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Künstliche Intelligenz in Immobilien: Was heute möglich ist und wo die Branche noch bremst

Künstliche Intelligenz in Immobilien: Was heute möglich ist und wo die Branche noch bremst

Inhaltsverzeichnis

Kaum ein Bereich ist mit der physi­schen Welt so eng verbunden wie die Immobilienbranche. Bei Gebäuden geht es um ganz materielle Fragen wie: Soll die Fassade neu gestrichen werden? Braucht es besser isolierte Fenster? Muss jetzt schon wieder etwas repariert werden? Dass da etwas so virtu­elles wie Künstliche Intelligenz bei Immobilien irgendwie helfen kann, scheint auf Anhieb unwahr­scheinlich. Und doch ist es der Fall. Dank KI hoffen Eigentümer:innen, dass ihre kühnsten Träume wahr werden, die so alt sind, wie Immobilien selbst: Ausgaben senken, Einnahmen erhöhen.

Der KI beschei­nigen viele ein riesiges Potential: Das Fraunhofer-Institut und die Deutsche Gesellschaft für wirtschaft­liche Zusammenarbeit (DGWZ) sehen ein Einsparungspotential beim Energieverbrauch von Gebäuden von mindestens 30 Prozent. Gleichzeitig erlaube KI eine voraus­schauende Instandhaltung, was den Verbrauch und die Kosten senkt, eine automa­ti­sierte Mieter-Kommunikation, was den Personalbedarf reduziert – und etliche weitere Vorteile. Auch Versicherungen profi­tieren: Die Gebäudeversicherung Bern konnte ihre jährlich rund 20.000 Objekt-Begehungen dank KI weitgehend automa­ti­sieren wie die NZZ berichtete. Auch Investor:innen wittern in der KI bei digitalen Lösungen für Immobilien (Prop Tech) eine Jahrhundert-Chance: 2024 flossen ganze 3,2 Mrd. US-Dollar Risikokapital an entspre­chende Start-Ups. Die Berater McKinsey schätzten den “KI-Mehrwert” für Immobilien zwischen 110 und 180 Mrd. US-Dollar.

Alles Gründe, um einen genaueren Blick auf künst­liche Intelligenz für Immobilien und deren Vorteile für Eigentümer:innen zu werfen. Allerdings ohne verklärten Blick: Wir zeigen auch die Hürden, die aktuell zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen.


Status Quo & Akzeptanz: KI in der Immobilienwirtschaft im DACH-Raum

Um die Verbreitung der KI bei Akteur:innen der Immobilienbranche zu ermitteln, führte der Zentralverband der deutschen Immobilienwirtschaft (ZIA) 2024 mit EY Real Estate eine Digitalisierungsstudie durch. Die KI sei ein Heilsbringer für Immobilien, meinten die Befragten, der den Fachkräftemangel überwinden kann (79 Prozent), auch dank des hohen Automatisierungspotentials (81 Prozent), der viele Bereiche beschleunigt. Deswegen planen über zwei Drittel der befragten Unternehmen, KI einzu­führen, 78 Prozent haben schon oder planen Chatbots einzu­setzen. In der Schweiz kam der Berater Pom Consulting in einem White Paper zu KI in der Immobilienbranche zu dem Schluss, dass es viele Lösungen gibt, wenig Reife und eine hohe Fragmentierung. In der Tat: Für viele Unternehmen liegt zwischen dem Potential von KI und dessen reale Nutzung noch ein weiter Weg.

Datenqualität als größtes Hindernis bei KI für Immobilien

Denn zwei Hindernisse erschweren die Einführung von KI-Tools: einmal die Knappheit an Fachpersonal und somit die nötige Expertise, Lösungen einzu­setzen. Dann die mangelnde Qualität der Daten – das größte Problem meinten 73 Prozent. Deswegen sahen sich auch nur weniger als fünf Prozent der Befragten im Bereich der “digitalen Exzellenz”. Die Studie darf als reprä­sen­tativ gelten, da 250 Mitarbeitende einer breiten Auswahl von Firmen teilnahmen: Bestandshalter:innen, Investor:innen, Wohnungsbaugesellschaften, Asset und Property Manager:innen, Berater:innen und andere Dienstleister:innen.

Die teilneh­menden Firmen gaben überwiegend an, sich noch in der Orientierungsphase zu befinden. Die wenigsten arbei­teten am tatsäch­lichen Einsatz von KI-Tools, womit feststeht: Egal welche Größe die Firma und egal wie vielver­spre­chend, künst­liche Intelligenz für Immobilien bleibt aktuell noch ein El-Dorado, zu dem die wenigsten den Weg gefunden haben.

Immobilien-Berater:innen helfen bei der Einführung von KI-Tools

Hier können Berater:innen Hilfe leisten, besonders wenn sie wie Wüest Partner selbst digitale Lösungen anbieten. Um der mangelnden Qualität von Daten entge­gen­zu­wirken, lässt sich Wüest Visits einsetzen, eine App, mit der auch Nicht-Fachleute Immobilien digital erfassen können, von der Substanz, dem Umfeld bis zu Ausstattung und Haustechnik. Mit der App konnten 84 Anlagen der HanseMerkur Grundvermögen mit mehreren Tausenden Einheiten bundesweit in weniger als drei Monaten erfasst werden.

