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Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland: Trends, Prozesse & Perspek­tiven 2025

Inhalts­ver­zeichnis

Tiefpunkte sind parado­xer­weise ein Grund zur Freude: Ab dann kann es nur noch nach oben gehen. Das trifft auf die Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland zu, die in den letzten Jahren eine Talsohle erreichte: Zwischen 2021 und 2023 brach sie um drama­tische 75 Prozent ein. Von einem Volumen von 113 Mrd. Euro stürzte sie auf 29 Mrd. Euro ab, Baupreise und Zinser­hö­hungen ließen grüßen. Die Folge waren Baustopps und Insol­venzen. Doch jeder Tiefpunkt birgt Chancen: Da sich die Lage und die Zinsen inzwi­schen beruhigt haben, besteht jetzt die Möglichkeit, hochwertige Immobi­li­en­pro­jekte zu attrak­tiven Preisen zu erhalten, meint CEO des Immobi­li­en­ent­wicklers Driven, Ingo Weiss. Grund genug, sich das Thema Immobi­li­en­ent­wicklung genauer anzuschauen.


Was ist Immobi­li­en­ent­wicklung?

Definition & Abgrenzung

Die Begriffe Immobilien- und Projekt­ent­wicklung sind jedem geläufig, werden aber eigentlich ungenau verwendet. Denn es sind keine Synonyme: Immobi­li­en­ent­wicklung ist der Oberbe­griff für alle Maßnahmen für die Schaffung, Verbes­serung oder Umnutzung von Immobilien aller Gebäu­de­typen, seien es Wohn‑, Gewerbe- oder Indus­trie­ob­jekte. Projekt­ent­wicklung hingegen ist ein Bereich der Immobi­li­en­ent­wicklung, der die Umsetzung eines konkreten Immobi­li­en­pro­jekts bezeichnet.

Grafik: Bereiche der Immobilien- und der Projekt­ent­wicklung

Schlüsselbereiche der Projektentwicklung: Vom Konzept bis zur Realisierung erfolgreicher Immobilienprojekte
Darstellung der zentralen Bereiche der Projektentwicklung innerhalb der Immobilienentwicklung in Deutschland 2025

Schlüs­sel­be­reiche der Projekt­ent­wicklung: Vom Konzept bis zur Reali­sierung erfolg­reicher Immobi­li­en­pro­jekte

Darstellung der zentralen Bereiche der Projekt­ent­wicklung innerhalb der Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland 2025 – inklusive Planung, Finan­zierung, Geneh­migung und Umsetzung.

Phasen der Immobi­li­en­ent­wicklung

Wie o.a. Grafik zeigt, beinhaltet die Immobi­li­en­ent­wicklung alle Phasen von Anfang bis Ende des Lebens­zyklus eines Gebäudes. Diese Phasen sind, nachdem die Idee feststeht, eine Immobilie zu schaffen: die Stand­ort­ent­wicklung, Erstellung von Nutzungs­kon­zepten, die Bau‑, Sanierungs- oder Umbau­maß­nahmen, bis zur Begleitung der fertig­ge­stellten Immobilie. Diese kann Verkauf, Bewirt­schaftung oder das einfache Halten bedeuten.

Phasen der Projekt­ent­wicklung

Die Projekt­ent­wicklung bezeichnet die Phase, in der ein konkretes Bauvor­haben umgesetzt wird und ist nur ein kleiner Teil, wenn auch der absolut Wesent­liche, der Immobi­li­en­ent­wicklung. Denn ohne existie­rende Gebäude, keine Immobi­li­en­wirt­schaft, diese Binsen­weisheit sei einem verziehen.

Bei der Projekt­ent­wicklung werden alle Schritte zur Verwirk­li­chung eines Bau‑, Sanierungs- oder Umbau­vor­habens durch­ge­führt. Das sind die Schritte Studie der Machbarkeit, Berechnung der Wirtschaft­lichkeit, Erstellung der Planungen, Einholung aller nötigen Geneh­mi­gungen und schließlich Bau und Abnahme. Ob der Vertrieb als Teil der Immobilien- oder der Projekt­ent­wicklung betrachtet wird, ist eine Defini­ti­ons­frage und hängt vom jewei­ligen Projekt ab.

CO2-Ausstoß ab 2023 über gesamten Lebens­zyklus betrachtet

Mit der Festlegung der Klima­ziele erhielt die Lebenszyklus-Betrachtung einer Immobilie eine neue Bedeutung. Denn durch die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) gerät ab 2030 der gesamte CO2-Ausstoß einer Immobilie in den Fokus, von der Herstellung und dem Transport der Bauma­te­rialien bis zu deren Abbau.

Was zuerst wie eine Beein­träch­tigung wirken mag, erlaubt in Wirklichkeit das Optimieren der Immobilien-Herstellung und eröffnet Verwer­tungs­mög­lich­keiten. Einmal durch die verstärkte Umnutzung von Immobilien und ein weiteres Mal durch die Verwertung von Bauteilen. Dafür muss die Kreis­lauf­wirt­schaft Fahrt aufnehmen, aber erstens gibt es dafür genug Zeit, zweitens werden schwan­kende Kosten der Bauma­te­rialien diese unwei­gerlich fördern.

Welche Aufgaben umfasst die Immobi­li­en­ent­wicklung?

Da Immobi­li­en­ent­wicklung auch die Projekt­ent­wicklung beinhaltet, werden hier alle Aufgaben der beiden Bereiche genannt. Diese können sich wechsel­seitig beein­flussen, das heißt, die Auflistung ist nicht streng chrono­lo­gisch zu verstehen. Erkennt­nisse bei einer Machbar­keits­studie oder einer Nutzungs­planung z.B. können sich gegen­seitig und andere Phasen beein­flussen.

Zu den Aufgaben der Immobi­li­en­ent­wicklung gehören:

● Das Festlegen der Immobilie(n), die geschaffen, renoviert oder adaptiert werden sollen. Das kann ein Einzel­objekt sein oder ein größeres Vorhaben, wie die Entwicklung eines Gewer­be­stand­ortes oder eines neuen Wohnviertels.

● Darauf folgt die Markt­analyse und die Stand­ortwahl, bei dem sich heraus­stellen kann, dass ein Vorhaben verändert werden muss, oder im schlimmsten Fall, nicht weiter verfolgt wird.

● Wenn die vorigen Schritte dem Vorhaben grünes Licht geben, folgt die Machbar­keits­studie. Darin wird festge­stellt, unter welchen Bedin­gungen das Vorhaben umgesetzt werden kann.

● Bei der Nutzungs­planung wird die Ausge­staltung des Vorhabens festgelegt, die Vorstel­lungen werden auf den Boden gebracht. Im Fall einer Wohnim­mo­bilie wird bestimmt, für wie viele Personen, die Größe und Standard der Wohnungen usw. Gesetz­liche Vorgaben wie u.a. die Traufhöhe müssen dabei berück­sichtigt werden. Hier eine genauere Beschreibung der Nutzungs­planung.

● Ist die Umsetzung ausge­ar­beitet, geht es an die Finan­zie­rungs­planung: Wie viel kostet das Vorhaben und wo sowie unter welchen Bedin­gungen kann das Geld dafür bezogen werden? Die Finan­zie­rungs­planung kann mitunter zu einer Verän­derung der Nutzungs­planung führen.

● Beim Stakeholder:innen-Management werden die Inter­essen aller Betei­ligten in Einklang gebracht. Erstmal die der internen Stakeholder:innen, wie Bauherr:innen, Architekt:innen, Planer:innen und Ausführer:innen, dann die der externen Stakeholder:innen. Das können die Behörden sein, die Nachbar:innen, die zukünf­tigen Nutzer:innen, manchmal auch ein breiterer Kreis, im Falle einer Schule oder z.B. eines Einkaufs­zen­trums.

● Schließlich kommt es zur Umsetzung des Vorhabens. Das ist der Kern der Projekt­ent­wicklung, hier geht es um die Auswahl der ausfüh­renden Firmen, die Begleitung der Arbeiten und zuletzt um die Abnahme.

● Die Begleitung einer bestehenden Immobilie ist ihre Überführung in die Nutzung. Das kann Vermarktung sein, die Vermietung, der Verkauf und auf alle Fälle die Bewirt­schaftung, egal wer die Eigentümer:innen sind.


