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Die Vorteile einer Nachhaltigkeitsberatung für Investor:innen und Eigentümer:innen

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Nutzen einer Nachhaltigkeitsberatung? Die Antwort fällt etwas länger aus: Wer kein Nullenergiehaus bewohnt oder besitzt, ist ein Klimasünder, ob er es will oder nicht. Denn Immobilien erzeugen weltweit 35 Prozent des Energieverbrauchs und 40 Prozent der CO2-Emissionen. 

Demnach bedeutet allein der Aufenthalt in Gebäuden eine Umweltbelastung: Wärme und Licht stammen global zu 60 Prozent aus fossilen Brennstoffen. In Deutschland waren 2021 rund 32 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs auf Gebäude zurück­zu­führen. Die Menge klima­neu­traler Immobilien ist äußerst gering, nur 2,5 Prozent der Gebäude haben die Effizienzklasse A+ und 90 Prozent bedürfen einer energe­ti­schen Sanierung. 

Bei steigendem Druck – regula­to­risch wie gesell­schaftlich – und angesichts der vielen Möglichkeiten energe­ti­scher Sanierungen, ist für Investor:innen und Eigentümer:innen eine Nachhaltigkeitsberatung sinnvoll. Beratungsfirmen, die auf zehntau­sende Fallbeispiele zurück­greifen, bieten eine ganz andere Orientierung als Firmen, die nur ihr jewei­liges Produkt vermarkten. Zur Steigerung der Energieeffizienz müssen auch die Maßnahmen effizient und wirtschaftlich sinnvoll sein.


Wie können Investor:innen und Eigentümer:innen von Nachhaltigkeitsberatung profitieren?

Energetisch besser gestellte Immobilien bringen schon jetzt handfeste Vorteile. Sie sind günstiger im Betrieb, generieren höhere Kaltmieten, denn Mieter:innen achten auf die Bruttokosten. Sinken die Heizungskosten um 50 Prozent z.B., entsteht für Eigentümer:innen etwas Spielraum nach oben beim Mietzins.

Zusätzlich erzielen sanierte Gebäude höhere Preise als “thermische Siebe” oder energe­tisch unsanierte Bauten. Immobilienberater:innen können detail­liert zeigen, wie sich Nachhaltigkeit auf Immobilien auswirkt:

  • Unsanierte Gebäude verlieren an Wert: Eine Auswertung von Immoscout24 vom Herbst 2022 ergab, dass die Angebotspreise von unsanierten Immobilien bis zu 28 Prozent unter den Preisen sanierter Objekte liegen.
  • Sanierte Bauten sind stärker in Krisen: Zusätzlich ist 2023 ein histo­ri­scher Preisverfall zu beobachten, der sich durch hohe Zinsen und die Inflation erklärt. Sanierte Immobilien halten dem Wertverlust weit besser stand als unsanierte.

Paradoxerweise bietet diese trübe Lage Potentiale: Unsanierte Gebäude können Schnäppchen sein, wenn das Verhältnis zwischen Sanierungsaufwand und Kaufpreis stimmt. Fällt die Sanierung kosten­ef­fi­zient aus, kann daraus eine wirtschaftlich attraktive Immobilie werden. Doch bei solchen Vorhaben besteht die Gefahr mangels Kenntnis, in Kostenfallen zu geraten. Hier kann eine Nachhaltigkeitsberatung helfen, die finan­zielle Dimension einer Sanierung besser einzu­schätzen.

Große Bestände profitieren von Nachhaltigkeitsberatungen

Für Halter:innen von ineffi­zi­enten Beständen gestaltet sich die Situation anders: Energetische Sanierungen sind unaus­weichlich, sonst droht ein Wertverlust. Hier ist die Frage nicht nur, welche Maßnahmen sinnvoll sind, sondern auch wann und in welcher Folge sie durch­ge­führt werden sollten. 

