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Wie hoch sind die Effizienzgewinne durch generative KI für den Immobiliensektor?

Veröffentlicht am: 26. November 2024 Letzte Aktualisierung: 22. April 2025

Wie stark profitierte der Immobiliensektor von künstlicher Intelligenz?

Basierend auf über 9000 Stelleninseraten haben wir abgeschätzt, inwieweit der Immobiliensektor von Effizienz- und Produktivitätssteigerungen durch generative KI profi­tieren können. Dabei haben wir auch analy­siert, welche Funktionen von GPT-Modellen besonders stark zu den poten­zi­ellen Effizienzgewinnen beitragen können.

Wie in der Gesamtwirtschaft profi­tieren auch im Immobiliensektor jene Berufe mit einem hohen Anteil an Verwaltungsarbeit, Kommunikation, Datenanalyse und Planung; sie erzielen tenden­ziell die höchsten Effizienzgewinne. Dagegen profi­tieren Rollen, die vorwiegend von manueller Arbeit geprägt sind oder physische Präsenz erfordern, weniger, da die Auswirkungen der genera­tiven KI hier begrenzt sind.

Berufe wie Malerin, Landschaftsgärtnerin, Bauarbeiter, Maschinenführer oder Fliesen- und Bodenleger dürften kaum von genera­tiver KI beein­flusst werden, da manuelle Arbeit hier dominiert. ChatGPT könnte jedoch immerhin helfen, Pläne zu lesen und zu inter­pre­tieren, Beschaffungen zu erledigen oder zu kommu­ni­zieren. Das würde einen geschätzten Effizienzgewinn von bis zu 10% bringen.

Beträchtliche Effizienzgewinne in Verwaltungs- und Technikberufen

Die grössten Effizienzgewinne finden sich in Verwaltungsberufen (Personalwesen, Büroangestellte), techni­schen Berufen (IT-Techniker), im Kundenservice, Marketing sowie in Finanzberufen und bei den Datenanalysten. Datenanalysten beispiels­weise sammeln und berei­nigen Daten, erstellen Visualisierungen, inter­pre­tieren Markttrends und entwi­ckeln Prognosen. Generative KI kann viele dieser Aufgaben schneller und effizi­enter erledigen. Doch auch hier: Für die Marktanalyse ist ein diffe­ren­ziertes Verständnis, Erfahrung und Urteilsvermögen unerlässlich – die zentrale Rolle des Menschen bleibt bestehen.

Wie können Effizienzgewinne durch generative KI erzielt werden?

Viele Berufe könnten bereits durch einfache, von genera­tiver KI vorge­schlagene Massnahmen erheb­liche Effizienzgewinne erzielen. Zwei Drittel der Berufe im Immobilienbereich würden deutlich profi­tieren, wenn sie ChatGPT regel­mässig für Textarbeiten nutzen – etwa bei der Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten und Berichten, für die Kommunikation oder für Übersetzungen. Allein dadurch könnten knapp ein Fünftel (17%) aller Effizienzgewinne in der Bau- und Immobilienindustrie erzielt werden. Darüber hinaus ermög­licht GPT, zahlreiche Berichte, technische Dokumente oder Studien schnell zu durch­suchen und zusam­men­zu­fassen, um relevante Informationen rasch zu erfassen (Recherche und Informationsbeschaffung: 2%).

Rund 60% der Berufe würden stark von den Datenanalysefähigkeiten der genera­tiven KI profi­tieren. Unstrukturierte Daten könnten visua­li­siert und analy­siert werden, ohne dass tiefge­hende Kenntnisse in Datenwissenschaft erfor­derlich sind. Informationen lassen sich so schneller extra­hieren, was zu besseren Entscheidungen führt. Durch Datenanalyse könnten im Immobilienbereich etwa 14% der gesamten Effizienzsteigerung erzielt werden. Generative KI-Tools sind hier bereits leistungs­stark, und zukünftige Entwicklungen versprechen noch stärkere und breitere Fähigkeiten und eine einfa­chere Nutzung. Allerdings bleibt die Vertraulichkeit der Daten ein Hindernis, das durch klare, aber nicht zu strenge Governance-Richtlinien angegangen werden muss. Zudem sind das Fachwissen und ein diffe­ren­ziertes Urteilsvermögen bei der Interpretation der Ergebnisse entscheidend, um voreilige oder falsche Schlüsse durch unkri­tische KI-Nutzung zu vermeiden.

In manuell oder körperlich geprägten Berufen, besonders im Baugewerbe, ergeben sich die grössten Effizienzsteigerungen durch Ratschläge und Anleitungen der KI oder durch die Erstellung von Schulungsmaterial für neue Mitarbeitenden.

ChatGPT-Funktionen für den Immobilienmarkt als Teil der generativen KI.

Kundenservice und Finanzanalyse

Auch der Einsatz genera­tiver KI im Kundenservice oder in der Finanzanalyse bietet Potenzial. Allerdings erfordert die Implementierung hier fortge­schrittene technische Entwicklungen, was die Kosten erhöht. Ähnliches gilt für die Projektplanung, bei welcher die bestehenden Prozesse und Plattformen die Integration von KI-Modulen erschweren oder verteuern könnten. Dennoch könnten dadurch fast 8% der Gesamteffizienz im Immobiliensektor erreicht werden.

Spezialisierte Massnahmen wie die Unterstützung in der Einhaltung von Vorschriften und Richtlinien sind im Immobiliensektor weniger verbreitet, können aber für Berufsgruppen wie Arbeitsschutzbeauftragte, Umweltexpertinnen oder Finanzkontrolleure wichtig sein. Auch die Interpretation techni­scher Dokumente – der Anteil an den gesamten Effizienzsteigerungen im Immobilienbereich beträgt rund 3% – könnte die Arbeit von Architekten, Ingenieurinnen und Elektrikern erheblich erleichtern.

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