Phasen der Immobi­li­en­ent­wicklung

Die Immobi­li­en­ent­wicklung besteht aus vier Phasen: Initi­ierung, Konzeption, Reali­sierung und Nutzung. Während die ersten und letzten Phasen überschaubar und für den Erfolg ausschlag­gebend sind, sind die zweiten und dritten fachlich sehr komplex. Hier geht es um die Planung und die bauliche Umsetzung, deswegen nehmen sie die längste Zeit in Anspruch. Hier gehen wir näher auf die Bestand­teile der Phasen ein.

Phase 1 – Initi­ierung

Kapital, Idee & Standort: Eine Idee für ein Immobi­li­en­vor­haben sucht sich Kapital oder umgekehrt. Dann muss ein passender Standort für das Vorhaben gefunden werden.

Stakeholder:innen-Identifikation: Hier geht es um das Finden der Akteur:innen der Umsetzung, der Nutzer:innen sowie um alle Personen und Organi­sa­tionen, die am Vorhaben beteiligt werden sollen.

Grund­stücks­si­cherung: Ein wesent­licher Schritt, ohne die das ganze Vorhaben nicht umsetzbar ist. Es muss nicht zwingend ein Kauf sein, die Nutzung eines Grund­stückes kann auch im Rahmen einer Erbpacht oder einer Anmietung geschehen.

Phase 2 – Konzeption

Machbar­keits­studie: In diesem Schritt wird geprüft, ob das Vorhaben auch zukunfts­fähig ist. Der Markt, der Wettbewerb, die möglichen Nutzer:innen, die Kosten, die Wirtschaft­lichkeit und die möglichen Risiken werden unter die Lupe genommen.

Nutzungs­planung: Ist das Projekt machbar, muss die Ausformung genau festgelegt werden. In dieser Phase werden die Ideen und Visionen einem Reali­täts­check unter­zogen und bei Bedarf angepasst.

Finan­zie­rungs­planung: Wenn feststeht, was gebaut werden soll, muss heraus­ge­funden werden, wie viel das kostet, ob das Geld beschafft werden kann und zu welchen Kondi­tionen.

● Die aktuellen Klima­ziele erfordern erstens ein Nachhal­tig­keits­konzept und die Prüfung der Dritt­ver­wend­barkeit. Wie viel Energie wird das Vorhaben benötigen, wie lässt sich diese nachhaltig beschaffen, wie lässt sich der CO2-Ausstoß reduzieren. In Zeiten knappen Wohnraums, schwan­kender Baupreise und Zinsen, sind Umnut­zungen von Immobilien sinnvoll. Deswegen sollten sie von Anfang an mitge­dacht werden.

● Die Risiko­analyse ist ein wichtiger Schritt, da bei vielen Schritten einer Entwicklung Gefahren lauern. Die häufigste Gefahr ist das Zeitrisiko, da Vorhaben recht­zeitig zu vollenden nicht immer möglich ist. Weitere Risiken betreffen Boden und Baugrund, die Finan­zierung oder die Geneh­mi­gungen. Die komplette Risiken­liste finden Sie hier.

● Für viele dieser Schritte gibt es digitale Immobilien Tools: Wüest Partner bietet in seinem Tool Dimensions eine Stand­ort­analyse, die Planung von Finan­zie­rungen und Inves­ti­tionen bei Entwick­lungen und Nachhal­tig­keits­ana­lysen sowie den allein­ste­henden CO2- und Sanierungs-Rechner.

Phase 3 – Reali­sierung

Nach der Planung kommt die Umsetzung und je genauer geplant wurde, desto reibungs­loser verläuft die Reali­sierung. Aller­dings ist ein Bauvor­haben eine überaus komplexe Heraus­for­derung, um diese erfolg­reich zu stemmen, wurde das Projekt­ma­nagement entwi­ckelt.

Die wesent­lichen Aufgaben des Projekt­ma­nage­ments bei der Reali­sierung einer Immobi­li­en­ent­wicklung sind:

● Stakeholder:innen-Kommunikation und Controlling
● Termin‑, Kosten- und Quali­täts­kon­trolle
● Koordi­nation der Baustelle und aller Gewerke

In Deutschland ist die Reali­sierung in den sogenannten Leistungs­phasen (LPH) nach der HOAI festgelegt, das Kürzel bedeutet Honorar­ordnung für Architekt:innen und Ingenieur:innen. Die Vergabe aller Leistungen musste bis 2020 zwingend nach den festge­legten Leistungs­phasen erfolgen, seit 2021 dienen diese lediglich als Orien­tierung. Nachstehend eine Übersicht aller neun Leistungs­phasen.

Die Leistungs­phasen nach HOAI:

Grafik mit den neun Leistungsphasen nach HOAI – von der Grundlagenermittlung über Entwurf, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis zur Objektbetreuung bei Immobilienprojekten in Deutschland

Die eigent­liche Bauphase ist die Leistungs­phase 8 und innerhalb der Projekt- und Immobi­li­en­ent­wicklung nimmt die Phase der Reali­sierung zeitlich einen sehr kleinen Teil ein, siehe nachste­hende Grafik. Aller­dings ist dieser kleine Teil einer der wichtigsten.

Wo sich die Leistungs­phasen 1–9 in der Immobi­li­en­ent­wicklung einreihen:

Einordnung der HOAI-Leistungsphasen in den Gesamtprozess der Immobilienentwicklung

Einordnung der HOAI-Leistungsphasen in den Gesamt­prozess der Immobi­li­en­ent­wicklung

Grafik zeigt, wie sich die neun HOAI-Leistungsphasen in den zeitlichen Ablauf der Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland 2025 einfügen

Quelle : Wüest Partner, 2025

Für die Leistungs­phasen 1 – 9 greifen die Entwickler:innen gerne auf Dienstleister:innen wie Architekt:innen, Bauingenieur:innen oder ‑leiter:innen zurück, können aber theore­tisch auch einige davon selbst durch­führen. Dazu gehören insbe­sondere die Phasen 4 der Geneh­mi­gungs­planung und ‑einholung sowie die Phasen 6 und 7 der Vergabe.

Die Phase 9 ist die der Abnahmen in den Bereichen Feuer­schutz u.ä., ohne welche eine Immobilien verwendet werden darf. Das ist besonders bei öffent­lichen Gebäuden ausschlag­gebend, oder solchen, die für Besucher:innen ausgelegt sind, wie Hotels, Sport-Einrichtungen oder Kultur­stätten. Ohne Abnahme dürfen sie nicht genutzt werden.

Energie-Effizienzklassen und ESG

Was für Immobilien immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist natürlich die Frage der Nachhal­tigkeit. Bei bestehenden Gebäuden sind die gängigsten Referenz­werte die Energie-Effizienzklassen (EEKs) und ESG-Ratings. EEKs beein­flussen schon jetzt direkt die Preise von Immobilien, die oberen Klassen A und B bedeuten Wertsta­bi­lität oder sogar höhere Preise. Das ermit­telte Wüest Partner in seiner Studie “Die Wirkung von Nachhal­tigkeit auf Immobi­li­en­werte”, für welche rund 200.000 Inserate von Immobilien analy­siert wurden.

Grafik: Energie-Effizienzklassen und Miethöhe

Vergleichsgrafik zur Miethöhe in Abhängigkeit von der Energieeffizienzklasse in Deutschland 2025

Quelle: Die Wirkung von Nachhal­tigkeit auf Immobi­li­en­werte, Wüest Partner, 2024

ESG-Ratings werden für Investor:innen immer wichtiger

Während es bei der Energie-Effizienzklasse um das Gebäude selbst geht, fassen ESG-Ratings das Thema Nachhal­tigkeit viel weiter. Investor:innen nutzen ESG-Ratings zunehmend, um sich für oder gegen eine Inves­tition zu entscheiden. Mit ihnen lassen sich die Risiken reduzieren, siehe hierzu unseren Artikel Stranded Assets. Derzeit laufen viele Immobilien Gefahr, in die Wertlo­sigkeit abzurut­schen, wenn sie nicht recht­zeitig den energe­ti­schen Vorgaben für Gebäude entsprechen. Auch für Nutzer:innen der Immobilien sind ESG-Ratings inter­essant, da sie wie die EEKs Angaben über die Attrak­ti­vität von Gebäuden machen, bzw. deren Betriebs­kosten.

ESG steht für Environment, Social und Gover­nance. Neben dem Thema Environment, wo es auch um die Immobilie selbst geht, werden bei einem ESG-Rating auch die Aspekte Social und Governance erfasst. Im Bereich Immobilien bedeutet Social Aspekte wie: Gibt es in einer Anlage Gemein­schafts­räume, was wird für den Zusam­menhalt gemacht, wie ist die soziale Mischung?