Denn je größer das Objekt, desto vielfäl­tiger die Sanierungsmöglichkeiten. Sollen die Fassaden oder das Dach gedämmt, die Fenster ersetzt, die Heizung oder die Lichtanlage erneuert werden? Welche Maßnahmen sollen zuerst reali­siert werden? 

Auch hier hilft eine Nachhaltigkeitsberatung, denn durch das Zurückgreifen auf reale Erfahrungswerte werden Kosten, Einsparungen und die Amortisationszeit von Sanierungen präziser einge­schätzt. Zusätzlich beobachten Beratungsfirmen die Nachhaltigkeitsförderungen sehr genau und wissen, ob und welche in Frage kommen.

Finanziell bietet eine Beratung ebenfalls Vorteile: Die Maßnahmen können unter Berücksichtigung des Cashflows zeitlich geplant werden, um die notwen­digen Summen recht­zeitig bereit­zu­stellen. Eine Beratungsfirma kann auch den Zugang zu Finanzierungen begleiten, da Banken eher für EU-Taxonomie-konformen Immobilien Geld leihen. Nachhaltigkeit spielt also auch beim Thema Geld eine Rolle.

Erhalten Sie hier eine quali­fi­zierte Übersicht von energe­ti­schen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Wertentwicklung.


Reduzierung von Betriebskosten

Die energe­tische Effizienz einer Immobilie lässt sich bei alten Beständen steigern, wodurch die Betriebskosten sinken. Doch zu welchem Preis? Denn ob eine Sanierungsmaßnahme auch betriebs­wirt­schaftlich sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab. 

Am wichtigsten ist dabei die Ausgangslage: Wie effizient ist das Gebäude aktuell und wie alt ist die Ausstattung? Eine amorti­sierte Heizung aus den 80er Jahren zu erneuern, bringt viel mehr Grenzgewinn, als eine relativ neue Anlage durch Wärmepumpen zu ersetzen. 

Das ist das Grundprinzip einer Nachhaltigkeitsberatung: Sie wird immer die Effizienzsteigerung einer Maßnahme im Blick haben, weil sie eine Immobilie in ihrer Gesamtheit und über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Sie wird auch dank ihrer Erfahrung Lösungen kennen, die selten verfolgt werden, aber dennoch effizient sind.

Ungewöhnliche Möglichkeiten der Kostenreduzierung erkennen

Zum Beispiel ist bei der Reduzierung von Betriebskosten ein oft überse­hener Faktor die Art und das Verhalten der Nutzer:innen einer Immobilie: Diese bestimmen maßgeblich die tatsäch­lichen Verbräuche. Anhand von 12 anony­mi­sierten Beispielen aus der Praxis zeigte bei einer Keynote einer der Geschäftsführer von Wüest Partner, Rüdiger Hornung, verschiedene Szenarien, bei denen sich die Nutzungen stark unter­schieden. 

So wird eine Kita, die 50 Prozent eines Gebäudes ausmacht, mehr heizen und lüften als Privatwohnungen. Ein Beispiel zeigte einen irritierten Bestandshalter, der sich über die Nutzer:innen seiner frisch energe­tisch sanierten Wohnanlage ärgerte: 90 Prozent ließen im Winter die Schlafzimmerfenster die ganze Nacht durch gekippt. Er zeigte ebenfalls Nutzer:innen, die erheblich weniger als erwartet verbrauchten. Eine energe­tisch effiziente Immobilie kann ineffi­zient genutzt werden, deswegen ist es wichtig, das Verhalten der Nutzer:innen zu berück­sich­tigen.

Sanierungen führen zu win:win-win-Situationen

Das Ziel, die Betriebskosten einer Immobilie zu senken, kann der Ausgangspunkt einer win:win:win-Situation sein. Im Rahmen eines Pilotprojekts von Wüest Partner wurden die Folgen der Sanierung von 12 Mehrfamilienhäusern verglichen. Das Fazit war, dass Eigentümer:innen, Mieter:innen und die Umwelt profi­tierten, daher auch der Name Drei Gewinner Studie, in der die Erkenntnisse festge­halten wurden. Das Beispiel zeigt den Mehrwert einer Nachhaltigkeitsberatung: Es liegt im Interesse einer Beratungsfirma, derartige Erkenntnisse zu generieren und zu teilen, während Halter:innen von Beständen keinen Nutzen davon haben.

