Zusammenfassung: Dieser Artikel ordnet das Immobilienmanagement 2026 ein: Er erklärt Grundlagen und Aufgaben, zeigt zentrale Trends und Herausforderungen und beschreibt, wie professionelles Immobilienmanagement Liegenschaften über ihren gesamten Lebenszyklus wirtschaftlich, nachhaltig und regelkonform steuert – von der Digitalisierung bis zur ESG-Transformation.
Immobilienmanagement 2026: Trends, Herausforderungen und effektive Strategien

Inhaltsverzeichnis
- Was versteht man unter Immobilienmanagement?
- Arten von Immobilienmanagement
- Welche Arten von Immobilien werden im Immobilienmanagement verwaltet?
- Immobilienmanagement: Die wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen
- Immobilienmanager:innen Ausbildung und Berufsbild
- Wie hat sich die Rolle des Immobilienmanagements im Laufe der Jahre verändert?
- Herausforderungen des Immobilienmanagements
- Was sind die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement?
Für 2026 mehren sich Anzeichen für eine mögliche Erholung des deutschen Immobilienmarktes, jedoch ohne flächendeckende Trendwende. Vielmehr werden Entwicklungen selektiv bleiben und stark von Faktoren wie Lage, Nutzung sowie der Qualität des Immobilienmanagements abhängen.
Gleichzeitig bringen gesetzliche Bestimmungen eine Reihe von Herausforderungen. In puncto Nachhaltigkeit müssen bis Ende 2026 Heiz- und Warmwasserzähler in Mehrfamilienhäusern fernablesbar sein, bis Juli neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden, allerdings nur in Ballungszentren. Bei den Mieten plant Bundesjustizministerin Stefanie Hubig Indexmieten auf 3,5 Prozent jährlich zu begrenzen, Kurzzeitmieten sollen stärker reguliert werden.
Welche weiteren Fakten, Trends und Herausforderungen Immobilien-Manager:innen 2026 beachten sollten, um die besten Strategien zu entwickeln, erklären wir in diesem Artikel. Zusätzlich zeigen wir die Grundsätze des Immobilienmanagements in einer Zeit, in der sich die Branche aufgrund der Digitalisierung und des Shifts zur Nachhaltigkeit grundlegend verändert.
Das klingt nach einem schwierigen Spagat, aber ob und wie er sich verwirklichen lässt, zeigen wir in diesem Artikel.
Was ist Immobilienmanagement?
Das Wort „Immobilie” lateinischer Herkunft bedeutet “unbeweglich”. Doch eigentlich erzeugen Immobilien jede Menge Bewegung: Ihre Herstellung mobilisiert Menschen, Material und Kapital. Wenn sie einmal stehen, sind sie Orte des Lebens, der Arbeit und der Wertschöpfung. Damit das so bleibt und Nutzer:innen und Eigentümer:innen das Meiste aus ihren Gebäuden herausholen, gibt es das Immobilienmanagement.
Obwohl es nur fünf Prozent der 800 Milliarden Euro schweren Immobilienwirtschaft ausmacht, wird Immobilienmanagement als der Kern der Branche wahrgenommen. Was das bedeutet und welche Tätigkeiten es umfasst, erklären wir in diesem Artikel.
Definition des Immobilienmanagement
Üblicherweise bezeichnet das Wort das Bewirtschaften, Instandhalten und Renovieren von Objekten. Das sind zwar Kernaufgaben des Immobilienmanagements, doch der Begriff deckt eigentlich den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie ab. Von der Projektentwicklung, inklusive Standortauswahl, über den Bau und die erwähnte Nutzung bis hin zur Verwertung. Das Ziel jeder dieser Phasen: Die optimale und nachhaltige Nutzung des eingesetzten Kapitals.

Die Projektentwicklung
In dieser Phase entstehen Immobilien, allerdings erst auf dem Papier. Die Ziele des Bauvorhabens werden mit den Möglichkeiten in Einklang gebracht und mit den Bedürfnissen aller Parteien abgestimmt. Von der Wahl des Standortes über die Planung und Finanzierung, hier wird das gesamte Bauvorhaben bis ins letzte Detail ausgearbeitet.
Der Bau
Hier werden die Pläne verwirklicht: Das Projekt wird ausgerollt und jeder Schritt geprüft, von der Einhaltung des Kosten- und Zeitplans bis zur Abnahme durch die verschiedenen Stellen und Inbetriebnahme der Immobilie. Je nach Projekt handelt es sich um einen Neubau, um einen Umbau oder um einen Rückbau.
Die Nutzung
Das Gebäude steht, jetzt geht es in die Nutzung über. Die Nutzung umfasst die Kernaufgaben des Immobilienmanagements, also Vermittlung, Vermietung, Bewirtschaftung und Instandhaltung. All diese Tätigkeiten bewirken, dass aus der Immobilie Wert geschöpft wird. Durch die immer strengeren Anforderungen der Nachhaltigkeit wächst die Komplexität dieses Bereichs.
Die Verwertung
Das Gebäude wird nicht mehr genutzt, in dieser Phase wird überlegt, was damit geschehen kann. Entweder ein Verkauf, wobei dann die Verwaltung den neuen Halter:innen zufällt. Oder eine Umnutzung, ein klassisches Beispiel ist das Umwandeln einer Fabrik oder einer Schule in Wohnungen. In diesem Fall geht es zurück zu Schritt eins: die Projektplanung.
Die Phasen des Immobilienmanagements sind fließend
Die Grafik ist eine Schematisierung, die den gesamten Zyklus des Immobilienmanagements zusammenfasst. Die Phasen sind nicht zwingend chronologisch, denn sie können parallel stattfinden: Eine energetische Sanierung oder die Erweiterung einer bestehenden Wohnanlage ist ein Projekt für sich, das mit einer Projektentwicklung beginnt. Auch können einige Tätigkeiten wie eine Carbon Due Diligence, eine Finanzierungsberatung oder Immobilien-Bewertungen in unterschiedlichen Phasen durchgeführt werden.
Die steigenden Anforderungen in Sachen Energieeffizienz und CO2-Ausstoß erhöhen die Herausforderungen der Manager:innen. Um die Klimaneutralität der Branche bis 2045 zu erreichen, sind energetische Sanierungen notwendig. Einen CO2-Absenkpfad zu ermitteln, der nicht nur Kosten verursacht, sondern auch Ertrag und Wert eines Objekts verbessert, bedarf einer spezifischen Expertise. Eine Beratungsfirma, die Tausende solcher Projekte schon begleitet hat, kann hier Abhilfe leisten.
Unterschied zwischen Immobilienmanagement und Immobilienwirtschaft
Das Management von Immobilien begrenzt sich auf eine gewisse Anzahl von Objekten, je nach Größe des Portfolios, während die Immobilienwirtschaft die gesamte Branche bezeichnet. In der weiteren Definition der Immobilienwirtschaft zählt das Bauen und alle verbundenen Tätigkeiten dazu. Im engeren Sinn bezeichnet es nur die Vermittlung, Verwaltung, den Handel und die Vermietung von Immobilien. Zwischen Immobilienwirtschaft und ‑management besteht natürlich eine enge Verflechtung. Auch wenn Immobilien grundsätzlich krisenresistent gelten, so ist jedes Immobilienmanagement stark abhängig von der Großwetterlage des Immobilienmarktes. Siehe dazu den Abschnitt »Herausforderungen des Immobilienmanagements«.

Arten von Immobilienmanagement
Am Umsatz und der Anzahl der Beschäftigten gemessen stellt das Immobilienmanagement nur rund fünf Prozent der gesamten Immobilienwirtschaft dar. Dennoch wird es als das Kerngeschäft der Branche wahrgenommen, was an der Natur der Tätigkeit liegt: Sie ist kontinuierlich. Bauprojekte oder Transaktionen sind zeitlich begrenzt, die Bewirtschaftung von Immobilien ist dauerhaft. Daher ist das Immobilienmanagement die sichtbarste Tätigkeit und die mit der höchsten Kontaktdichte der Immobilienbranche.

Grafik: Wüest Partner 2025
Ziel des Immobilienmanagements ist es, das eingesetzte Kapital optimal und nachhaltig zu nutzen. Das geschieht in vier Bereichen: im Investment‑, Portfolio‑, Asset-und Property-Management. Sie entsprechen den verschiedenen Phasen der Kapitalnutzung und unterscheiden sich zusätzlich durch die Höhe der Entscheidungsebenen und die Menge des einsetzbaren Kapitals. Je höher die Ebene, desto strategischer ist das Immobilienmanagement. Umgekehrt, je tiefer die Ebene, desto operativer sind die Tätigkeiten. Alle Ebenen sind eng miteinander verbunden, gemeinsam bedingen sie den Erfolg einer Investition.