Das Thema Gover­nance nimmt die Unter­neh­mens­führung der Immobilienentwickler:innen unter die Lupe. Dabei wird unter­sucht, ob es gleiche Chancen für Männer und Frauen gibt, ob sich das Unter­nehmen seiner gesell­schaft­lichen Verant­wortung bewusst ist, ob Rücksicht auf die Umwelt und die Mitar­bei­tenden genommen wird, etc.

👉 Hier erfahren Sie mehr über ESG und Immobilien und wie Wüest Partner beim Thema nachhaltige Immobilien helfen kann

Phase 4 – Vermarktung & Nutzung

Wenn die Immobilie fertig­ge­stellt ist, beginnt die Phase der Vermarktung und in weiterer Folge, die der Nutzung. Der Immobilienentwickler:innen wollen jetzt die Früchte ihrer Arbeit ernten, die vielen Möglich­keiten hierfür werden mit dem Begriff Exit-Strategie bezeichnet. Das kann der Verkauf sein, entweder an Nutzer:innen oder an Investor:innen, an einen Fonds oder sogar an Projektentwickler:innen. Je nachdem wie die Immobilienentwickler:innen aufge­stellt sind, können diese die Vermietung oder Verpachtung selbst in die Hand nehmen. Aber in der Regel bauen Entwickler:innen, betrieben wird die Immobilie von anderen Player:innen.

Digitale Lösungen für die Vermarktung von Wohnim­mo­bilien

Ein typischer Vermark­tungsfall tritt beim Bau einer Wohnim­mo­bilie für viele Parteien auf, in der Regel werden die frisch herge­stellten Wohnungen verkauft. Vielleicht sind solche Projekte bekannt, die mit Prospekten und Muster­woh­nungen für Käufer:innen werben. Dank digitaler Tools lassen sich hier die Verkaufs­pro­zesse erheblich beschleu­nigen. Dank Wohnungs­kon­fi­gu­ra­toren können Käufer:innen die Gestaltung selber übernehmen, was zahlreiche Abstim­mungs­runden und Fehler­an­fäl­ligkeit reduziert. Der Vertrieb lässt sich dadurch erheblich beschleu­nigen und das Leerstand-Risiko erheblich verringern.

Beispiel des Wohnungs­kon­fi­gu­rators, von der Wüest Partner Firma Datahouse entwi­ckelt

Wohnungskonfiguarator von Datahouse, Personalisierung der Käufer

Quelle: Wohnungs­kon­fi­gu­rator von Datahouse

Zusätzlich nehmen dank der Perso­na­li­sierung die Käufer:innen ihre Immobilie früher in Besitz, zumindest emotional. Und das ist, wie uns das Marketing lehrt, eine sehr wichtige Entwicklung. Denn Immobilien sind kein Produkt wie jedes andere, sie sind überwiegend Arbeits- und Lebens­mit­tel­punkt.

Aus Sicht des Lebens­zyklus der Immobilie ist der Übergang zur dritten Phase, die Nutzung, eine sehr wichtige. Sie folgt auf Planung und Umsetzung. In dieser Phase wird der größte Kosten­punkt im Laufe der Lebens­dauer eines Gebäudes anfallen, darunter der Betrieb, die Instand­haltung bzw. Reparatur und die Weiter­ent­wicklung der Immobilie. Wenn richtig geplant wurde, dann lassen sich die sogenannten Lifecycle Costs (LCC) niedrig halten. Aller­dings entstehen immer neue Techno­logien, mit denen sich die Perfor­mance einer Liegen­schaft optimieren lässt.

Auch die letzte Phase einer Immobilie, die Verwertung, ist stark von der Planung beein­flusst. Wurde die Verwertung mitge­dacht, so lässt sich auch die letzte Phase optimal durch­führen: Es muss nicht alles in Schutt und Asche verwandelt werden. Bauteile können verkauft, Kabel, Leitungen und Rohre z.B. wieder­ver­wendet werden. In diesem Zusam­menhang spielt natürlich die Nachhal­tigkeit erneut eine Rolle, da laut Bestim­mungen der CO2-Ausstoß über den gesamten Lebens­zyklus einer Immobilien betrachtet wird. Das ist das sogenannte Life Cycle Assessment oder Ökobi­lan­zierung. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über das Thema Lebens­zyklus von Immobilien.


Risiko- & Chancen­ma­nagement in der Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland

Die Komple­xität des Unter­fangens Immobi­li­en­ent­wicklung bringt natürlich erheb­liche Risiken mit sich. Auf Grund deren Menge lassen sich diese am einfachsten in externe und interne Risiken einordnen. Interne sind solche, die mit der Durch­führung des Projekts an sich zusam­men­hängen, während externe dem Markt­umfeld zuzuordnen sind. Dazu gehören wirtschaft­liche wie regula­to­rische Entwick­lungen und nicht zuletzt klima­tische.

Auswahl der häufigsten internen Risiken bei der Immobi­li­en­ent­wicklung:

● Kosten- und Bauzeit­über­schrei­tungen: Das sind die Klassiker unter der Risiken eines jeden Baupro­jekts und sind nur dank einer sehr sorgfäl­tigen Planung zu vermeiden. Aller­dings kann auch die beste Planung nicht Witte­rungs­ver­hält­nisse vorher­sehen.

● Progno­se­risiko: Bei der Planung werden meist eine Reihe von Annahmen getroffen, die sich bei der Umsetzung als falsch heraus­stellen. Sie zu beheben kostet natürlich mehr Zeit und Geld als ursprünglich erwartet.

● Geneh­mi­gungs­risiko: Baupro­jekte sind nur mit der Geneh­migung von Behörden möglich. Aufgrund der Überlastung mancher Behörden kann es zu langen Warte­zeiten kommen oder manche Projekte sind vielleicht technisch so innovativ, dass die zustän­digen Bauämter sich nicht trauen, Neuland zu betreten. Das ist oft der Fall bei z.B. Aufsto­ckungen.

● Finan­zie­rungs­risiko: Bei Baupro­jekten ist es nicht selten, dass mehr Geld als ursprünglich geplant notwendig wird. Wurde ohne Spielraum geplant, können einem Bauprojekt mitten in der Umsetzung die Mittel ausgehen. Im schlimmsten Fall muss das Vorhaben auf Eis gelegt werden.

Auswahl der häufigsten externen Risiken bei der Immobi­li­en­ent­wicklung:

Die aktuelle Marktlage ist von Ungewissheit geprägt. So schnellten Ende 2022 nach jahre­langen Nullzinsen die Zinsen unerwartet empor, was zu einem regel­rechten Einbruch der Bauak­ti­vität führte. Hier eine Auswahl von häufigen externen Risiken:

● Zinsrisiko: Wie eben erwähnt, erhöhte die EZB die Zinsen 2022 rasant von Null auf etwas über 4 Prozent. Das erwischte viele Immobilienentwickler:innen kalt, sie mussten viele ihrer Projekte pausieren oder im schlimmsten Fall veräußern. Das Immobi­li­en­ent­wick­lungs­vo­lumen stürzte innerhalb von zwei Jahren von über 100 Mrd. Euro auf rund 30 Mrd. Euro ab.

● Baupreis-Risiken: Der Ukraine-Krieg hat es gezeigt, ein unvor­her­seh­bares geopo­li­ti­sches Ereignis kann Liefer­ketten durch­ein­an­der­würfeln, was mitunter zu erhöhten Preisen der Bauma­te­rialien führt. Der Ukraine-Krieg ließ Preise für Stahl und fossile Brenn­stoffe in die höhe schnellen, was sich auf die Baukosten auswirkte.

● Regula­to­rische Risiken: Das Heizungs­gesetz hat es vorge­macht – an der Wirklichkeit nicht erprobte Maßnahmen können für Verun­si­cherung sorgen, die meistens Passi­vität zur Folge hat. Auch wenn der Nachhaltigkeits-Fahrplan der EU vorher­seh­barer erscheint, bis 2033 müssen alle Wohnim­mo­bilien die EEK-Stufe D haben, so kann es durchaus sein, dass in wenigen Jahren alle Immobilien die EEK-Stufe A oder B haben müssen. Das ist ein Risiko, das sich nicht beein­flussen lässt.

