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Zusammenfassung: Dieser Artikel ordnet das Immobilienmanagement 2026 ein: Er erklärt Grundlagen und Aufgaben, zeigt zentrale Trends und Herausforderungen und beschreibt, wie profes­sio­nelles Immobilienmanagement Liegenschaften über ihren gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich, nachhaltig und regel­konform steuert – von der Digitalisierung bis zur ESG-Transformation.

Immobilienmanagement 2026: Trends, Herausforderungen und effektive Strategien

Immobilienmanagement 2024: Trends, Herausforderungen und effektive Strategien

Für 2026 mehren sich Anzeichen für eine mögliche Erholung des deutschen Immobilienmarktes, jedoch ohne flächen­de­ckende Trendwende. Vielmehr werden Entwicklungen selektiv bleiben und stark von Faktoren wie Lage, Nutzung sowie der Qualität des Immobilienmanagements abhängen.

Gleichzeitig bringen gesetz­liche Bestimmungen eine Reihe von Herausforderungen. In puncto Nachhaltigkeit müssen bis Ende 2026 Heiz- und Warmwasserzähler in Mehrfamilienhäusern fernab­lesbar sein, bis Juli neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneu­er­baren Energien betrieben werden, aller­dings nur in Ballungszentren. Bei den Mieten plant Bundesjustizministerin Stefanie Hubig Indexmieten auf 3,5 Prozent jährlich zu begrenzen, Kurzzeitmieten sollen stärker reguliert werden.

Welche weiteren Fakten, Trends und Herausforderungen Immobilien-Manager:innen 2026 beachten sollten, um die besten Strategien zu entwi­ckeln, erklären wir in diesem Artikel. Zusätzlich zeigen wir die Grundsätze des Immobilienmanagements in einer Zeit, in der sich die Branche aufgrund der Digitalisierung und des Shifts zur Nachhaltigkeit grund­legend verändert.
Das klingt nach einem schwie­rigen Spagat, aber ob und wie er sich verwirk­lichen lässt, zeigen wir in diesem Artikel.


Was ist Immobilienmanagement?

Das Wort „Immobilie” latei­ni­scher Herkunft bedeutet “unbeweglich”. Doch eigentlich erzeugen Immobilien jede Menge Bewegung: Ihre Herstellung mobili­siert Menschen, Material und Kapital. Wenn sie einmal stehen, sind sie Orte des Lebens, der Arbeit und der Wertschöpfung. Damit das so bleibt und Nutzer:innen und Eigentümer:innen das Meiste aus ihren Gebäuden heraus­holen, gibt es das Immobilienmanagement.

Obwohl es nur fünf Prozent der 800 Milliarden Euro schweren Immobilienwirtschaft ausmacht, wird Immobilienmanagement als der Kern der Branche wahrge­nommen. Was das bedeutet und welche Tätigkeiten es umfasst, erklären wir in diesem Artikel.

Definition des Immobilienmanagement

Üblicherweise bezeichnet das Wort das Bewirtschaften, Instandhalten und Renovieren von Objekten. Das sind zwar Kernaufgaben des Immobilienmanagements, doch der Begriff deckt eigentlich den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie ab. Von der Projektentwicklung, inklusive Standortauswahl, über den Bau und die erwähnte Nutzung bis hin zur Verwertung. Das Ziel jeder dieser Phasen: Die optimale und nachhaltige Nutzung des einge­setzten Kapitals.

Wüest Partner Grafik zum Lebenszyklus einer Immobilie von Projektentwicklung über Bau und Nutzung bis zur Verwertung
Grafik: Wüest Partner, 2024 

Die Projektentwicklung

In dieser Phase entstehen Immobilien, aller­dings erst auf dem Papier. Die Ziele des Bauvorhabens werden mit den Möglichkeiten in Einklang gebracht und mit den Bedürfnissen aller Parteien abgestimmt. Von der Wahl des Standortes über die Planung und Finanzierung, hier wird das gesamte Bauvorhaben bis ins letzte Detail ausge­ar­beitet.

Der Bau

Hier werden die Pläne verwirk­licht: Das Projekt wird ausge­rollt und jeder Schritt geprüft, von der Einhaltung des Kosten- und Zeitplans bis zur Abnahme durch die verschie­denen Stellen und Inbetriebnahme der Immobilie. Je nach Projekt handelt es sich um einen Neubau, um einen Umbau oder um einen Rückbau.

Die Nutzung

Das Gebäude steht, jetzt geht es in die Nutzung über. Die Nutzung umfasst die Kernaufgaben des Immobilienmanagements, also Vermittlung, Vermietung, Bewirtschaftung und Instandhaltung. All diese Tätigkeiten bewirken, dass aus der Immobilie Wert geschöpft wird. Durch die immer stren­geren Anforderungen der Nachhaltigkeit wächst die Komplexität dieses Bereichs.

Die Verwertung

Das Gebäude wird nicht mehr genutzt, in dieser Phase wird überlegt, was damit geschehen kann. Entweder ein Verkauf, wobei dann die Verwaltung den neuen Halter:innen zufällt. Oder eine Umnutzung, ein klassi­sches Beispiel ist das Umwandeln einer Fabrik oder einer Schule in Wohnungen. In diesem Fall geht es zurück zu Schritt eins: die Projektplanung.

Die Phasen des Immobilienmanagements sind fließend

Die Grafik ist eine Schematisierung, die den gesamten Zyklus des Immobilienmanagements zusam­men­fasst. Die Phasen sind nicht zwingend chrono­lo­gisch, denn sie können parallel statt­finden: Eine energe­tische Sanierung oder die Erweiterung einer bestehenden Wohnanlage ist ein Projekt für sich, das mit einer Projektentwicklung beginnt. Auch können einige Tätigkeiten wie eine Carbon Due Diligence, eine Finanzierungsberatung oder Immobilien-Bewertungen in unter­schied­lichen Phasen durch­ge­führt werden.

Die steigenden Anforderungen in Sachen Energieeffizienz und CO2-Ausstoß erhöhen die Herausforderungen der Manager:innen. Um die Klimaneutralität der Branche bis 2045 zu erreichen, sind energe­tische Sanierungen notwendig. Einen CO2-Absenkpfad zu ermitteln, der nicht nur Kosten verur­sacht, sondern auch Ertrag und Wert eines Objekts verbessert, bedarf einer spezi­fi­schen Expertise. Eine Beratungsfirma, die Tausende solcher Projekte schon begleitet hat, kann hier Abhilfe leisten.

Unterschied zwischen Immobilienmanagement und Immobilienwirtschaft

Das Management von Immobilien begrenzt sich auf eine gewisse Anzahl von Objekten, je nach Größe des Portfolios, während die Immobilienwirtschaft die gesamte Branche bezeichnet. In der weiteren Definition der Immobilienwirtschaft zählt das Bauen und alle verbun­denen Tätigkeiten dazu. Im engeren Sinn bezeichnet es nur die Vermittlung, Verwaltung, den Handel und die Vermietung von Immobilien. Zwischen Immobilienwirtschaft und ‑management besteht natürlich eine enge Verflechtung. Auch wenn Immobilien grund­sätzlich krisen­re­sistent gelten, so ist jedes Immobilienmanagement stark abhängig von der Großwetterlage des Immobilienmarktes. Siehe dazu den Abschnitt »Herausforderungen des Immobilienmanagements«.

Die 4 Bereiche der Immobilienwirtschaft 2022

Arten von Immobilienmanagement

Am Umsatz und der Anzahl der Beschäftigten gemessen stellt das Immobilienmanagement nur rund fünf Prozent der gesamten Immobilienwirtschaft dar. Dennoch wird es als das Kerngeschäft der Branche wahrge­nommen, was an der Natur der Tätigkeit liegt: Sie ist konti­nu­ierlich. Bauprojekte oder Transaktionen sind zeitlich begrenzt, die Bewirtschaftung von Immobilien ist dauerhaft. Daher ist das Immobilienmanagement die sicht­barste Tätigkeit und die mit der höchsten Kontaktdichte der Immobilienbranche.

