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Die Vorteile einer Nachhal­tig­keits­be­ratung für Investor:innen und Eigentümer:innen

Inhalts­ver­zeichnis

Was ist der Nutzen einer Nachhal­tig­keits­be­ratung? Die Antwort fällt etwas länger aus: Wer kein Nullener­giehaus bewohnt oder besitzt, ist ein Klima­sünder, ob er es will oder nicht. Denn Immobilien erzeugen weltweit 35 Prozent des Energie­ver­brauchs und 40 Prozent der CO2-Emissionen. 

Demnach bedeutet allein der Aufenthalt in Gebäuden eine Umwelt­be­lastung: Wärme und Licht stammen global zu 60 Prozent aus fossilen Brenn­stoffen. In Deutschland waren 2021 rund 32 Prozent des gesamten Endener­gie­ver­brauchs auf Gebäude zurück­zu­führen. Die Menge klima­neu­traler Immobilien ist äußerst gering, nur 2,5 Prozent der Gebäude haben die Effizi­enz­klasse A+ und 90 Prozent bedürfen einer energe­ti­schen Sanierung. 

Bei steigendem Druck – regula­to­risch wie gesell­schaftlich – und angesichts der vielen Möglich­keiten energe­ti­scher Sanie­rungen, ist für Investor:innen und Eigentümer:innen eine Nachhal­tig­keits­be­ratung sinnvoll. Beratungs­firmen, die auf zehntau­sende Fallbei­spiele zurück­greifen, bieten eine ganz andere Orien­tierung als Firmen, die nur ihr jewei­liges Produkt vermarkten. Zur Steigerung der Energie­ef­fi­zienz müssen auch die Maßnahmen effizient und wirtschaftlich sinnvoll sein.


Wie können Investor:innen und Eigentümer:innen von Nachhal­tig­keits­be­ratung profi­tieren?

Energe­tisch besser gestellte Immobilien bringen schon jetzt handfeste Vorteile. Sie sind günstiger im Betrieb, generieren höhere Kaltmieten, denn Mieter:innen achten auf die Brutto­kosten. Sinken die Heizungs­kosten um 50 Prozent z.B., entsteht für Eigentümer:innen etwas Spielraum nach oben beim Mietzins.

Zusätzlich erzielen sanierte Gebäude höhere Preise als “thermische Siebe” oder energe­tisch unsanierte Bauten. Immobilienberater:innen können detail­liert zeigen, wie sich Nachhal­tigkeit auf Immobilien auswirkt:

  • Unsanierte Gebäude verlieren an Wert: Eine Auswertung von Immoscout24 vom Herbst 2022 ergab, dass die Angebots­preise von unsanierten Immobilien bis zu 28 Prozent unter den Preisen sanierter Objekte liegen.
  • Sanierte Bauten sind stärker in Krisen: Zusätzlich ist 2023 ein histo­ri­scher Preis­verfall zu beobachten, der sich durch hohe Zinsen und die Inflation erklärt. Sanierte Immobilien halten dem Wertverlust weit besser stand als unsanierte.

Parado­xer­weise bietet diese trübe Lage Poten­tiale: Unsanierte Gebäude können Schnäppchen sein, wenn das Verhältnis zwischen Sanie­rungs­aufwand und Kaufpreis stimmt. Fällt die Sanierung kosten­ef­fi­zient aus, kann daraus eine wirtschaftlich attraktive Immobilie werden. Doch bei solchen Vorhaben besteht die Gefahr mangels Kenntnis, in Kosten­fallen zu geraten. Hier kann eine Nachhal­tig­keits­be­ratung helfen, die finan­zielle Dimension einer Sanierung besser einzu­schätzen.

Große Bestände profi­tieren von Nachhal­tig­keits­be­ra­tungen

Für Halter:innen von ineffi­zi­enten Beständen gestaltet sich die Situation anders: Energe­tische Sanie­rungen sind unaus­weichlich, sonst droht ein Wertverlust. Hier ist die Frage nicht nur, welche Maßnahmen sinnvoll sind, sondern auch wann und in welcher Folge sie durch­ge­führt werden sollten. 