● Klima­ri­siken: Diese werden immer häufiger, man braucht nur die Berichte der Rückversicherer:innen zu lesen, um zu verstehen, wie viel Schäden der Klima­wandel schon heute dem Immobi­li­en­sektor zufügt. Auch diese lassen sich mit einer guten Planung vorbeugen, so bietet Wüest Partner einen Klimarisiken-Monitor oder den Urban Heat Vulnerability Index, um geeignete Standorte von Gefähr­deten zu unter­scheiden.

Risiken mit digitalen Tools besser einschätzen

Wie eingangs erwähnt wurde: Jede Heraus­for­derung bietet auch die Möglichkeit, neue Lösungen zu entwi­ckeln. Im Immobi­li­en­be­reich sind das vorder­gründig digitale Tools, die sehr viel später als in anderen Branchen Einzug gehalten haben. So lassen sich interne Risiken, also jene, welche die Durch­führung der Bauvor­haben betreffen, mit Real Estate Management Platt­formen besser in Schach halten.

Wüest Dimensions bietet z.B. mit seinem Modul Construction & Develo­pment ein Frühwarn­system, mit welchem drohende Kosten- oder Zeitplan-Überschreitungen erkennbar werden, noch bevor sie tatsächlich eintreten. Dank des Monitoring, der Model­lierung und der Inves­ti­ti­ons­planung lässt sich das Modul während der Bauphase, aber auch danach, verwenden.


Digita­li­sierung & Daten

Die deutsche Immobi­li­en­branche ist ein digitaler Spätent­wickler. Während Banken und die Automo­bil­branche schon in der 90-Jahren auf Digital setzten, erleben die Software-Lösungen für Immobilien, auch Prop Tech genannt, erst in den letzten Jahren einen regel­rechten Boom. Damit lassen sich mittler­weile alle Aspekte der Immobi­li­en­wirt­schaft durch­führen, von der Entwicklung über die Verwaltung bis hin zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes – und noch viel mehr. Die ehrwürdige Immobi­li­en­branche wird immer mehr zu einem daten­ge­trie­benen Wirtschafts­zweig. Einige Beispiele solcher Lösungen für die Immobi­li­en­ent­wicklung sind Tools zur Stand­ortwahl, oder zur Feststellung der Exponierung zu Klima­ri­siken. Um mehr über die daten­ge­stützte Standort-Analysen von Wüest Partner zu erfahren, empfehlen wir diesen Artikel.

Alter­native Finan­zie­rungen

Die Zinsschwan­kungen haben sich zwar wieder beruhigt, das Zinsniveau liegt aber immer noch auf einem viel höheren Niveau als im Jahrzehnt davor. Deswegen entstanden alter­native Finan­zie­rungswege, allen voran das sogenannte Real Estate Private Debt (REPD). Mit diesem Kürzel sind Kredit­formen gemeint, die nicht über Banken gehen, sondern private Kredit­geber mit ‑nehmern verbinden. Wie bei Banken erwarten die Geldgeber Zinsen, aller­dings sind auch Gewinn­be­tei­li­gungen an den Immobi­li­en­ent­wick­lungen möglich. REPB richten sich gezielt an Immobilien- und Projektentwickler:innen. Das stärkere Interesse der Geldgeber:innen an den Einzel­pro­jekten unter­scheidet sie deutlich von Banken, die aufgrund der Vielzahl an verge­benen Darlehen nicht jedes Projekt eng begleiten können. Die Asset­klasse REPD hat sich durch verschärfte Rahmen­be­din­gungen in der Finanz­branche fest in Europa etabliert, wie die nachste­hende Grafik zeigt. Zwischen 2017 und 2023 hat sich das Volumen der REPD-Krediten verdoppelt.

Grafik zur Entwicklung der Fondszahl und des Target Equity im Immobiliensektor in Deutschland 2025 – Analyse von Investitionsvolumen und Markttrends

Bessere Kommu­ni­kation mit Kreditgeber:innen dank digitaler Tools

Die Beziehung zwischen REPB-Geldgeber:innen und Empfänger:innen ist viel enger als zwischen Banken und deren Kreditnehmer:innen. Genau deswegen kommen digitale Lösungen, wie sie Wüest Partner mit Wüest Dimensions und anderen Tools bietet, sehr gelegen, da sie eine verbes­serte Kommu­ni­kation erlauben. Das Reporting über den Fortschritt der Bauphasen oder z.B.der Kosten­ent­wicklung lässt sich mühelos mit den Stakeholder:innen teilen, also auch mit Kreditgeber:innen, und zwar im gewünschten Umfang und Format. Zusätzlich lässt sie sich das Reporting automa­ti­sieren, was Trans­parenz noch weiter fördert.

👉 Erfahren Sie mehr über die Investment-Beratung von Wüest Partner, bei der Real Estate Private Debt einer von vielen Bausteinen ist.

Nachhaltige Immobi­li­en­ent­wicklung & ESG

Nachhal­tigkeit ist nicht nur in aller Munde, sondern auch in allen neuen Bestim­mungen und Gesetzen, die Immobilien betreffen. Die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2050 soll der gesamte Gebäu­de­be­stand klima­neutral werden, bis 2033 alle Wohnim­mo­bilien mindestens der Energie-Effizienzklasse D entsprechen. Da das aktuell nur bei rund 40 Prozent der Immobilien der Fall ist, also steht der Branche viel Arbeit bevor, bzw. viele energe­tische Sanie­rungen.

Am Anfang jeder nachhal­tigen Immobi­li­en­ent­wicklung und Verbes­serung der energe­ti­schen Leistung steht die Feststellung des Ist-Zustands. Im Wesent­lichen ist das die CO2-Bilanz eines Gebäudes, d.h., wie viel und welche Art Energie verbraucht und welche Mengen CO2 ausge­stoßen werden. In einem zweiten Schritt erfolgt die Ermittlung eines CO2-Absenk­pfades, um die energe­tische Leistung des Gebäudes über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu optimieren.

Für die CO2-Bilan­zierung und die Ermittlung des CO2-Absenk­pfades haben sich digitale Tools wie Wüest Refurb für das Makler­ge­schäft sowieso das Wüest Dimension Modul Sustaina­bility Management für Immobilienmanager:innen bewährt. Eine CO2-Bilanz ist relativ unkom­pli­ziert, beim Absenkpfad hingegen gibt es nicht die richtige Lösung, sondern eine unüber­schaubare Menge an Möglich­keiten. Dank der Simula­tionen, die digitale Tools erlauben, lassen sich die effizi­en­testen Maßnahmen heraus­filtern – die mit dem besten Verhältnis zwischen Aufwand und Wirkung. Dadurch wird die Heraus­for­derung der nachhal­tigen Immobi­li­en­ent­wicklung zu einem gewinn­brin­genden Unter­fangen, das den Ertrag und den Wert einer Immobilie sogar steigern kann.

👉 Erfahren Sie, wie Wüest Partner Sie beim Thema nachhaltige Immobilien unter­stützen kann, von ESG-Strategien über Förder­mit­tel­be­ratung bis Zerti­fi­zie­rungen.


Kommunale Perspektive & Public-Private Partner­ships (PPP)

In Deutschland entwi­ckelt die öffent­liche Hand vergleichs­weise weniger Immobilien als private Akteur:innen, dafür sind die Projekte viel komplexer, da sie neben der Schaffung von Wohnraum meist mit der Entwicklung von Infra­struktur und Gewer­be­stand­orten einher­gehen. Gute, oder je nach Stand­punkt, schlechte Beispiele – angesichts erheb­licher Kosten­stei­ge­rungen – sind die Projekte Stuttgart 21 und der ehemalige Berliner Flughafen Tegel:

● Beim Vorhaben Stuttgart 21 geht es zwar haupt­sächlich um die Grund­sa­nierung des Haupt­bahn­hofes, gleich­zeitig entsteht Wohnraum für etwa 11.000 Personen und ein Gewer­be­gebiet, das 24.000 Arbeits­plätze behei­maten soll.

● In Tegel entsteht auf dem Areal des ehema­ligen Flughafens ein Forschungs- und Indus­triepark für urbane Techno­logien, die Urban Tech Republic, und ein brand­neues Wohnviertel, das Schumacher-Quartier. Dort sollen rund 5.000 Wohnungen entstehen.