Übersicht der 4 Bereiche des Immobilienmanagements - Wüest Partner Grafik

Grafik: Wüest Partner 2025

Ziel des Immobilienmanagements ist es, das einge­setzte Kapital optimal und nachhaltig zu nutzen. Das geschieht in vier Bereichen: im Investment‑, Portfolio‑, Asset-und Property-Management. Sie entsprechen den verschie­denen Phasen der Kapitalnutzung und unter­scheiden sich zusätzlich durch die Höhe der Entscheidungsebenen und die Menge des einsetz­baren Kapitals. Je höher die Ebene, desto strate­gi­scher ist das Immobilienmanagement. Umgekehrt, je tiefer die Ebene, desto opera­tiver sind die Tätigkeiten. Alle Ebenen sind eng mitein­ander verbunden, gemeinsam bedingen sie den Erfolg einer Investition.

Investment Management

Wie viel Kapital in welche Anlage inves­tiert wird, entscheidet sich auf der Ebene des Investment-Managements. In einer finan­zia­li­sierten Immobilienwirtschaft lassen sich nicht nur Gebäude kaufen, sondern auch Immobilienfonds, ‑Aktien und ‑Anleihen. Ob eine mögliche Investition auch getätigt wird, hängt von den jewei­ligen Vorstellungen ab, der Rendite-Erwartung und Risiko-Bereitschaft. Diese beein­flussen die Relevanz und Gewichtung einer Reihe von Kriterien, die letzten Instanzen einer Investitionsentscheidung. Die wichtigsten darunter sind die Investitionskosten, der Kapitaleinsatz, die Risikostreuung und die Kapitalbindung.

? Lesen Sie mehr in unserem Artikel zum Thema Immobilieninvestment

Portfolio Management

Mit einer Investition in Gebäude, nicht in Finanzprodukte, wird die Ebene des Portfolio Managements erreicht. Aus Investor:innen sind Eigentümer:innen geworden. Jetzt gilt es, das Immobilien-Portfolio strate­gisch zu verwalten und zu optimieren, mit dem Ziel, die Rendite zu maximieren und das Risiko zu minimieren. Es umfasst die Analyse, Planung und Umsetzung von Investitionsentscheidungen, die auf umfas­senden Daten und Marktanalysen basieren. Typische Entscheidungen sind: Wann und in welchem Umfang soll ein Portfolio moder­ni­siert werden? Welche Qualität soll die Instandhaltung haben? Sollen Objekte veräußert werden?

Asset Management

Konzentriert sich die vorherige Ebene auf die finan­zielle Strategie eines Portfolios, so steuert die Ebene des Asset Managements die Bewirtschaftung der Immobilien. Bei größeren Portfolien ist das Management nach Asset-Klassen aufge­teilt, wie Gewerbe, Wohnen oder Logistik. Diese Ebene wird die Entscheidungen des Portfolio-Managements umsetzen. Wurde eine energe­tische Sanierung oder eine Aufwertung beschlossen, leitet es die Arbeiten in die Wege. Im Gegenzug verwaltet es alle finan­zielle Angelegenheiten der Objekte und berichtet diese dem Portfolio-Management. Das Asset Management ist auch in die operative Verwaltung einzelner Immobilien invol­viert und hat die Aufsicht über das Property Management, siehe den folgenden Abschnitt.

Property Management

Hiermit ist die unterste Ebene des Immobilienmanagements erreicht, hier geht es um die alltäg­lichen Tätigkeiten der Bewirtschaftung von Gebäuden: Vermietung, Reinigung, Instandhaltung, Monitoring des Energieverbrauchs und Reparaturen. Diese Arbeiten führt sie nicht selbst aus, sondern entscheidet über die Dienstleister:innen und überwacht diese. Den Kontakt zu den Nutzer:innen der Immobilien liegt hingegen in ihrer direkten Verantwortung. Wenn über größere Arbeiten von höheren Ebenen entschieden wurden, fällt dem Property Management die Aufgabe der opera­tiven Umsetzung zu. Um den Unterschied zwischen Asset und Property Management besser zu verstehen, verweisen wir auf diesen Artikel.

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Immobilienmanagement in der Praxis: Energieverbrauch optimal senken

Eine Eigentümerin wollte den Energieverbrauch ihrer Anlage senken. Sie legte ein Budget dafür fest und wies das Portfolio-Management an, eine geeignete Immobilie zu finden. Diese trafen eine Auswahl nach Alter und Rendite. Je nach Mandat der Eigentümerin hätte das Portfolio-Management diese Entscheidung auch selbst treffen können.

Als ein Objekt ausge­sucht war, fiel dem Asset Management die Aufgabe zu, mehrere energe­tische Sanierung-Szenarien durch­zu­spielen: Fassadendämmung, Modernisierung der Fenster oder Bewegungsmelder in Treppen und Fluren. Die Kosten-Nutzen Analyse von Maßnahmen ist eine typische Aufgabe des Asset Managements.

Das Budget ließ keine Dämmung zu. Neue Fenster kosteten 90.000 Euro und senkten den Energieverbrauch um 6.500 kWh pro Jahr. Die Option Präsenzmelder in Gemeinschaftsflächen brachte eine Überraschung: Sie kosteten nur 7.500 Euro, senkten aber den Energieverbrauch um 14.000 kWh jährlich.

Jetzt war das Property Management am Zug: Es erhielt den Auftrag, die Präsenzmelder einzu­bauen. Dafür legte es einen Zeitraum fest, suchte Dienstleister:innen aus, infor­mierte die Mieter:innen über die anste­henden Arbeiten und prüfte die Qualität der Ausführung. Es berichtete den Vollzug an das Asset Management.

Fazit: Dank eines guten Immobilienmanagements sah die Eigentümerin ihr Ziel verwirk­licht – für viel weniger Geld als ursprünglich angenommen. Und sie hatte einen Erkenntnisgewinn obendrauf: Sie wusste gar nicht, dass sie Geld nicht aus dem Fenster, sondern aus dem Treppenhaus warf.

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Welche Arten von Immobilien werden im Immobilienmanagement verwaltet?

Jeder Teilbereich des Immobiliensektors hat unter­schied­liche Anforderungen, ein profes­sio­nelles Immobilienmanagement trägt dem natürlich Rechnung. Wohnimmobilien werden anders verwaltet als Gewerbe- oder Industrie-Objekte, genau wie hochspe­zia­li­sierte Objekte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung oder Forschung.

Arten von Immobilien, die im Immobilienmanagement verwaltet werden (2022).
Quelle: Gebäudereport 2023, dena, Destatis 2022

Laut Gebäudereport 2023 der Deutschen Energie-Agentur (dena) hat Deutschland rund 21 Millionen Immobilien, wovon 19,4 Millionen Wohngebäude sind. Zwei Drittel davon sind Einfamilienhäuser (12,9 Millionen), der Rest besteht zu gleichen Teilen aus Zwei- oder Mehrfamilienhäusern mit jeweils 3,2 Millionen Gebäuden. Die restlichen 2 Millionen bestehen aus Nichtwohngebäuden, die vom Gebäude-Energiegesetz (GEG) betroffen sind. Ausgeschlossen sind nicht beheizte Immobilien.

Arten von Immobilien, die im Immobilienmanagement verwaltet werden (2023).
Quelle: Gebäudereport 2023, dena, Destatis 202

Nach dena-Zahlen sind ca. 8 Millionen Gebäude Kandidaten für eine Verwaltung durch Immobilien-Manager:innen, da die Annahme erlaubt ist, dass Einfamilienhäuser in der Regel von Eigentümer:innen selbst verwaltet werden. Obwohl es nur 3,2 Millionen Mehrfamilienhäuser (MFH) gibt, befinden sich in diesen etwas mehr als die Hälfte der 43 Millionen Wohnungen Deutschlands: knapp 22,4 Millionen. Dieser Bereich stellt den Großteil des Marktes für Immobilien-Manager:innen dar.

Hier ein kurzer Überblick der vier Hauptbereiche des Immobilienmanagements und deren besondere Anforderungen:

Wohnimmobilien

Dazu zählen Ein- und Zweifamilienhäuser und wie bereits erwähnt werden Wohnungen in Mehrfamilienhäusern meist von Immobilien-Manager:innen verwaltet. Weitere Immobilienarten dieser Kategorie sind Studenten- und andere Heime sowie Wohnraum für Senior:innen jeglicher Art.