Der Vorteil der Wüest Partner Lösungen: Sie bauen aufein­ander auf. So können die Gebäudedaten von Wüest Visits direkt vom Tool Wüest Refurb verwendet werden, um ein ESG-Rating und einen CO2-Absenkpfad zu errechnen. Das geschah auch im genannten Auftrag für die HanseMerkur Grundvermögen, wie es sich in diesem Artikel nachlesen lässt.

Genau so kann die Real Estate Management Plattform Wüest Dimensions auf diese Daten zurück­greifen. Mit der Plattform lassen sich alle Aspekte der Immobilienwirtschaft abbilden, von der Wertermittlung über die Verwaltung bis hin zum Reporting und der Projektentwicklung.

👉 Erfahren Sie hier, wie Wüest Partner bei der Einführung von KI-Tools für Immobilien helfen kann


Was ist „Künstliche Intelligenz“ im Immobilien-Kontext?

In der Immobilien- und Baubranche bietet der Einsatz von KI Effizienzgewinne von 35 bis 55 Prozent laut einer Studie von Wüest Partner von Juni 2025. Die Analyse von rund 3.500 Stellenanzeigen in der Branche erlaubt folgendes Fazit: Am höchsten liegt der Nutzen von KI bei “Schreibtisch-Jobs”, allen voran Tätigkeiten des Controllings sowie des Finanz- und Asset-Managements. Je weiter vom Schreibtisch entfernt, desto weniger kann künst­liche Intelligenz unter­stützen. Das versteht sich von selbst, denn noch können nur Hausmeister:innen Glühbirnen austau­schen oder nach dem Rechten schauen.

Hier eine Übersicht der Aufgabenbereiche, in denen KI-Tools einen hohen, mittleren oder geringen Nutzen bieten:

Einsatzpotenziale von KI-Tools in der Immobilienbranche: Von hoher Effizienz bei Controlling und Marketing bis zu geringem Nutzen bei manuellen Tätigkeiten

Grafik: Einsatzpotenziale von KI-Tools in der Immobilienbranche: Von hoher Effizienz bei Controlling und Marketing bis zu geringem Nutzen bei manuellen Tätigkeiten.

Welche Tätigkeiten der Immobilienbranche profitieren am meisten von KI?

Nachstehende Grafik zeigt gut, wie unter­schiedlich KI den vielen Berufe der Immobilienwirtschaft zu Gute kommt. Die Liste an der Y‑Achse reicht von Controller:innen bis Haustechniker:innen, entlang dieser Skala nimmt der Nutzen von KI für die jewei­ligen Berufe ab.

KI im Immobiliensektor: Wo durch Automatisierung und Datenanalyse besonders hohe Effizienz- und Produktivitätsgewinne möglich sind

Grafik: KI im Immobiliensektor: Wo durch Automatisierung und Datenanalyse besonders hohe Effizienz- und Produktivitätsgewinne möglich sind. Quelle: Auswirkungen von genera­tiver KI auf die Immobilienbranche, Juni 2025, Wüest Partner

Die Arbeitsbereiche, in denen Künstliche Intelligenz am meisten Unterstützung bietet, reichen von Texterstellungs-Generation über Datenanalyse bis zur Verbesserung des Kundenservice. Allerdings liegen die Produktivitätsgewinne eher im niedrigen Bereich, zwischen 11 und 3 Prozent.

Klingt nicht nach viel, aller­dings summieren sich die Steigerungen, was die eingangs erwähnte Gewinnspanne von 35 bis 55 Prozent erklärt. Um die 10 Prozent Steigerung jeweils bei der Texterstellung, der Recherche und der Datenanalyse, 8 und 6 Prozent Steigerung bei der Finanzanalyse und der Interpretation techni­scher Dokumente – und schon liegt der Effizienzgewinn über 40 Prozent – zumindest der poten­tielle. Nachstehend eine Übersicht der Steigerung nach Arbeitsbereichen.

Effizienzsteigerung in Arbeitsbereichen der Immobilienbranche dank KI-Tools

Effizienzsteigerung durch KI-Tools: So stark profitieren verschiedene Arbeitsbereiche der Immobilienbranche von Automatisierung und intelligenter Datenverarbeitung

Grafik: Effizienzsteigerung durch KI-Tools: So stark profi­tieren verschiedene Arbeitsbereiche der Immobilienbranche von Automatisierung und intel­li­genter Datenverarbeitung. Quelle: Auswirkungen von genera­tiver KI auf die Immobilienbranche, Juni 2025, Wüest Partner.

Schwache und starke KI

Die Stichworte künst­liche Intelligenz lösen bei vielen eupho­rische Vorstellungen aus, die weit von der Realität entfernt sind. Die Unterstützung, die KI-Tools in der Immobilienbranche derzeit bietet, sind eher Assistenz-Funktionen, was deren Nützlichkeit und Potenzialen zur Effizienzsteigerung keinen Abbruch tut. Um das besser zu verstehen, muss zwischen schwacher und starker KI unter­schieden werden.