Denn je größer das Objekt, desto vielfäl­tiger die Sanie­rungs­mög­lich­keiten. Sollen die Fassaden oder das Dach gedämmt, die Fenster ersetzt, die Heizung oder die Licht­anlage erneuert werden? Welche Maßnahmen sollen zuerst reali­siert werden? 

Auch hier hilft eine Nachhal­tig­keits­be­ratung, denn durch das Zurück­greifen auf reale Erfah­rungs­werte werden Kosten, Einspa­rungen und die Amorti­sa­ti­onszeit von Sanie­rungen präziser einge­schätzt. Zusätzlich beobachten Beratungs­firmen die Nachhal­tig­keits­för­de­rungen sehr genau und wissen, ob und welche in Frage kommen.

Finan­ziell bietet eine Beratung ebenfalls Vorteile: Die Maßnahmen können unter Berück­sich­tigung des Cashflows zeitlich geplant werden, um die notwen­digen Summen recht­zeitig bereit­zu­stellen. Eine Beratungs­firma kann auch den Zugang zu Finan­zie­rungen begleiten, da Banken eher für EU-Taxonomie-konformen Immobilien Geld leihen. Nachhal­tigkeit spielt also auch beim Thema Geld eine Rolle.

Erhalten Sie hier eine quali­fi­zierte Übersicht von energe­ti­schen Maßnahmen und deren Auswir­kungen auf die Wertent­wicklung.


Reduzierung von Betriebs­kosten

Die energe­tische Effizienz einer Immobilie lässt sich bei alten Beständen steigern, wodurch die Betriebs­kosten sinken. Doch zu welchem Preis? Denn ob eine Sanie­rungs­maß­nahme auch betriebs­wirt­schaftlich sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab. 

Am wichtigsten ist dabei die Ausgangslage: Wie effizient ist das Gebäude aktuell und wie alt ist die Ausstattung? Eine amorti­sierte Heizung aus den 80er Jahren zu erneuern, bringt viel mehr Grenz­gewinn, als eine relativ neue Anlage durch Wärme­pumpen zu ersetzen. 

Das ist das Grund­prinzip einer Nachhal­tig­keits­be­ratung: Sie wird immer die Effizi­enz­stei­gerung einer Maßnahme im Blick haben, weil sie eine Immobilie in ihrer Gesamtheit und über den gesamten Lebens­zyklus betrachtet. Sie wird auch dank ihrer Erfahrung Lösungen kennen, die selten verfolgt werden, aber dennoch effizient sind.

Ungewöhn­liche Möglich­keiten der Kosten­re­du­zierung erkennen

Zum Beispiel ist bei der Reduzierung von Betriebs­kosten ein oft überse­hener Faktor die Art und das Verhalten der Nutzer:innen einer Immobilie: Diese bestimmen maßgeblich die tatsäch­lichen Verbräuche. Anhand von 12 anony­mi­sierten Beispielen aus der Praxis zeigte bei einer Keynote einer der Geschäfts­führer von Wüest Partner, Rüdiger Hornung, verschiedene Szenarien, bei denen sich die Nutzungen stark unter­schieden. 

So wird eine Kita, die 50 Prozent eines Gebäudes ausmacht, mehr heizen und lüften als Privat­woh­nungen. Ein Beispiel zeigte einen irritierten Bestands­halter, der sich über die Nutzer:innen seiner frisch energe­tisch sanierten Wohnanlage ärgerte: 90 Prozent ließen im Winter die Schlaf­zim­mer­fenster die ganze Nacht durch gekippt. Er zeigte ebenfalls Nutzer:innen, die erheblich weniger als erwartet verbrauchten. Eine energe­tisch effiziente Immobilie kann ineffi­zient genutzt werden, deswegen ist es wichtig, das Verhalten der Nutzer:innen zu berück­sich­tigen.

Sanie­rungen führen zu win:win-win-Situationen

Das Ziel, die Betriebs­kosten einer Immobilie zu senken, kann der Ausgangs­punkt einer win:win:win-Situation sein. Im Rahmen eines Pilot­pro­jekts von Wüest Partner wurden die Folgen der Sanierung von 12 Mehrfa­mi­li­en­häusern verglichen. Das Fazit war, dass Eigentümer:innen, Mieter:innen und die Umwelt profi­tierten, daher auch der Name Drei Gewinner Studie, in der die Erkennt­nisse festge­halten wurden. Das Beispiel zeigt den Mehrwert einer Nachhal­tig­keits­be­ratung: Es liegt im Interesse einer Beratungs­firma, derartige Erkennt­nisse zu generieren und zu teilen, während Halter:innen von Beständen keinen Nutzen davon haben.