Aufteilung des Wohngebäudebestands in Deutschland

Grafik: Anzahl und Art der Wohngebäude in Deutschland, Stand 2025

Quellen: Gebäudereport 2025, dena und Zensus 2024

Laut Gebäudereport 2025 der Deutschen Energie-Agentur (dena) zählt Deutschland rund 20 Millionen Wohnimmobilien, wovon 19,4 Millionen Wohngebäude sind. Zwei Drittel davon sind Einfamilienhäuser (13,2 Millionen), ein Sechstel Zweifamilienhäuser (2,7 Millionen) und ein Fünftel Mehrfamilienhäuser mit drei und mehr Wohnungen (3,9 Millionen). Die restlichen 0,5 Millionen Gebäude sind Nichtwohngebäude mit Wohnraum, die vom Gebäude-Energiegesetz (GEG) betroffen sind.

Grafik: Anzahl und Verteilung der Wohneinheiten in Deutschland, 2025

Quellen: Gebäudereport 2025, dena und Zensus 2024

Von den 43 Millionen Wohnungen in Deutschland befinden sich fast 24 Millionen in Mehrfamilienhäusern: das sind 42 Prozent aller Wohnungen. Die meisten davon, 9,5 Millionen, befinden sich in Gebäuden mit drei bis sechs Wohnungen. Weitere 8,4 Millionen sind in Mehrfamilienhäusern mit sieben bis 12 Wohnungen. Die größeren Anlagen mit über 12 Wohnungen kommen auf 5,7 Millionen Wohnungen. Anders gesagt, der Großteil der deutschen Bevölkerung lebt in Mehrfamilienhäusern, welche den Großteil des Marktes für Immobilien-Manager:innen darstellen.

Wohnimmobilien als Kernmarkt für professionelles Immobilienmanagement

2024 betrug das Transaktionsvolumen mit Wohnimmobilien in Deutschland 8,7 Mrd. Euro, jedoch nur für Objekte ab 50 Einheiten, während der Umsatz mit der Vermietung von Wohnraum 2025 voraus­sichtlich bei 221 Mrd. Euro liegen wird. Aufgrund des starken Wohnungsmangels stiegen die Mieten konti­nu­ierlich, trotz eines insgesamt schwie­rigen Marktes. Laut Immobilienmarktdaten von Wüest Partner (Q4 2025) entwi­ckelten sich die Angebotsmieten dabei regional unter­schiedlich: Während sie in Deutschlands Großstädten im Vorjahr weitgehend stagnierten, verzeich­neten Mittel- und Grundzentren sowie kleinere Gemeinden deutliche Zuwächse.

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) hat die Wohnungsknappheit inzwi­schen die Mittelschicht erreicht, ein Drittel der Mieter:innen (ca. 13 Millionen) hat Angst, sich ihre Wohnung in Zukunft nicht mehr leisten zu können. Das ifo-Institut verortete in den hohen Mieten der Ballungszentren eine Gefahr für die Wirtschaftskraft der Städte, siehe dazu deren Studie Wohnungsmieten werden zum Wachstumshindernis. In Anbetracht des derzei­tigen Mietanstiegs ist diese Sorge durchaus berechtigt.

Des einen Leid ist des anderen Freud: für die Immobilienwirtschaft bedeutet das im Umkehrschluss sehr niedrige Leerstandsquoten bei Wohnimmobilien – auf absehbare Zeit. Denn bei der geringen Bautätigkeit wird der vom BBSR geschätzte Bedarf von 320.000 neuen Wohnungen pro Jahr ganz sicher nicht gedeckt werden. Immobilienmanager:innen können sich dennoch nicht zurück­lehnen, da sie die meisten der Gebäude den Nachhaltigkeits-Bestimmungen anpassen müssen. Gerade in heraus­for­dernden Zeiten ist Qualität und Kompetenz bei der Verwaltung von Liegenschaften wichtiger denn je.

Gewerbeimmobilien

Umfasst unter­schied­liche Bereiche wie Handel, Gastronomie, Gastgewerbe, Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Freizeitimmobilien wie Kinos, Veranstaltungsorte, Sportgebäude und zum Teil auch Mischformen wie Tankstellen oder KFZ-Werkstätten. Sie sind auf Publikumsverkehr ausgelegt und unter­liegen daher strengen Sicherheitsbestimmungen. Das Transaktionsvolumen liegt jährlich bei knapp 60 Milliarden Euro. Hier liegen die Erträge weit höher als bei Wohngebäuden, dafür ist die Fluktuation auch viel höher und ein Einbruch der Einnahmen wahrschein­licher. Allein der Wegfall von Großmieter:innen kann Einkünfte erheblich schmälern: Dadurch ist die Sicherung der Vermietung und der Erhalt oder die Steigerung der Attraktivität der Objekte die Kernaufgabe des Immobilienmanagements.

Industrie-Immobilien

Sie stellen den größten Anteil der Nichtwohngebäude (ca. 650.000 Einheiten) und umfassen Produktionsstandorte wie Fabriken oder Kraftwerke, aber auch Lager- und Logistikstandorte. Wegen des rasant steigenden Online-Handels wächst der letzte Teilbereich am stärksten. Hier ist die Aufgabe des Immobilienmanagements ähnlich wie die der Gewerbeimmobilien.

Sonstige Immobilien: 12 Mrd. Euro für Datenzentren in 2025

Hierzu gehören Bauten aus den folgenden Bereichen:

  • Bildung: Kita, Schulen, Universitäten oder Forschungseinrichtungen
  • Gesundheit und Pflege: Krankenhäuser, Pflegeheime und Rehabilitationszentren
  • Verkehr: Bahnhöfe, Häfen und Flughäfen
  • Kultur, Freizeit und Sport: Theater, Museen, Sporthallen, Bäder und Kinos

Aufgrund der inten­siven Nutzung dieser Gebäude steht hier die Instandhaltung an oberster Stelle. Eine Ausnahme und vielver­spre­chender Trend hierbei: Der Trend zur künst­lichen Intelligenz hat einen ganz authen­ti­schen Boom bei Rechenzentren ausgelöst, der auch Deutschland betrifft. Allein 2025 wurden 12 Mrd. Euro in Datenzentren inves­tiert, und das Volumen wird weiter steigen, da bis 2030 die Kapazitäten um 70 Prozent erhöht werden sollen laut des Branchenverbandes Bitkom.


Die Aufgaben des Immobilienmanagements

Insgesamt betrachtet ist das Immobilienmanagement ein Werkzeug, um die Ziele der Eigentümer:innen zu erreichen. Ob Erhöhung der Rendite, Wertsteigerung des Portfolios, oder das Umsetzen von Nachhaltigkeitsmaßnahmen: Je höher die Qualität des Immobilienmanagements, desto größer die Spielräume, um die Ziele zu erreichen. Für ein besseres Verständnis lassen sich vier Bereiche des Immobilienmanagements heraus­ar­beiten.

Immobilienmanagement besteht aus vier Bereichen

Nachstehend skizzieren wir vier Teilbereiche des Immobilienmanagements, deren Grenzen fließend sind. Diese werden je nach Eigentümer:innen oder Verwalter:innen unter­schiedlich gesetzt.

Die vier Bereiche vom Immobilienmanagement
Quelle: Wüest Partner, 2024

Kaufmännisches Immobilien-Management oder Property-Management

Umfasst alle finan­zi­ellen Aspekte wie Buchhaltung, Kontoführung, Betriebskostenabrechnung, Vertragsmanagement, Reporting und Controlling sowie Kosten- oder Budgetplanung. Diese beein­flussen die Entwicklungsmöglichkeiten der Immobilie oder in welchem Umfang und Tempo Sanierungen, Aufwertungen oder Zukäufe machbar sind. Die in Zusammenarbeit mit dem Facility-Management hier generierten Kennzahlen sind ein wichtiger Faktor für den Zugang zu Finanzierungen. Das Property-Management entscheidet auch über die ausfüh­renden Firmen und den Umfang der Dienstleistungen des Facility-Managements.