Lesen Sie einen Bericht über die Drei Gewinner Studie hier.


Durch eine Nachhaltigkeitsberatung den Wert Ihrer Immobilie steigern

Wie sich die energe­tische Effizienzsteigerung von Immobilien auf deren Wert auswirken kann, ist der zentrale Mehrwert von Nachhaltigkeitsberatungen. Eine weitere Untersuchung von Wüest Partner, die der Immobilienmanager in einem Beitrag aufgriff, zeigt die Werteinflüsse der Energieeffizienz auf beispiel­hafte Liegenschaften. 

Dabei wurden neun Immobilien mit unter­schied­lichen Nutzungen und Effizienzniveaus verglichen. Zu den Wohnobjekten gehörten zwei Mehrfamilienhäuser mit Energieausweisen F und D, eine Wohnung mit dem Wert D sowie ein Einfamilienhaus mit einem A+ Rating. Daneben gab es ein Bürohaus, eine Klinik und ein Pflegeheim, die jeweils die Energieklassen B, G und A aufwiesen

Egal welche Nutzungsart: Sanierte Bauten sind wertbeständiger

Die Analyse der fünf Aspekte Mieten, Betriebskosten, Leerstand, Instandhaltung und Diskontierungsrate zeigte die gebün­delte Auswirkung der Energieeffizienz auf den Immobilienpreis. Die energe­tisch ineffi­zi­en­teste Immobilie, ein Einfamilienhaus mit der Energieklasse G, verlor in der Bewertung 33 Prozent. Die größte Wertsteigerung fand bei dem Pflegeheim mit der Klasse A statt: 4,9 Prozent.

Nachhaltigkeitsberatung: 10 Faktoren, die den Wert einer Immobilie beeinflussen

Wie notwendige Nachhaltigkeits-Investitionen sich so gestalten lassen, um Kosten in Gewinne zu verwandeln, hat Wüest Partner für einen seiner Workshops zusam­men­ge­stellt. Die Beratungsfirma identi­fi­zierte 10 Faktoren, wovon sieben sich wertstei­gernd und die drei restlichen sich wertmin­dernd auswirken. 

Zu den positiven Faktoren gehören Renditeerwartung, Erträge, Präferenz der Mieter:innen, Fördergelder, Betriebs- und Instandhaltungskosten, Bauteile und der Wegfall des Öltanks. Zu den negativen Faktoren zählen bauliche Maßnahmen, bauliche Begleitmaßnahmen und Zertifikate. 

Nachstehend zwei tabel­la­rische Übersichten:

Nachhaltigkeits-Faktoren mit positiver Wirkung auf Immobilienwerte

FaktorBedingung für positive WirkungHäufigkeit der WirkungWertsteigernde Wirkung
1RenditeerwartungSinktMeistensSehr gross
2ErträgeSteigen, wenn Nebenkosten sinkenFast immerGross
3Präferenz der MietparteiHöhere Zahlungsbereitschaft vonseiten der MietparteiTeilweiseMittel
4FördergelderJe nach Massnahmen und StandortOftMittel
5Betriebs- und InstandhaldungskostenVom Eigentümer / von der Eigentümerin getragene Kosten sinkenTeilweiseKlein
6BauteileFalls wieder­ver­wendbarSeltenKlein
7Wegfall des ÖltanksVermietbare Nebennutzfläche wird freiTeilweiseKlein
8Bauliche Massnahmen zur Steigerung
der Nachhaltigkeit
Nur teilweise auf Mietpartei umwälzbarFast immerGross; kann sich nach
Mietparteiwechsel ändern
9Bauliche BegleitmassnahmenNur teilweise auf Mietpartei umwälzbarTeilweiseSehr gross
10Zertifikate (GEAK, Minergie)KostenOftSehr klein; kann
Zahlungsbereitschaft
positiv beein­flussen

Was ist das Ziel der Nachhaltigkeitsberatung für Investor:innen und Eigentümer:innen?