Schwache KI

Unter schwacher KI rangieren Tätigkeiten wie Chat-Bots, Werbe-Algorithmen, Bild‑, Sprach- und Texterkennung sowie Datenanalyse. Die bekann­testen Anwendungen, die als schwache KI gelten, sind Assistenten wie Alexa, Siri und Google Assistent. Kurz gesagt, es sind auf präzise Bereiche spezia­li­sierte Systeme, die sie jedoch viel schneller und genauer als Menschen ausführen können.

Starke KI

Mit starker KI werden Aufgaben bezeichnet, die eine vergleichs­weise höhere und eigen­stän­digere Denkleistung verlangen. Gute Beispiele dafür sind selbst­fah­rende Autos, Analysen von Röntgen- oder MRT-Bilder zur Erkennung von Krankheiten oder in Zukunft KIs, die eigen­ständig Probleme analy­sieren und selbst­ständig Lösungen dafür entwi­ckeln. Davon sind wir jedoch entfernt. Wie weit wir davon entfernt sind lässt sich schwer sagen, da die Entwicklung von KI in einem atembe­rau­benden Tempo geschieht.


Use Cases von KI in der Immobilienbranche

Die derzeit am häufigsten genutzten KI-Tools sind Chat-Bots. Fast 80 Prozent der für die ZIA-Digitalisierungsstudie 2024 befragten Immobilienunternehmen gaben an, schon Chat-Bots zu nutzen oder deren Einsatz zu planen.

Eine weitere Anwendung ist die sogenannte Predictive Maintenance oder die voraus­schauende Wartung sowie Instandhaltung. Das betrifft aller­dings Gebäude mit moderner Technik: Die Sensoren an Heizungen, Lichtanlagen, Lüftungssystemen und Aufzügen z.B. übermitteln eine große Menge an Daten, aus denen sich der Zustand der Anlagen ableiten lässt. Das führt zu gerin­geren Gesamtkosten, reduzierten Ausfällen und einem effizi­en­teren Personaleinsatz, wie es die Online-Publikation Haufe in einem Artikel detail­liert beschreibt.

Einer der Bereiche, bei denen KI-Tools für Immobilien am meisten Steigerungspotenzial hat, ist die Bilderkennung. Besonders für die digitale Modellierung von Gebäuden, wie es die App Wüest Visits erlaubt, schlummern hier große Leistungsreserven. Mit Deep und Machine Learning erkennt die KI immer genauer die Materialisierung und die Standards von Objekten. Für die Verwaltung mit digitalen Tools ist die Modellierung von Immobilien ein wesent­licher Schritt.

Die KI-gestützte App Wüest Visits erkennt die Materialisierung und Standards von Immobilien

Bild: Die KI-gestützte App Wüest Visits von Wüest Partner identi­fi­ziert automa­tisch die Materialisierung und Standardqualität von Immobilien – ein Innovationsschritt für daten­ba­sierte Bewertungen. Quelle: KI-Anwendungsfälle bei Wüest Partner, Juni 2025.

Reale Immobilien Business-Cases & Effizienzgewinne der künstlichen Intelligenz

In der Tat erlaubt KI die Verwaltung von Immobilien effizi­enter zu gestalten: Nicht nur kann der Energieverbrauch präziser gesteuert, die Haustechnik genauer beobachtet und so die Instandhaltung optimiert werden. Noch dazu wird der Personaleinsatz reduziert, da Wartungen und Reparaturen seltener vorkommen.

Um von den Vorteilen der KI zu profi­tieren, muss die Immobilie jedoch mit moderner Technik und Sensoren ausge­stattet sein: Künstliche Intelligenz braucht große Mengen an quali­ta­tiven Daten, um zu funktio­nieren. Ohne diese ist sie nutzlos. Nachstehend führen wir die Bereiche an, in denen große Optimierungspotenziale dank KI schlummern.

Energiemanagement & Dekarbonisierung:

2023 sah eine Studie der Internationalen Energie-Agentur (IAE) Smart Home-Technologien gepaart mit KI als ein Wundermittel, um den Energiebedarf bei Immobilien zu senken. Bis zu 25 Prozent Reduktion seien möglich, wenn nicht nur die thermische Isolierung stimme, sondern auch energie­ef­fi­ziente Technologien genutzt werden – von der Haustechnik bis zu Küchengeräten.

Der Unternehmensbereich Smart Infrastructure von Siemens geht ein paar Prozentpunkte weiter. Mit Smart Homes und KI ließen sich sogar 30 Prozent des Energieverbrauchs von Immobilien einsparen, meint Konzern-Vorstand Matthias Rebellius in einem Gespräch mit der Zeitung Die Welt.

Um das zu testen macht der Konzern keine halben Sachen: Er hat eine Berghütte in den Schweizer Alpen auf 2.900 Meter Höhe in ein Smart Home verwandelt, um in Extrembedingungen die techno­lo­gi­schen Möglichkeiten zu prüfen. Die 2010 gebaute High-Tech Berghütte Monte Rosa ist dank Photovoltaik und Sonnenkollektoren weitgehend autark. 2021 ersetzte Siemens die Batteriesysteme, dank seiner KI-gestützten Gebäudemanagement-Plattform Building X und hat so den Strombedarf um sechs Prozent reduziert.