Technisches Immobilien-Management oder Facility-Management

Bezeichnet die bauliche Verwaltung der Immobilie durch Pflege der Innen- und Außenbereiche, Wartungen der techni­schen Anlagen, Reparaturen und Instandhaltungen. Dazu gehört auch, die Anliegen der Nutzer:innen zu bearbeiten sowie die des Umfelds. Größere Aufgaben wie Sanierungen und insbe­sondere energe­tische Verbesserungen liegen in der Verantwortung des techni­schen Managements, aller­dings werden sie im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem kaufmän­ni­schen Management durch­ge­führt.

Infrastrukturelles Management

Beschreibt alle für den laufenden Betrieb einer Immobilie und des Managements notwen­digen Aspekte. Es beginnt bei Dienstleistungen für Bürotätigkeiten und reicht von logis­ti­schen Aufgaben bis hin zur Versorgung mit Energieträgern oder Wasser. Dieser Bereich greift tief in die zwei vorher­ge­henden Bereiche ein, da das Property-Management die Verträge mit Versorger:innen abschließen und das Facility-Management für die Durchführung dieser sorgen wird.

Datenmanagement

Heute wird die Schlacht am Computer entschieden, deswegen misst ein modernes Immobilienmanagement der Datenverwaltung einen hohen Stellenwert zu. Zum einen ist die Menge an verfüg­baren Daten manuell schnell nicht mehr überblickbar, besonders im Fall von größeren Beständen. Zum anderen liegen in den Daten Synergie- und Einsparungspotenziale verborgen, die wesentlich leichter mit IT-Lösungen identi­fi­zierbar sind.

Prop Tech beeinflusst die Qualität des Immobilienmanagements

Vereinfacht gesagt: Die Qualität des Immobilienmanagements hängt heute auch stark von den genutzten Software-Lösungen ab, das sogenannte PropTech. Ein gutes Beispiel hierfür sind die digitalen Immobilien-Lösungen von Wüest Partner. Diese reichen von einer Stand-alone-Lösung wie Wüest Refurb, zum Ermitteln von CO₂-Ausstoß und ‑Absenkpfaden, bis hin zu einer modularen Real Estate Management Plattform wie Wüest Dimensions.

Dabei besteht Wüest Dimensions aus aufein­ander aufbau­enden Modulen, die alle Teilbereiche der Immobilienwirtschaft abdecken – von der Verwaltung von Portfolios über Sustainability Management bis zu Projektentwicklungen sowie aktuellen Markt- und Standortdaten. In Zeiten des Klimawandels bietet die Immobilienberatung auch Photovoltaik-Potenzialrechner und eine Naturgefahren-Analyse. Die Plattform hilft Immobilienmanager:innen die Arbeitseffizienz erheblich zu steigern und ermög­licht darüber hinaus auch die Simulation verschie­dener Szenarien, sei es für die Belegung, Mieterstruktur oder energe­tische Sanierungen. Dadurch lassen sich die Maßnahmen mit dem besten Verhältnis zwischen Kosten und Wirkung wählen.

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Immobilienmanager:innen – Ausbildung und Berufsbild

Wer in der Immobilienbranche erfolg­reich arbeiten will, ist gut beraten, sich als Immobilienmanager:in ausbilden zu lassen. Denn die Branche verändert sich konti­nu­ierlich, seit 2018 ist die Berufszulassung gesetzlich reguliert und Mitarbeitende übernehmen immer häufiger Managementaufgaben. Durch Weiterbildungen oder Fachmodule von Studiengängen lassen sich die nötigen Kompetenzen dafür aneignen.

Zudem stellt das beim Immobilienmanagement nötige Wissen eine hervor­ra­gende Basis für Spezialisierungen dar. Mit aufbau­enden Weiterbildungen sind Fachtätigkeiten wie Projektentwicklung, Finanzierung, Investments und Nachhaltigkeitsberatung in Reichweite. Es ist ein solides Sprungbrett für eine Karriere in der Immobilienbranche.

Was machen Immobilienmanager:innen?

In aller Kürze: Sie organi­sieren die Prozesse der Immobilienverwaltung. Von der opera­tiven Bewirtschaftung von Gebäuden im Property Management wie Vermietung, Instandhaltung und Kommunikation mit Mieter:innen, bis zu komple­xeren Aufgaben des Asset- und Portfolio-Managements. Dafür sind Kenntnisse des Vertrags‑, Miet- und Grundstücksrecht notwendig sowie Kompetenzen in Immobilienökonomie, Standort- und Marktanalyse.

Wie wird man Immobilienmanager:in?

Der Weg zum Immobilienmanagement führt entweder über ein Studium von BWL, Immobilienwirtschaft oder einem verwandten Fach auf Bachelor-Niveau, gefolgt von einer Vertiefung im Bereich Immobilien in Form eines Masters. Auch Weiterbildungen sind möglich, wenn Arbeitserfahrungen im Immobilienbereich vorhanden sind.

Studium der Immobilienwirtschaft

Bis auf die Universität Regensburg sind die meisten Ausbildungsorte Fachhochschulen oder Duale Hochschulen. Alle Institute bieten als Abschluss einen Bachelor der Immobilienwirtschaft an, eine Handvoll zusätzlich ein Master-Studium. Das sind die schon erwähnte Universität Regensburg, die Fresenius-Hochschulen und die Hochschule für angewandtes Management in der Oberpfalz. Hier ist ein Überblick aller Institute.

Weiterbildungen Immobilienmanagement

Weiterbildungen dauern in der Regel vier bis zwölf Monate und sind berufs­be­gleitend oder in Vollzeit machbar. Die IU Akademie bietet eine Online-Weiterbildung sowie die Deutsche Akademie für Management. Hier ist eine Übersicht aller 281 Lehrgänge.

Wer nur einen schnel­leren Einblick in den Bereich gewinnen möchte, kann auch Seminare besuchen. Hier bietet Wüest Partner in regel­mä­ßigen Abständen Fach- und Firmenkurse, die von erfah­renen Immobilien-Manager:innen geführt werden. Die Haufe-Akademie macht dies ebenfalls, die Workshops dauern meist zwei Tage.

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Wo können Immobilienmanager:innen arbeiten?

Besonders gefragt sind Immobilienmanager:innen bei Bauträgern und Immobilien-Unternehmen, Beratungs- und Maklerfirmen sowie Hausverwaltungen oder Liegenschaftsbetrieben. Doch auch Banken, Fondsgesellschaften oder Wohnungsbaugenossenschaften suchen Immobilienmanager:innen.

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Wie hat sich die Rolle des Immobilienmanagements im Laufe der Jahre verändert?

Veränderung der Rolle vom Immobilienmanagement
Quelle: Statista, UN DESA, Bundeszentrale für politische Bildung, 2017[1] 

Nach dem 1. und 2. Weltkrieg entstanden groß angelegte Wohnbauprogramme, um dem Wohnungsmangel entge­gen­zu­wirken. Diese wurden meist von öffent­lichen Wohnungsbaugesellschaften reali­siert. Ab den 70er Jahren griff der Staat für seine Wohnpolitik mehr und mehr auf private Geldgeber:innen zurück. Mit dem Trend zur Privatisierung fielen ab den 90er Jahren vermehrt kommunale Bestände in die Hände von privaten Akteur:innen, die zu Wohnungskonzernen wie Vonovia führten. Parallel dazu entwi­ckelten sich besonders im angel­säch­si­schen Raum große private Immobilienverwalter:innen.

Dieser Trend zur Konzentration des Eigentums führte zu neuen Anforderungen an das Immobilienmanagement. Eigentümer:innen einer Handvoll Wohnungen oder Häuser können selbst verwalten, wer jedoch mehrere tausend oder zehntausend Einheiten besitzt, kann das nicht mehr. Mit dem steigenden Anteil an privaten Akteur:innen verändert sich auch der Blick auf Immobilien: Öffentliche Akteur:innen werden den Fokus auf die Bereitstellung von Wohn- oder Gewerberaum legen, private zusätzlich auf das Optimieren von Gewinnen. Verständlicherweise, denn schließlich ist der Zugang zu Finanzmitteln mit der wirtschaft­lichen Tragfähigkeit der Immobilienprojekte verbunden. Öffentliche Akteur:innen können hingegen öffent­liche Gelder verwenden, bei denen ein ROI weniger im Vordergrund steht.