Lesen Sie einen Bericht über die Drei Gewinner Studie hier.


Durch eine Nachhal­tig­keits­be­ratung den Wert Ihrer Immobilie steigern

Wie sich die energe­tische Effizi­enz­stei­gerung von Immobilien auf deren Wert auswirken kann, ist der zentrale Mehrwert von Nachhal­tig­keits­be­ra­tungen. Eine weitere Unter­su­chung von Wüest Partner, die der Immobi­li­en­ma­nager in einem Beitrag aufgriff, zeigt die Wertein­flüsse der Energie­ef­fi­zienz auf beispiel­hafte Liegen­schaften. 

Dabei wurden neun Immobilien mit unter­schied­lichen Nutzungen und Effizi­enz­ni­veaus verglichen. Zu den Wohnob­jekten gehörten zwei Mehrfa­mi­li­en­häuser mit Energie­aus­weisen F und D, eine Wohnung mit dem Wert D sowie ein Einfa­mi­li­enhaus mit einem A+ Rating. Daneben gab es ein Bürohaus, eine Klinik und ein Pflegeheim, die jeweils die Energie­klassen B, G und A aufwiesen

Egal welche Nutzungsart: Sanierte Bauten sind wertbe­stän­diger

Die Analyse der fünf Aspekte Mieten, Betriebs­kosten, Leerstand, Instand­haltung und Diskon­tie­rungsrate zeigte die gebün­delte Auswirkung der Energie­ef­fi­zienz auf den Immobi­li­en­preis. Die energe­tisch ineffi­zi­en­teste Immobilie, ein Einfa­mi­li­enhaus mit der Energie­klasse G, verlor in der Bewertung 33 Prozent. Die größte Wertstei­gerung fand bei dem Pflegeheim mit der Klasse A statt: 4,9 Prozent.

Nachhal­tig­keits­be­ratung: 10 Faktoren, die den Wert einer Immobilie beein­flussen

Wie notwendige Nachhaltigkeits-Investitionen sich so gestalten lassen, um Kosten in Gewinne zu verwandeln, hat Wüest Partner für einen seiner Workshops zusam­men­ge­stellt. Die Beratungs­firma identi­fi­zierte 10 Faktoren, wovon sieben sich wertstei­gernd und die drei restlichen sich wertmin­dernd auswirken. 

Zu den positiven Faktoren gehören Rendi­te­er­wartung, Erträge, Präferenz der Mieter:innen, Förder­gelder, Betriebs- und Instand­hal­tungs­kosten, Bauteile und der Wegfall des Öltanks. Zu den negativen Faktoren zählen bauliche Maßnahmen, bauliche Begleit­maß­nahmen und Zerti­fikate. 

Nachstehend zwei tabel­la­rische Übersichten:

Nachhaltigkeits-Faktoren mit positiver Wirkung auf Immobi­li­en­werte

FaktorBedingung für positive WirkungHäufigkeit der WirkungWertstei­gernde Wirkung
1Rendi­te­er­wartungSinktMeistensSehr gross
2ErträgeSteigen, wenn Neben­kosten sinkenFast immerGross
3Präferenz der MietparteiHöhere Zahlungs­be­reit­schaft vonseiten der MietparteiTeilweiseMittel
4Förder­gelderJe nach Massnahmen und StandortOftMittel
5Betriebs- und Instand­hal­dungs­kostenVom Eigen­tümer / von der Eigen­tü­merin getragene Kosten sinkenTeilweiseKlein
6BauteileFalls wieder­ver­wendbarSeltenKlein
7Wegfall des ÖltanksVermietbare Neben­nutz­fläche wird freiTeilweiseKlein
8Bauliche Massnahmen zur Steigerung
der Nachhal­tigkeit
Nur teilweise auf Mietpartei umwälzbarFast immerGross; kann sich nach
Mietpar­tei­wechsel ändern
9Bauliche Begleit­mass­nahmenNur teilweise auf Mietpartei umwälzbarTeilweiseSehr gross
10Zerti­fikate (GEAK, Minergie)KostenOftSehr klein; kann
Zahlungs­be­reit­schaft
positiv beein­flussen

Was ist das Ziel der Nachhal­tig­keits­be­ratung für Investor:innen und Eigentümer:innen?