Gebäudebetrieb & Predictive Maintenance

Die Monte Rosa-Berghütte zeigt, was Smart Homes und KI für den Gebäudebetrieb bedeuten. In jedem Winkel der Hütte sind Sensoren, die alles erdenk­liche messen: Strom- und Wasserverbrauch, Sonneneinstrahlung, Position der Jalousien, Batterieladestand usw. Die Daten werden alle 15 Minuten der Siemens-Software übermittelt, die diese in Relation mit der Wetterprognose und der Anzahl der Übernachtungen setzt, um die Hütte für die Folgetage optimal zu steuern. Ein mensch­liches Monitoren und Override ist jederzeit möglich, aber bisher war die Software um sechs Prozent effizi­enter als Hüttenwirt:innen. Im Gegensatz zu diesem braucht sie weder Schlaf, noch Pausen, dafür kann sie aber Gäste nicht freundlich begrüßen.

Nach dem effizi­enten Betrieb einer Immobilie folgt die nächste Stufe, der voraus­schauende Betrieb, auch Predictive Maintenance genannt. Hier werden Systeme wie Aufzüge, Heizungs- und Lüftungsanlagen oder Wasserleitungen permanent beobachtet, um Wartungen und sogar Ausfälle zu prognos­ti­zieren. Das erlaubt, Mängel früh zu erkennen, damit sie nicht zu Schäden werden.

Dadurch sinken Betriebskosten und die Lebensdauer der Haustechnik wird verlängert. Diese Lösungen sind bei Industrie-Anlagen Gang und Gäbe, bei Wohnimmobilien sind sie noch eine Ausnahme. Eine Firma, die sich auf den Einbau solcher Systeme in Wohnobjekte spezia­li­siert hat, ist die Paul Tech AG: Sie betreut rund 160.000 Wohneinheiten deutsch­landweit von größeren Immobilien-Eigentümer:innen.

Automatisierte Dokumentenanalyse & Reporting

Ein weiterer Bereich, in der KI seinen mensch­lichen Kolle:innen Arbeit abnehmen kann, ist das Verwalten und die Analyse von Dokumenten. Zum einen bei banal wirkenden Tätigkeiten wie das richtige Sortieren und Ablegen, aber auch bei etwas anspruchs­vol­leren Aufgaben wie der Analyse von Mietverträgen oder sogar das Erstellen von Due Diligences. 17 Prozent der für die ZIA-Digitalisierungsstudie 2024 befragten Unternehmen greifen dafür schon auf KI-Tools zurück, 51 Prozent planen den Einsatz.

Allerdings liegt zwischen Vorhaben und Umsetzung mindestens ein Jahr, wie der COO und Geschäftsführer der Union Investment Real Estate GmbH Gerald Kremer einschätzt. Die Früchte der KI zu ernten, würde noch länger dauern. Die Mitarbeitenden müssten sich auch erstmal daran gewöhnen, einer künst­lichen Intelligenz das Vertrauen zu schenken.

Ein weiterer Bereich, bei dem künst­liche Intelligenz glänzt: stark struk­tu­rierte Berichterstattungen oder Reportings. Dazu gehören ESG-Ratings und ‑Scorings, deswegen sehen 60 Prozent der Befragten in der ZIA-Digitalisierungsstudie 2024 ESG-Analytics als ein bevor­zugtes Anwendungsfeld für KI-Tools.

Das gilt ebenfalls für die von der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorge­se­henen Berichte. Bis 2027 werden alle Unternehmen ab einer gewissen Größe dieser Berichtspflicht unter­liegen. Bevor über die fortschrei­tende Bürokratisierung gestritten wird: Die KI wird es richten. Bis dahin werden KI-Tools auf Knopfdruck solche Reportings erstellen, während mensch­liche Mitarbeitende lediglich die Arbeit ihrer elektro­ni­schen Kolleg:innen prüfen werden – genau wie es heute Vorgesetzt:innen bei der Arbeit ihres Teams machen.

Digitale Zwillinge und Asset-Optimierung

Künstliche Intelligenz steht und fällt mit der Menge und Qualität der Daten. Ein Weg diese zu erhalten, ist der Einsatz von Sensoren, sei es bei Prozessen oder in Immobilien, wie weiter oben erwähnt wurde. Ein weiterer ist die Erstellung eines sogenannten Digitalen Zwillings, auf Englisch, digital twin.

Das ist nichts anderes als die digitale Modellierung eines Prozesses, eines Systems oder einer Liegenschaft. Bei Liegenschaften können dadurch alle schon erwähnten Vorteile ausge­schöpft werden, allen voran die Senkung des Energieverbrauchs und Predictive Maintenance, um die Lebensdauer von Haustechnik zu verlängern und deren Wartungskosten zu senken.

Digitale Zwillinge sind aller­dings noch im Stadium von Pilotprojekten, wie das der Universität Glasgow. Vier ihrer am meisten genutzten Gebäude haben seit 2019 einen digitalen Zwilling, womit sie ihre Net-Zero-Campus-Strategie umsetzen möchten. Bis 2030 sollen diese CO2-neutral werden. Neben der Senkung der Kosten geht es auch um das Sammeln von Erkenntnissen – und natürlich Daten -, um die Methode in der Immobilienwirtschaft zu nutzen. Damit werden sich Assets optimieren lassen, ihren Ertrag verbessern und ihren Wert steigern.