Immobilienmanagement in den 70er und 80er Jahren

Die steigenden Anforderungen an das Immobilienmanagement erwei­terten zwangs­läufig die Bandbreite der Kompetenzen. Dadurch profes­sio­na­li­sierte sich zuerst innerhalb von Immobilienfirmen die Verwaltung. Ab den 70er und 80er Jahren kamen Dienstleister:innen auf, die Immobilienmanagement als Service anboten. Dies war besonders für Investor:innen inter­essant, die so Immobilien erwerben konnten, ohne zwangs­läufig über die notwen­digen Kompetenzen für deren Verwaltung zu verfügen.

Solche Akteur:innen betrachten Immobilieninvestitionen aus finan­zi­eller Sicht, somit ist die Verwaltung selbst ein Nebenprodukt. Die Zusammenarbeit mit Management-Dienstleister:innen bietet weitere Vorteile: Der Erfolg der Verwaltung obliegt den Dienstleister:innen, bei mangel­haften Ergebnissen können sie ersetzt werden. Zusätzlich sind sie beim Weiterverkauf eine neutralere Instanz als die Eigentümer:innen selbst, was je nach Renommée der Dienstleister:innen für Käufer:innen vertrau­ens­bildend wirkt.

Immobilienmanagement im neuen Jahrtausend

Mit dem Einzug des Nachhaltigkeitsgedanken Anfang der 2000er Jahre erwei­terte sich das Kompetenzspektrum von Immobilien-Manager:innen erneut. Als 20 Jahre später nachhaltige Immobilien verpflichtend wurden, erhielt das Immobilienmanagement eine neue Rolle. Denn externe Management-Firmen sind in der Lage, Eigentümer:innen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen mit ihrer langjäh­rigen Expertise und umfang­reichen Erfahrungen zu begleiten.

Das Ziel klima­neu­traler Immobilien bis 2050 ist auf unzäh­ligen Wegen erreichbar, die Orientierung einer Beratungsfirma hat dadurch einen hohen Wert. Allein weil sie eine Vielzahl solcher Vorhaben begleitet, verfügt sie oft über eine ganz andere Expertise als Immobilieneigentümer:innen, die oft diesen Weg aus recht­lichen Gründen zum ersten Mal einschlagen.

Die Herausforderung der Nachhaltigkeit mag Eigentümer:innen Sorge bereiten, doch mit entspre­chender Fachkompetenz lässt sich diese Wende gewinn­bringend meistern. Wie genau, zeigt z.B. die drei Gewinner-Studie von Wüest Partner, bei der die Nachhaltigkeitsanforderungen von 12 Gebäuden unter­schiedlich umgesetzt wurden. Das Ergebnis: Eigentümer:innen, Nutzer:innen und die Umwelt profi­tierten alle von der Transformation.

Besonders wichtig für Immobilienmanager:innen: Nachhaltigkeit wirkt sich dabei auch auf Immobilienpreise positiv aus – und zwar im Median um 4,7 Prozent laut Wüest Partners empirische Studie zur Beziehung zwischen CO2-Ausstoß und Marktwert (2025). Dafür wurden Hunderte von Transaktionen von Mehrfamilienhäusern über mehrere Jahre beobachtet und Preisabschläge für energe­tisch weniger effiziente Immobilien präzise festge­stellt. In der nachste­henden Grafik wird der Effekt der Energieeffizienzklassen auf die Quadratmeterpreise darge­stellt.

Grafik: Energieeffizienzklassen und Immobilienpreise, 2025

Grafik zum Zusammenhang zwischen Energieeffizienzklassen und Immobilienpreisen in Deutschland 2025 - Wuest Partner Grafik

Quelle: Empirische Studie zur Beziehung zwischen CO2-Ausstoß und Marktwert (Wüest Partner, 2025)

👉 Erfahren Sie, wie ein profes­sio­nelles Immobilien-Management Akteur:innen der Branche helfen kann.

Historischer Rückblick Immobilienwirtschaft

Die Immobilienwirtschaft entwi­ckelte sich im 19. Jahrhundert als Folge der indus­tri­ellen Revolution. Damals setzte der Trend zur Urbanisierung ein, Arbeiter:innen strömten in Städte und brauchten leist­baren Wohnraum. Um 1820 wohnten noch 90 % der Bevölkerung am Land, 2015 lebten 75 % der Deutschen in Städten und deren Ballungszentren. Weltweit waren es 54 %, laut Prognosen sollen bis 2050 fast zwei Drittel der Menschen in Städten wohnen.

Diagramm über die weltweite Urbanisierung von 1950 bis 2050
Quelle: UN DESA 2015, Brot für die Welt

Herausforderungen des Immobilienmanagements

Auch die Welt der Immobilien verändert sich rasant, wodurch die Branche mit einer Reihe von Herausforderungen konfron­tiert ist. Wir listen vier davon auf, die vorder­gründig Immobilienmanager:innen betreffen. Die Lage des Immobilienmarkts 2026, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Profitabilität.

Lage am Immobilienmarkt 2026

Auf dem Immobilienmarkt sah es in den vergan­genen Jahren nicht gut aus, auch wenn sich aktuell die Situation bessert. Beim Bauvolumen verlangsamt sich der Rückgang, die Immobilientransaktionen wachsen seit 2024 wieder, aller­dings ist das Niveau von vor 2022 noch lange nicht erreicht.

  • Das Bauvolumen wird 2025 “nur” um rund ein Prozent sinken laut BBSR, während es 2024 nominal 554 Mrd. Euro darstellte, ein Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Damals lag das Volumen noch bei 565,3 Mrd. Euro.
  • Die Baugenehmigungen sanken 2024 auf 55.000, während 2021 es 129.000 waren. Ein Minus von 57 Prozent in vier Jahren stellt einen regel­rechten Absturz dar.
  • Die Immobilientransaktionen stiegen 2024 um 15 Prozent im Wert an – über alle Nutzungsarten hinweg – und erreichten 247 Mrd. Euro. Allerdings hatten sie 2023 mit 213 Mrd. Euro ein 10-Jahrestief erlebt – im Vergleich zu 2022 schrumpften sie um knapp 30 Prozent.
Grafik zur Entwicklung des Geldumsatzes aller Immobilienarten von 2009 bis 2024 in Milliarden Euro

Quelle: Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und Wüest Partner

Diese Stabilisierung setzte sich 2025 fort, betraf aber in beiden Bereichen den Wohnungsmarkt, während Wirtschaftsimmobilien insgesamt weiterhin unter Druck blieben. Insbesondere Baugrundstücke für Gewerbeimmobilien und Büroimmobilien erreichten ebenfalls mehrjährige Tiefs.

  • Büroimmobilien erleben seit 2021 einen massiven Umsatzrückgang: lag das Transaktionsvolumen damals bei knapp 25 Mrd. Euro, so fiel es auf 9,2 Mrd. Euro in 2024. Dieser Einbruch von 63 Prozent betraf weniger die Zahl der Transaktionen, sie sanken von 3.800 auf 3.000, sondern die Preise. Diese halbierten sich im besagten Zeitraum, wie der Gutachterausschuss im Dezember 2025 mitteilte.
  • Baugrundstücke für Gewerbeimmobilien sanken mit einem Umsatzvolumen von 2,9 Mrd. Euro in 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2014: in diesem Jahr belief sich der Umsatz auf 4,5 Mrd. Euro.
  • Bei Wirtschaftsimmobilien insgesamt sanken zwischen 2014 und 2024 die Menge an Transaktionen um 32 Prozent, der Umsatz um 26 Prozent.

Nachhaltigkeit

Mit dem ehrgei­zigen Ziel, die deutsche Immobilienbranche bis 2045 CO2-neutral zu machen, müssen rund 90 Prozent der Gebäude energe­tisch saniert werden. Das verlangt Spezialkenntnisse, über die nicht jede:r im Immobilienmanagement verfügt. Hinzu kommen immer wieder neue ESG und Nachhaltigkeit-Regulierungen, welche die Immobilienwirtschaft betreffen und Immobilienmanager:innen deren Einhaltung gewähr­leisten müssen.