Öffent­liche Immobi­li­en­ent­wick­lungen sind Public-Private-Partnerships

Immobi­li­en­pro­jekte der öffent­lichen Hand geschehen zwangs­läufig mit der Zusam­men­arbeit privater Firmen, weshalb von Public Private Partner­ships gesprochen wird. Im Kern werden dabei Zweck­ge­sell­schaften gegründet zur Lösung öffent­licher Aufgaben, wie z.B. Wohnraum, bei dem meistens Gemeinden Flächen bereit­stellen und privates Kapital einsetzen, da die öffent­liche Hand unter Finanz­knappheit leidet.

Wüest Partner unter­stützt Kommunen bei Immobi­li­en­ent­wick­lungen, indem u.a. eine bis zu 30-jährige Finanz­planung mit Einschätzung sämtlicher Erträge angeboten wird. Zu den Erträgen gehören Steuern, Gebühren und Mieten, denen Kosten wie Inves­ti­tionen, Abschrei­bungen und Betriebs­kosten gegen­über­ge­stellt werden müssen. Dabei werden mehrere Entwick­lungs­sze­narien erarbeitet, um unter­schied­liche Verän­de­rungen der Dichte, Nutzung und dem Zielpu­blikum zu berück­sich­tigen.

👉 Erfahren Sie, wie Wüest Partner Gemeinden bei der Entwicklung von Immobilien helfen kann.


Bestand vs. Neubau: Entwicklung über den Lebens­zyklus

In Deutschland herrscht akuter Wohnraum­mangel: Laut dem Pestel-Institut fehlten 2024 rund 550.000 Wohnungen und das dürfte eine vorsichtige Schätzung sein. Da aufgrund teurer Boden- und Baupreise sowie bürokra­ti­scher Hürden das Defizit nicht mit Neubau allein kompen­sierbar ist, zumindest nicht in abseh­barer Zeit, werden Umnutzung und Erwei­terung.

Die TU Darmstadt schätzte in mehreren Studien, zuletzt 2019, das bundes­weite Wohnraum-Potential durch Aufsto­ckung und Anpassung von Büro- und Gewer­be­ob­jekten auf 2,3 bis 2,7 Mio. Wohnungen. Aller­dings behindern auch hier bürokra­tische Hürden, dieses Potential auszu­schöpfen, allen voran Bestim­mungen für Brand­schutz. Aber besonders Regelungen wie die Notwen­digkeit, zwei Stell­plätze für jede neue Wohnung bereit­zu­stellen, wirken als Brems­klotz. In dichten Städten ist dies oft kaum reali­sierbar.

Nachhaltige Immobi­li­en­ent­wicklung: Energe­tische Sanierung und Erwei­terung kombi­nieren – Bsp. Platen-Siedlung in Frankfurt / Main

Da die Klima­ziele und ESG-Kriterien ohnedies eine Welle von Sanie­rungen verur­sachen, bietet sich theore­tisch die Gelegenheit, die energe­tische Sanierung eines Gebäudes mit einer Aufsto­ckung oder Erwei­terung zu verbinden. So wurden in Frankfurt am Main auf den Dächern und zwischen den Gebäuden der Platen-Wohnsiedlung knapp 700 Wohnungen errichtet, mit einer Fläche von insgesamt 38.000 Quadrat­metern. Zugegeben, das war kein Schnell­schuss, das Projekt lief von 2018 bis 2025. Da die aufge­stockten Wohnungen energe­tisch wesentlich besser als die alten dastehen, verbessern sie die Energie­ef­fi­zienz des gesamten Wohnkom­plexes.

Zwar hat die Eigen­tü­merin der Platen-Siedlung, die städtische Wohnbau­ge­sell­schaft ABG Frankfurt Holding GmbH, etwas mehr Geld in die Hand genommen als für eine reine energe­tische Sanierung, aber sie hat durch die Schaffung von Wohnraum den Ertrag der Anlage erheblich gesteigert. Die Aufsto­ckung und Erwei­te­rungs­bauten waren günstiger als ein klassi­scher Neubau, denn der Boden und die Anschlüsse waren schon vorhanden. Begrünte Dächer wirken sich positiv auf das örtliche Klima und die Biodi­ver­sität aus. Also eine ganze Reihe von Vorteilen, die solche Projekte attraktiv machen.

Energe­tische Sanierung und Erwei­terung kombi­nieren am Beispiel der Platen-Siedlung in Frankfurt / Main

Für ähnliche Projekte kann die Immobi­li­en­be­ratung von Wüest Partner in vielen Bereichen helfen. Durch die Begleitung der Sanierung, um deren ESG-Konformität zu garan­tieren, mit dem CO2-Rechner und dem Refurbishment-Tool Wüest Refurb, um CO2-Ausstoß und CO2-Absenk­pfade zu ermitteln. Und nicht zuletzt hat es eine Expertise für Holzbauten und deren Vorteil gegenüber der Massiv­bau­weise entwi­ckelt, die vorder­gründig für die Schweiz gilt, aber die sich im Wesent­lichen auf den deutschen Immobi­li­en­markt übertragen lässt. Denn die Aufsto­ckungen und Erwei­te­rungen der Platen-Siedlung wurden alle in Holz durch­ge­führt.

👉 Lesen Sie die kostenlose Studie von Wüest Partner Holzbau­kenn­zahlen für Investor:innen


Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland: Regionale Perspek­tiven

Der deutsche Immobi­li­en­markt hat schwere Jahre hinter sich. Nach über einem Jahrzehnt steigender Preise mit Boom-Phasen kam ein harter Schnitt im Herbst 2022, als die Leitzinsen in kürzester Zeit von Null auf über vier Prozent schnellten. Das führte zu einem Rückgang der Trans­ak­tionen und der Preise, im Bereich der Immobi­li­en­ent­wicklung zu einem regel­rechten Einbruch. 2021 lag das Volumen der Entwick­lungen bei über 110 Mrd. Euro, 2023 waren es nur noch 29 Mrd. Euro. Dieser Absturz brach vielen Entwickler:innen das Genick.

2025 hat sich die Lage entspannt, parallel zur Senkung der Zinsen. Aller­dings bleibt die Situation durch­wachsen: Während die meisten Analyst:innen einen zaghaften Preis­an­stieg zwischen einem und drei Prozent ausmachen, halten andere den Rückgang für noch nicht beendet, auch wenn er langsamer ausfällt. Die Entwick­lungen sind je nach Gebäu­deart und Region unter­schiedlich, nachstehend ein kurzer Überblick.

Markt­ent­wicklung zwischen A‑, B- und C‑Städten

● In den A‑Städten wie Berlin, München und Hamburg sollten die Preise leicht steigen, besonders energie­ef­fi­ziente Immobilien werden profi­tieren. Aller­dings gibt es Ausnahmen, wie Köln und Stuttgart, wo die Preise fielen. Auf Finan­zie­rungen wirken gegen­sätz­liche Kräfte: Zinsen sinken, Einkommen steigen, aller­dings wird mehr Eigen­ka­pital verlangt. Genauer Angaben über die Entwicklung der A‑Städte finden Sie hier.

Grafik zur Preisentwicklung von Wohnimmobilien in deutschen Großstädten im Vergleich zum GREIX-Index 2025 – Analyse von Marktdynamiken und regionalen Unterschieden

Quelle: Greix, Juni 2025

● B‑Städte – Beispiele sind Leipzig, Kiel, Augsburg – werden durch den Wohnraum­mangel in Metro­pol­re­gionen attraktiv, besonders wenn sie eine gute Infra­struktur haben. Da das nicht immer der Fall ist, gibt es starke regionale Unter­schiede. Mehr über regionale Wohnungs­märkte finden Sie in den Studien selben Namens von Wüest Partner.

● Die C‑Städte (bis zu 250.000 Einwohner) dürften sich am schnellsten von der Immobi­li­en­flaute erholen, da deren Preise erschwing­licher sind. Wie bei B‑Städten drängt der Wohnraum­mangel Menschen in die Peripherie. Wenn diese über eine gute Anbindung und ausrei­chend Infra­struktur verfügen, Karlsruhe und Duisburg sind gute Beispiele, haben diese Städte gute Karten.