Investment Management
Wie viel Kapital in welche Anlage investiert wird, entscheidet sich auf der Ebene des Investment-Managements. In einer finanzialisierten Immobilienwirtschaft lassen sich nicht nur Gebäude kaufen, sondern auch Immobilienfonds, ‑Aktien und ‑Anleihen. Ob eine mögliche Investition auch getätigt wird, hängt von den jeweiligen Vorstellungen ab, der Rendite-Erwartung und Risiko-Bereitschaft. Diese beeinflussen die Relevanz und Gewichtung einer Reihe von Kriterien, die letzten Instanzen einer Investitionsentscheidung. Die wichtigsten darunter sind die Investitionskosten, der Kapitaleinsatz, die Risikostreuung und die Kapitalbindung.
? Lesen Sie mehr in unserem Artikel zum Thema Immobilieninvestment
Portfolio Management
Mit einer Investition in Gebäude, nicht in Finanzprodukte, wird die Ebene des Portfolio Managements erreicht. Aus Investor:innen sind Eigentümer:innen geworden. Jetzt gilt es, das Immobilien-Portfolio strategisch zu verwalten und zu optimieren, mit dem Ziel, die Rendite zu maximieren und das Risiko zu minimieren. Es umfasst die Analyse, Planung und Umsetzung von Investitionsentscheidungen, die auf umfassenden Daten und Marktanalysen basieren. Typische Entscheidungen sind: Wann und in welchem Umfang soll ein Portfolio modernisiert werden? Welche Qualität soll die Instandhaltung haben? Sollen Objekte veräußert werden?
Asset Management
Konzentriert sich die vorherige Ebene auf die finanzielle Strategie eines Portfolios, so steuert die Ebene des Asset Managements die Bewirtschaftung der Immobilien. Bei größeren Portfolien ist das Management nach Asset-Klassen aufgeteilt, wie Gewerbe, Wohnen oder Logistik. Diese Ebene wird die Entscheidungen des Portfolio-Managements umsetzen. Wurde eine energetische Sanierung oder eine Aufwertung beschlossen, leitet es die Arbeiten in die Wege. Im Gegenzug verwaltet es alle finanzielle Angelegenheiten der Objekte und berichtet diese dem Portfolio-Management. Das Asset Management ist auch in die operative Verwaltung einzelner Immobilien involviert und hat die Aufsicht über das Property Management, siehe den folgenden Abschnitt.
Property Management
Hiermit ist die unterste Ebene des Immobilienmanagements erreicht, hier geht es um die alltäglichen Tätigkeiten der Bewirtschaftung von Gebäuden: Vermietung, Reinigung, Instandhaltung, Monitoring des Energieverbrauchs und Reparaturen. Diese Arbeiten führt sie nicht selbst aus, sondern entscheidet über die Dienstleister:innen und überwacht diese. Den Kontakt zu den Nutzer:innen der Immobilien liegt hingegen in ihrer direkten Verantwortung. Wenn über größere Arbeiten von höheren Ebenen entschieden wurden, fällt dem Property Management die Aufgabe der operativen Umsetzung zu. Um den Unterschied zwischen Asset und Property Management besser zu verstehen, verweisen wir auf diesen Artikel.
👉 Erfahren Sie, wie sich mit digitalen Tools von Wüest Partner alle Bereiche des Immobilienmanagements effizienter gestalten lassen
Immobilienmanagement in der Praxis: Energieverbrauch optimal senken
Eine Eigentümerin wollte den Energieverbrauch ihrer Anlage senken. Sie legte ein Budget dafür fest und wies das Portfolio-Management an, eine geeignete Immobilie zu finden. Diese trafen eine Auswahl nach Alter und Rendite. Je nach Mandat der Eigentümerin hätte das Portfolio-Management diese Entscheidung auch selbst treffen können.
Als ein Objekt ausgesucht war, fiel dem Asset Management die Aufgabe zu, mehrere energetische Sanierung-Szenarien durchzuspielen: Fassadendämmung, Modernisierung der Fenster oder Bewegungsmelder in Treppen und Fluren. Die Kosten-Nutzen Analyse von Maßnahmen ist eine typische Aufgabe des Asset Managements.
Das Budget ließ keine Dämmung zu. Neue Fenster kosteten 90.000 Euro und senkten den Energieverbrauch um 6.500 kWh pro Jahr. Die Option Präsenzmelder in Gemeinschaftsflächen brachte eine Überraschung: Sie kosteten nur 7.500 Euro, senkten aber den Energieverbrauch um 14.000 kWh jährlich.
Jetzt war das Property Management am Zug: Es erhielt den Auftrag, die Präsenzmelder einzubauen. Dafür legte es einen Zeitraum fest, suchte Dienstleister:innen aus, informierte die Mieter:innen über die anstehenden Arbeiten und prüfte die Qualität der Ausführung. Es berichtete den Vollzug an das Asset Management.
Fazit: Dank eines guten Immobilienmanagements sah die Eigentümerin ihr Ziel verwirklicht – für viel weniger Geld als ursprünglich angenommen. Und sie hatte einen Erkenntnisgewinn obendrauf: Sie wusste gar nicht, dass sie Geld nicht aus dem Fenster, sondern aus dem Treppenhaus warf.
? Sie suchen Strategien zur energetischen Sanierung? Wüest Partner kann dabei helfen.
Welche Arten von Immobilien werden im Immobilienmanagement verwaltet?
Jeder Teilbereich des Immobiliensektors hat unterschiedliche Anforderungen, ein professionelles Immobilienmanagement trägt dem natürlich Rechnung. Wohnimmobilien werden anders verwaltet als Gewerbe- oder Industrie-Objekte, genau wie hochspezialisierte Objekte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung oder Forschung.

Laut Gebäudereport 2023 der Deutschen Energie-Agentur (dena) hat Deutschland rund 21 Millionen Immobilien, wovon 19,4 Millionen Wohngebäude sind. Zwei Drittel davon sind Einfamilienhäuser (12,9 Millionen), der Rest besteht zu gleichen Teilen aus Zwei- oder Mehrfamilienhäusern mit jeweils 3,2 Millionen Gebäuden. Die restlichen 2 Millionen bestehen aus Nichtwohngebäuden, die vom Gebäude-Energiegesetz (GEG) betroffen sind. Ausgeschlossen sind nicht beheizte Immobilien.

Nach dena-Zahlen sind ca. 8 Millionen Gebäude Kandidaten für eine Verwaltung durch Immobilien-Manager:innen, da die Annahme erlaubt ist, dass Einfamilienhäuser in der Regel von Eigentümer:innen selbst verwaltet werden. Obwohl es nur 3,2 Millionen Mehrfamilienhäuser (MFH) gibt, befinden sich in diesen etwas mehr als die Hälfte der 43 Millionen Wohnungen Deutschlands: knapp 22,4 Millionen. Dieser Bereich stellt den Großteil des Marktes für Immobilien-Manager:innen dar.
Hier ein kurzer Überblick der vier Hauptbereiche des Immobilienmanagements und deren besondere Anforderungen:
Wohnimmobilien
Dazu zählen Ein- und Zweifamilienhäuser und wie bereits erwähnt werden Wohnungen in Mehrfamilienhäusern meist von Immobilien-Manager:innen verwaltet. Weitere Immobilienarten dieser Kategorie sind Studenten- und andere Heime sowie Wohnraum für Senior:innen jeglicher Art.
Aufteilung des Wohngebäudebestands in Deutschland
Grafik: Anzahl und Art der Wohngebäude in Deutschland, Stand 2025

Quellen: Gebäudereport 2025, dena und Zensus 2024
Laut Gebäudereport 2025 der Deutschen Energie-Agentur (dena) zählt Deutschland rund 20 Millionen Wohnimmobilien, wovon 19,4 Millionen Wohngebäude sind. Zwei Drittel davon sind Einfamilienhäuser (13,2 Millionen), ein Sechstel Zweifamilienhäuser (2,7 Millionen) und ein Fünftel Mehrfamilienhäuser mit drei und mehr Wohnungen (3,9 Millionen). Die restlichen 0,5 Millionen Gebäude sind Nichtwohngebäude mit Wohnraum, die vom Gebäude-Energiegesetz (GEG) betroffen sind.