Eines der jüngsten Bestimmungen ist besonders inter­essant für Halter:innen größerer Bestände und Immobilienfonds. Das Ende 2025 verab­schiedete Standortförderungsgesetz (StoFöG) soll den Finanzstandort Deutschland attrak­tiver machen und privates Kapital mobili­sieren, um Investitionen in Start-ups und erneu­erbare Energien zu beschleu­nigen. Dank Abbau bürokra­ti­scher Hürden können erneu­erbare Projekte leichter in einer Firma gebündelt werden, über mehrere Technologien und Bundesländer hinweg.

PV-Anlagen auf Dächern 2026: Steiern Cash-Flow und ESG-Konformität

Das Potenzial für Immobilien-Akteur:innen hat Wüest Partner in seiner Studie Renewables Report Deutschland 2025 analy­siert. Institutionelle Investor:innen können bis zu 15 Prozent ihres Vermögens in erneu­erbare Projekte inves­tieren und Speicherlösungen oder Ladepunkte kaufen. Besonders PV-Anlagen auf Immobilien sind attraktiv: Sie können bei Direktverbrauch den Cashflow steigern, sind ESG-konform, da sie den CO2-Ausstoß senken und Mieterbindung erhöhen.

Allein auf den Dächern deutscher Industrie- und Logistikgebäuden befinden sich 360 Millionen Quadratmeter brach liegender Flächen, auf denen sich poten­ziell 36 Gigawatt Leistung erzeugen ließen. Allerdings müssten dazu auch Speicherlösungen gehören, um negativen Strompreisen auszu­weichen. Dank des neuen Gesetzes lassen sich PV-Anlagen mit Speicherlösungen verbinden. Die Studie liefert auch Insights von führenden Investor:innen und Betreiber:innen von PV-Anlagen.

GRAFIK ALS DATAWRAPPER EINBAUEN

Quelle: Renewables Reports Deutschland 2025, Wüest Partner

Teilweise wird der Ausbau von PV-Anlagen auf Dächern nicht ganz freiwillig geschehen, da mindestens die Hälfte des Photovoltaik-Ausbaus auf Gebäuden statt­finden soll. Der Verzicht auf PV-Dachanlagen ist jedoch wirtschaftlich nicht sinnvoll, da es Zusatzrenditen, CO2-Minderung und Wertsteigerung bedeutet. Auch sprechen die Rahmenbedingungen derzeit dafür, diesen Weg einzu­schlagen.

👉 Lesen Sie mehr über das Potential von PV-Anlagen für Halter:innen großer Bestände

Digitalisierung des Immobilienmanagements

Die Immobilienbranche ist noch etwas verstaubt und sehr fragmen­tiert, deswegen halten Innovationen nur langsam Einzug. Während andere Branchen wie Banken schon ab den 90er Jahren den Weg der Digitalisierung einschlugen, folgte die Immobilienbranche erst vor wenigen Jahren. Das verändert das Immobilienmanagement grund­sätzlich, aller­dings geschieht die Transformation nur langsam. Die Vorteile von einer Immobilien Software und digitalen Lösungen sind eindeutig messbar durch die Kosten- und Zeiteinsparung einer­seits und anderer­seits durch erhöhte Performance dank besser Entscheidungsgrundlagen.

Die Herausforderung für Immobilienmanager:innen ist es aller­dings, die richtige Digitalisierungsstrategie heraus­zu­ar­beiten, um passende digitale Lösungen auszu­wählen und zu integrieren, ohne den bestehenden Geschäftsbetrieb zu stören. Und während die einen noch immer mit der Digitalisierung im Immobiliensektor nachhängen, arbeiten Marktführer:innen schon an der nächsten Herausforderungen: wie KI und Machine Learning sinnvoll ins Geschäftsmodell eingebaut werden können.

Auch wenn manche der Vereinigung von KI und Immobilien ein Milliarden-Potenzial sehen, so bleibt die Branche noch zögerlich bei der Umsetzung. Einer der Gründe dafür ist die minder­wertige Datenlage, meinten 73 Prozent der Immobilien-Manager:innen in der Digitalisierungsstudie 2024 des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Immobilienunternehmen, die ihren Bestand vollständig digital model­liert haben sind selten. Deswegen sehen viele Immobilien-Akteur:innen noch eine Lücke zwischen dem Potenzial von KI und dessen realer Nutzung, tatsächlich wird sie bereits heute in einigen Bereichen einge­setzt. Die Immobilienmanagement Software Wüest Dimensions nutzt KI für die Optimierung von Liegenschaften, die Planung energe­ti­scher Sanierungsmaßnahmen oder die digitale Erfassung von Objekten mit der App Wüest Visits. Mehr über Chancen und Grenzen von KI bei Immobilien im Artikel KI & Immobilien: Was ist möglich, wo bremst die Branche.

👉 Erfahren Sie, wie digitale Lösungen und KI beim Immobilien-Management helfen: Von der digitalen Erfassung von Gebäuden bis hin zum Sustainability Management

Profitabilität

Im gleichen Maße, wie sich die Welt verändert, entwi­ckelt sich die Immobilienbranche und damit ihr Management. Hier sind die fünf wichtigsten Trends des Immobilienmanagements im Überblick.

Digitales Immobilien-Management

Die Immobilienbranche wird mehr und mehr eine daten­ge­stützte Tätigkeit. Software Lösungen für das Immobilienmanagement, auch unter dem Stichwort PropTech bekannt, führen zu einer Digitalisierung des Immobilienmanagements. Die Arbeit wird effizi­enter, manche Expert:innen meinen sogar, die Nachhaltigkeits-Wende sei ohne digitale Tools nicht machbar. Für analoge Experimente bleibe keine Zeit mehr, meint Annika Steiner, Managing Director bei Wüest Partner, da bis spätestens 2050 alle Immobilien der EU klima­neutral sein müssen.

Tatsächlich bietet das Unternehmen eine ganze Reihe von digitalen Lösungen:

👉 Wie Daten zu besseren Entscheidungen führen: Erfahren Sie mehr über die digitale Lösung Wüest Dimensions

Künstliche Intelligenz und Machine Learning im Immobilienmanagement

Die Digitalisierung beginnt Einzug in die Immobilienbranche zu halten – und schon tauchen die neuesten Trends Künstliche Intelligenz und Machine Learning auf. Diese bieten viel Potenzial: Anhand der Unmengen an Daten, die beim Management von Immobilien anfallen, werden Optimierungen erheblich erleichtert. Mit Predictive Maintenance sollten sich die Instandhaltungskosten wesentlich besser kontrol­lieren lassen. Sogar beim Energieverbrauch soll KI Potenziale ausfindig machen: Laut Fraunhofer Institut ließe sich der Energieverbrauch in Häusern um 30 Prozent reduzieren, wie sie in diesem Beitrag erklären.

Doch bis KI in den Alltag von Immobilien-Manager:innen Einzug hält und nicht mehr wegzu­denken ist, wird noch Zeit vergehen. In ihrer Digitalisierugsstudie 2024 des Zentralverbands der deutschen Immobilienwirtschaft begrüßen die 250 befragten Immobilien-Manager:innen zwar KI als Heilsbringer. Sie bietet eine mögliche Lösung für den Fachkräftemangel, kann viele Prozesse durch Automatisierung beschleu­nigen, deswegen plant die Mehrheit, KI einzu­setzen. Doch wie genau, das wissen die wenigsten. Erstens fehlt die nötige Expertise, wie KI-Lösungen einge­setzt werden können. Dann seien oft die Daten nicht quali­tativ genug, sagen 73 Prozent der Befragten. Mehr zu KI und Immobilien-Management im verlinkten Artikel.

Doch das wird sich ändern: Bald werden intel­li­gente digitale Tools die idealen CO2-Absenkpfade vorschlagen oder Strategien zur Wertentwicklung. Schon jetzt integriert die Immobilienmanagement Software Wüest Dimensions KI-Features wie die langfristige Optimierung von Liegenschaften, die Sanierungsplanung oder die digitale Erfassung von Gebäuden dank des Tools Wüest Visits. Deep Learning erkennt die fotogra­fierten Bauteile, bald werden auch Standard und Materialisierung aus den Bildern ablesbar.