Kurz und bündig beant­wortet: Die Nachhaltigkeit-Bestimmungen verur­sachen Kosten, aber das richtige Know-how macht daraus gewinn­brin­gende Investitionen. Das Ziel klima­neu­traler Immobilien bis 2050 ist eine Herausforderung – und gleich­zeitig eine Chance der Ertrags- und Wertsteigerung. Für ein Gelingen ist Expertise und Erfahrung notwendig, genau das bietet eine Nachhaltigkeitsberatung.

Patentlösungen gibt es nicht, jede Immobilie ist anders, Portfolien sind Sammlungen von Einzelfällen. Objekte müssen einzeln betrachtet werden, um jeweils passende Lösungen zu finden. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: Der Immobilien-Typ, ihre Ausstattung, der Sanierungsstand, der Standort, die verfüg­baren Energiequellen, das regula­to­rische Umfeld, sogar Baustoffpreise und Förderungen sind Aspekte, die eine Nachhaltigkeitsberatung berück­sich­tigen sollte.


5 Vorteile der Nachhaltigkeitsberatung

Investor: und Eigentümer:innen haben durch Nachhaltigkeitsberatungen fünf Vorteile:

  1. Potentiale für energe­tische Effizienzsteigerungen identi­fi­zieren
  2. Sanierungsmaßnahmen und deren Kosten und Nutzen bewerten
  3. CO2-Absenkpfade ermitteln, um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen
  4. Kenntnis von Förderungen, um den finan­zi­ellen Aufwand zu verringern
  5. Wahrscheinlichkeit von Klimawandel-Risiken erkennen und diesen vorbeugen


3 Mittel um Nachhaltigkeit-Potenziale auszuschöpfen

In Summe laufen die oben genannten Möglichkeiten alle auf ein Ziel hinaus: die Wertentwicklung und die Rendite der Immobilie(n) positiv zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es vorrangig drei Mittel: 

  • Eine Carbon-Due-Diligence, 
  • Die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie 
  • Die Analyse von Klimawandel-Risiken oder extremer Wetterereignisse 

Nachfolgend werden diese kurz erläutert.

Carbon Due Diligence

Eine Carbon Due Diligence (CDD) erarbeitet die wirtschaft­lichste Dekarbonisierungsstrategie für ein Immobilien-Portfolio. Sie beinhaltet alle Maßnahmen zur Einhaltung des Dekarbonisierungs-Pfads bis 2050. Mehr Angaben dazu sowie einen CO2-Rechner, um den Nutzen einzelner Sanierungsmaßnahmen festzu­stellen, finden Sie hier.

Nachhaltigkeitsstrategien erarbeiten

Eine Nachhaltigkeitsstrategie geht einen Schritt weiter als eine Carbon-Due-Diligence. Sie wandelt Empfehlungen zur Steigerung der Energie-Effizienz in einen detail­lierten Handlungsplan, der genaue Sanierungsmaßnahmen festlegt und diese zeitlich streut. Dabei werden deren Kosten und Amortisierungszeiten berück­sichtigt sowie die nötigen Investitionen anhand der Erträge recht­zeitig einge­plant und bei Bedarf angepasst. Solche Strategien fallen für öffent­liche und private Organisationen anders aus, mehr Angaben dazu befinden sich hier.

Risikoanalyse Klima und Naturgefahren

Durch den Klimawandel häufen sich extreme Witterungsereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme. Diese können Immobilien erheb­lichen Schaden zufügen, deswegen ist es wichtig, recht­zeitig Vorkehrungen zu treffen. Sie sind nicht vorher­sehbar, doch ihre Wahrscheinlichkeit ist realis­tisch einschätzbar, abhängig von Historie, Region und unmit­tel­barem Umfeld. Mehr Angaben dazu befinden sich hier.