Grafik: Anzahl und Verteilung der Wohneinheiten in Deutschland, 2025

Quellen: Gebäudereport 2025, dena und Zensus 2024
Von den 43 Millionen Wohnungen in Deutschland befinden sich fast 24 Millionen in Mehrfamilienhäusern: das sind 42 Prozent aller Wohnungen. Die meisten davon, 9,5 Millionen, befinden sich in Gebäuden mit drei bis sechs Wohnungen. Weitere 8,4 Millionen sind in Mehrfamilienhäusern mit sieben bis 12 Wohnungen. Die größeren Anlagen mit über 12 Wohnungen kommen auf 5,7 Millionen Wohnungen. Anders gesagt, der Großteil der deutschen Bevölkerung lebt in Mehrfamilienhäusern, welche den Großteil des Marktes für Immobilien-Manager:innen darstellen.
Wohnimmobilien als Kernmarkt für professionelles Immobilienmanagement
2024 betrug das Transaktionsvolumen mit Wohnimmobilien in Deutschland 8,7 Mrd. Euro, jedoch nur für Objekte ab 50 Einheiten, während der Umsatz mit der Vermietung von Wohnraum 2025 voraussichtlich bei 221 Mrd. Euro liegen wird. Aufgrund des starken Wohnungsmangels stiegen die Mieten kontinuierlich, trotz eines insgesamt schwierigen Marktes. Laut Immobilienmarktdaten von Wüest Partner (Q4 2025) entwickelten sich die Angebotsmieten dabei regional unterschiedlich: Während sie in Deutschlands Großstädten im Vorjahr weitgehend stagnierten, verzeichneten Mittel- und Grundzentren sowie kleinere Gemeinden deutliche Zuwächse.
Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) hat die Wohnungsknappheit inzwischen die Mittelschicht erreicht, ein Drittel der Mieter:innen (ca. 13 Millionen) hat Angst, sich ihre Wohnung in Zukunft nicht mehr leisten zu können. Das ifo-Institut verortete in den hohen Mieten der Ballungszentren eine Gefahr für die Wirtschaftskraft der Städte, siehe dazu deren Studie Wohnungsmieten werden zum Wachstumshindernis. In Anbetracht des derzeitigen Mietanstiegs ist diese Sorge durchaus berechtigt.
Des einen Leid ist des anderen Freud: für die Immobilienwirtschaft bedeutet das im Umkehrschluss sehr niedrige Leerstandsquoten bei Wohnimmobilien – auf absehbare Zeit. Denn bei der geringen Bautätigkeit wird der vom BBSR geschätzte Bedarf von 320.000 neuen Wohnungen pro Jahr ganz sicher nicht gedeckt werden. Immobilienmanager:innen können sich dennoch nicht zurücklehnen, da sie die meisten der Gebäude den Nachhaltigkeits-Bestimmungen anpassen müssen. Gerade in herausfordernden Zeiten ist Qualität und Kompetenz bei der Verwaltung von Liegenschaften wichtiger denn je.
Gewerbeimmobilien
Umfasst unterschiedliche Bereiche wie Handel, Gastronomie, Gastgewerbe, Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Freizeitimmobilien wie Kinos, Veranstaltungsorte, Sportgebäude und zum Teil auch Mischformen wie Tankstellen oder KFZ-Werkstätten. Sie sind auf Publikumsverkehr ausgelegt und unterliegen daher strengen Sicherheitsbestimmungen. Das Transaktionsvolumen liegt jährlich bei knapp 60 Milliarden Euro. Hier liegen die Erträge weit höher als bei Wohngebäuden, dafür ist die Fluktuation auch viel höher und ein Einbruch der Einnahmen wahrscheinlicher. Allein der Wegfall von Großmieter:innen kann Einkünfte erheblich schmälern: Dadurch ist die Sicherung der Vermietung und der Erhalt oder die Steigerung der Attraktivität der Objekte die Kernaufgabe des Immobilienmanagements.
Industrie-Immobilien
Sie stellen den größten Anteil der Nichtwohngebäude (ca. 650.000 Einheiten) und umfassen Produktionsstandorte wie Fabriken oder Kraftwerke, aber auch Lager- und Logistikstandorte. Wegen des rasant steigenden Online-Handels wächst der letzte Teilbereich am stärksten. Hier ist die Aufgabe des Immobilienmanagements ähnlich wie die der Gewerbeimmobilien.
Sonstige Immobilien: 12 Mrd. Euro für Datenzentren in 2025
Hierzu gehören Bauten aus den folgenden Bereichen:
- Bildung: Kita, Schulen, Universitäten oder Forschungseinrichtungen
- Gesundheit und Pflege: Krankenhäuser, Pflegeheime und Rehabilitationszentren
- Verkehr: Bahnhöfe, Häfen und Flughäfen
- Kultur, Freizeit und Sport: Theater, Museen, Sporthallen, Bäder und Kinos
Aufgrund der intensiven Nutzung dieser Gebäude steht hier die Instandhaltung an oberster Stelle. Eine Ausnahme und vielversprechender Trend hierbei: Der Trend zur künstlichen Intelligenz hat einen ganz authentischen Boom bei Rechenzentren ausgelöst, der auch Deutschland betrifft. Allein 2025 wurden 12 Mrd. Euro in Datenzentren investiert, und das Volumen wird weiter steigen, da bis 2030 die Kapazitäten um 70 Prozent erhöht werden sollen laut des Branchenverbandes Bitkom.
Die Aufgaben des Immobilienmanagements
Insgesamt betrachtet ist das Immobilienmanagement ein Werkzeug, um die Ziele der Eigentümer:innen zu erreichen. Ob Erhöhung der Rendite, Wertsteigerung des Portfolios, oder das Umsetzen von Nachhaltigkeitsmaßnahmen: Je höher die Qualität des Immobilienmanagements, desto größer die Spielräume, um die Ziele zu erreichen. Für ein besseres Verständnis lassen sich vier Bereiche des Immobilienmanagements herausarbeiten.
Immobilienmanagement besteht aus vier Bereichen
Nachstehend skizzieren wir vier Teilbereiche des Immobilienmanagements, deren Grenzen fließend sind. Diese werden je nach Eigentümer:innen oder Verwalter:innen unterschiedlich gesetzt.

Kaufmännisches Immobilien-Management oder Property-Management
Umfasst alle finanziellen Aspekte wie Buchhaltung, Kontoführung, Betriebskostenabrechnung, Vertragsmanagement, Reporting und Controlling sowie Kosten- oder Budgetplanung. Diese beeinflussen die Entwicklungsmöglichkeiten der Immobilie oder in welchem Umfang und Tempo Sanierungen, Aufwertungen oder Zukäufe machbar sind. Die in Zusammenarbeit mit dem Facility-Management hier generierten Kennzahlen sind ein wichtiger Faktor für den Zugang zu Finanzierungen. Das Property-Management entscheidet auch über die ausführenden Firmen und den Umfang der Dienstleistungen des Facility-Managements.
Technisches Immobilien-Management oder Facility-Management
Bezeichnet die bauliche Verwaltung der Immobilie durch Pflege der Innen- und Außenbereiche, Wartungen der technischen Anlagen, Reparaturen und Instandhaltungen. Dazu gehört auch, die Anliegen der Nutzer:innen zu bearbeiten sowie die des Umfelds. Größere Aufgaben wie Sanierungen und insbesondere energetische Verbesserungen liegen in der Verantwortung des technischen Managements, allerdings werden sie im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem kaufmännischen Management durchgeführt.
Infrastrukturelles Management
Beschreibt alle für den laufenden Betrieb einer Immobilie und des Managements notwendigen Aspekte. Es beginnt bei Dienstleistungen für Bürotätigkeiten und reicht von logistischen Aufgaben bis hin zur Versorgung mit Energieträgern oder Wasser. Dieser Bereich greift tief in die zwei vorhergehenden Bereiche ein, da das Property-Management die Verträge mit Versorger:innen abschließen und das Facility-Management für die Durchführung dieser sorgen wird.
Datenmanagement
Heute wird die Schlacht am Computer entschieden, deswegen misst ein modernes Immobilienmanagement der Datenverwaltung einen hohen Stellenwert zu. Zum einen ist die Menge an verfügbaren Daten manuell schnell nicht mehr überblickbar, besonders im Fall von größeren Beständen. Zum anderen liegen in den Daten Synergie- und Einsparungspotenziale verborgen, die wesentlich leichter mit IT-Lösungen identifizierbar sind.