👉 Erfahren Sie mir über die Studien zum natio­nalen und den regio­nalen Immobi­li­en­märkten von Wüest Partner

Nachhal­tigkeit & Digita­li­sierung als regionale Werttreiber

Techno­lo­gische und regula­to­rische Bestim­mungen verändern die Bewer­tungs­kri­terien für Immobilien. Mit steigender Bedeutung des Internets beein­flusst die digitale Infra­struktur zunehmend den Wert eines Stand­ortes. Für das Gebäude selbst spielen Regularien zu ESG und Energie­ef­fi­zienz eine wachsende Rolle. Aber in Zeiten von Wohnungs­knappheit und überschüs­siger Büroflächen gewinnt die Umnutz­barkeit von Immobilien an Bedeutung. Hier lautet das Stichwort Dritt­ver­wen­dungs­fä­higkeit: Ist eine Immobilie von vornherein so geplant, dass sie sich leicht für neue Nutzungen anpassen lässt? Das ist nur bei neueren Gebäuden der Fall, ältere sind meistens nur für eine Verwendung vorge­sehen. Laut einer Studie des ifo-Instituts aus 2024 könnten aktuell wegen der Etablierung von Home-Office ungenutzte Büroflächen in 60.000 Wohnungen für rund 100.000 Menschen in den Top-Städten umgewandelt werden. Tendenz steigend: Bis 2030 soll der Bedarf an Büroflächen deutsch­landweit um 12 Prozent zurück­gehen.

Digita­li­sie­rungs­index Deutschland: Zugang zum Internet

Links: Stand 2025, Rechts: Entwicklung 2023 – 2025

Karte des Digitalisierungsindex 2025 in Deutschland mit Fokus auf Internetzugang – regionale Unterschiede in der Breitbandversorgung als Faktor für die Immobilienentwicklung

Quelle: Digita­li­sie­rungs­index, Bundes­mi­nis­terium für Wirtschaft

Energie­ef­fi­zienz in Deutschland

Die geogra­fische Verteilung der Energie­ef­fi­zi­enz­klassen bringt Überra­schungen zu Tage. Erstaun­li­cher­weise haben zwei der finanz­stärksten Städte den höchsten Anteil an Energie­aus­weisen der Klassen F, G und H: Stuttgart mit 65 Prozent und Frankfurt am Main mit 47 Prozent. Die Städte mit dem höchsten Anteil an A+, A- und B‑Ausweisen sind Dresden (23 %), Hamburg (18 %) und Berlin (17 %). Bei den Bundes­ländern haben Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg in Sachen energie­ef­fi­ziente Gebäude, mit jeweils 22, 20 und 18 Prozent die Nase vorn, während die Länder Sachsen-Anhalt und Saarland das Schluss­licht bilden, mit einem Anteil von jeweils 64 Prozent an Gebäuden der Klassen F, G und H. Was die Preise betrifft: Immobilien der Klasse A+, A und B sind im Schnitt 40 Prozent teurer als die der Klassen F, G und H, ab der Klasse C beträgt dieser Unter­schied nur noch wenige Prozent laut einer Studie von McMakler von Februar 2023. Das bedeutet: In Energie­ef­fi­zienz inves­tieren lohnt sich.

👉 Erfahren Sie hier, wie Wüest Partner Ihnen bei der Energie­ef­fi­zienz von Immobilien und Fragen rund um ESG helfen kann

Entwick­lungs­per­spek­tiven in Verbindung mit Förder­land­schaft & Regulierung

Wo ein politi­scher Wille, da meist eine Förderung. Zumindest in Sachen Nachhal­tigkeit gibt es zahlreiche Förder­pro­gramme für Eigentümer:innen von Immobilien. Für private Eigentümer:innen bietet die KfW einen guten Überblick auf ihrer Webseite, das gilt ebenso für Immobilienentwickler:innen bzw. den Neubau von Nicht-Wohnimmobilien. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kon­trolle (BAFA) führt ebenfalls klar durch die Förder­land­schaft für nachhaltige Immobilien. Siehe dazu die BAFA-Webseite.


Fallstudie eines erfolg­reichen Immobi­li­en­ent­wick­lungs­pro­jekts in Deutschland

Karte zur Fallstudie eines erfolgreichen Immobilienentwicklungsprojekts in Deutschland 2025 – mit Fokus auf Lage, Projektumfang, Nutzungsmix und städtebaulichen Kontext

Quelle: Wüest Partner, 2025

Für Immobilienentwickler:innen kann eine Nachhaltigkeits-Beratung von Beginn des Projektes sehr hilfreich sein, um Fallstricken zu vermeiden und so viel Förder­gelder wie möglich zu akqui­rieren. Beim Neubau eines Gymna­siums in Köln-Deutz stand der Immobi­li­en­be­rater Wüest Partner dem Entwickler Ulrich Beckmann Real Estate GmbH von Anfang an zur Seite. Das Ergebnis: Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 28.000 Quadrat­meter hat nach Fertig­stellung die DGNB-Zertifizierung Platin erhalten. Die Finanz­mittel kamen im Wesent­lichen aus einem Sonder­pro­gramm der Stadt Köln zur Errichtung klima­neu­traler Bauten. In diesem kurzen Artikel erfahren Sie genaueres über das Projekt.

👉 Erfahren Sie mehr über Nachhaltigkeits-Zertifizierungen oder lassen Sie sich kostenlos von einem unserer Nachhaltigkeits-Expert:innen beraten.


Beruf & Karriere in der Immobi­li­en­ent­wicklung

Wie wird man Immobilienentwickler:in?

Viele Wege führen zu einer Arbeit als Immobilienentwickler:in. Entweder wird der Weg nach dem Studium eines mit Immobilien, Wirtschaft oder Bauwesen verbun­denen Fachs, meist im Rahmen eines Master­stu­diums, einge­schlagen. Dieses dauert in der Regel zwei Jahre. Sehr viel häufiger fällt die Entscheidung für Immobi­li­en­ent­wicklung nach ein paar Jahren Arbeit in der Branche, das Umsatteln erfolgt dank spezi­fi­scher Weiter­bil­dungen. Anders gesagt: Die Immobi­li­en­ent­wicklung ist ein ideales Feld für Quereinsteiger:innen. Die Weiter­bil­dungen dauern je nach Anbieter:innen von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten. Nachstehend eine Übersicht beider Wege.

Master-Studium Entwicklung von Immobilien

Master für die Immobi­li­en­ent­wicklung werden am häufigsten von privaten Insti­tuten angeboten, Voraus­setzung ist der Abschluss eines 6‑semestriges Studiums der Archi­tektur, des Bauin­ge­nieur­wesens, der Stadt- und Regio­nal­planung, der Immobi­li­en­wirt­schaft / Real Estate oder der Betriebs­wirt­schafts­lehre.

Hier ein beispiel­haftes 2,5‑jähriges Curri­culum eines anerkannten Instituts:

  1. Semester
    ● Grund­lagen der BWL für Projektentwickler:innen
    ● Marketing
    ● Grund­stücks­ent­wicklung
    ● Strate­gische Projekt­ent­wicklung I: Strate­gi­sches Management
    ● Grund­lagen der Archi­tektur und der Stadt­ent­wicklung
  2. Semester
    ● Inves­tition und Finan­zierung
    ● Strate­gische Projekt­ent­wicklung II
    ● Kleines Projekt
    ● Vertiefung Archi­tektur
  3. Semester
    ● Stadt­po­litik
    ● Stadt­ent­wicklung
    ● Urban Design
    ● Vertiefung Stadt­ent­wicklung
    ● Mittleres Projekt
    ● Nachhal­tiges Bauen und neue Techno­logien
  4. Semester
    ● Projekt­ma­nagement Baupro­zess­ma­nagement
    ● Kreati­vität, Vision und Kommu­ni­kation
    ● Großes Projekt
  5. Semester: Master-Thesis und Kollo­quium

Weiter­bildung Projekt­ent­wicklung

Hier listen wir die Weiter­bil­dungen von sieben Insti­tuten auf, eine Menge, die Auskunft über das Interesse an derar­tigen Angeboten gibt. Einer der Gründe dafür: Auch wer schon ein paar Jahre in der Immobi­li­en­branche arbeitet und nicht Projektentwickler:innen werden will, profi­tiert von einem Einblick in das Gebiet. Dadurch verstehen die verschie­denen Stakeholder:innen besser die Anfor­de­rungen sowie Risiken und können die Qualität von Dienstleister:innen genauer bewerten.

Zusätzlich besteht für Immobilien-Firmen durch Weiter­bildung ihres Personals in die Immobi­li­en­ent­wicklung einzu­steigen. Entweder erweitern sie damit das Leistungs­spektrum oder verringern ihre Abhän­gigkeit von Dienstleister:innen. Wer lediglich Einblick in die Materie erhalten möchte, dem reichen sehr wahrscheinlich Seminare. Wer jedoch selbst Immobilien entwi­ckeln will, der sollte eine Weiter­bildung besuchen. Diese dauert mindestens ein paar Wochen, die längsten bis zu einem Jahr.

