, aber die sich im Wesentlichen auf den deutschen Immobilienmarkt übertragen lässt. Denn die Aufstockungen und Erweiterungen der Platen-Siedlung wurden alle in Holz durch­ge­führt.

👉 Lesen Sie die kostenlose Studie von Wüest Partner Holzbaukennzahlen für Investor:innen


Immobilienentwicklung in Deutschland: Regionale Perspektiven

Der deutsche Immobilienmarkt hat schwere Jahre hinter sich. Nach über einem Jahrzehnt steigender Preise mit Boom-Phasen kam ein harter Schnitt im Herbst 2022, als die Leitzinsen in kürzester Zeit von Null auf über vier Prozent schnellten. Das führte zu einem Rückgang der Transaktionen und der Preise, im Bereich der Immobilienentwicklung zu einem regel­rechten Einbruch. 2021 lag das Volumen der Entwicklungen bei über 110 Mrd. Euro, 2023 waren es nur noch 29 Mrd. Euro. Dieser Absturz brach vielen Entwickler:innen das Genick.

2025 hat sich die Lage entspannt, parallel zur Senkung der Zinsen. Allerdings bleibt die Situation durch­wachsen: Während die meisten Analyst:innen einen zaghaften Preisanstieg zwischen einem und drei Prozent ausmachen, halten andere den Rückgang für noch nicht beendet, auch wenn er langsamer ausfällt. Die Entwicklungen sind je nach Gebäudeart und Region unter­schiedlich, nachstehend ein kurzer Überblick.

Marktentwicklung zwischen A‑, B- und C‑Städten

● In den A‑Städten wie Berlin, München und Hamburg sollten die Preise leicht steigen, besonders energie­ef­fi­ziente Immobilien werden profi­tieren. Allerdings gibt es Ausnahmen, wie Köln und Stuttgart, wo die Preise fielen. Auf Finanzierungen wirken gegen­sätz­liche Kräfte: Zinsen sinken, Einkommen steigen, aller­dings wird mehr Eigenkapital verlangt. Genauer Angaben über die Entwicklung der A‑Städte finden Sie hier.

Grafik zur Preisentwicklung von Wohnimmobilien in deutschen Großstädten im Vergleich zum GREIX-Index 2025 – Analyse von Marktdynamiken und regionalen Unterschieden

Quelle: Greix, Juni 2025

● B‑Städte – Beispiele sind Leipzig, Kiel, Augsburg – werden durch den Wohnraummangel in Metropolregionen attraktiv, besonders wenn sie eine gute Infrastruktur haben. Da das nicht immer der Fall ist, gibt es starke regionale Unterschiede. Mehr über regionale Wohnungsmärkte finden Sie in den Studien selben Namens von Wüest Partner.

● Die C‑Städte (bis zu 250.000 Einwohner) dürften sich am schnellsten von der Immobilienflaute erholen, da deren Preise erschwing­licher sind. Wie bei B‑Städten drängt der Wohnraummangel Menschen in die Peripherie. Wenn diese über eine gute Anbindung und ausrei­chend Infrastruktur verfügen, Karlsruhe und Duisburg sind gute Beispiele, haben diese Städte gute Karten.

👉 Erfahren Sie mir über die Studien zum natio­nalen und den regio­nalen Immobilienmärkten von Wüest Partner

Nachhaltigkeit & Digitalisierung als regionale Werttreiber

Technologische und regula­to­rische Bestimmungen verändern die Bewertungskriterien für Immobilien. Mit steigender Bedeutung des Internets beein­flusst die digitale Infrastruktur zunehmend den Wert eines Standortes. Für das Gebäude selbst spielen Regularien zu ESG und Energieeffizienz eine wachsende Rolle. Aber in Zeiten von Wohnungsknappheit und überschüs­siger Büroflächen gewinnt die Umnutzbarkeit von Immobilien an Bedeutung. Hier lautet das Stichwort Drittverwendungsfähigkeit: Ist eine Immobilie von vornherein so geplant, dass sie sich leicht für neue Nutzungen anpassen lässt? Das ist nur bei neueren Gebäuden der Fall, ältere sind meistens nur für eine Verwendung vorge­sehen. Laut einer Studie des ifo-Instituts aus 2024 könnten aktuell wegen der Etablierung von Home-Office ungenutzte Büroflächen in 60.000 Wohnungen für rund 100.000 Menschen in den Top-Städten umgewandelt werden. Tendenz steigend: Bis 2030 soll der Bedarf an Büroflächen deutsch­landweit um 12 Prozent zurück­gehen.