Prop Tech beeinflusst die Qualität des Immobilienmanagements
Vereinfacht gesagt: Die Qualität des Immobilienmanagements hängt heute auch stark von den genutzten Software-Lösungen ab, das sogenannte PropTech. Ein gutes Beispiel hierfür sind die digitalen Immobilien-Lösungen von Wüest Partner. Diese reichen von einer Stand-alone-Lösung wie Wüest Refurb, zum Ermitteln von CO₂-Ausstoß und ‑Absenkpfaden, bis hin zu einer modularen Real Estate Management Plattform wie Wüest Dimensions.
Dabei besteht Wüest Dimensions aus aufeinander aufbauenden Modulen, die alle Teilbereiche der Immobilienwirtschaft abdecken – von der Verwaltung von Portfolios über Sustainability Management bis zu Projektentwicklungen sowie aktuellen Markt- und Standortdaten. In Zeiten des Klimawandels bietet die Immobilienberatung auch Photovoltaik-Potenzialrechner und eine Naturgefahren-Analyse. Die Plattform hilft Immobilienmanager:innen die Arbeitseffizienz erheblich zu steigern und ermöglicht darüber hinaus auch die Simulation verschiedener Szenarien, sei es für die Belegung, Mieterstruktur oder energetische Sanierungen. Dadurch lassen sich die Maßnahmen mit dem besten Verhältnis zwischen Kosten und Wirkung wählen.
👉 Erfahren Sie, wie digitale Tools die Aufgaben des Immobilienmanagements erfolgreich unterstützen
Immobilienmanager:innen – Ausbildung und Berufsbild
Wer in der Immobilienbranche erfolgreich arbeiten will, ist gut beraten, sich als Immobilienmanager:in ausbilden zu lassen. Denn die Branche verändert sich kontinuierlich, seit 2018 ist die Berufszulassung gesetzlich reguliert und Mitarbeitende übernehmen immer häufiger Managementaufgaben. Durch Weiterbildungen oder Fachmodule von Studiengängen lassen sich die nötigen Kompetenzen dafür aneignen.
Zudem stellt das beim Immobilienmanagement nötige Wissen eine hervorragende Basis für Spezialisierungen dar. Mit aufbauenden Weiterbildungen sind Fachtätigkeiten wie Projektentwicklung, Finanzierung, Investments und Nachhaltigkeitsberatung in Reichweite. Es ist ein solides Sprungbrett für eine Karriere in der Immobilienbranche.
Was machen Immobilienmanager:innen?
In aller Kürze: Sie organisieren die Prozesse der Immobilienverwaltung. Von der operativen Bewirtschaftung von Gebäuden im Property Management wie Vermietung, Instandhaltung und Kommunikation mit Mieter:innen, bis zu komplexeren Aufgaben des Asset- und Portfolio-Managements. Dafür sind Kenntnisse des Vertrags‑, Miet- und Grundstücksrecht notwendig sowie Kompetenzen in Immobilienökonomie, Standort- und Marktanalyse.
Wie wird man Immobilienmanager:in?
Der Weg zum Immobilienmanagement führt entweder über ein Studium von BWL, Immobilienwirtschaft oder einem verwandten Fach auf Bachelor-Niveau, gefolgt von einer Vertiefung im Bereich Immobilien in Form eines Masters. Auch Weiterbildungen sind möglich, wenn Arbeitserfahrungen im Immobilienbereich vorhanden sind.
Studium der Immobilienwirtschaft
Bis auf die Universität Regensburg sind die meisten Ausbildungsorte Fachhochschulen oder Duale Hochschulen. Alle Institute bieten als Abschluss einen Bachelor der Immobilienwirtschaft an, eine Handvoll zusätzlich ein Master-Studium. Das sind die schon erwähnte Universität Regensburg, die Fresenius-Hochschulen und die Hochschule für angewandtes Management in der Oberpfalz. Hier ist ein Überblick aller Institute.
Weiterbildungen Immobilienmanagement
Weiterbildungen dauern in der Regel vier bis zwölf Monate und sind berufsbegleitend oder in Vollzeit machbar. Die IU Akademie bietet eine Online-Weiterbildung sowie die Deutsche Akademie für Management. Hier ist eine Übersicht aller 281 Lehrgänge.
Wer nur einen schnelleren Einblick in den Bereich gewinnen möchte, kann auch Seminare besuchen. Hier bietet Wüest Partner in regelmäßigen Abständen Fach- und Firmenkurse, die von erfahrenen Immobilien-Manager:innen geführt werden. Die Haufe-Akademie macht dies ebenfalls, die Workshops dauern meist zwei Tage.
? Halten Sie sich auf dem Laufenden über Seminare und Events zur Immobilienbranche mit dem Newsletter von Wüest Partner
Wo können Immobilienmanager:innen arbeiten?
Besonders gefragt sind Immobilienmanager:innen bei Bauträgern und Immobilien-Unternehmen, Beratungs- und Maklerfirmen sowie Hausverwaltungen oder Liegenschaftsbetrieben. Doch auch Banken, Fondsgesellschaften oder Wohnungsbaugenossenschaften suchen Immobilienmanager:innen.
? Offene Stellen im Immobilienmanagement bei Wüest Partner können Sie jederzeit hier abrufen
Wie hat sich die Rolle des Immobilienmanagements im Laufe der Jahre verändert?

Nach dem 1. und 2. Weltkrieg entstanden groß angelegte Wohnbauprogramme, um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken. Diese wurden meist von öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften realisiert. Ab den 70er Jahren griff der Staat für seine Wohnpolitik mehr und mehr auf private Geldgeber:innen zurück. Mit dem Trend zur Privatisierung fielen ab den 90er Jahren vermehrt kommunale Bestände in die Hände von privaten Akteur:innen, die zu Wohnungskonzernen wie Vonovia führten. Parallel dazu entwickelten sich besonders im angelsächsischen Raum große private Immobilienverwalter:innen.
Dieser Trend zur Konzentration des Eigentums führte zu neuen Anforderungen an das Immobilienmanagement. Eigentümer:innen einer Handvoll Wohnungen oder Häuser können selbst verwalten, wer jedoch mehrere tausend oder zehntausend Einheiten besitzt, kann das nicht mehr. Mit dem steigenden Anteil an privaten Akteur:innen verändert sich auch der Blick auf Immobilien: Öffentliche Akteur:innen werden den Fokus auf die Bereitstellung von Wohn- oder Gewerberaum legen, private zusätzlich auf das Optimieren von Gewinnen. Verständlicherweise, denn schließlich ist der Zugang zu Finanzmitteln mit der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Immobilienprojekte verbunden. Öffentliche Akteur:innen können hingegen öffentliche Gelder verwenden, bei denen ein ROI weniger im Vordergrund steht.
Immobilienmanagement in den 70er und 80er Jahren
Die steigenden Anforderungen an das Immobilienmanagement erweiterten zwangsläufig die Bandbreite der Kompetenzen. Dadurch professionalisierte sich zuerst innerhalb von Immobilienfirmen die Verwaltung. Ab den 70er und 80er Jahren kamen Dienstleister:innen auf, die Immobilienmanagement als Service anboten. Dies war besonders für Investor:innen interessant, die so Immobilien erwerben konnten, ohne zwangsläufig über die notwendigen Kompetenzen für deren Verwaltung zu verfügen.
Solche Akteur:innen betrachten Immobilieninvestitionen aus finanzieller Sicht, somit ist die Verwaltung selbst ein Nebenprodukt. Die Zusammenarbeit mit Management-Dienstleister:innen bietet weitere Vorteile: Der Erfolg der Verwaltung obliegt den Dienstleister:innen, bei mangelhaften Ergebnissen können sie ersetzt werden. Zusätzlich sind sie beim Weiterverkauf eine neutralere Instanz als die Eigentümer:innen selbst, was je nach Renommée der Dienstleister:innen für Käufer:innen vertrauensbildend wirkt.
Immobilienmanagement im neuen Jahrtausend
Mit dem Einzug des Nachhaltigkeitsgedanken Anfang der 2000er Jahre erweiterte sich das Kompetenzspektrum von Immobilien-Manager:innen erneut. Als 20 Jahre später nachhaltige Immobilien verpflichtend wurden, erhielt das Immobilienmanagement eine neue Rolle. Denn externe Management-Firmen sind in der Lage, Eigentümer:innen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen mit ihrer langjährigen Expertise und umfangreichen Erfahrungen zu begleiten.