Kurz und bündig beant­wortet: Die Nachhaltigkeit-Bestimmungen verur­sachen Kosten, aber das richtige Know-how macht daraus gewinn­brin­gende Inves­ti­tionen. Das Ziel klima­neu­traler Immobilien bis 2050 ist eine Heraus­for­derung – und gleich­zeitig eine Chance der Ertrags- und Wertstei­gerung. Für ein Gelingen ist Expertise und Erfahrung notwendig, genau das bietet eine Nachhal­tig­keits­be­ratung.

Patent­lö­sungen gibt es nicht, jede Immobilie ist anders, Portfolien sind Sammlungen von Einzel­fällen. Objekte müssen einzeln betrachtet werden, um jeweils passende Lösungen zu finden. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: Der Immobilien-Typ, ihre Ausstattung, der Sanie­rungs­stand, der Standort, die verfüg­baren Energie­quellen, das regula­to­rische Umfeld, sogar Baustoff­preise und Förde­rungen sind Aspekte, die eine Nachhal­tig­keits­be­ratung berück­sich­tigen sollte.


5 Vorteile der Nachhal­tig­keits­be­ratung

Investor: und Eigentümer:innen haben durch Nachhal­tig­keits­be­ra­tungen fünf Vorteile:

  1. Poten­tiale für energe­tische Effizi­enz­stei­ge­rungen identi­fi­zieren
  2. Sanie­rungs­maß­nahmen und deren Kosten und Nutzen bewerten
  3. CO2-Absenkpfade ermitteln, um die Klima­neu­tra­lität bis 2050 zu erreichen
  4. Kenntnis von Förde­rungen, um den finan­zi­ellen Aufwand zu verringern
  5. Wahrschein­lichkeit von Klimawandel-Risiken erkennen und diesen vorbeugen


3 Mittel um Nachhaltigkeit-Potenziale auszu­schöpfen

In Summe laufen die oben genannten Möglich­keiten alle auf ein Ziel hinaus: die Wertent­wicklung und die Rendite der Immobilie(n) positiv zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es vorrangig drei Mittel: 

  • Eine Carbon-Due-Diligence, 
  • Die Entwicklung einer Nachhal­tig­keits­stra­tegie 
  • Die Analyse von Klimawandel-Risiken oder extremer Wetter­ereig­nisse 

Nachfolgend werden diese kurz erläutert.

Carbon Due Diligence

Eine Carbon Due Diligence (CDD) erarbeitet die wirtschaft­lichste Dekar­bo­ni­sie­rungs­stra­tegie für ein Immobilien-Portfolio. Sie beinhaltet alle Maßnahmen zur Einhaltung des Dekarbonisierungs-Pfads bis 2050. Mehr Angaben dazu sowie einen CO2-Rechner, um den Nutzen einzelner Sanie­rungs­maß­nahmen festzu­stellen, finden Sie hier.

Nachhal­tig­keits­stra­tegien erarbeiten

Eine Nachhal­tig­keits­stra­tegie geht einen Schritt weiter als eine Carbon-Due-Diligence. Sie wandelt Empfeh­lungen zur Steigerung der Energie-Effizienz in einen detail­lierten Handlungsplan, der genaue Sanie­rungs­maß­nahmen festlegt und diese zeitlich streut. Dabei werden deren Kosten und Amorti­sie­rungs­zeiten berück­sichtigt sowie die nötigen Inves­ti­tionen anhand der Erträge recht­zeitig einge­plant und bei Bedarf angepasst. Solche Strategien fallen für öffent­liche und private Organi­sa­tionen anders aus, mehr Angaben dazu befinden sich hier.

Risiko­analyse Klima und Natur­ge­fahren

Durch den Klima­wandel häufen sich extreme Witte­rungs­er­eig­nisse wie Hitze­wellen, Überschwem­mungen und Stürme. Diese können Immobilien erheb­lichen Schaden zufügen, deswegen ist es wichtig, recht­zeitig Vorkeh­rungen zu treffen. Sie sind nicht vorher­sehbar, doch ihre Wahrschein­lichkeit ist realis­tisch einschätzbar, abhängig von Historie, Region und unmit­tel­barem Umfeld. Mehr Angaben dazu befinden sich hier.