Digitalisierungsindex Deutschland: Zugang zum Internet

Links: Stand 2025, Rechts: Entwicklung 2023 – 2025

Karte des Digitalisierungsindex 2025 in Deutschland mit Fokus auf Internetzugang – regionale Unterschiede in der Breitbandversorgung als Faktor für die Immobilienentwicklung

Quelle: Digitalisierungsindex, Bundesministerium für Wirtschaft

Energieeffizienz in Deutschland

Die geogra­fische Verteilung der Energieeffizienzklassen bringt Überraschungen zu Tage. Erstaunlicherweise haben zwei der finanz­stärksten Städte den höchsten Anteil an Energieausweisen der Klassen F, G und H: Stuttgart mit 65 Prozent und Frankfurt am Main mit 47 Prozent. Die Städte mit dem höchsten Anteil an A+, A- und B‑Ausweisen sind Dresden (23 %), Hamburg (18 %) und Berlin (17 %). Bei den Bundesländern haben Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg in Sachen energie­ef­fi­ziente Gebäude, mit jeweils 22, 20 und 18 Prozent die Nase vorn, während die Länder Sachsen-Anhalt und Saarland das Schlusslicht bilden, mit einem Anteil von jeweils 64 Prozent an Gebäuden der Klassen F, G und H. Was die Preise betrifft: Immobilien der Klasse A+, A und B sind im Schnitt 40 Prozent teurer als die der Klassen F, G und H, ab der Klasse C beträgt dieser Unterschied nur noch wenige Prozent laut einer Studie von McMakler von Februar 2023. Das bedeutet: In Energieeffizienz inves­tieren lohnt sich.

👉 Erfahren Sie hier, wie Wüest Partner Ihnen bei der Energieeffizienz von Immobilien und Fragen rund um ESG helfen kann

Entwicklungsperspektiven in Verbindung mit Förderlandschaft & Regulierung

Wo ein politi­scher Wille, da meist eine Förderung. Zumindest in Sachen Nachhaltigkeit gibt es zahlreiche Förderprogramme für Eigentümer:innen von Immobilien. Für private Eigentümer:innen bietet die KfW einen guten Überblick auf ihrer Webseite, das gilt ebenso für Immobilienentwickler:innen bzw. den Neubau von Nicht-Wohnimmobilien. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) führt ebenfalls klar durch die Förderlandschaft für nachhaltige Immobilien. Siehe dazu die BAFA-Webseite.


Fallstudie eines erfolgreichen Immobilienentwicklungsprojekts in Deutschland

Karte zur Fallstudie eines erfolgreichen Immobilienentwicklungsprojekts in Deutschland 2025 – mit Fokus auf Lage, Projektumfang, Nutzungsmix und städtebaulichen Kontext

Quelle: Wüest Partner, 2025

Für Immobilienentwickler:innen kann eine Nachhaltigkeits-Beratung von Beginn des Projektes sehr hilfreich sein, um Fallstricken zu vermeiden und so viel Fördergelder wie möglich zu akqui­rieren. Beim Neubau eines Gymnasiums in Köln-Deutz stand der Immobilienberater Wüest Partner dem Entwickler Ulrich Beckmann Real Estate GmbH von Anfang an zur Seite. Das Ergebnis: Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 28.000 Quadratmeter hat nach Fertigstellung die DGNB-Zertifizierung Platin erhalten. Die Finanzmittel kamen im Wesentlichen aus einem Sonderprogramm der Stadt Köln zur Errichtung klima­neu­traler Bauten. In diesem kurzen Artikel erfahren Sie genaueres über das Projekt.

👉 Erfahren Sie mehr über Nachhaltigkeits-Zertifizierungen oder lassen Sie sich kostenlos von einem unserer Nachhaltigkeits-Expert:innen beraten.


Beruf & Karriere in der Immobilienentwicklung

Wie wird man Immobilienentwickler:in?