Das Ziel klimaneutraler Immobilien bis 2050 ist auf unzähligen Wegen erreichbar, die Orientierung einer Beratungsfirma hat dadurch einen hohen Wert. Allein weil sie eine Vielzahl solcher Vorhaben begleitet, verfügt sie oft über eine ganz andere Expertise als Immobilieneigentümer:innen, die oft diesen Weg aus rechtlichen Gründen zum ersten Mal einschlagen.
Die Herausforderung der Nachhaltigkeit mag Eigentümer:innen Sorge bereiten, doch mit entsprechender Fachkompetenz lässt sich diese Wende gewinnbringend meistern. Wie genau, zeigt z.B. die drei Gewinner-Studie von Wüest Partner, bei der die Nachhaltigkeitsanforderungen von 12 Gebäuden unterschiedlich umgesetzt wurden. Das Ergebnis: Eigentümer:innen, Nutzer:innen und die Umwelt profitierten alle von der Transformation.
Besonders wichtig für Immobilienmanager:innen: Nachhaltigkeit wirkt sich dabei auch auf Immobilienpreise positiv aus – und zwar im Median um 4,7 Prozent laut Wüest Partners empirische Studie zur Beziehung zwischen CO2-Ausstoß und Marktwert (2025). Dafür wurden Hunderte von Transaktionen von Mehrfamilienhäusern über mehrere Jahre beobachtet und Preisabschläge für energetisch weniger effiziente Immobilien präzise festgestellt. In der nachstehenden Grafik wird der Effekt der Energieeffizienzklassen auf die Quadratmeterpreise dargestellt.
Grafik: Energieeffizienzklassen und Immobilienpreise, 2025

Quelle: Empirische Studie zur Beziehung zwischen CO2-Ausstoß und Marktwert (Wüest Partner, 2025)
👉 Erfahren Sie, wie ein professionelles Immobilien-Management Akteur:innen der Branche helfen kann.
Historischer Rückblick Immobilienwirtschaft
Die Immobilienwirtschaft entwickelte sich im 19. Jahrhundert als Folge der industriellen Revolution. Damals setzte der Trend zur Urbanisierung ein, Arbeiter:innen strömten in Städte und brauchten leistbaren Wohnraum. Um 1820 wohnten noch 90 % der Bevölkerung am Land, 2015 lebten 75 % der Deutschen in Städten und deren Ballungszentren. Weltweit waren es 54 %, laut Prognosen sollen bis 2050 fast zwei Drittel der Menschen in Städten wohnen.

Herausforderungen des Immobilienmanagements
Auch die Welt der Immobilien verändert sich rasant, wodurch die Branche mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert ist. Wir listen vier davon auf, die vordergründig Immobilienmanager:innen betreffen. Die Lage des Immobilienmarkts 2026, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Profitabilität.
Lage am Immobilienmarkt 2026
Auf dem Immobilienmarkt sah es in den vergangenen Jahren nicht gut aus, auch wenn sich aktuell die Situation bessert. Beim Bauvolumen verlangsamt sich der Rückgang, die Immobilientransaktionen wachsen seit 2024 wieder, allerdings ist das Niveau von vor 2022 noch lange nicht erreicht.
- Das Bauvolumen wird 2025 “nur” um rund ein Prozent sinken laut BBSR, während es 2024 nominal 554 Mrd. Euro darstellte, ein Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Damals lag das Volumen noch bei 565,3 Mrd. Euro.
- Die Baugenehmigungen sanken 2024 auf 55.000, während 2021 es 129.000 waren. Ein Minus von 57 Prozent in vier Jahren stellt einen regelrechten Absturz dar.
- Die Immobilientransaktionen stiegen 2024 um 15 Prozent im Wert an – über alle Nutzungsarten hinweg – und erreichten 247 Mrd. Euro. Allerdings hatten sie 2023 mit 213 Mrd. Euro ein 10-Jahrestief erlebt – im Vergleich zu 2022 schrumpften sie um knapp 30 Prozent.

Quelle: Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und Wüest Partner
Diese Stabilisierung setzte sich 2025 fort, betraf aber in beiden Bereichen den Wohnungsmarkt, während Wirtschaftsimmobilien insgesamt weiterhin unter Druck blieben. Insbesondere Baugrundstücke für Gewerbeimmobilien und Büroimmobilien erreichten ebenfalls mehrjährige Tiefs.
- Büroimmobilien erleben seit 2021 einen massiven Umsatzrückgang: lag das Transaktionsvolumen damals bei knapp 25 Mrd. Euro, so fiel es auf 9,2 Mrd. Euro in 2024. Dieser Einbruch von 63 Prozent betraf weniger die Zahl der Transaktionen, sie sanken von 3.800 auf 3.000, sondern die Preise. Diese halbierten sich im besagten Zeitraum, wie der Gutachterausschuss im Dezember 2025 mitteilte.
- Baugrundstücke für Gewerbeimmobilien sanken mit einem Umsatzvolumen von 2,9 Mrd. Euro in 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2014: in diesem Jahr belief sich der Umsatz auf 4,5 Mrd. Euro.
- Bei Wirtschaftsimmobilien insgesamt sanken zwischen 2014 und 2024 die Menge an Transaktionen um 32 Prozent, der Umsatz um 26 Prozent.
Nachhaltigkeit
Mit dem ehrgeizigen Ziel, die deutsche Immobilienbranche bis 2045 CO2-neutral zu machen, müssen rund 90 Prozent der Gebäude energetisch saniert werden. Das verlangt Spezialkenntnisse, über die nicht jede:r im Immobilienmanagement verfügt. Hinzu kommen immer wieder neue ESG und Nachhaltigkeit-Regulierungen, welche die Immobilienwirtschaft betreffen und Immobilienmanager:innen deren Einhaltung gewährleisten müssen.
Eines der jüngsten Bestimmungen ist besonders interessant für Halter:innen größerer Bestände und Immobilienfonds. Das Ende 2025 verabschiedete Standortförderungsgesetz (StoFöG) soll den Finanzstandort Deutschland attraktiver machen und privates Kapital mobilisieren, um Investitionen in Start-ups und erneuerbare Energien zu beschleunigen. Dank Abbau bürokratischer Hürden können erneuerbare Projekte leichter in einer Firma gebündelt werden, über mehrere Technologien und Bundesländer hinweg.
PV-Anlagen auf Dächern 2026: Steiern Cash-Flow und ESG-Konformität
Das Potenzial für Immobilien-Akteur:innen hat Wüest Partner in seiner Studie Renewables Report Deutschland 2025 analysiert. Institutionelle Investor:innen können bis zu 15 Prozent ihres Vermögens in erneuerbare Projekte investieren und Speicherlösungen oder Ladepunkte kaufen. Besonders PV-Anlagen auf Immobilien sind attraktiv: Sie können bei Direktverbrauch den Cashflow steigern, sind ESG-konform, da sie den CO2-Ausstoß senken und Mieterbindung erhöhen.
Allein auf den Dächern deutscher Industrie- und Logistikgebäuden befinden sich 360 Millionen Quadratmeter brach liegender Flächen, auf denen sich potenziell 36 Gigawatt Leistung erzeugen ließen. Allerdings müssten dazu auch Speicherlösungen gehören, um negativen Strompreisen auszuweichen. Dank des neuen Gesetzes lassen sich PV-Anlagen mit Speicherlösungen verbinden. Die Studie liefert auch Insights von führenden Investor:innen und Betreiber:innen von PV-Anlagen.
GRAFIK ALS DATAWRAPPER EINBAUEN
Quelle: Renewables Reports Deutschland 2025, Wüest Partner
Teilweise wird der Ausbau von PV-Anlagen auf Dächern nicht ganz freiwillig geschehen, da mindestens die Hälfte des Photovoltaik-Ausbaus auf Gebäuden stattfinden soll. Der Verzicht auf PV-Dachanlagen ist jedoch wirtschaftlich nicht sinnvoll, da es Zusatzrenditen, CO2-Minderung und Wertsteigerung bedeutet. Auch sprechen die Rahmenbedingungen derzeit dafür, diesen Weg einzuschlagen.
👉 Lesen Sie mehr über das Potential von PV-Anlagen für Halter:innen großer Bestände
Digitalisierung des Immobilienmanagements
Die Immobilienbranche ist noch etwas verstaubt und sehr fragmentiert, deswegen halten Innovationen nur langsam Einzug. Während andere Branchen wie Banken schon ab den 90er Jahren den Weg der Digitalisierung einschlugen, folgte die Immobilienbranche erst vor wenigen Jahren. Das verändert das Immobilienmanagement grundsätzlich, allerdings geschieht die Transformation nur langsam. Die Vorteile von einer Immobilien Software und digitalen Lösungen sind eindeutig messbar durch die Kosten- und Zeiteinsparung einerseits und andererseits durch erhöhte Performance dank besser Entscheidungsgrundlagen.