So können Sie das Markenimage Ihres Unternehmens stärken

Erfolgreich umgesetzte Nachhaltigkeitsstrategien bringen mehr als direkte Vorteile, wie Kosteneinsparungen bei der Bewirtschaftung von Immobilien. Auch indirekt haben sie einen positiven Effekt auf weiche Faktoren, wie z.Bsp. das Ansehen eines Unternehmens. Gute Energiestandards und Meilensteine der Effizienzsteigerung lassen sich hervor­ragend kommu­ni­zieren, wie das Begrünen von Dächern, Fassaden oder ein Umstieg auf nachhaltige Energiequellen.

Durch vorbeu­gende Maßnahmen gegen Klimawandel-Risiken zeigt ein Unternehmen, dass es voraus­schauend plant und seine gesell­schaft­liche Verantwortung wahrnimmt. Das hat zweifelsohne eine positive Auswirkung auf die Attraktivität für Investor:innen, besonders im Fall von Immobilienfonds. Die Investitionen werden dadurch zukunfts­sicher, da Wertminderungen ausge­schlossen sind. 

Für die Außendarstellung einer Organisation haben diese Aspekte einen hohen Stellenwert, abgesehen von der Tatsache, dass die meisten dieser Maßnahmen verpflichtend sind. Die recht­zeitige Umsetzung der Nachhaltigkeits-Bestimmungen beugt einer mögli­cher­weise negativen Wahrnehmung vor. Nicht zuletzt erleichtert es die Identifikation der Mitarbeitenden und der Kund:innen mit der Organisation.


Herausforderung bei der ESG-Beurteilung

Herausforderung bei der ESG-Beurteilung

All die vorstehend beschrie­benen Aspekte zur Nachhaltigkeit finden sich in den ESG-Kriterien wieder, vornehmlich im E des Akronyms, das für “Environmental” steht. Die beiden anderen Buchstaben, S für “Social” und G für “Governance”, sind für Nachhaltigkeit im Sinne von Energieeffizienz von gerin­gerer Relevanz. Für die Einhaltung der ESG-Kriterien und Konformität zur EU-Taxonomie sind sie natürlich von Bedeutung.

Nachhaltigkeitsstrategien und ESG sind zwei Seiten einer Medaille. Wer eigene Immobilienbestände einem ESG-Rating unter­zieht, wird ähnliche Ergebnisse wie bei einer Carbon-Due-Diligence erhalten. Doch bei einer ESG-Bewertung tauchen andere Herausforderungen auf, mit denen sich weniger flexibel als bei einer CDD umgehen lässt. Basierend auf durch­ge­führten Bewertungen hat Wüest Partner diese zusam­men­ge­fasst:

  • Zeit: ESG-Immobilienbewertungen bedürfen einer großen Menge an Daten, diese zusam­men­zu­tragen kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Datenlage kann ungenau sein oder nicht alle Objekte abbilden. Das erschwert die Auswertung.
  • Standardisierung: Mangels eines einheit­lichen und inter­na­tional geltenden Bewertungsstandards nutzen die vielen Energie-Labels unter­schied­liche Verfahren, um die ESG-Kriterien zu bewerten. Das erschwert die Vergleichbarkeit von Objekten.
  • Transparenz: Damit die Ermittlung eines bestimmten Scores verständlich ist, sollte die Methodologie und die gesamte Kommunikation trans­parent sein. Das ist jedoch je nach Label unter­schiedlich geartet, wodurch die Glaubwürdigkeit leiden kann.
  • Hoher Detaillierungsgrad vs. Portfolio-Perspektive: Manche Anbieter:innen arbeiten mit zu grobma­schigen Verfahren, die deswegen keine präzisen Erkenntnisse auf Liegenschafts-Ebene ermög­lichen. Andere, wenn auf gesamte Portfolios angewandt, sind manchmal zu zeitin­tensiv. Das weist in der Regel auf wenig effiziente Methoden hin.