Viele Wege führen zu einer Arbeit als Immobilienentwickler:in. Entweder wird der Weg nach dem Studium eines mit Immobilien, Wirtschaft oder Bauwesen verbun­denen Fachs, meist im Rahmen eines Masterstudiums, einge­schlagen. Dieses dauert in der Regel zwei Jahre. Sehr viel häufiger fällt die Entscheidung für Immobilienentwicklung nach ein paar Jahren Arbeit in der Branche, das Umsatteln erfolgt dank spezi­fi­scher Weiterbildungen. Anders gesagt: Die Immobilienentwicklung ist ein ideales Feld für Quereinsteiger:innen. Die Weiterbildungen dauern je nach Anbieter:innen von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten. Nachstehend eine Übersicht beider Wege.

Master-Studium Entwicklung von Immobilien

Master für die Immobilienentwicklung werden am häufigsten von privaten Instituten angeboten, Voraussetzung ist der Abschluss eines 6‑semestriges Studiums der Architektur, des Bauingenieurwesens, der Stadt- und Regionalplanung, der Immobilienwirtschaft / Real Estate oder der Betriebswirtschaftslehre.

Hier ein beispiel­haftes 2,5‑jähriges Curriculum eines anerkannten Instituts:

  1. Semester
    ● Grundlagen der BWL für Projektentwickler:innen
    ● Marketing
    ● Grundstücksentwicklung
    ● Strategische Projektentwicklung I: Strategisches Management
    ● Grundlagen der Architektur und der Stadtentwicklung
  2. Semester
    ● Investition und Finanzierung
    ● Strategische Projektentwicklung II
    ● Kleines Projekt
    ● Vertiefung Architektur
  3. Semester
    ● Stadtpolitik
    ● Stadtentwicklung
    ● Urban Design
    ● Vertiefung Stadtentwicklung
    ● Mittleres Projekt
    ● Nachhaltiges Bauen und neue Technologien
  4. Semester
    ● Projektmanagement Bauprozessmanagement
    ● Kreativität, Vision und Kommunikation
    ● Großes Projekt
  5. Semester: Master-Thesis und Kolloquium

Weiterbildung Projektentwicklung

Hier listen wir die Weiterbildungen von sieben Instituten auf, eine Menge, die Auskunft über das Interesse an derar­tigen Angeboten gibt. Einer der Gründe dafür: Auch wer schon ein paar Jahre in der Immobilienbranche arbeitet und nicht Projektentwickler:innen werden will, profi­tiert von einem Einblick in das Gebiet. Dadurch verstehen die verschie­denen Stakeholder:innen besser die Anforderungen sowie Risiken und können die Qualität von Dienstleister:innen genauer bewerten.

Zusätzlich besteht für Immobilien-Firmen durch Weiterbildung ihres Personals in die Immobilienentwicklung einzu­steigen. Entweder erweitern sie damit das Leistungsspektrum oder verringern ihre Abhängigkeit von Dienstleister:innen. Wer lediglich Einblick in die Materie erhalten möchte, dem reichen sehr wahrscheinlich Seminare. Wer jedoch selbst Immobilien entwi­ckeln will, der sollte eine Weiterbildung besuchen. Diese dauert mindestens ein paar Wochen, die längsten bis zu einem Jahr.

Hier eine Auswahl von Seminaren und Weiterbildungen mit Angabe der anbie­tenden Institute und der jewei­ligen Dauer.

Seminare Projektentwicklung (2 Tage bis 2 Wochen)
● Projektentwicklung und Immobilienökonomie, 2 Tage, Frankfurt School of Finance
● Projektentwicklung, 4 Halbtage, IREBS Immobilienakademie
● Intensivseminar Projektentwicklung, 4 Tage, Akademie der Immobilienwirtschaft
● Ausbildungs-Lehrgang Projektentwickler:in, 2 Wochen, Europäischen Immobilien Akademie

Weiterbildungen Projektentwicklung (3 bis 9 Monate)
● Studiengang Immobilien-Projektentwicklung, 3 Monate, Deutsche Immobilien Akademie der Universität Frankfurt
● Immobilien-Projektentwicklung, 7 Monate, Europäisches Institut für postgra­duale Bildung
● Immobilien-Projektentwicklung kompakt, 9 Monate, Haufe Akademie

👉 Wüest Partner bietet ebenfalls Seminare und Materialien zu Projektentwicklung und anderen Themen der Immobilienwirtschaft. Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere Publikationen und Kurse/Veranstaltungen. Des Weiteren können Sie sich hier für unseren Newsletter anmelden.