So können Sie das Marken­image Ihres Unter­nehmens stärken

Erfolg­reich umgesetzte Nachhal­tig­keits­stra­tegien bringen mehr als direkte Vorteile, wie Kosten­ein­spa­rungen bei der Bewirt­schaftung von Immobilien. Auch indirekt haben sie einen positiven Effekt auf weiche Faktoren, wie z.Bsp. das Ansehen eines Unter­nehmens. Gute Energie­stan­dards und Meilen­steine der Effizi­enz­stei­gerung lassen sich hervor­ragend kommu­ni­zieren, wie das Begrünen von Dächern, Fassaden oder ein Umstieg auf nachhaltige Energie­quellen.

Durch vorbeu­gende Maßnahmen gegen Klimawandel-Risiken zeigt ein Unter­nehmen, dass es voraus­schauend plant und seine gesell­schaft­liche Verant­wortung wahrnimmt. Das hat zweifelsohne eine positive Auswirkung auf die Attrak­ti­vität für Investor:innen, besonders im Fall von Immobi­li­en­fonds. Die Inves­ti­tionen werden dadurch zukunfts­sicher, da Wertmin­de­rungen ausge­schlossen sind. 

Für die Außen­dar­stellung einer Organi­sation haben diese Aspekte einen hohen Stellenwert, abgesehen von der Tatsache, dass die meisten dieser Maßnahmen verpflichtend sind. Die recht­zeitige Umsetzung der Nachhaltigkeits-Bestimmungen beugt einer mögli­cher­weise negativen Wahrnehmung vor. Nicht zuletzt erleichtert es die Identi­fi­kation der Mitar­bei­tenden und der Kund:innen mit der Organi­sation.


Heraus­for­derung bei der ESG-Beurteilung

Herausforderung bei der ESG-Beurteilung

All die vorstehend beschrie­benen Aspekte zur Nachhal­tigkeit finden sich in den ESG-Kriterien wieder, vornehmlich im E des Akronyms, das für “Environ­mental” steht. Die beiden anderen Buchstaben, S für “Social” und G für “Gover­nance”, sind für Nachhal­tigkeit im Sinne von Energie­ef­fi­zienz von gerin­gerer Relevanz. Für die Einhaltung der ESG-Kriterien und Konfor­mität zur EU-Taxonomie sind sie natürlich von Bedeutung.

Nachhal­tig­keits­stra­tegien und ESG sind zwei Seiten einer Medaille. Wer eigene Immobi­li­en­be­stände einem ESG-Rating unter­zieht, wird ähnliche Ergeb­nisse wie bei einer Carbon-Due-Diligence erhalten. Doch bei einer ESG-Bewertung tauchen andere Heraus­for­de­rungen auf, mit denen sich weniger flexibel als bei einer CDD umgehen lässt. Basierend auf durch­ge­führten Bewer­tungen hat Wüest Partner diese zusam­men­ge­fasst:

  • Zeit: ESG-Immobilienbewertungen bedürfen einer großen Menge an Daten, diese zusam­men­zu­tragen kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Datenlage kann ungenau sein oder nicht alle Objekte abbilden. Das erschwert die Auswertung.
  • Standar­di­sierung: Mangels eines einheit­lichen und inter­na­tional geltenden Bewer­tungs­stan­dards nutzen die vielen Energie-Labels unter­schied­liche Verfahren, um die ESG-Kriterien zu bewerten. Das erschwert die Vergleich­barkeit von Objekten.
  • Trans­parenz: Damit die Ermittlung eines bestimmten Scores verständlich ist, sollte die Metho­do­logie und die gesamte Kommu­ni­kation trans­parent sein. Das ist jedoch je nach Label unter­schiedlich geartet, wodurch die Glaub­wür­digkeit leiden kann.
  • Hoher Detail­lie­rungsgrad vs. Portfolio-Perspektive: Manche Anbieter:innen arbeiten mit zu grobma­schigen Verfahren, die deswegen keine präzisen Erkennt­nisse auf Liegenschafts-Ebene ermög­lichen. Andere, wenn auf gesamte Portfolios angewandt, sind manchmal zu zeitin­tensiv. Das weist in der Regel auf wenig effiziente Methoden hin.