Hier eine Auswahl von Seminaren und Weiter­bil­dungen mit Angabe der anbie­tenden Institute und der jewei­ligen Dauer.

Seminare Projekt­ent­wicklung (2 Tage bis 2 Wochen)
● Projekt­ent­wicklung und Immobi­li­en­öko­nomie, 2 Tage, Frankfurt School of Finance
● Projekt­ent­wicklung, 4 Halbtage, IREBS Immobi­li­en­aka­demie
● Inten­siv­se­minar Projekt­ent­wicklung, 4 Tage, Akademie der Immobi­li­en­wirt­schaft
● Ausbildungs-Lehrgang Projektentwickler:in, 2 Wochen, Europäi­schen Immobilien Akademie

Weiter­bil­dungen Projekt­ent­wicklung (3 bis 9 Monate)
● Studi­engang Immobilien-Projektentwicklung, 3 Monate, Deutsche Immobilien Akademie der Univer­sität Frankfurt
● Immobilien-Projektentwicklung, 7 Monate, Europäi­sches Institut für postgra­duale Bildung
● Immobilien-Projektentwicklung kompakt, 9 Monate, Haufe Akademie

👉 Wüest Partner bietet ebenfalls Seminare und Materialien zu Projekt­ent­wicklung und anderen Themen der Immobi­li­en­wirt­schaft. Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere Publi­ka­tionen und Kurse/Veranstaltungen. Des Weiteren können Sie sich hier für unseren Newsletter anmelden.

Anfor­de­rungen & Perspek­tiven

Die nachste­hende Grafik zeigt es gut: Immobi­li­en­ent­wicklung ist eine Angele­genheit von vielen Köchen oder vielen Stakeholder:innen. Damit sie nicht den Brei verderben, in diesem Fall den Bau, müssen die zustän­digen Personen über eine Reihe von Kompe­tenzen und Quali­täten verfügen, die sich eher durch Erfahrung als durch Ausbil­dungen lernen lassen.

Übersicht der Stakeholder:innen bei einer Immobi­li­en­ent­wicklung

Karte mit den zentralen Stakeholder:innen in der Immobilienentwicklung 2025 – von Investor:innen, Kommunen und Planer:innen bis zu Nutzer:innen und Bauunternehmen

Quelle: Wüest Partner

An erster Stelle müssen Immobilienentwickler:innen natürlich die fachlichen Kompe­tenzen beherr­schen. Diese reichen von Finan­zierung und Controlling über das Verständnis der behörd­lichen Aspekte (Geneh­mi­gungen, Flächen­nut­zungs­pläne) bis zu Projekt­ma­nagement und Baupro­zesse. Daneben sind Soft Skills wie eine gute Kommu­ni­kation notwendig, die Fähigkeit, diver­gie­rende Inter­essen unter einen Hut zu bringen, also Verhand­lungs­ge­schick und Kompro­miss­be­reit­schaft, ohne jedoch das überge­ordnete Ziel aus den Augen zu verlieren.


Immobi­li­en­ent­wicklung & Wüest Partner – Unser Angebot

Die Entwicklung von Immobilien ist eine derart komplexe Angele­genheit, dass die Begleitung von erfah­renen Partner:innen durchaus Sinn macht – besonders wenn diese alle Phasen des Lebens­zyklus einer Immobilie beherr­schen.

In einem Umfeld, in dem sich Regularien und Bestimmung ständig ändern, das raschen Zins- und Kosten­schwan­kungen ausge­setzt ist, werden kompe­tente Begleiter:innen einem den Rücken freihalten und die Wirtschaft­lichkeit des Baus sowie des Gebäudes immer im Blick haben.

Wüest Partner ist einer der führenden Immobi­li­en­be­rater und verfügt über eine breite Expertise, die alle Bereiche der Immobi­li­en­wirt­schaft abdeckt, sowie über eine heraus­ra­gende Daten­kom­petenz dank einer Reihe digitaler Lösungen. Immobilienentwickler:innen jeglicher Art, von privaten bis zu öffent­lichen Hand, bietet Wüest Partner folgende Leistungen:

Inves­ti­ti­ons­planung
Standort- und Markt­ana­lysen
Bewertung der Klima­ri­siken
Wirtschaft­lich­keits­be­rechnung
Begleitung der Konzeption der Immobi­li­en­ent­wick­lungen
Nachhal­tigkeit, Zerti­fi­zie­rungen und ESG
Sustaina­bility Management
● Digitale Tools für Planung, Sanierung und Reporting
● Immobilien Management – Real Estate Management Plattform

👉 Erfahren Sie bei einem kosten­losen Beratungs­ge­spräch, wie wir Ihnen bei der Entwicklung von Immobilien helfen können.


Häufige Fragen zum Thema Immobi­li­en­ent­wicklung

Was ist Immobi­li­en­ent­wicklung?

Immobi­li­en­ent­wicklung ist der Oberbe­griff für alle Maßnahmen für die Schaffung, Verbes­serung oder Umnutzung von Immobilien aller Gebäu­de­typen, seien es Wohn‑, Gewerbe- oder Indus­trie­ob­jekte. Die Immobi­li­en­ent­wicklung beinhaltet alle Phasen, von der Idee zur Planung über den Bau bis zur Bewirt­schaftung und letzt­endlich die Abwicklung.

Was machen Immobilienentwickler:innen?

Immobilienentwickler:innen begleiten entweder Investor:innen bei ihrem Vorhaben oder führen Projekte auf eigene Rechnung durch. Ihre Tätig­keiten reichen von der Planung über die Finan­zierung bis zum Bau und der Abnahme des Gebäudes.

Wie wird man Immobilienentwickler:in?

Entweder absol­viert man einen einschlä­gigen Master oder man steigt quer in die Branche ein. Dafür sind einige Jahre an Berufs­er­fahrung in der Immobi­li­en­branche notwendig sowie eine spezi­fische Weiter­bildung.

Was ist der Unter­schied zwischen Projekt- und Immobi­li­en­ent­wicklung?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, aber Projekt­ent­wicklung ist ein Bereich der Immobi­li­en­ent­wicklung, der die Umsetzung eines konkreten Immobi­li­en­pro­jekts bezeichnet: der Bau, die Planung, die Durch­führung und Abnahme. Die Immobi­li­en­ent­wicklung hingegen betrachtet den gesamten Lebens­zyklus einer Immobilie.

Wie entwi­ckeln sich die Immobi­li­en­preise in Deutschland bis 2030?

Nach einem Einbruch in den Jahren 2022 bis 2024 erholen sich die Preise langsam. Aller­dings ist die Situation dermaßen volatil, dass eine Prognose sich kaum machen lässt. Einzige Sicherheit: Je nachhal­tiger eine Immobilie ist, desto wertbe­stän­diger ist sie.

Lohnt sich Immobi­li­en­ent­wicklung 2025?

Infolge der Talsohle der Jahre 2022 bis 2024 ist der Markt aktuell mehr von Oppor­tu­ni­täten geprägt. Derzeit besteht die Möglichkeit, inter­es­sante Projekte, die ins Strau­cheln gerieten, für wenig Geld zu übernehmen. Empfohlen wird zu warten, bis sich der Entwick­lungs­markt erholt hat.

Wie beein­flusst Nachhal­tigkeit die Immobi­li­en­ent­wicklung?

Sehr stark, da die Bestim­mungen zur Nachhal­tigkeit und die Markt­ver­än­de­rungen die tradi­tio­nelle Logik der Immobi­li­en­ent­wicklung grund­legend verändern. Rein auf Profit ausge­legte Projekte sind nicht mehr inter­essant, vielmehr werden nachhaltige Vorhaben, die eine Mehrfach­nutzung z.B. von vornherein mitdenken, die Norm.

Welche Tools unter­stützen Immobi­li­en­ent­wicklung digital?

Wüest Partner bietet eine Reihe von Tools wie den CO2- und Sanie­rungs­rechner Wüest Refurb, oder das Planungstool für Entwickler:innen, bis hin zu Lösungen für Kosten­kon­trolle, Zerti­fi­zie­rungen und ESG sowie viele weitere Tools.

Was kostet eine Immobi­li­en­ent­wicklung?

Das hängt von vielen Faktoren ab, wie Größe und Art des Projekts, der Standort, die Grund­stücks­preise, die Baupreise und noch einiges mehr. Um es anschaulich zu machen: Wer einen Camping­platz entwi­ckeln will, braucht nur ein Grund­stück und ein paar Zulei­tungen. Auf demselben Grund­stück könnte jedoch ein luxuriöses Hotel entstehen, dessen Bau klarer­weise mehr kosten würde.