Anforderungen & Perspektiven

Die nachste­hende Grafik zeigt es gut: Immobilienentwicklung ist eine Angelegenheit von vielen Köchen oder vielen Stakeholder:innen. Damit sie nicht den Brei verderben, in diesem Fall den Bau, müssen die zustän­digen Personen über eine Reihe von Kompetenzen und Qualitäten verfügen, die sich eher durch Erfahrung als durch Ausbildungen lernen lassen.

Übersicht der Stakeholder:innen bei einer Immobilienentwicklung

Karte mit den zentralen Stakeholder:innen in der Immobilienentwicklung 2025 – von Investor:innen, Kommunen und Planer:innen bis zu Nutzer:innen und Bauunternehmen

Quelle: Wüest Partner

An erster Stelle müssen Immobilienentwickler:innen natürlich die fachlichen Kompetenzen beherr­schen. Diese reichen von Finanzierung und Controlling über das Verständnis der behörd­lichen Aspekte (Genehmigungen, Flächennutzungspläne) bis zu Projektmanagement und Bauprozesse. Daneben sind Soft Skills wie eine gute Kommunikation notwendig, die Fähigkeit, diver­gie­rende Interessen unter einen Hut zu bringen, also Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft, ohne jedoch das überge­ordnete Ziel aus den Augen zu verlieren.


Immobilienentwicklung & Wüest Partner – Unser Angebot

Die Entwicklung von Immobilien ist eine derart komplexe Angelegenheit, dass die Begleitung von erfah­renen Partner:innen durchaus Sinn macht – besonders wenn diese alle Phasen des Lebenszyklus einer Immobilie beherr­schen.

In einem Umfeld, in dem sich Regularien und Bestimmung ständig ändern, das raschen Zins- und Kostenschwankungen ausge­setzt ist, werden kompe­tente Begleiter:innen einem den Rücken freihalten und die Wirtschaftlichkeit des Baus sowie des Gebäudes immer im Blick haben.

Wüest Partner ist einer der führenden Immobilienberater und verfügt über eine breite Expertise, die alle Bereiche der Immobilienwirtschaft abdeckt, sowie über eine heraus­ra­gende Datenkompetenz dank einer Reihe digitaler Lösungen. Immobilienentwickler:innen jeglicher Art, von privaten bis zu öffent­lichen Hand, bietet Wüest Partner folgende Leistungen:

Investitionsplanung
Standort- und Marktanalysen
Bewertung der Klimarisiken
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Begleitung der Konzeption der Immobilienentwicklungen
Nachhaltigkeit, Zertifizierungen und ESG
Sustainability Management
● Digitale Tools für Planung, Sanierung und Reporting
● Immobilien Management – Real Estate Management Plattform

👉 Erfahren Sie bei einem kosten­losen Beratungsgespräch, wie wir Ihnen bei der Entwicklung von Immobilien helfen können.


Häufige Fragen zum Thema Immobilienentwicklung

Was ist Immobilienentwicklung?

Immobilienentwicklung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen für die Schaffung, Verbesserung oder Umnutzung von Immobilien aller Gebäudetypen, seien es Wohn‑, Gewerbe- oder Industrieobjekte. Die Immobilienentwicklung beinhaltet alle Phasen, von der Idee zur Planung über den Bau bis zur Bewirtschaftung und letzt­endlich die Abwicklung.

Was machen Immobilienentwickler:innen?

Immobilienentwickler:innen begleiten entweder Investor:innen bei ihrem Vorhaben oder führen Projekte auf eigene Rechnung durch. Ihre Tätigkeiten reichen von der Planung über die Finanzierung bis zum Bau und der Abnahme des Gebäudes.

Wie wird man Immobilienentwickler:in?

Entweder absol­viert man einen einschlä­gigen Master oder man steigt quer in die Branche ein. Dafür sind einige Jahre an Berufserfahrung in der Immobilienbranche notwendig sowie eine spezi­fische Weiterbildung.

Was ist der Unterschied zwischen Projekt- und Immobilienentwicklung?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, aber Projektentwicklung ist ein Bereich der Immobilienentwicklung, der die Umsetzung eines konkreten Immobilienprojekts bezeichnet: der Bau, die Planung, die Durchführung und Abnahme. Die Immobilienentwicklung hingegen betrachtet den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland bis 2030?