Wüest Partner positio­niert sich zwischen diesen Extremen und bietet ein zeit-effizientes, vielsei­tiges Tool, um den Handlungs­bedarf bei den Immobi­li­en­port­folios zu ermitteln und die Vergleich­barkeit der Liegen­schaften zu gewähr­leisten.

Nachhal­tigkeit mit digitalen Tools effizi­enter erreichen

Zusätzlich setzt Wüest Partner auf digitale Tools, sowohl bei der Erfassung von Objekten mit der Lösung Wüest Visits, als auch bei der Analyse der gesam­melten Daten, mit der Lösung Wüest Dimensions

Die Beratungs­firma hat für die Immobilien-Bewirtschaftung eine ganze Suite entwi­ckelt, mit Modulen die aufein­ander aufbauen. Wüest Refurb z.Bsp. deckt den Nachhaltigkeits-Aspekt ab und erlaubt präzise Simula­tionen von Sanie­rungs­maß­nahmen.

Hier eine Übersicht aller digitalen Lösungen von Wüest Partner für eine effiziente Immobi­li­en­be­wirt­schaftung und das Erreichen der Nachhal­tig­keits­ziele


Wie werden die Nachhal­tig­keits­stan­dards überprüft?

Die Heraus­for­derung, bis 2050 klima­neutral zu werden – in Deutschland bis 2045 -, erzeugt eine weitere Heraus­for­derung: Wie soll die Einhaltung von Nachhal­tig­keits­stan­dards geprüft werden? Zumal schon erwähnt wurde, dass Nachhaltigkeits-Labels unter­schied­liche Verfahren verwenden.

Digitale Verfahren verein­fachen die Prüfung von Standards

Bei der von Wüest Partner gewählten Methode wird diese Klippe effizient umschifft. Denn das Beratungs­un­ter­nehmen setzt auf digitale Lösungen, vor allem auf die digitale Erfassung von Immobilien mit einer hohen Detail­tiefe. Diese Daten sind in erster Linie für die weiteren Appli­ka­tionen Wüest Partners gedacht, sind aber expor­tierbar und somit von anderen Lösungen nutzbar. Das bedeutet: Auch wenn sich Nachhaltigkeits-Standards ändern, davon ist auszu­gehen, die umfas­sende Daten­sammlung wäre auch für neue Standards sinnvoll. 

Fallbei­spiel: Deutsch­lands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner

Das erklärt sicherlich, warum Wüest Partner vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) beauf­tragt wurde, für dessen Immobilien- und Hypothe­ken­port­folio ein Modell zur Analyse der Klima­ver­träg­lichkeit zu entwi­ckeln. In Deutschland erhielt Wüest Partner den Auftrag, das Portfolio eines der größten Immobi­li­en­halters, die Hanse­Merkur Grund­ver­mögen, innerhalb von drei Monaten zu erfassen und für diese einen CO2-Absenkpfad zu erarbeiten. Diese solide und detail­lierte Daten­basis erlaubt der HMG, die ESG-Herausforderung zu meistern.

Struk­tu­rierte und detail­lierte Daten

Die schnelle Umsetzung der Aufgabe war nur dank der Lösung Wüest Visits möglich, denn diese gibt die Erfas­sungs­me­thode vor, was zu struk­tu­rierten Daten führt. Alle relevanten Aspekte werden abgedeckt, vom Umfeld bis zur Substanz inklusive der techni­schen Ausstattung. Auch der Zustand der Gebäu­de­hülle und dem Begrü­nungs­anteil der Anlagen, Detail­fragen wie das Vorhan­densein von Nistkästen oder Insek­ten­hotels und die Qualität der Mülltrennung, werden erfasst.

CO2-Absenkpfade anhand von 50.000 Fallbei­spielen errechnen

Anhand dieser Daten wurden mit Wüest Refurb die CO2-Bilanzen der Objekte festge­stellt. In weiterer Folge konnten auch unter­schied­liche Sanie­rungs­maß­nahmen simuliert werden, um die geeig­netsten CO2-Absenkpfade zu ermitteln bzw. zu visua­li­sieren. Das zu Grunde liegende Modell basiert auf europäi­schen Normen und wurde mit 50.000 effek­tiven Energie­ver­bräuchen aus Energie­aus­weisen kalibriert. Daraus werden klare Handlungs­maß­nahmen abgeleitet, mit welchen der CO2-Ausstoss deutlich reduziert werden kann.

