Die Verkaufsflächen erfinden sich neu – zwischen Digitalisierung, Service und Erlebnis
Veröffentlicht am: 21. Mai 2026
In den Schweizer Innenstädten zeigt sich der Strukturwandel im Detailhandel klar. Klassische Verkaufsflächen – insbesondere im Bekleidungssegment – verlieren seit längerem an Bedeutung und werden zunehmend durch Food-Konzepte, Convenience-Angebote und Dienstleistungen ersetzt. Die Coronapandemie hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt. Damit verschiebt sich auch die Funktion der Zentren – weg von der reinen Versorgung hin zu Aufenthalts- und Erlebnisräumen mit Dienstleistungsangeboten. Was bedeutet das für Investoren, Eigentümerschaften und die Positionierung von Verkaufsflächen?
Detailhandel wächst langsamer als Konsum
Trotz eines Konsumwachstums von über 22 % seit 2010 legte der stationäre Detailhandel nur rund 4 % zu. Pro Kopf und pro Fläche sind die Umsätze sogar rückläufig, was die strukturellen Herausforderungen des stationären Handels verdeutlicht.
Effizienzgewinne reduzieren Personalbedarf
Umsatz, Fläche und Kunden werden heute deutlich weniger personalintensiv bewirtschaftet als noch vor 15 Jahren. Digitalisierung und veränderte Prozesse steigern die Effizienz im Betrieb.
Strukturwandel: Von Non-Food zu Food, Gastro und Services
Der Detailhandel verschiebt sich klar weg vom klassischen Non-Food-Verkauf hin zu Food, Gastronomie und Dienstleistungen. Besonders Services wachsen stark und gewinnen an Bedeutung.
Non-Food verliert an Bedeutung als Ankermieter
Rückläufige Non-Food-Flächen und ‑Standorte schwächen deren Rolle als stabile Ankermieter. Eigentümer müssen ihre Mieterstrategien neu ausrichten.
Innenstädte werden zu Erlebnisräumen
Städtische Zentren entwickeln sich von Versorgungsorten zu sozialen Erlebnislandschaften. Retailflächen bleiben relevant, werden aber grundlegend anders genutzt.

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