Die Herausforderung für Immobilienmanager:innen ist es allerdings, die richtige Digitalisierungsstrategie herauszuarbeiten, um passende digitale Lösungen auszuwählen und zu integrieren, ohne den bestehenden Geschäftsbetrieb zu stören. Und während die einen noch immer mit der Digitalisierung im Immobiliensektor nachhängen, arbeiten Marktführer:innen schon an der nächsten Herausforderungen: wie KI und Machine Learning sinnvoll ins Geschäftsmodell eingebaut werden können.
Auch wenn manche der Vereinigung von KI und Immobilien ein Milliarden-Potenzial sehen, so bleibt die Branche noch zögerlich bei der Umsetzung. Einer der Gründe dafür ist die minderwertige Datenlage, meinten 73 Prozent der Immobilien-Manager:innen in der Digitalisierungsstudie 2024 des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Immobilienunternehmen, die ihren Bestand vollständig digital modelliert haben sind selten. Deswegen sehen viele Immobilien-Akteur:innen noch eine Lücke zwischen dem Potenzial von KI und dessen realer Nutzung, tatsächlich wird sie bereits heute in einigen Bereichen eingesetzt. Die Immobilienmanagement Software Wüest Dimensions nutzt KI für die Optimierung von Liegenschaften, die Planung energetischer Sanierungsmaßnahmen oder die digitale Erfassung von Objekten mit der App Wüest Visits. Mehr über Chancen und Grenzen von KI bei Immobilien im Artikel KI & Immobilien: Was ist möglich, wo bremst die Branche.
👉 Erfahren Sie, wie digitale Lösungen und KI beim Immobilien-Management helfen: Von der digitalen Erfassung von Gebäuden bis hin zum Sustainability Management
Profitabilität
Der Zinsschock Ende 2022 stürzte die Immobilienbranche quasi über Nacht in eine tiefe Krise, von der sie sich langsam wieder erholt, siehe dazu den Abschnitt weiter oben: Lage am Immobilienmarkt 2026. Besonders Wirtschaftsimmobilien und Projektentwicklungen hat es getroffen, sie leiden bis heute an den Nachwehen des Einbruchs. Wohnimmobilien sind auf dem Weg der Erholung und ziehen den Umsatz der Branche in die Höhe, auch wenn das Transaktionsvolumen noch unter Vorkrisen-Niveau bleibt. 2026 dürfte ein weiteres Stabilisierungsjahr werden, so Expert:innen. Einige sprechen lieber euphemistisch von einem Jahr der Chancen. Immobilienmanager:innen stehen also vor der Herausforderung, Profitabilität in diesem komplexen Umfeld zu sichern und gleichzeitig die notwendigen Investitionen in Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsstrategien zu tätigen. In diesen unsicheren Zeiten stehen nur wenige Sachen fest: Die Mieten für Wohnimmobilien steigen kontinuierlich an und energetisch besser gestellte Immobilien haben die besseren Karten, wie die Studie CO₂-Ausstoß und Marktwert belegt. Das gilt sogar für manche Gewerbeimmobilien, wie nachhaltige Büroflächen in Top-Lagen, wie der Office Report Deutschland 2025 von Wüest Partner zeigt.
Was sind die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement?
Im gleichen Maße, wie sich die Welt verändert, entwickelt sich die Immobilienbranche und damit ihr Management. Hier sind die fünf wichtigsten Trends des Immobilienmanagements im Überblick.
Digitales Immobilien-Management
Die Immobilienbranche wird mehr und mehr eine datengestützte Tätigkeit. Software Lösungen für das Immobilienmanagement, auch unter dem Stichwort PropTech bekannt, führen zu einer Digitalisierung des Immobilienmanagements. Die Arbeit wird effizienter, manche Expert:innen meinen sogar, die Nachhaltigkeits-Wende sei ohne digitale Tools nicht machbar. Für analoge Experimente bleibe keine Zeit mehr, meint Annika Steiner, Managing Director bei Wüest Partner, da bis spätestens 2050 alle Immobilien der EU klimaneutral sein müssen.
Tatsächlich bietet das Unternehmen eine ganze Reihe von digitalen Lösungen:
- Mit dem Tool Wüest Refurb lassen sich CO2-Entwicklung und Sanierungspläne simulieren
- Wüest Dimensions ist eine modulare digitale Immobilienmanagement-Plattform, die alle Aufgaben des Immobilienmanagements umfasst: von der Bewertung und Investitionsplanung bis zum Sustainability Management, von der Standort-Analyse bis zum Asset- und Portfolio Management.
- Gebäude lassen sich mit der App Wüest Visits digital erfassen, von der Gebäudehülle bis zur Haustechnik. Damit können auch größere Portfolios in kürzester Zeit abbilden, wie das Beispiel der Hansemerkur Grundvermögen zeigt. In drei Monaten wurden bundesweit über 80 Objekte mit mehreren tausend Einheiten modelliert. Die Daten lassen sich in allen anderen Lösungen nutzen.
👉 Wie Daten zu besseren Entscheidungen führen: Erfahren Sie mehr über die digitale Lösung Wüest Dimensions
Künstliche Intelligenz und Machine Learning im Immobilienmanagement
Die Digitalisierung beginnt Einzug in die Immobilienbranche zu halten – und schon tauchen die neuesten Trends Künstliche Intelligenz und Machine Learning auf. Diese bieten viel Potenzial: Anhand der Unmengen an Daten, die beim Management von Immobilien anfallen, werden Optimierungen erheblich erleichtert. Mit Predictive Maintenance sollten sich die Instandhaltungskosten wesentlich besser kontrollieren lassen. Sogar beim Energieverbrauch soll KI Potenziale ausfindig machen: Laut Fraunhofer Institut ließe sich der Energieverbrauch in Häusern um 30 Prozent reduzieren, wie sie in diesem Beitrag erklären.
Doch bis KI in den Alltag von Immobilien-Manager:innen Einzug hält und nicht mehr wegzudenken ist, wird noch Zeit vergehen. In ihrer Digitalisierugsstudie 2024 des Zentralverbands der deutschen Immobilienwirtschaft begrüßen die 250 befragten Immobilien-Manager:innen zwar KI als Heilsbringer. Sie bietet eine mögliche Lösung für den Fachkräftemangel, kann viele Prozesse durch Automatisierung beschleunigen, deswegen plant die Mehrheit, KI einzusetzen. Doch wie genau, das wissen die wenigsten. Erstens fehlt die nötige Expertise, wie KI-Lösungen eingesetzt werden können. Dann seien oft die Daten nicht qualitativ genug, sagen 73 Prozent der Befragten. Mehr zu KI und Immobilien-Management im verlinkten Artikel.
Doch das wird sich ändern: Bald werden intelligente digitale Tools die idealen CO2-Absenkpfade vorschlagen oder Strategien zur Wertentwicklung. Schon jetzt integriert die Immobilienmanagement Software Wüest Dimensions KI-Features wie die langfristige Optimierung von Liegenschaften, die Sanierungsplanung oder die digitale Erfassung von Gebäuden dank des Tools Wüest Visits. Deep Learning erkennt die fotografierten Bauteile, bald werden auch Standard und Materialisierung aus den Bildern ablesbar.
👉 Lesen Sie mehr darüber in diesem Artikel: Mit KI und Fachkompetenz Immobilienwerte steigern
Nachhaltiges Immobilienmanagement
Seitdem die Ziele einer dekarbonierten Immobilienwirtschaft in Gesetze gegossen wurden, ist das Meistern dieser Wende keine Freiwilligkeit mehr. Die Umwandlung energetisch schlecht aufgestellter Gebäude in klimaneutrale Immobilien innerhalb von knapp 20 Jahren gilt als größte Herausforderung der Branche. Nachhaltigkeit in das Immobilienmanagement einzuführen ist eine Mammut-Aufgabe. Neben den vielen nationalen Regeln wie das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) oder die Energieeinsparungsverordnung (ENEV) sind die EU-weit gültigen ESG-Bestimmungen das neue Richtmaß des Immobiliensektors. Bei unzureichender Umsetzung steigt das Risiko, dass Immobilien an Wert verlieren und zu Stranded Assets werden.
