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Nachfrageorientierte Nutzungskonzeption für die Ziegelei Ost in Allschwil

Veröffentlicht am: 13. November 2023 Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

Auch wenn es wohl noch rund 10 Jahre dauern dürfte, bis das Ziegeleiareal in Allschwil fertig entwi­ckelt ist, werden bereits heute die Weichen für eine nachhaltige und wirtschaft­liche Entwicklung gestellt. Grundstein dafür ist eine klare, identi­täts­stif­tende Vision, welche sich auf ein präzises Verständnis von Zielgruppen abstützt. Wüest Partner durfte im Rahmen einer Standort- und Marktanalyse mit einer darauf abgestützten Nutzungskonzeption die Bricks AG als Entwicklerin in dieser entschei­denden Phase unter­stützen.

Dynamisches Entwicklungsumfeld in Allschwil

Allschwil, die rund 20’000 Einwohner:innen zählende Gemeinde vor den Toren der Stadt Basel, entwi­ckelt sich entlang von zwei Schwerpunkten: der Binningerstrasse im Süden und dem Gebiet Bachgraben im Norden, welches auch das Baselink Areal umfasst. 2021 wurde für die Binningerstrasse ein Masterplan entwi­ckelt, welcher eine quali­täts­volle Innenverdichtung, eine Öffnung hin für Wohnnutzungen im heute primär gewerblich genutzten Gebiets vorsieht. Das alte Ziegeleiareal, welches sich etwa in der Mitte der Binningerstrasse zwischen Stadtgrenze zu Basel und dem histo­ri­schen Ortskern von Allschwil befindet, umfasst rund 43’600 m2 Grundstücksfläche und diverse Bestandsbauten, die heute noch gewerblich genutzt werden. Die Ziegelei bildet also einen zentralen Baustein des Quartiers um die Binningerstrasse.

Ziegelei mit grossem Entwicklungspotential

Nach der Liquidation und dem Rückbau der Backstein- und Ziegelfabrik Mitte der 1970er Jahre, hat sich das Areal organisch hin zu einer Multi-Tenant Gewerbeliegenschaft entwi­ckelt. 2009 erwarb die Petrusso AG das Areal und führte eine Testplanung mit drei Architekturbüros durch. Die Entwürfe zeigten die grossen Entwicklungspotentiale des komplexen Areals auf. Nach einer Vertiefung der Überlegungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie 2020, blieb die Frage offen, ob sich das Areal in dieser Form und wenn ja, wie sich das Areal langfristig im Markt sinnvoll positio­nieren kann.

Analyse von allen relevanten Daten zu Standort und Markt

Um eine nachhaltige und wirtschaft­liche Vision zu erarbeiten für ein Entwicklungsareal, arbeitet Wüest Partner primär mit dem eigenen Analysetool MLI (Market and Location Information), welches für jeden belie­bigen Standort in der Schweiz, Deutschland und Frankreich aktuelle Daten analy­siert, auswertet und visua­li­siert.

Neben aktuellen Informationen zu baurecht­lichen Rahmenbedingungen und grossen Infrastrukturprojekten, werden im Rahmen der Standortanalyse die Mikrolagequalitäten, Nutzungen in der Umgebung sowie die Erreichbarkeit mit dem ÖV, Auto und Velo analy­siert. Darüber hinaus werden sozio­de­mo­gra­fische Themen wie die Bevölkerungsentwicklung, Alters- und Haushaltsstruktur, soziale Milieus sowie Pendlerbewegungen und das Umzugsverhalten der Bevölkerung betrachtet.

Komplementär hierzu zeichnet die Marktanalyse ein umfas­sendes Bild der Gemeinde hinsichtlich der markt­tech­nisch relevanten Faktoren. Es werden Daten ausge­wertet zum Immobilienbestand, der Marktliquidität, Bautätigkeit, Nachfrage und nicht zuletzt auch Preisspektren für die verschie­denen Nutzungen, die für den Standort in Frage kommen. Darüber hinaus werden Konkurrenzprojekte in der Umgebung analy­siert, die für die zu reali­sie­renden Flächen auf dem Areal in Zukunft eine Konkurrenz darstellen könnten bei der Erstvermietung. 

Wüest Partner entwickelt Standort- und marktgerechte Nutzungskonzeption

Basierend auf den Erkenntnissen der Standort- und Markt, sowie Konkurrenzanalyse, erarbeitete Wüest Partner für das Ziegeleiareal drei standort- und markt­ge­rechte Nutzungskonzeptionen. Jeder Positionierungsvorschlag definiert den Nutzungsmix des Areals in abgewan­delter Form und positio­niert damit das Areal und seine Mietflächen als «Produkt» am Markt. 

Die Szenarien zeigen auf, welche Zielgruppen mit welchen strate­gi­schen Entscheiden angezogen werden können. So unter­scheiden sich die Szenarien nicht nur in Hinsicht auf den Nutzungsmix und die Wohnungstypologien, sondern zum Beispiel auch in Hinsicht auf den Ausbaustandard, die Kompaktheit der Wohnungen, die öffent­lichen Nutzungen und positio­niert sich zu Sonderfragen wie dem Potential von Hochhäusern an dem Standort, den Umgang mit dem Bestand und die Relevanz von Aussenräumen. 

Die Auslegeordnung an möglichen Nutzungskonzeptionen dient der Eigentümerschaft und Entwicklerin bei der Ausformulierung eines Zielbilds der Entwicklung des Areals.

Prüfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzungskonzeption in frühen Phasen

Neben den konzep­tio­nellen Fragen analy­siert Wüest Partner in einem nächsten Schritt auch die wirtschaft­lichen Konsequenzen der verschie­denen Szenarien, in dem die voraus­sicht­lichen Erträge einge­schätzt werden. Darüber hinaus bietet Wüest Partner die Bewertung der Szenarien an, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage haben. 

Head, Person, Face

Christophe Beer, Bricks AG
«Bei Standort- und Marktanalysen ist die Expertise von Wüest Partner für die richtige Einschätzung der Ausgangssituation von grosser Bedeutung. Dank Ihrer umfas­senden Erfahrung können wir in unseren Projekten das Angebot auf die entspre­chende Nachfrage abstimmen. Dies ist entscheidend, um die Projekte am Markt zu positio­nieren und eine optimale Marktabsorption zu erreichen. Die Einbeziehung lokaler Aspekte und aktueller Trends in die Analysen trägt zudem wesentlich dazu bei, dass wir mit unseren Projekten am Puls der Zeit bleiben.» 

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