Fallbeispiel: Deutschlands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner, Grafik 1
Abb.: Status Quo eines Absenk­pfades
Fallbeispiel: Deutschlands größter Fond und Schweizer Behörden wählen Wüest Partner, Grafik 2
Abb.: Optimierter Absenkpfad

Für die ausführ­liche Analyse benötigt das Modell die folgenden Parameter einer Liegen­schaft:

  1. Geo-Koordinaten oder Adresse der Liegen­schaft 
  2. Baujahr der Liegen­schaft 
  3. Nutzungs­spiegel mit Flächen­an­gaben, falls vorhanden: Energie­be­zugs­fläche
  4. Anzahl beheizter Geschosse  
  5. Energie­träger der Wärme­er­zeugung 
  6. Strom­produkt 
  7. Energe­tische Sanie­rungs­jahre wichtiger Bauteile 
  8. Wärme­er­zeugung 
  9. Außenwand 
  10. Fenster 
  11. Dach 
  12. Keller­decke

Erfahren Sie hier, wie sich der CO2-Ausstoß von Immobilien berechnen lässt: Den CO2-Ausstoß Ihrer Immobilien bewerten und gezielte Maßnahmen reali­sieren


Nachhal­tigkeit fängt mit einer Beratung an

Eine Nachhal­tig­keits­be­ratung erlaubt den Druck, die Klima­neu­tra­lität bis 2050 zu erreichen und in eine wirtschaft­liche Erfolgs­ge­schichte zu verwandeln. Gemeinsam mit einem erfah­renen Partner, dessen Interesse im Erreichen der Ziele von Immobilien-Eigentümer:innen liegt. Denn sinnvolle Empfeh­lungen sind die Kernkom­petenz von Beratungs­firmen. Für Trial and Error besteht wahrscheinlich keine Zeit mehr und anbetracht der volatilen Preise oder der Verfüg­barkeit von Baufirmen, vielleicht auch nicht die Möglichkeit.

Als Beratungs­un­ter­nehmen bietet Wüest Partner Investor:innen folgende Vorteile:

  • Allum­fassend und standar­di­sierte Methoden: Mit dem entwi­ckelten Lösungs­ansatz lassen sich Halter:innen von Neu- und Altbauten gleicher­maßen gut beraten
  • Zuver­lässig und flexibel: Durch die hohe Flexi­bi­lität kann Wüest Partner die Beratung auf die jewei­ligen Nachhal­tig­keits­ziele zuschneiden. Der hohe Automa­ti­sie­rungsgrad und das Nutzen etablierter Daten­mo­delle erhöht die Zuver­läs­sigkeit und Aussa­ge­kraft.
  • Bündelung relevanter Infor­ma­tionen: Keine Fragmen­tierung auf mehrere Dienstleister:innen. Alle nötigen Angaben liefert Wüest Partner.  
  • Wissen teilen: Wüest Partner bietet eine umfas­sende Sicht­weise auf Nachhal­tigkeit sowie ESG Themen, und die Expert:innen unter­stützen Auftraggeber:innen bei allen Fragen.
  • Handlungs­emp­feh­lungen: Durch klare Handlungs­emp­feh­lungen wird der Weg zur Nachhal­tigkeit dank fundierter und sinnvoller Entscheidungen sowie Inves­ti­tionen beschritten.
  • Schnell und effizient: Pro Bewertung und pro Liegen­schaft benötigt Wüest Partner nur wenige Stunden. 

Zusätzlich deckt Wüest Partner alle wichtigen deutschen und inter­na­tio­nalen Nachhaltigkeits-Labels und ‑Standards ab. 

Nachhaltigkeit bei Immobilien fängt mit einer Beratung an

Verein­baren Sie gerne einen kosten­losen Beratungs­termin, um zu erfahren, was Nachhal­tigkeit für Ihren Bestand bedeutet.


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  • Die Vorteile einer Nachhal­tig­keits­be­ratung für Investor:innen und Eigentümer:innen. Lesen.

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