Grafik: Net-Zero Campus bis 2030 in der Universität Glasgow dank digitalen Zwillingen

Grafik: Net-Zero Campus bis 2030 in der Universität Glasgow dank digitalen Zwillingen

Der nächste Schritt der digitalen Zwillinge im Immobiliensektor geht in Richtung digitale Familie: Eine Ansammlung von Gebäuden – auch Stadt genannt. In diesem Fall spricht man von urbanen digitalen Zwillingen. Deren Sinn ist weniger die Steigerung von Immobilienwerten als die Optimierung der Stadtplanung. Dazu gehört eine effizi­entere Nutzung von Ressourcen, ein gerin­gerer Energieverbrauch und im weitesten Sinn die Verbesserung der Lebensqualität: Verkehrsströme intel­li­genter gestalten, Sparpotenziale ermitteln, wie es der deutsche Städtetag in einer Broschüre erklärt, aber auch ungewöhnlich wirkende Aspekte wie das Regenwassermanagement. Klingt auf Anhieb nach einem Hauptstadt-Projekt, ist aber durchaus sinnvoll: Regenwasser soll gespei­chert und gereinigt werden, damit es zur Kühlung und Bewässerung der Grünflächen genutzt werden kann.

Simulation der solaren Einstrahlung in Hannover

Grafik zeigt eine KI-basierte Simulation der solaren Einstrahlung in Hannover zur Analyse von Solarpotenzialen für Gebäude und städtische Infrastruktur.
Grafik zeigt eine KI-basierte Simulation der solaren Einstrahlung in Hannover zur Analyse von Solarpotenzialen für Gebäude und städtische Infrastruktur.

Simulation der solaren Einstrahlung in Hannover: KI-gestützte Modelle unter­stützen die Optimierung von Solarpotenzialen auf Dachflächen und in der Stadtplanung. Quelle: Urbane Digitale Zwillinge – Eine Stadt sehen, verstehen und lebenswert gestalten, Deutscher Städtetag, 2023

👉 Ein prakti­sches Beispiel für den Einsatz von Digital Twins bei der Bewertung von Aussichten bietet unsere Fallstudie zum Schweizer Gebäudepark: Wie die Sicht Wohlbefinden und Immobilienwerte beein­flusst.


KI Praxisbeispiele und Stimmen aus der Immobilienbranche

KI ist nach Digitalisierung das neue Buzz-Wort der Immobilienbranche geworden, wie es Anne Keilholz sagt, Vorständin von Kölns größtem Vermieter: Immobilien-Veranstaltungen ohne KI im Titel sind undenkbar. Was jetzt mit KI passiere, finde auf sehr hetero­genem Niveau statt, sagte sie im Experten-Interview der ZIA-Digitalisierungsstudie 2024.

Was sie und andere Player:innen des Sektors darüber sagen, lässt sich zwischen Euphorie und Nüchternheit einordnen. Hier eine Auswahl der Stimmen aus der Branche:

“Generative AI kann bis zu 180 Milliarden Dollar Wert in der Wertschöpfungs­kette Real Estate heben – wenn Daten sauber struk­tu­riert sind.”
Vaibhav Gujral, Senior Partner McKinsey Global Institute, Januar 2024

„KI verbessert die Kundenbetreuung spürbar, etwa durch 24/7‑Self-Service, automa­ti­sierte Schadensmeldungen oder mehrspra­chige Chatbots. Sie erkennt Muster im Verhalten der Nutzer und schlägt passende Services vor, was die Interaktion effizi­enter und persön­licher macht.“

Alexander Boll, Senior Consultant, pom+Consulting AG, Zürich, 2024

“Die Immobilienbranche erkennt die Chancen von KI und ist bereit, mutige Schritte zu gehen. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Fachkräftemangel zu lindern und die Effizienz drastisch zu steigern.“
Aygül Özkan, Hauptgeschäfts­führerin ZIA zur Digitalisierungs­studie 2024

„Die Kundenbetreuung und das Immobilien-Marketing werden dank KI indivi­du­eller und präziser. Markt- und Kundenbedürfnisse können genauer und bedarfs­ge­rechter erkannt werden.“

Markus Streckeisen, Studiengangsleiter MAS Real Estate Management, HWZ Zürich

„Die Entscheidungsfindung durch KI fühlt sich an wie Kontrollverlust.“
Gerald Kremer, COO und Geschäftsführer der Union Investment Real Estate GmbH

„Wir müssen lernen, anders zu arbeiten.“
Anne Keilholz, Vorständin GAG Immobilien

„Die Implementierung von KI steht und fällt mit der Unternehmenskultur.”
Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer ProPotsdam GmbH

“Es lohnt sich zwar, in KI-Lösungen zu inves­tieren, aber die Einführung bedarf sorgfäl­tiger Planung und Professionalität – besonders in einem konser­va­tiven Sektor wie Immobilien.”
Andrei Kasyanau, CEO Glorium Technologies, Startup Berater & PropTech Spezialist

KI in der Betriebsphase von Immobilien – Ausschnitt aus dem Fachkurs „KI in der Immobilienbranche“
Patrick Arnold, Manager, Wüest Partner AG


Herausforderungen und Hürden der KI für Immobilien

Fast so groß wie das Potenzial der Künstlichen Intelligenz in der Immobilienbranche sind die Hürden und Hemmnisse, diese auszu­schöpfen. Es sei an die Potenziale erinnert, die Entscheider:innen der Branche in der KI sehen: die Fähigkeit, dem Fachkräftemangel und dem demogra­fi­schen Wandel entge­gen­zu­wirken. Das Potenzial, viele der wirtschaft­lichen Prozesse zu automa­ti­sieren, wie der jetzt schon weitver­breitete Einsatz von Chat-Bots Erahnen lässt.