👉 Lesen Sie mehr darüber in diesem Artikel: Mit KI und Fachkompetenz Immobilienwerte steigern

Nachhaltiges Immobilienmanagement

Seitdem die Ziele einer dekar­bo­nierten Immobilienwirtschaft in Gesetze gegossen wurden, ist das Meistern dieser Wende keine Freiwilligkeit mehr. Die Umwandlung energe­tisch schlecht aufge­stellter Gebäude in klima­neu­trale Immobilien innerhalb von knapp 20 Jahren gilt als größte Herausforderung der Branche. Nachhaltigkeit in das Immobilienmanagement einzu­führen ist eine Mammut-Aufgabe. Neben den vielen natio­nalen Regeln wie das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) oder die Energieeinsparungsverordnung (ENEV) sind die EU-weit gültigen ESG-Bestimmungen das neue Richtmaß des Immobiliensektors. Bei unzurei­chender Umsetzung steigt das Risiko, dass Immobilien an Wert verlieren und zu Stranded Assets werden.

Mit der richtigen Expertise und Know-how lassen sich die Nachhaltigkeitsbestimmungen von einer aufer­legten Pflicht in eine Reihe wertstei­gernder Maßnahmen verwandeln. Mit Nachhaltigkeits-Zertifizierungen wie BREEAM, DGNB und LEED lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum Erhalt des Zertifikats werden die notwen­digen Sanierungsmaßnahmen vorge­schlagen, nach deren Durchführung wird das Nachhaltigkeitssiegel verliehen. Welche Vorteile eine Zertifizierung wie die von BREEAM Immobilien-Manager:innen bringen kann, erklären wir in den verlinkten Artikeln.

Vorausschauende Instandhaltung

Instandhaltungen folgten tradi­tionell losen Zyklen, bestimmt durch Bauchgefühl oder Notwendigkeit. Heute sind dank umfas­sender Daten, genauen Gebäudeanalysen sowie digitalen, KI-gestützten Lösungen, wie zum Beispiel die von Quali Casa, viel präzisere Zeitpläne und Kostenkalkulationen möglich. Quali Casa ist Teil von Wüest Partner und bietet langjährige Instandhaltungs- und Sanierungspläne für Immobilien. Dadurch lassen sich in den Budgetplanungen die notwen­digen Mittel recht­zeitig bereit­stellen.

Für Immobilienverwalter:innen und besonders Wohnungseigentümer-Gemeinschaften (WEG) ist das ein großer Fortschritt: Rechtzeitig geplante Instandhaltungen sichern den Immobilienwert und die Verfügbarkeit von Baufirmen.

Flexible Nutzungen

Mit dem Trend zum Home-Office hat der Bedarf an Büroflächen grund­legend abgenommen, dazu kamen letztes Jahr die Konjunkturflaute und die Unsicherheit der US-Zölle. Das Ergebnis: 2025 war der Leerstand so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Aktuelle deutsche Immobilienmarktdaten (4. Quartal 2025) von Wüest Partner zeigen: Fast acht Prozent der Büroflächen in den Top 7 Städten blieben im Vorjahr ungenutzt. Laut Office Report Deutschland 2025, wurde diese Marke in Frankfurt (9,9 %) sowie Düsseldorf (9,7 %) sogar überschritten. Betroffen sind vor allem ältere Objekte in Randlagen, während Top-Lagen und Erstbezugsobjekte diesem Trend eher entkommen.

Angesichts des Überangebots an Büroflächen und des Mangels an Wohnraum – beides struk­tu­relle Trends – scheint die Umnutzung von Office-Flächen auf der Hand zu liegen. Doch die Idee scheitert häufig, wie das Handelsblatt 2025 berichtete. Gründe dafür sind die hohe Zahl an Vorschriften, steigende Bau- und Materialkosten und der oft aufwendige Umbau. Grundrisse von Büros in kleinere Wohneinheiten zu verwandeln, ist oft eine Herausforderung, die Nachrüstung von Sanitärinstallationen und Balkone kostspielig. Das berichtet aus eigener Erfahrung Stefan Haas, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Meag, der bei einer Büro-Umwandlung in Frankfurt die Rendite im Laufe des Projekts dahin­schmelzen sah.

Das Förderprogramm Gewerbe zu Wohnen soll ab Sommer 2026 die Umwandlung von Büroflächen vorantreiben

Dabei ist das Potenzial hoch: In den Top‑7 Städten könnten durch Umwandlung von Büros bis zu 150.000 Wohnungen in ganz Deutschland entstehen, wie die Berlin Hyp in einer Kurzstudie letztes Jahr feststellte. Um dieses Potential zu heben, bereitet die Bundesregierung das Förderprogramm “Gewerbe zu Wohnen” vor. Ab Mitte 2026 werden zinsver­güns­tigte Kredite zur Verfügung stehen, ohne Mietobergrenzen. Genaueres zu diesem Fördertopf auf der Seite des Bundesministeriums für Wohnen und Stadtentwicklung.

2026 ist bei Immobilien mehr denn je Flexibilität gefragt

Das Beispiel oben zeigt es: Um aus theore­ti­schen Chancen tatsäch­liche Gelegenheiten zu schaffen, ist ein gutes Immobilien-Management gefragt. Damit die Umnutzung von Gebäuden leichter gelingt, werden Neubauten aktuell mit Blick auf mögliche Nachnutzungen entworfen. Die Zeiten in dem Gebäude nur eine Verwendungsart hatten sind vorbei, statt Single-Use Immobilien sind jetzt Mixed-Use Objekte gefragt. Diese erzielen sogar signi­fikant höhere Preise, laut einer Studie der Irebs Immobilienakademie. Auch das zeigt: Die Fähigkeit, innovative und flexible Nutzungskonzepte zu entwi­ckeln, besonders bei einer schwie­rigen Marktlage, gehört mehr und mehr zu den Eigenschaften von Immobilien-Manager:innen.

👉 Erfahren Sie mehr in der Studie von Wüest Partner: Office-Report Deutschland 2025

Klimaextreme vorbeugen

Mit der Zunahme außer­ge­wöhn­licher Wetterphänomene wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Starkregen werden zum Schutz der Immobilien vorbeu­gende Maßnahmen immer notwen­diger. Auch hier kann ein gutes Immobilienmanagement unter­stützen, wie der Urban Heat Vulnerability Index von Wüest Partner zeigt.

👉 Wie Daten zu besseren Entscheidungen führen: Erfahren Sie mehr über die Klimarisiken-Analyse von Wüest Partner

Immobilien-Management zukunftsicher machen

Ein Unglück kommt selten allein: Die Immobilienbranche erlebt gerade Krise und Wandel zugleich. Die Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeitende verändern sich rasant, besonders die Anforderungen und nötigen Kompetenzen – Stichwort Digitalisierung – sind viel umfang­reicher als je zuvor. Allein die Klima-Wende stellt die Branche vor eine gewaltige Herausforderung, die ohne die entspre­chende Expertise nicht gewinn­bringend zu meistern ist.

Lösungen kommen nicht von allein: Sie müssen gesucht werden. Gerade beim Aneignen von Know-how können Beratungsfirmen wie Wüest Partner helfen. Für die Herausforderungen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die das Immobilienmanagement am meisten berühren, erlaubt der führende Immobilien-Berater zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Mit seinem umfas­senden Spektrum an digitalen Lösungen kombi­niert mit einer Beratung für alle Fragen rund um das Immobilien-Management.

👉 Wie können wir Ihnen helfen? Vereinbaren Sie ein kosten­loses Beratungsgespräch mit den Expert:innen von Wüest Partner

Was ist eine Immobilienmanagement Software?