Mit der richtigen Expertise und Know-how lassen sich die Nachhaltigkeitsbestimmungen von einer auferlegten Pflicht in eine Reihe wertsteigernder Maßnahmen verwandeln. Mit Nachhaltigkeits-Zertifizierungen wie BREEAM, DGNB und LEED lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum Erhalt des Zertifikats werden die notwendigen Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen, nach deren Durchführung wird das Nachhaltigkeitssiegel verliehen. Welche Vorteile eine Zertifizierung wie die von BREEAM Immobilien-Manager:innen bringen kann, erklären wir in den verlinkten Artikeln.
Vorausschauende Instandhaltung
Instandhaltungen folgten traditionell losen Zyklen, bestimmt durch Bauchgefühl oder Notwendigkeit. Heute sind dank umfassender Daten, genauen Gebäudeanalysen sowie digitalen, KI-gestützten Lösungen, wie zum Beispiel die von Quali Casa, viel präzisere Zeitpläne und Kostenkalkulationen möglich. Quali Casa ist Teil von Wüest Partner und bietet langjährige Instandhaltungs- und Sanierungspläne für Immobilien. Dadurch lassen sich in den Budgetplanungen die notwendigen Mittel rechtzeitig bereitstellen.
Für Immobilienverwalter:innen und besonders Wohnungseigentümer-Gemeinschaften (WEG) ist das ein großer Fortschritt: Rechtzeitig geplante Instandhaltungen sichern den Immobilienwert und die Verfügbarkeit von Baufirmen.
Flexible Nutzungen
Mit dem Trend zum Home-Office hat der Bedarf an Büroflächen grundlegend abgenommen, dazu kamen letztes Jahr die Konjunkturflaute und die Unsicherheit der US-Zölle. Das Ergebnis: 2025 war der Leerstand so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Aktuelle deutsche Immobilienmarktdaten (4. Quartal 2025) von Wüest Partner zeigen: Fast acht Prozent der Büroflächen in den Top 7 Städten blieben im Vorjahr ungenutzt. Laut Office Report Deutschland 2025, wurde diese Marke in Frankfurt (9,9 %) sowie Düsseldorf (9,7 %) sogar überschritten. Betroffen sind vor allem ältere Objekte in Randlagen, während Top-Lagen und Erstbezugsobjekte diesem Trend eher entkommen.
Angesichts des Überangebots an Büroflächen und des Mangels an Wohnraum – beides strukturelle Trends – scheint die Umnutzung von Office-Flächen auf der Hand zu liegen. Doch die Idee scheitert häufig, wie das Handelsblatt 2025 berichtete. Gründe dafür sind die hohe Zahl an Vorschriften, steigende Bau- und Materialkosten und der oft aufwendige Umbau. Grundrisse von Büros in kleinere Wohneinheiten zu verwandeln, ist oft eine Herausforderung, die Nachrüstung von Sanitärinstallationen und Balkone kostspielig. Das berichtet aus eigener Erfahrung Stefan Haas, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Meag, der bei einer Büro-Umwandlung in Frankfurt die Rendite im Laufe des Projekts dahinschmelzen sah.
Das Förderprogramm Gewerbe zu Wohnen soll ab Sommer 2026 die Umwandlung von Büroflächen vorantreiben
Dabei ist das Potenzial hoch: In den Top‑7 Städten könnten durch Umwandlung von Büros bis zu 150.000 Wohnungen in ganz Deutschland entstehen, wie die Berlin Hyp in einer Kurzstudie letztes Jahr feststellte. Um dieses Potential zu heben, bereitet die Bundesregierung das Förderprogramm “Gewerbe zu Wohnen” vor. Ab Mitte 2026 werden zinsvergünstigte Kredite zur Verfügung stehen, ohne Mietobergrenzen. Genaueres zu diesem Fördertopf auf der Seite des Bundesministeriums für Wohnen und Stadtentwicklung.
2026 ist bei Immobilien mehr denn je Flexibilität gefragt
Das Beispiel oben zeigt es: Um aus theoretischen Chancen tatsächliche Gelegenheiten zu schaffen, ist ein gutes Immobilien-Management gefragt. Damit die Umnutzung von Gebäuden leichter gelingt, werden Neubauten aktuell mit Blick auf mögliche Nachnutzungen entworfen. Die Zeiten in dem Gebäude nur eine Verwendungsart hatten sind vorbei, statt Single-Use Immobilien sind jetzt Mixed-Use Objekte gefragt. Diese erzielen sogar signifikant höhere Preise, laut einer Studie der Irebs Immobilienakademie. Auch das zeigt: Die Fähigkeit, innovative und flexible Nutzungskonzepte zu entwickeln, besonders bei einer schwierigen Marktlage, gehört mehr und mehr zu den Eigenschaften von Immobilien-Manager:innen.
👉 Erfahren Sie mehr in der Studie von Wüest Partner: Office-Report Deutschland 2025
Klimaextreme vorbeugen
Mit der Zunahme außergewöhnlicher Wetterphänomene wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Starkregen werden zum Schutz der Immobilien vorbeugende Maßnahmen immer notwendiger. Auch hier kann ein gutes Immobilienmanagement unterstützen, wie der Urban Heat Vulnerability Index von Wüest Partner zeigt.
👉 Wie Daten zu besseren Entscheidungen führen: Erfahren Sie mehr über die Klimarisiken-Analyse von Wüest Partner
Immobilien-Management zukunftsicher machen
Ein Unglück kommt selten allein: Die Immobilienbranche erlebt gerade Krise und Wandel zugleich. Die Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeitende verändern sich rasant, besonders die Anforderungen und nötigen Kompetenzen – Stichwort Digitalisierung – sind viel umfangreicher als je zuvor. Allein die Klima-Wende stellt die Branche vor eine gewaltige Herausforderung, die ohne die entsprechende Expertise nicht gewinnbringend zu meistern ist.
Lösungen kommen nicht von allein: Sie müssen gesucht werden. Gerade beim Aneignen von Know-how können Beratungsfirmen wie Wüest Partner helfen. Für die Herausforderungen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die das Immobilienmanagement am meisten berühren, erlaubt der führende Immobilien-Berater zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Mit seinem umfassenden Spektrum an digitalen Lösungen kombiniert mit einer Beratung für alle Fragen rund um das Immobilien-Management.
👉 Wie können wir Ihnen helfen? Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch mit den Expert:innen von Wüest Partner
Was ist eine Immobilienmanagement Software?
Eine Immobilienmanagement-Software unterstützt Investor:innen, Unternehmen und andere Eigentümer:innen bei der Verwaltung ihrer Objekte – egal ob es sich um eine Handvoll oder mehrere tausend Einheiten handelt. Professionelle und gute Lösungen erlauben wiederkehrende Tätigkeiten schneller und präziser durchzuführen. Noch mehr: Durch die Zentralisierung von Daten werden Synergie-Potenziale leichter identifiziert und Bewertungen, Prognosen und Planungen jeglicher Art beschleunigt – mit einem höheren Genauigkeitsgrad. Das betrifft Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen, Investments und sogar die Analyse der finanziellen oder nachhaltigen Performance, so wie die Klimaresilienz. Alle Tätigkeiten rund um Immobilien und Portfolios, die Kommunikation mit Kund:innen, Nutzer:innen und Investor:innen sind nach Bedarf automatisierbar, effizienter und datengestützt.
Ein gutes Beispiel einer Immobiliensoftware-Erfolgsstory ist die digitale Real Estate Management Plattform Wüest Dimensions, welche bereits von über 11.000 User:innen aus Firmen wie UBS Asset Management, Value AG und Helvetia benutzt wird.
Was bedeutet nachhaltiges Immobilienmanagement?
Nachhaltiges Immobilienmanagement bedeutet, Liegenschaften über ihren gesamten Lebenszyklus (Projektentwicklung, Bau, Nutzung, Verwertung) so zu planen, steuern und betreiben, dass sie ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und langfristig nutzbar bleiben. Das verlangt ein radikales Umdenken der Praxis der letzten Jahrzehnte, als die Sorge um Klima und Umwelt wenig ausgeprägt war. Konnte man früher Gebäude erstellen und verwalten, ohne sich um deren Auswirkung auf die Umwelt, deren Energieverbrauch oder Lebenszyklus zu kümmern, so ist das heute nicht mehr möglich. Heute stehen Effizienz, CO2-Ausstoß und erneuerbare Energien im Fokus, sowie der möglichst geringe Impact der Immobilie auf die Umwelt. Der Grund für diesen Wandel ist das Ziel der EU, alle Gebäude bis 2050 klimaneutral zu machen.