Nach einem Einbruch in den Jahren 2022 bis 2024 erholen sich die Preise langsam. Allerdings ist die Situation dermaßen volatil, dass eine Prognose sich kaum machen lässt. Einzige Sicherheit: Je nachhal­tiger eine Immobilie ist, desto wertbe­stän­diger ist sie.

Lohnt sich Immobilienentwicklung 2025?

Infolge der Talsohle der Jahre 2022 bis 2024 ist der Markt aktuell mehr von Opportunitäten geprägt. Derzeit besteht die Möglichkeit, inter­es­sante Projekte, die ins Straucheln gerieten, für wenig Geld zu übernehmen. Empfohlen wird zu warten, bis sich der Entwicklungsmarkt erholt hat.

Wie beeinflusst Nachhaltigkeit die Immobilienentwicklung?

Sehr stark, da die Bestimmungen zur Nachhaltigkeit und die Marktveränderungen die tradi­tio­nelle Logik der Immobilienentwicklung grund­legend verändern. Rein auf Profit ausge­legte Projekte sind nicht mehr inter­essant, vielmehr werden nachhaltige Vorhaben, die eine Mehrfachnutzung z.B. von vornherein mitdenken, die Norm.

Welche Tools unterstützen Immobilienentwicklung digital?

Wüest Partner bietet eine Reihe von Tools wie den CO2- und Sanierungsrechner Wüest Refurb, oder das Planungstool für Entwickler:innen, bis hin zu Lösungen für Kostenkontrolle, Zertifizierungen und ESG sowie viele weitere Tools.

Was kostet eine Immobilienentwicklung?

Das hängt von vielen Faktoren ab, wie Größe und Art des Projekts, der Standort, die Grundstückspreise, die Baupreise und noch einiges mehr. Um es anschaulich zu machen: Wer einen Campingplatz entwi­ckeln will, braucht nur ein Grundstück und ein paar Zuleitungen. Auf demselben Grundstück könnte jedoch ein luxuriöses Hotel entstehen, dessen Bau klarer­weise mehr kosten würde.

Welche Städte sind für Immobilienentwicklung aktuell besonders attraktiv?

Das ist schwer zu sagen, denn das hängt stark von der Art der Immobilie ab, die entwi­ckelt werden soll. Leichter ließe sich die Frage beant­worten, wenn sie auf Gebäudearten abzielte. Wohnimmobilien sind in A- und B‑Städten Mangelware, also machen entspre­chende Entwicklungen Sinn, während die C- und D‑Städte meistens genug davon haben. Anders verhält es sich mit Büroflächen: Davon gibt es in den Ballungszentren mehr als genug, also wären hier intel­li­gente Umnutzungskonzepte gefragt, während sie in C- und D‑Städten fehlen können.

Wer sind die größten Immobilienentwickler:innen in Deutschland?

Je nach Messgröße unter­scheiden sich die Marktführer:innen. Nach Umsatz gehören Unternehmen wie Vonovia, BPD, Bonava, Zech Group und Instone zu den größten Immobilienentwickler:innen in Deutschland. Betrachtet man die Anzahl der Projekte, sind z.B. Panattoni, BPD, Bonava, Instone und Cureus besonders aktiv. Die Branche bleibt im Wandel – Konsolidierungen und Spezialist:innen für nachhaltige Immobilien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Was ist die strategische Immobilienentwicklung?

Strategische Immobilienentwicklung bedeutet, Immobilien nicht nur kurzfristig zu planen und umzusetzen, sondern sie auch langfristig an Markttrends, Nutzungsänderungen und Nachhaltigkeitsanforderungen auszu­richten. Ziel ist es, den gesamten Lebenszyklus und die Wertentwicklung einer Immobilie im Blick zu behalten. Das heißt von der Standortwahl über die Flexibilität in der Nutzung bis hin zur Vorbereitung auf künftige Anforderungen wie ESG oder digitale Infrastruktur. Wer strate­gisch entwi­ckelt, sorgt dafür, dass eine Immobilie auch in zehn Jahren und darüber hinaus attraktiv und wettbe­werbs­fähig bleibt. Damit wird vermieden, dass die Liegenschaft morgen schon von gestern ist oder zu einem Stranded Asset wird.