Dem gegenüber stehen erstmal ganz materielle Hürden: Die fehlenden perso­nellen Ressourcen und die mangel­hafte Datenqualität. In der oft genannten ZIA-Digitalisierungsstudie sehen 80 und 73 Prozent der Befragten diese beiden Punkte als die größten Hemmnisse. Das sind auch die Bereiche, die sich nicht schnell beheben lassen. Gleich danach kommt das Materielle par excel­lence, das liebe Geld: Die Kosten die mit der Einführung von KI verbunden sind – oder vermutet werden – ist für 70 Prozent der Befragten ein Problem.

Dazu kommt der psycho­lo­gische Aspekt, der in der ZIA-Studie klar zum Vorschein tritt: Über 50 Prozent der Befragten geben an, nicht zu wissen, wie sie KI im bestehenden Geschäftsmodell einsetzen könnten. Ein Problem, das durch eine oft fehlende Digitalisierungsstrategie verstärkt wird oder durch die Nutzung veral­teter und nicht integrierter Software-Lösungen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Hürden in der Wahrnehmung der Befragten erhöht.

In anderen Worten: KI ist El-Dorado und Black Box zugleich. Genau deswegen kann eine Immobilienberatung, die schon erfolg­reich KI in ihren digitalen Lösungen nutzt und auch deren Einführung bei Firmen begleitet hat, eine gute Anlaufstelle sein. Je nach Art des Unternehmens kann auch durchaus sein, dass sich erstmal Warten lohnt oder dass eine andere digitale Lösung mehr Sinn macht – bei der im Nachgang KI einge­setzt wird, wenn die Zeit reif ist.

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KI Regulatorische Anforderungen & Compliance: Der EU AI Act

Der Witz dürfte bekannt sein: Die USA erfinden, China produ­ziert und Europa reguliert. Künstliche Intelligenz ist ein sehr gutes Beispiel dafür: Noch bevor ein namhaftes KI-Unternehmen in der EU überhaupt entstanden ist, hat der Staatenbund mit dem EU AI Act die Technologie reguliert – und war wenigstens mit einem Gesetz weltweit führend.

Damit soll der Versuch der EU vorbeugend zu handeln nicht belächelt werden, anbetracht der Risiken, die von KI ausgehen. Aber wie es Geoffrey Hinton sagte, einer der Väter der KI, der für seine Arbeit einen Nobelpreis erhielt: Die Vorteile dieser Technologie seien riesig, aber es sei wichtig, dass massiv und schnell in die Sicherheit von KI inves­tiert wird.

Der EU AI Act in Kürze

Ziel des KI-Gesetzes der EU ist, die poten­zi­ellen Gefahren der Technologie zu benennen und zu verhindern. Dafür werden die Risiken in vier Kategorien einge­teilt:

  • Unannehmbares Risiko: Hierfür gilt ein komplettes Verbot, konkret geht es um Handlungen wie Social Scoring und gezielte Manipulation, um z.B. Wahlen zu beein­flussen
  • Hohes Risiko: Bei KI-Anwendungen in kriti­schen Bereichen wie Medizin, Bildung, öffent­liche Sicherheit oder Personalwesen gelten strenge Auflagen. Damit soll z.B. Gesichtserkennung für unlautere Zwecke verhindert werden.
  • Begrenztes Risiko: Falsche Informationen und manipu­lierte Videos müssen als solche gekenn­zeichnet werden, genau wie Chatbots. Hier geht es um Transparenzpflichten.
  • Minimales Risiko: Wenn von KI-Anwendungen keine beson­deren Risiken ausgehen, gibt es keine Auflagen

Mögliche Risiken bei KI für Immobilien

Da bis jetzt KI in der Immobilienbranche wenig bis kaum verwendet wird, lässt sich nur erahnen, welche Anwendungen als unannehm­bares oder Hochrisiko betrachtet werden könnten. Sicherlich würden Social Scorings verboten sein, wenn damit Mieter:innen einge­ordnet werden sollten. Dasselbe würde gelten, wenn KI-Tools für die Vermarktung einge­setzt werden würden und z.B. entweder zu häufig poten­tielle Kund:innen kontak­tieren oder sie gezielt Profile von diesen anlegen, um die Chance, sie zu Abschlüssen zu bewegen, besser einzu­schätzen. Denkbar ist auch die Erstellung von Videos einer Immobilie, die mit KI die Mängel kaschieren könnte.

KI-Checkliste für Immobilieneigentümer:innen

Nachdem auf die Risiken der künst­lichen Intelligenz und ihre Hürden für eine Nutzung in der Immobilienbranche einge­gangen wurde, zeigen wir hier eine kurze Übersicht der Anwendungen, die sich verhält­nis­mäßig schnell und auf jeden Fall gewinn­bringend umsetzen lassen.