Eine Immobilienmanagement-Software unter­stützt Investor:innen, Unternehmen und andere Eigentümer:innen bei der Verwaltung ihrer Objekte – egal ob es sich um eine Handvoll oder mehrere tausend Einheiten handelt. Professionelle und gute Lösungen erlauben wieder­keh­rende Tätigkeiten schneller und präziser durch­zu­führen. Noch mehr: Durch die Zentralisierung von Daten werden Synergie-Potenziale leichter identi­fi­ziert und Bewertungen, Prognosen und Planungen jeglicher Art beschleunigt – mit einem höheren Genauigkeitsgrad. Das betrifft Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen, Investments und sogar die Analyse der finan­zi­ellen oder nachhal­tigen Performance, so wie die Klimaresilienz. Alle Tätigkeiten rund um Immobilien und Portfolios, die Kommunikation mit Kund:innen, Nutzer:innen und Investor:innen sind nach Bedarf automa­ti­sierbar, effizi­enter und daten­ge­stützt.
Ein gutes Beispiel einer Immobiliensoftware-Erfolgsstory ist die digitale Real Estate Management Plattform Wüest Dimensions, welche bereits von über 11.000 User:innen aus Firmen wie UBS Asset Management, Value AG und Helvetia benutzt wird.

Was bedeutet nachhaltiges Immobilienmanagement?

Nachhaltiges Immobilienmanagement bedeutet, Liegenschaften über ihren gesamten Lebenszyklus (Projektentwicklung, Bau, Nutzung, Verwertung) so zu planen, steuern und betreiben, dass sie ökolo­gisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und langfristig nutzbar bleiben. Das verlangt ein radikales Umdenken der Praxis der letzten Jahrzehnte, als die Sorge um Klima und Umwelt wenig ausge­prägt war. Konnte man früher Gebäude erstellen und verwalten, ohne sich um deren Auswirkung auf die Umwelt, deren Energieverbrauch oder Lebenszyklus zu kümmern, so ist das heute nicht mehr möglich. Heute stehen Effizienz, CO2-Ausstoß und erneu­erbare Energien im Fokus, sowie der möglichst geringe Impact der Immobilie auf die Umwelt. Der Grund für diesen Wandel ist das Ziel der EU, alle Gebäude bis 2050 klima­neutral zu machen.

Was sind derzeit die größten Herausforderungen im Immobilienmanagement im Jahr 2026?

2026 stehen Immobilienmanager:innen vor vier zentralen Herausforderungen, die sich gegen­seitig verstärken:

- Marktlage 2026: Der Sektor Wohnen erholt sich zwar, aller­dings bleiben Wirtschafts-Immobilien unter starkem Druck, insbe­sondere Büroflächen außerhalb der Top-Lagen.
- Nachhaltigkeit: 2026 gibt es zwei Fristen im Bereich Nachhaltigkeit: einer­seits müssen Mehrfamilienhäuser für alle Medien, also Strom, Wasser, Gas, mit Fernzählern ausge­stattet werden, und anderer­seits Heizungssysteme in Ballungszentren mit mindestens 65 Prozent erneu­er­baren Energien gespeist werden.
- Digitalisierung: Viele Prozesse sind noch fragmen­tiert. Ohne standar­di­sierte Bestandsdaten, Monitoring und integrierte Tools wird es schwer, Energie, Instandhaltung, Kosten und ESG-Reporting effizient zu steuern, um KI-Potenziale auszu­schöpfen.
- Profitabilität: Finanzierungs- und Baukosten bleiben hoch, die Bautätigkeit erholt sich nur langsam. Gleichzeitig müssen Budgets für Sanierung, Betrieb und Digitalisierung gesichert werden, um Cashflow, Vermietbarkeit und Wert zu schützen. Einzige Gewissheit: Der Wohnraummangel bleibt akut, was die Nachfrage hebt, den Leerstand drückt – und somit die Entwicklung der Mieten befeuert.

Was sind die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement im Jahr 2026?

Die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement 2026 sind:

- Digitales Immobilienmanagement: Immobilien werden zunehmend daten­ba­siert gesteuert. Digitale Plattformen und PropTech-Lösungen bilden die Grundlage für effiziente Planung und Verwaltung, bessere Entscheidungen und die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen.
- Künstliche Intelligenz & Machine Learning: KI unter­stützt bei Sanierungsplanung, Energieoptimierung und voraus­schau­ender Instandhaltung. Die Nutzung wächst, auch wenn Datenqualität und Know-how für viele Immobilienmanager:innen derzeit noch bremsende Faktoren sind.
- Nachhaltiges Immobilienmanagement: ESG-Vorgaben und nationale Gesetze machen Nachhaltigkeit auch weiterhin zur Pflicht. CO₂-Absenkpfade, energe­tische Sanierungen und Zertifizierungen bleiben entscheidend für den Werterhalt und die Finanzierung von Immobilien.
- Vorausschauende Instandhaltung: Predictive Maintenance ersetzt reaktive Wartung. Datenbasierte und proaktive Instandhaltungspläne sichern Immobilienwerte und erhöhen die Planungssicherheit.
- Flexible Nutzungen: Leerstände bei Büroflächen und Wohnraummangel fördern Umnutzungen und Mixed-Use-Konzepte, um Immobilien langfristig markt­fähig zu halten.

Kurz gesagt: 2026 entscheidet die Kombination aus Daten, Technologie, Nachhaltigkeit und Flexibilität über den Erfolg im Immobilienmanagement.

Immobilienmanagement Berlin: Welche Expert:innen können helfen?

Die in der DACH-Region führende Beratung Wüest Partner, bietet in der deutschen Hauptstadt eine Mischung aus mensch­licher Expertise und digitalen Lösungen. Von Markt- und Standortdaten bis zu Apps, um Gebäude zu digita­li­sieren, von Nachhaltigkeitsstrategien bis zu Bewertungen von Portfolios, Wüest Partner deckt alle Aspekte der Immobilienwirtschaft ab – mit Fokus auf das Immobilienmanagement. In Berlin befindet sich das Büro in der Mittelstraße 63, 10117 Berlin.

Immobilienmanagement Düsseldorf: Welche Expert:innen bieten Unterstützung?

Wüest Partner versteht sich als one-stop-shop für alle Fragen rund um Immobilien sowie deren Management und ist eine der führenden Beratungen des DACH-Raums. Früh setzte das in der Schweiz gegründete Unternehmen auf Daten und Software: Ihre digitalen Lösungen werden heute von über 500 Unternehmen in Europa genutzt, um Assets im Wert 300 Milliarden Euro zu verwalten. In Düsseldorf befindet sich Wüest Partner an der Kasernenstraße 27, Postleitzahl 40213.

Immobilienmanagement Frankfurt: Wer bieten Beratung und digitale Lösungen?

Die in der Schweiz gegründete Beratung Wüest Partner, ist in der DACH-Region führend, dank umfas­sender Expertise im Bereich Immobilien: mensch­liches Know-how, das alle Bereiche der Immobilien abdeckt, unter­stützt von eigens entwi­ckelten digitalen Lösungen. Egal ob Vermögensverwalter:innen, insti­tu­tio­nelle Investor:innen, Einzel-Eigentümer:innen oder Körperschaften, Wüest Partner entwi­ckelt für alle Anforderungen eine maßge­schnei­derte Lösung. In der Main-Metropole hat sie ihr Büro in der Barckhausstraße 1, 60235 Frankfurt / Main.

Immobilienmanagement Hamburg: Welche Expert:innen können helfen?

Wüest Partner ist im DACH-Raum eine führende Immobilienberatung und setzte früh auf Digitalisierung. Sie bietet in Hamburg und alle anderen deutschen Bundesländern ein umfas­sendes Angebot aus Beratungs‑, Bewertungsleistungen und digitalen Lösungen an – speziell entwi­ckelt für daten­ba­siertes Immobilienmanagement. Einer der fünf deutschen Standorte von Wüest Partner ist in Hamburg, im Finnlandhaus, Esplanade 41, Postleitzahl 20354.

Immobilienmanagement München: Welche Expert:innen bieten Unterstützung?

Die führende Beratung Wüest Partner, bietet in Bayern sowie deutsch­landweit umfas­sende Leistungen im Bereich Immobilien – von der Portfoliobewertung bis zu CO2-Absenkpfaden. Dafür entwi­ckelte Wüest Partner proprietäre digitale Lösungen, die ein effizi­en­teres und daten­ba­siertes Immobilienmanagement ermög­lichen. Wüest Partner hat fünf Standorte in Deutschland, in München findet man sie an der Seidlstraße 28, Postleitzahl 80335.


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