Was sind derzeit die größten Herausforderungen im Immobilienmanagement im Jahr 2026?
2026 stehen Immobilienmanager:innen vor vier zentralen Herausforderungen, die sich gegenseitig verstärken:
- Marktlage 2026: Der Sektor Wohnen erholt sich zwar, allerdings bleiben Wirtschafts-Immobilien unter starkem Druck, insbesondere Büroflächen außerhalb der Top-Lagen.
- Nachhaltigkeit: 2026 gibt es zwei Fristen im Bereich Nachhaltigkeit: einerseits müssen Mehrfamilienhäuser für alle Medien, also Strom, Wasser, Gas, mit Fernzählern ausgestattet werden, und andererseits Heizungssysteme in Ballungszentren mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien gespeist werden.
- Digitalisierung: Viele Prozesse sind noch fragmentiert. Ohne standardisierte Bestandsdaten, Monitoring und integrierte Tools wird es schwer, Energie, Instandhaltung, Kosten und ESG-Reporting effizient zu steuern, um KI-Potenziale auszuschöpfen.
- Profitabilität: Finanzierungs- und Baukosten bleiben hoch, die Bautätigkeit erholt sich nur langsam. Gleichzeitig müssen Budgets für Sanierung, Betrieb und Digitalisierung gesichert werden, um Cashflow, Vermietbarkeit und Wert zu schützen. Einzige Gewissheit: Der Wohnraummangel bleibt akut, was die Nachfrage hebt, den Leerstand drückt – und somit die Entwicklung der Mieten befeuert.
Was sind die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement im Jahr 2026?
Die wichtigsten Trends im Immobilienmanagement 2026 sind:
- Digitales Immobilienmanagement: Immobilien werden zunehmend datenbasiert gesteuert. Digitale Plattformen und PropTech-Lösungen bilden die Grundlage für effiziente Planung und Verwaltung, bessere Entscheidungen und die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen.
- Künstliche Intelligenz & Machine Learning: KI unterstützt bei Sanierungsplanung, Energieoptimierung und vorausschauender Instandhaltung. Die Nutzung wächst, auch wenn Datenqualität und Know-how für viele Immobilienmanager:innen derzeit noch bremsende Faktoren sind.
- Nachhaltiges Immobilienmanagement: ESG-Vorgaben und nationale Gesetze machen Nachhaltigkeit auch weiterhin zur Pflicht. CO₂-Absenkpfade, energetische Sanierungen und Zertifizierungen bleiben entscheidend für den Werterhalt und die Finanzierung von Immobilien.
- Vorausschauende Instandhaltung: Predictive Maintenance ersetzt reaktive Wartung. Datenbasierte und proaktive Instandhaltungspläne sichern Immobilienwerte und erhöhen die Planungssicherheit.
- Flexible Nutzungen: Leerstände bei Büroflächen und Wohnraummangel fördern Umnutzungen und Mixed-Use-Konzepte, um Immobilien langfristig marktfähig zu halten.
Kurz gesagt: 2026 entscheidet die Kombination aus Daten, Technologie, Nachhaltigkeit und Flexibilität über den Erfolg im Immobilienmanagement.
Immobilienmanagement Berlin: Welche Expert:innen können helfen?
Die in der DACH-Region führende Beratung Wüest Partner, bietet in der deutschen Hauptstadt eine Mischung aus menschlicher Expertise und digitalen Lösungen. Von Markt- und Standortdaten bis zu Apps, um Gebäude zu digitalisieren, von Nachhaltigkeitsstrategien bis zu Bewertungen von Portfolios, Wüest Partner deckt alle Aspekte der Immobilienwirtschaft ab – mit Fokus auf das Immobilienmanagement. In Berlin befindet sich das Büro in der Mittelstraße 63, 10117 Berlin.
Immobilienmanagement Düsseldorf: Welche Expert:innen bieten Unterstützung?
Wüest Partner versteht sich als one-stop-shop für alle Fragen rund um Immobilien sowie deren Management und ist eine der führenden Beratungen des DACH-Raums. Früh setzte das in der Schweiz gegründete Unternehmen auf Daten und Software: Ihre digitalen Lösungen werden heute von über 500 Unternehmen in Europa genutzt, um Assets im Wert 300 Milliarden Euro zu verwalten. In Düsseldorf befindet sich Wüest Partner an der Kasernenstraße 27, Postleitzahl 40213.
Immobilienmanagement Frankfurt: Wer bieten Beratung und digitale Lösungen?
Die in der Schweiz gegründete Beratung Wüest Partner, ist in der DACH-Region führend, dank umfassender Expertise im Bereich Immobilien: menschliches Know-how, das alle Bereiche der Immobilien abdeckt, unterstützt von eigens entwickelten digitalen Lösungen. Egal ob Vermögensverwalter:innen, institutionelle Investor:innen, Einzel-Eigentümer:innen oder Körperschaften, Wüest Partner entwickelt für alle Anforderungen eine maßgeschneiderte Lösung. In der Main-Metropole hat sie ihr Büro in der Barckhausstraße 1, 60235 Frankfurt / Main.
Immobilienmanagement Hamburg: Welche Expert:innen können helfen?
Wüest Partner ist im DACH-Raum eine führende Immobilienberatung und setzte früh auf Digitalisierung. Sie bietet in Hamburg und alle anderen deutschen Bundesländern ein umfassendes Angebot aus Beratungs‑, Bewertungsleistungen und digitalen Lösungen an – speziell entwickelt für datenbasiertes Immobilienmanagement. Einer der fünf deutschen Standorte von Wüest Partner ist in Hamburg, im Finnlandhaus, Esplanade 41, Postleitzahl 20354.
Immobilienmanagement München: Welche Expert:innen bieten Unterstützung?
Die führende Beratung Wüest Partner, bietet in Bayern sowie deutschlandweit umfassende Leistungen im Bereich Immobilien – von der Portfoliobewertung bis zu CO2-Absenkpfaden. Dafür entwickelte Wüest Partner proprietäre digitale Lösungen, die ein effizienteres und datenbasiertes Immobilienmanagement ermöglichen. Wüest Partner hat fünf Standorte in Deutschland, in München findet man sie an der Seidlstraße 28, Postleitzahl 80335.
Kontaktieren Sie unsere Expert:innen für weitere Insights.
Kontaktpersonen für Deutschland und die Schweiz
Alle Wissensartikel von Wüest Partner
Immobilienbewertung
- Immobilienbewertung: Alles, was Sie darüber wissen müssen. Lesen.
- Immobilienwert ermitteln: Methoden und Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. Lesen.
- Immobilienbewertung online: Schnell, einfach und präzise. Lesen.
- Ertragswertverfahren Immobilien: Berechnungsbeispiel & Tipps. Lesen
Immobilienberatung
- Die Vorteile und Herausforderungen der Immobilienberatung. Lesen.
- Die Vorteile einer Nachhaltigkeitsberatung für Investor:innen und Eigentümer:innen. Lesen.
Immobilienentwicklung
Asset und Portfolio Management
- Effektives Asset Portfolio Management – So optimieren Sie Ihre Investitionsentscheidungen. Lesen.
- Vom Einzelobjekt zum Portfolio: Der erfolgreiche Aufbau Ihres Immobilienportfolios. Lesen.
- Mit einem erfolgreichen Asset Management Ihre Immobilienziele erreichen. Lesen.
- Warum Immobilieninvestments trotz steigender Preise eine gute Investitionsmöglichkeit darstellen. Lesen.
- Immobilienmanagement 2026: Trends, Herausforderungen und effektive Strategien. Lesen.
Immobiliensoftware
Nachhaltigkeit
- Nachhaltigkeit wird in der Immobilienwirtschaft immer wichtiger. Lesen.
- Was sind ESG-konforme Immobilien? Lesen.
- Vorteile einer BREEAM-Zertifizierung bei Immobilien. Lesen.
- Alles über Energieausweise, die Identitätspapiere für Immobilien. Lesen.
- Due Diligence: Sorgfältige Prüfung für Ihre Immobilieninvestitionen. Lesen.
- Energetisch sanieren: Alles, was Sie dazu wissen müssen. Lesen.
- Energieeffizienzklassen für Häuser: Der ultimative Leitfaden. Lesen
Immobilienwirtschaft
- Chancen und Herausforderungen der Immobilienwirtschaft: Lichtblicke in Zeiten von Schatten. Lesen.
Veröffentlicht am: 12. Februar 2024 Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2026