Wüest Partner positio­niert sich zwischen diesen Extremen und bietet ein zeit-effizientes, vielsei­tiges Tool, um den Handlungsbedarf bei den Immobilienportfolios zu ermitteln und die Vergleichbarkeit der Liegenschaften zu gewähr­leisten.

Nachhaltigkeit mit digitalen Tools effizienter erreichen

Zusätzlich setzt Wüest Partner auf digitale Tools, sowohl bei der Erfassung von Objekten mit der Lösung Wüest Visits, als auch bei der Analyse der gesam­melten Daten, mit der Lösung Wüest Dimensions

Die Beratungsfirma hat für die Immobilien-Bewirtschaftung eine ganze Suite entwi­ckelt, mit Modulen die aufein­ander aufbauen. Wüest Refurb z.Bsp. deckt den Nachhaltigkeits-Aspekt ab und erlaubt präzise Simulationen von Sanierungsmaßnahmen.

Hier eine Übersicht aller digitalen Lösungen von Wüest Partner für eine effiziente Immobilienbewirtschaftung und das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele


Wie werden die Nachhaltigkeitsstandards überprüft?

Die Herausforderung, bis 2050 klima­neutral zu werden – in Deutschland bis 2045 -, erzeugt eine weitere Herausforderung: Wie soll die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards geprüft werden? Zumal schon erwähnt wurde, dass Nachhaltigkeits-Labels unter­schied­liche Verfahren verwenden.

Digitale Verfahren vereinfachen die Prüfung von Standards

Bei der von Wüest Partner gewählten Methode wird diese Klippe effizient umschifft. Denn das Beratungsunternehmen setzt auf digitale Lösungen, vor allem auf die digitale Erfassung von Immobilien mit einer hohen Detailtiefe. Diese Daten sind in erster Linie für die weiteren Applikationen Wüest Partners gedacht, sind aber expor­tierbar und somit von anderen Lösungen nutzbar. Das bedeutet: Auch wenn sich Nachhaltigkeits-Standards ändern, davon ist auszu­gehen, die umfas­sende Datensammlung wäre auch für neue Standards sinnvoll. 

Fallbeispiel: Deutschlands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner

Das erklärt sicherlich, warum Wüest Partner vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) beauf­tragt wurde, für dessen Immobilien- und Hypothekenportfolio ein Modell zur Analyse der Klimaverträglichkeit zu entwi­ckeln. In Deutschland erhielt Wüest Partner den Auftrag, das Portfolio eines der größten Immobilienhalters, die HanseMerkur Grundvermögen, innerhalb von drei Monaten zu erfassen und für diese einen CO2-Absenkpfad zu erarbeiten. Diese solide und detail­lierte Datenbasis erlaubt der HMG, die ESG-Herausforderung zu meistern.

Strukturierte und detail­lierte Daten

Die schnelle Umsetzung der Aufgabe war nur dank der Lösung Wüest Visits möglich, denn diese gibt die Erfassungsmethode vor, was zu struk­tu­rierten Daten führt. Alle relevanten Aspekte werden abgedeckt, vom Umfeld bis zur Substanz inklusive der techni­schen Ausstattung. Auch der Zustand der Gebäudehülle und dem Begrünungsanteil der Anlagen, Detailfragen wie das Vorhandensein von Nistkästen oder Insektenhotels und die Qualität der Mülltrennung, werden erfasst.