Welche Städte sind für Immobi­li­en­ent­wicklung aktuell besonders attraktiv?

Das ist schwer zu sagen, denn das hängt stark von der Art der Immobilie ab, die entwi­ckelt werden soll. Leichter ließe sich die Frage beant­worten, wenn sie auf Gebäu­de­arten abzielte. Wohnim­mo­bilien sind in A- und B‑Städten Mangelware, also machen entspre­chende Entwick­lungen Sinn, während die C- und D‑Städte meistens genug davon haben. Anders verhält es sich mit Büroflächen: Davon gibt es in den Ballungs­zentren mehr als genug, also wären hier intel­li­gente Umnut­zungs­kon­zepte gefragt, während sie in C- und D‑Städten fehlen können.

Wer sind die größten Immobilienentwickler:innen in Deutschland?

Je nach Messgröße unter­scheiden sich die Marktführer:innen. Nach Umsatz gehören Unter­nehmen wie Vonovia, BPD, Bonava, Zech Group und Instone zu den größten Immobilienentwickler:innen in Deutschland. Betrachtet man die Anzahl der Projekte, sind z.B. Panattoni, BPD, Bonava, Instone und Cureus besonders aktiv. Die Branche bleibt im Wandel – Konso­li­die­rungen und Spezialist:innen für nachhaltige Immobilien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Was ist die strate­gische Immobi­li­en­ent­wicklung?

Strate­gische Immobi­li­en­ent­wicklung bedeutet, Immobilien nicht nur kurzfristig zu planen und umzusetzen, sondern sie auch langfristig an Markt­trends, Nutzungs­än­de­rungen und Nachhal­tig­keits­an­for­de­rungen auszu­richten. Ziel ist es, den gesamten Lebens­zyklus und die Wertent­wicklung einer Immobilie im Blick zu behalten. Das heißt von der Stand­ortwahl über die Flexi­bi­lität in der Nutzung bis hin zur Vorbe­reitung auf künftige Anfor­de­rungen wie ESG oder digitale Infra­struktur. Wer strate­gisch entwi­ckelt, sorgt dafür, dass eine Immobilie auch in zehn Jahren und darüber hinaus attraktiv und wettbe­werbs­fähig bleibt. Damit wird vermieden, dass die Liegen­schaft morgen schon von gestern ist oder zu einem Stranded Asset wird.

Welche Firmen bieten Beratung im Bereich Immobi­li­en­ent­wicklung an?

Ein Beispiel: Wüest Partner. Wir begleiten Immobi­li­en­ent­wick­lungen von der ersten Idee bis zur Vermarktung, mit Markt- und Stand­ort­ana­lysen, Nachhal­tig­keits­kon­zepten, digitalen Tools und jahrzehn­te­langer Erfahrung. Wer fundierte Beratung und innovative Lösungen sucht, ist bei uns an der richtigen Adresse. Mehr zu unserem Beratungs­an­gebot zur Immobi­li­en­ent­wicklung finden Sie hier.

Immobi­li­en­ent­wicklung Frankfurt

Mit unserem Frank­furter Standort sind wir direkt im Zentrum eines der wichtigsten Entwick­lungshubs Deutsch­lands. Ob Hochhaus, Quartier oder Revita­li­sierung, Frankfurt bietet zahlreiche Chancen für innovative Immobi­li­en­ent­wicklung, von denen unsere Kund:innen profi­tieren.

Immobi­li­en­ent­wicklung Berlin

Berlin ist nicht nur politi­sches Zentrum, sondern auch Hotspot für urbane Trans­for­mation. Mit unserem Büro vor Ort begleiten wir Projekte vom kreativen Start-up-Loft bis zum nachhal­tigen Wohnquartier und kennen die Trends der Haupt­stadt bestens.

Immobi­li­en­ent­wicklung München

In München setzen wir auf nachhaltige Entwicklung in einem der begehr­testen Immobi­li­en­märkte Europas. Ob Neubau oder Bestand, unser Münchner Team weiß: Hier zählen Qualität und Zukunfts­si­cherheit – die Anfor­de­rungen an ESG sind besonders hoch.

Immobi­li­en­ent­wicklung Düsseldorf

Düsseldorf verbindet Wirtschafts­dy­namik mit erstklas­siger Lebens­qua­lität. Unsere Expert:innen vor Ort unter­stützen Sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Wohn- und Gewer­be­im­mo­bilien, immer mit Blick auf innovative Konzepte und regionale Beson­der­heiten.

Immobi­li­en­ent­wicklung Hamburg

Mit unserem Hamburger Büro gestalten wir die Immobi­li­en­ent­wicklung im Norden, von der HafenCity bis zu den kreativen Quartieren Altonas. Die Hanse­stadt steht für maritimes Flair und wirtschaft­liche Stärke, die perfekte Voraus­set­zungen für nachhaltige Projekte.

Kontakt­per­sonen für Deutschland und die Schweiz


Alle Wissens­ar­tikel von Wüest Partner

Immobi­li­en­be­wertung

  • Immobi­li­en­be­wertung: Alles, was Sie darüber wissen müssen. Lesen.
  • Immobi­li­enwert ermitteln: Methoden und Faktoren, die berück­sichtigt werden sollten. Lesen.
  • Immobi­li­en­be­wertung online: Schnell, einfach und präzise. Lesen.
  • Ertrags­wert­ver­fahren Immobilien: Berech­nungs­bei­spiel & Tipps. Lesen

Immobi­li­en­be­ratung

  • Die Vorteile und Heraus­for­de­rungen der Immobi­li­en­be­ratung. Lesen.
  • Die Vorteile einer Nachhal­tig­keits­be­ratung für Investor:innen und Eigentümer:innen. Lesen.

Immobi­li­en­ent­wicklung

  • Der Ursprung aller Immobilien: die Projekt­ent­wicklung. Lesen.
  • Stand­ort­ana­lysen sind wesent­liche Instru­mente für eine erfolg­reiche Immobi­li­en­in­ves­tition. Lesen.
  • Immobi­li­en­ent­wicklung in Deutschland: Trends, Prozesse & Perspek­tiven 2025. Lesen

Asset und Portfolio Management

  • Effek­tives Asset Portfolio Management – So optimieren Sie Ihre Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dungen. Lesen.
  • Vom Einzel­objekt zum Portfolio: Der erfolg­reiche Aufbau Ihres Immobi­li­en­port­folios. Lesen.
  • Mit einem erfolg­reichen Asset Management Ihre Immobi­li­en­ziele erreichen. Lesen.
  • Warum Immobi­li­en­in­vest­ments trotz steigender Preise eine gute Inves­ti­ti­ons­mög­lichkeit darstellen. Lesen.
  • Immobi­li­en­ma­nagement 2024: Trends, Heraus­for­de­rungen und effektive Strategien. Lesen.

Immobi­li­en­software

  • Die Vorteile einer Immobilien Software. Lesen.
  • Wie man die beste Property Management Software wählt. Lesen.
  • Immobi­li­en­be­wertung: die richtige Software macht es Ihnen einfach. Lesen.
  • Künst­liche Intel­ligenz in Immobilien: Was möglich ist und wo die Branche bremst. Lesen

Nachhal­tigkeit

  • Nachhal­tigkeit wird in der Immobi­li­en­wirt­schaft immer wichtiger. Lesen.
  • Was sind ESG-konforme Immobilien? Lesen.
  • Vorteile einer BREEAM-Zertifizierung bei Immobilien. Lesen.
  • Alles über Energie­aus­weise, die Identi­täts­pa­piere für Immobilien. Lesen.
  • Due Diligence: Sorgfältige Prüfung für Ihre Immobi­li­en­in­ves­ti­tionen. Lesen.
  • Energe­tisch sanieren: Alles, was Sie dazu wissen müssen. Lesen.
  • Energie­ef­fi­zi­enz­klassen für Häuser: Der ultimative Leitfaden. Lesen

Immobi­li­en­wirt­schaft

  • Chancen und Heraus­for­de­rungen der Immobi­li­en­wirt­schaft: Licht­blicke in Zeiten von Schatten. Lesen.
  • Stadt­ent­wicklung: So werden die Städte von morgen gestaltet. Lesen.
  • Was bietet der Immobi­li­en­markt in Deutschland? Lesen.