KI- AnwendungAktionTypische Dauer
1. Daten-InventurBIM-/ERP- Schnitstellen kartieren, Qualitätslücken (Null-Mieten, fehlende Verbrauchsdaten) schliessen4–6 Wochen
2. Pilot-Anwendungsfall wählenEnergie-Optimierung eines reprä­sen­ta­tiven Gebäudes (≥20 Tsd. m²) – klare KPI: kWh/ m².3 Monate
3. Vendor-Due-DiligenceAI-Act-Readiness, Modell-Transparenz & On-Prem-Optionen überprüfen.2 Wochen
4. Scale-Up-RoadmapTCO-Modell + CapEx-Slots pro Quartal definieren; Synergien mit bereits geplanten Sanierungen bündeln.6 Monate

Die Rolle von Wüest Partner beim Thema KI für Immobilien

Als Unternehmen, das selbst KI in seinen Prozessen und Lösungen nutzt, ist die Beratung Wüest Partner präde­sti­niert, um Akteur:innen der Immobilienbranche bei der Einführung von KI zu begleiten – oder mit einer Mischung aus mensch­licher und digitaler Intelligenz bestmöglich zu unter­stützen.

Wüest Partner hat früh die Bedeutung von Daten erkannt, entwi­ckelte interne Lösungen und sicherte zusätzlich seinen Vorsprung durch die strate­gische Akquisition von Unternehmen wie z.B. Datahouse. Das Spin-Off der renom­mierten Universität ETH Zürich hat sich als führender Daten- und Software-Spezialist etabliert. Dadurch kann Wüest Partner schon jetzt KI-Features

👉 Erfahren Sie, wie viel KI schon jetzt in den Lösungen von Wüest Partner steckt

Über Wüest Partner

Wüest Partner ist einer der führenden Immobilienberater und verfügt über eine breite Expertise, die alle Bereiche der Immobilienwirtschaft abdeckt, sowie über eine heraus­ra­gende Daten-Kompetenz, dank einer Reihe digitaler Lösungen. Immobilienentwickler:innen jeglicher Art, von privaten bis zu öffent­lichen Hand, bietet Wüest Partner folgende Leistungen:

Investitionsplanung
Standort- und Marktanalysen
Bewertung der Klimarisiken
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Begleitung der Konzeption der Immobilienentwicklungen
Nachhaltigkeit, Zertifizierungen und ESG
Sustainability Management
● Digitale Tools für Planung, Sanierung und Reporting
● Immobilien Management – Real Estate Management Plattform

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Die Nutzung von KI steht ganz am Anfang – schließlich ist Künstliche Intelligenz einem breiten Publikum erst seit Ende 2022 bekannt, als OpenAI die erste Version von Chat GPT veröf­fent­lichte. Der KI stehen weitere Steigerungen und Erweiterungen von Fähigkeiten bevor, bis sie das Potenzial, das sie heute verspricht, einlösen kann.

Die wichtigsten Entwicklungen die bevor­stehen sind

  • Agenten: Bis jetzt kann KI haupt­sächlich Analyse- und Textarbeiten machen. Bald ist sie in der Lage, Handlungen auszu­führen, wie das Buchen von Zugtickets oder Dienstleistungen. Je mehr sie agieren kann, desto autonomer wird sie – desto mehr kann sie bei der Verwaltung von Immobilien unter­stützen.
  • Reasoning: Obwohl KI Unmengen von Daten analy­sieren und zusam­men­fassen kann, ist es bei bestimmten komple­xeren Denkaufgaben, besonders bei Rätseln, den Menschen weit unter­legen. Deswegen kann sie heute bei der Entwicklung von Strategien zur Entwicklung eines Portfolios nur unter­stützen. In ein paar Jahren sollte KI im Denken dem Menschen ebenbürtig sein.

Über KI in ihrer jetzigen Form lässt sich sagen: Ohne sie ist die herbei­ge­sehnte Klimaneutralität der Immobilienbranche nicht reali­sierbar. Sie ist der wichtigste Einflussfaktor für ESG und Dekarbonisierung. Bald wird sie aus Asset Management und Wertschöpfungsprozessen nicht mehr wegzu­denken sein – so wie man sich eine Welt ohne Strom und Computer nicht mehr vorstellen kann.

👉 Erfahren Sie mehr über die Trends in KI mit Datahouse, dem Software- und Daten-Partner von Wüest Partner


Fazit: KI für Immobilien ist kein Hype, sondern Pflichtprogramm

Künstliche Intelligenz bleibt für die Immobilienbranche zwar noch ein Abenteuer mit Herausforderungen, doch der Weg führt klar Richtung Zukunft. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, profi­tiert morgen von Effizienz, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsvorteilen.

Lassen Sie uns gemeinsam heraus­finden, wie auch Ihre Immobilien vom KI-Potenzial profi­tieren können!


Häufige Fragen zum Thema Künstliche Intelligenz im Immobiliensektor

Was versteht man unter „KI in der Immobilienbranche“?

Künstliche Intelligenz (KI) in der Immobilienbranche bedeutet, die Automatisierung und Optimierung von Tätigkeiten wie Verwaltung, Analyse, Kommunikation und Instandhaltungsplanung. KI-gestützte digitale Systeme machen Abläufe effizi­enter und bieten Grundlagen für fundiertere Entscheidungen.