CO2-Absenkpfade anhand von 50.000 Fallbeispielen errechnen

Anhand dieser Daten wurden mit Wüest Refurb die CO2-Bilanzen der Objekte festge­stellt. In weiterer Folge konnten auch unter­schied­liche Sanierungsmaßnahmen simuliert werden, um die geeig­netsten CO2-Absenkpfade zu ermitteln bzw. zu visua­li­sieren. Das zu Grunde liegende Modell basiert auf europäi­schen Normen und wurde mit 50.000 effek­tiven Energieverbräuchen aus Energieausweisen kalibriert. Daraus werden klare Handlungsmaßnahmen abgeleitet, mit welchen der CO2-Ausstoss deutlich reduziert werden kann.

Fallbeispiel: Deutschlands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner, Grafik 1
Abb.: Status Quo eines Absenkpfades
Fallbeispiel: Deutschlands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner, Grafik 2
Abb.: Optimierter Absenkpfad

Für die ausführ­liche Analyse benötigt das Modell die folgenden Parameter einer Liegenschaft:

  1. Geo-Koordinaten oder Adresse der Liegenschaft 
  2. Baujahr der Liegenschaft 
  3. Nutzungsspiegel mit Flächenangaben, falls vorhanden: Energiebezugsfläche
  4. Anzahl beheizter Geschosse  
  5. Energieträger der Wärmeerzeugung 
  6. Stromprodukt 
  7. Energetische Sanierungsjahre wichtiger Bauteile 
  8. Wärmeerzeugung 
  9. Außenwand 
  10. Fenster 
  11. Dach 
  12. Kellerdecke

Erfahren Sie hier, wie sich der CO2-Ausstoß von Immobilien berechnen lässt: Den CO2-Ausstoß Ihrer Immobilien bewerten und gezielte Maßnahmen reali­sieren


Nachhaltigkeit fängt mit einer Beratung an

Eine Nachhaltigkeitsberatung erlaubt den Druck, die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen und in eine wirtschaft­liche Erfolgsgeschichte zu verwandeln. Gemeinsam mit einem erfah­renen Partner, dessen Interesse im Erreichen der Ziele von Immobilien-Eigentümer:innen liegt. Denn sinnvolle Empfehlungen sind die Kernkompetenz von Beratungsfirmen. Für Trial and Error besteht wahrscheinlich keine Zeit mehr und anbetracht der volatilen Preise oder der Verfügbarkeit von Baufirmen, vielleicht auch nicht die Möglichkeit.

Als Beratungsunternehmen bietet Wüest Partner Investor:innen folgende Vorteile:

  • Allumfassend und standar­di­sierte Methoden: Mit dem entwi­ckelten Lösungsansatz lassen sich Halter:innen von Neu- und Altbauten gleicher­maßen gut beraten
  • Zuverlässig und flexibel: Durch die hohe Flexibilität kann Wüest Partner die Beratung auf die jewei­ligen Nachhaltigkeitsziele zuschneiden. Der hohe Automatisierungsgrad und das Nutzen etablierter Datenmodelle erhöht die Zuverlässigkeit und Aussagekraft.
  • Bündelung relevanter Informationen: Keine Fragmentierung auf mehrere Dienstleister:innen. Alle nötigen Angaben liefert Wüest Partner.  
  • Wissen teilen: Wüest Partner bietet eine umfas­sende Sichtweise auf Nachhaltigkeit sowie ESG Themen, und die Expert:innen unter­stützen Auftraggeber:innen bei allen Fragen.
  • Handlungsempfehlungen: Durch klare Handlungsempfehlungen wird der Weg zur Nachhaltigkeit dank fundierter und sinnvoller Entscheidungen sowie Investitionen beschritten.
  • Schnell und effizient: Pro Bewertung und pro Liegenschaft benötigt Wüest Partner nur wenige Stunden. 

Zusätzlich deckt Wüest Partner alle wichtigen deutschen und inter­na­tio­nalen Nachhaltigkeits-Labels und ‑Standards ab. 

Nachhaltigkeit bei Immobilien fängt mit einer Beratung an

Vereinbaren Sie gerne einen kosten­losen Beratungstermin, um zu erfahren, was Nachhaltigkeit für Ihren Bestand bedeutet.


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