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Aussagekräftige Prognosen für Bauunternehmen

Veröffentlicht am: 04. September 2021 Letzte Aktualisierung: 22. April 2025

Obwohl die Corona-Pandemie die Schweiz viele Bereiche stark getroffen hat, kam der Bausektor glimpflich durch die bishe­rigen Wellen. Er beweist, dass er weiterhin eine der wichtigsten Stützen der Schweizer Wirtschaft ist. Und nicht nur das: Wüest Partner erwartet, dass die Investitionen für Neu- und Umbau im Jahr 2022 um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Bauunternehmen stehen vor der Frage, was das für die zukünftige Auftragslage in ihrem Marktgebiet bedeutet. Wie das neu entwi­ckelte Wüest Partner Bauprognose Instrument Ihr Unternehmen unter­stützen kann, erläutern Ihnen Jörg Schläpfer und Haris Skenderovic.

Die Bauprognose ist ein wichtiges Instrument, um zukünftige Investitionen zu kalku­lieren, und um Preise bei Offerten anzusetzen. Damit Aufträge adäquat bearbeitet werden können, müssen ausrei­chend Material und Personal verfügbar sein.

Wüest Partner und Docu Media: Gebündelte Kompetenz

Gemeinsam mit Infopro Digital (ehemals Docu Media Schweiz GmbH) hat Wüest Partner ein innova­tives Bauprognosetool entwi­ckelt: Wüest Partner Bauprognose. Dieses Tool dient dazu, die Auftragslage in der Zukunft einzu­schätzen – und dies spezi­fisch für eine oder mehrere Regionen in der Schweiz und Marktsegmente. Wo man sich vorher primär auf das Bauchgefühl, lokale und segement­spe­zi­fische Einschätzungen verlies, erhalten Bauunternehmen mit Wüest Partner Bauprognose zukünftig auch konkrete Schätzungen für ihr Marktgebiet.

Wüest Partner Bauprognose ist die perfekte Symbiose von zwei wegwei­senden Unternehmen. Infopro Digital bietet eine umfang­reiche Datenbank mit Baubewilligungen. Wüest Partner nutzt diese Daten, um den Baumarkt aus ökono­mi­scher Sicht zu betrachten. Gemeinsam wurde ein Tool geschaffen, welches sowohl Bauunternehmen die Möglichkeit bietet, das kommende Geschäftsjahr hinsichtlich Materialien oder Personal besser zu planen und Investitionen auf einer fundierten Grundlage zu tätigen. Das Besondere: Für jede Region der Schweiz und jedes Bauteil oder Bauberuf wurden Bauprognosen erstellt. Auf Wunsch können diese noch auf den indivi­du­ellen Bedarf des Kunden weiter massge­schneidert werden.

Top-Down: Gesamtübersicht aller Bauprojekte in der Schweiz

Zunächst werden die Informationen aller in der Schweiz bewil­ligten Bauprojekte und einge­reichten Baugesuche als Grundlage der Schätzung für zukünftige Bauprojekte heran­ge­zogen. Ein Vorteil dieser Daten: Es können Trends erkannt werden, die sich über die letzten Jahre entwi­ckelt haben oder noch entwi­ckeln werden. Dabei wird für jedes Bauprojekt angenommen, wann die Bauarbeiten voraus­sichtlich beginnen und enden. Die voraus­sicht­liche Dauer des Projektes ist dabei von entschei­dender Bedeutung, da die Dauer von der Lage und der Nutzung abhängig ist. Bei einem teuren, grossen Bürokomplex in einer Metropole ist der Bauprozess komplexer als bei einem kleineren Einfamilienhaus in der Provinz. Neben der reinen Dauer des Baus wird berück­sichtigt, dass vom Punkt des Baugesuchs bis zur Baubewilligung eine gewisse Zeit vergeht. Das Resultat: Für jeden Kalendermonat wird die Höhe des Bauvolumens prognos­ti­ziert. Dies bildet die Basis für die Bauprognose.

Datenvalidierung durch Expert:innen

Im weiteren Schritt werden die gewon­nenen Erkenntnisse mit Daten zu den Arbeitsvorräten und statis­ti­schen Analysen der vergan­genen Investitionen angerei­chert. Expert:innen von Wüest Partner gleichen anschliessend die gewon­nenen Daten mit der gesamt­wirt­schaft­lichen Lage ab. In die Bauprognose werden Faktoren wie der Anstieg der Baupreise, punktuelle Lieferschwierigkeiten oder auch das Vertrauen in die Wirtschaft während der Pandemiezeit mit einbe­zogen. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil in einer verläss­lichen Prognose auch Faktoren berück­sichtigt werden müssen, die durch die Bewilligungszahlen nicht abgebildet werden können. Die Expertenrunde prüft die ermit­telten Prognosewerte und kalibriert aufbauend die Prognosen für die einzelnen Regionen und Kantone in der Schweiz.

Validität der Bauprognose

Unser Anspruch für die Wüest Partner Bauprognose: Wir wollen die verfüg­baren Daten und Informationen bestmög­lichst verwenden, bei der Erstellung der Prognose. Entsprechend werden nicht nur Daten verwendet, sondern auch quali­tative Entwicklungen im wirtschaft­lichen Umfeld berück­sichtigt. Im Fokus liegen das laufende und das kommende Jahr, da dort die Prognosegüte dank den Baubewilligungsdaten am aussa­ge­kräf­tigsten ist. Schlussendlich bleibt aber jede Prognose mit Unsicherheit behaftet, da manches nicht vorher­sehbar ist. Die Corona-Pandemie zeigte, dass es Bereiche in der Gesellschaft gibt, die der Mensch nur schwer beein­flussen oder einschätzen kann. In der Baubranche gibt es hierbei zumindest einen aussa­ge­kräf­tigen Frühindikatoren, da bei vielen Projekten vor Baubeginn eine Bewilligung erteilt werden muss.

bauprognose grafik

Massgeschneiderte Bauprognosen für Ihr Unternehmen

Wüest Partner Bauprognose ist für Bauunternehmen ein wichtiges Instrument, da es sowohl Bauberufs- als auch Bauteilprognosen erstellt. Für jede Bauwerksart wird beurteilt, welchen Anteil an der gesamten Bausumme eines Gebäudes ein spezi­fi­scher Bauberuf für sich verbuchen kann. Wertvolle Informationen, die in der Bauberufs- und Bauteilprognose verar­beitet werden, liefern zudem die Angaben zum Gebäudeausbau in den Baubewilligungsdaten. Erkennbar ist dort zum Beispiel, ob es sich bei den geplanten Fensterrahmen um Holz‑, Kunststoff oder Metallrahmen handelt. Daraus wiederum können die Investitionssummen für die einzelnen Bauteile, spezi­fische Materialien und die zugehö­rigen Berufsgruppen, welche sie verbauen, abgeleitet werden. Sie wollen wissen, wie die Wüest Partner Bauprognose angewandt wird? In unserem Artikel „Dynamischer Baumarkt in der Flughafenregion Zürich“ können Sie einen Ausblick über die verschie­denen Bauberufe und Bauteile bekommen!