Welche Firmen bieten Beratung im Bereich Immobilienentwicklung an?

Ein Beispiel: Wüest Partner. Wir begleiten Immobilienentwicklungen von der ersten Idee bis zur Vermarktung, mit Markt- und Standortanalysen, Nachhaltigkeitskonzepten, digitalen Tools und jahrzehn­te­langer Erfahrung. Wer fundierte Beratung und innovative Lösungen sucht, ist bei uns an der richtigen Adresse. Mehr zu unserem Beratungsangebot zur Immobilienentwicklung finden Sie hier.

Immobilienentwicklung Frankfurt

Mit unserem Frankfurter Standort sind wir direkt im Zentrum eines der wichtigsten Entwicklungshubs Deutschlands. Ob Hochhaus, Quartier oder Revitalisierung, Frankfurt bietet zahlreiche Chancen für innovative Immobilienentwicklung, von denen unsere Kund:innen profi­tieren.

Immobilienentwicklung Berlin

Berlin ist nicht nur politi­sches Zentrum, sondern auch Hotspot für urbane Transformation. Mit unserem Büro vor Ort begleiten wir Projekte vom kreativen Start-up-Loft bis zum nachhal­tigen Wohnquartier und kennen die Trends der Hauptstadt bestens.

Immobilienentwicklung München

In München setzen wir auf nachhaltige Entwicklung in einem der begehr­testen Immobilienmärkte Europas. Ob Neubau oder Bestand, unser Münchner Team weiß: Hier zählen Qualität und Zukunftssicherheit – die Anforderungen an ESG sind besonders hoch.

Immobilienentwicklung Düsseldorf

Düsseldorf verbindet Wirtschaftsdynamik mit erstklas­siger Lebensqualität. Unsere Expert:innen vor Ort unter­stützen Sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Wohn- und Gewerbeimmobilien, immer mit Blick auf innovative Konzepte und regionale Besonderheiten.

Immobilienentwicklung Hamburg

Mit unserem Hamburger Büro gestalten wir die Immobilienentwicklung im Norden, von der HafenCity bis zu den kreativen Quartieren Altonas. Die Hansestadt steht für maritimes Flair und wirtschaft­liche Stärke, die perfekte Voraussetzungen für nachhaltige Projekte.

Kontaktpersonen für Deutschland und die Schweiz


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Immobilienbewertung

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Immobilienberatung

  • Die Vorteile und Herausforderungen der Immobilienberatung. Lesen.
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Immobilienentwicklung

  • Der Ursprung aller Immobilien: die Projektentwicklung. Lesen.
  • Standortanalysen sind wesent­liche Instrumente für eine erfolg­reiche Immobilieninvestition. Lesen.
  • Immobilienentwicklung in Deutschland: Trends, Prozesse & Perspektiven 2025. Lesen

Asset und Portfolio Management

  • Effektives Asset Portfolio Management – So optimieren Sie Ihre Investitionsentscheidungen. Lesen.
  • Vom Einzelobjekt zum Portfolio: Der erfolg­reiche Aufbau Ihres Immobilienportfolios. Lesen.
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  • Warum Immobilieninvestments trotz steigender Preise eine gute Investitionsmöglichkeit darstellen. Lesen.
  • Immobilienmanagement 2026: Trends, Herausforderungen und effektive Strategien. Lesen.

Immobiliensoftware

  • Die Vorteile einer Immobilien Software. Lesen.
  • Wie man die beste Property Management Software wählt. Lesen.
  • Immobilienbewertung: die richtige Software macht es Ihnen einfach. Lesen.
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Nachhaltigkeit

  • Nachhaltigkeit wird in der Immobilienwirtschaft immer wichtiger. Lesen.
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  • Vorteile einer BREEAM-Zertifizierung bei Immobilien. Lesen.
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  • Energetisch sanieren: Alles, was Sie dazu wissen müssen. Lesen.
  • Energieeffizienzklassen für Häuser: Der ultimative Leitfaden. Lesen

Immobilienwirtschaft

  • Chancen und Herausforderungen der Immobilienwirtschaft: Lichtblicke in Zeiten von Schatten. Lesen.
  • Stadtentwicklung: So werden die Städte von morgen gestaltet. Lesen.
  • Was bietet der Immobilienmarkt in Deutschland? Lesen.