Welche Vorteile bieten KI-Tools für Immobilienunternehmen?

KI-Tools helfen, Kosten zu senken, Prozesse zu beschleu­nigen, den Fachkräftemangel abzufedern, die Wertschöpfung von Immobilien zu steigern und Liegenschaften nachhal­tiger zu machen. Dies wird unter anderem durch intel­li­gente Datenanalysen, voraus­schauende Wartungen und automa­ti­sierte Kommunikation erreicht.

Gibt es bereits bewährte KI-Tools für das Immobilienmanagement?

Ja, etwa die Lösungen von Wüest Partner: Wüest Visits für die digitale Objekterfassung, Wüest Refurb für ESG-Ratings und CO2-Absenkpfade sowie Wüest Dimensions als umfas­sende Plattform fürs Immobilienmanagement. Alle bauen aufein­ander auf, wenden bereits KI an und erleichtern zudem die weitere KI-Integration spürbar.

Welche KI Immobilienlösungen bietet Wüest Partner an?

Wüest Partner bietet KI in folgenden Bereichen an: Datenverarbeitung und Strukturierung, Bewertungsmodell und Marktprognosen, Sprachmodelle zur Automatisierung sowie visuelle Analysen bzw. Visualisierungen. Eine genaue Übersicht erhalten Sie hier.

Welche KI wird im Immobilienbereich eingesetzt?

Chat-Bots werden derzeit am häufigsten von Immobilien-Unternehmen genutzt, als First Level Anlaufstelle für Kund:innen. Danach folgen Texterstellung und Datenanalyse, die innerhalb von Immobilienfirmen am häufigsten genutzten KI-Anwendungen. Siehe dazu den Abschnitt 3 – Was ist KI im Immobilienkontext.

Welche KI kann Baupläne erstellen?

Es gibt eine Reihe von Lösungen, die Baupläne unter An- oder Begleitung von Architekt:innen erstellen können oder den Fortschritt eines Bauvorhabens dokumen­tieren und visua­li­sieren. Hier ist ein Übersicht der Lösungen, die jetzt schon in den USA verwendet werden.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienwirtschaft?

Die größten Herausforderungen sind die fehlende Datenqualität, Personalmangel auf dem Gebiet der KI, Investitionskosten und eine fehlende Digitalisierungsstrategie. Mit der richtigen Beratung und modernen Tools lassen sich diese Hürden jedoch überwinden.

Für wen lohnt sich der Einsatz von KI-Lösungen in der Immobilienbranche besonders?

Vor allem für Eigentümer:innen, Verwalter:innen, Asset Manager:innen und Investor:innen, die Prozesse automa­ti­sieren und Ressourcen effizi­enter nutzen möchten, bringt KI messbare Vorteile.

Wie kann ich mein Unternehmen für KI im Immobilienbereich fit machen?

Starten Sie mit einer Daten-Inventur, wählen Sie einen Pilot-Use-Case und holen Sie sich erfahrene Partner:innen an Bord. Damit gelingt der Einstieg in die KI-gestützte Immobilienverwaltung Schritt für Schritt. Wüest Partner unter­stützt Sie gerne dabei.

Wie sicher und rechtskonform sind KI-Tools im Bereich Immobilienmanagement?

Moderne KI-Tools berück­sich­tigen Datenschutz und aktuelle Regulierungen wie den EU AI Act. Wichtig ist, seriöse Anbieter:innen und sichere Systeme zu wählen, um Compliance und Datensicherheit zu gewähr­leisten.

Was kostet die Einführung von KI-Tools für Immobilien?

Die Preisspanne ist sehr breit und hängt von Komplexität und Anforderungen ab. Einfache KI-Tools wie Chat GPT gibt es teils kostenlos oder für Abo-Kosten ähnlich einer Netflix-Mitgliedschaft; große, indivi­duelle Lösungen bewegen sich im Bereich klassi­scher IT-Projekte.

Wie kann ich das Potenzial von KI in meinen Immobilien optimal nutzen?

Setzen Sie auf hochwertige Daten, definieren Sie klare Ziele und arbeiten Sie mit erfah­renen Partner:innen. So können Sie Schritt für Schritt die größten Mehrwerte durch KI-gestützte Lösungen reali­sieren.

Was ist der Unterschied zwischen schwacher und starker KI im Immobilienbereich?

Schwache KI übernimmt spezia­li­sierte Aufgaben wie Datenanalyse oder Chatbots, während starke KI eigen­ständig komplexe Probleme löst. Letztere gibt es in der Immobilienbranche aktuell aber noch kaum.

Wie funktioniert ein digitaler Zwilling in der Immobilienbranche?

Ein digitaler Zwilling ist das digitale Abbild einer Immobilie, das mithilfe von Sensoren und Daten sämtliche Betriebsprozesse simuliert und optimiert.

Kann KI wirklich helfen, ESG-Ziele in der Immobilienwirtschaft zu erreichen?

Ja, KI kann die Erfassung und Analyse von ESG-Daten automa­ti­sieren und damit Transparenz schaffen, Berichte erstellen und nachhaltige Maßnahmen gezielt steuern.

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