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Photovoltaik-Portfolio-Prüfung für Schweizer Vorsorgeeinrichtung zeigt Wertsteigerungs-Potential auf

Veröffentlicht am: 29. Mai 2023 Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

In Zeiten des Klimawandels ist es wichtiger denn je, erneu­erbare Energien zu fördern und einen nachhal­tigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Eine gute Möglichkeit, diesen Anspruch umzusetzen, bieten Photovoltaik-Anlagen auf Gebäudedächern. In diesem Zusammenhang unterzog Wüest Partner das Immobilienportfolio einer Vorsorgeeinrichtung einer gründ­lichen Analyse. Das Ziel bestand darin, der Kundschaft detail­lierte Entscheidungsgrundlagen für die Planung der anste­henden Investitionen zu bieten. Es zeigte sich, dass sich die Installation von Photovoltaik-Anlagen in den meisten Fällen umwelt­tech­nisch und wirtschaftlich lohnt.

Die von Wüest Partner entwi­ckelte Methodik wurde speziell für die Analyse kleinerer und grösserer Portfolios konzi­piert. Sie garan­tiert schnelle und unkom­pli­zierte Arbeitsabläufe und generiert aussa­ge­kräftige und trans­pa­rente Ergebnisse.

Das vorse­lek­tio­nierte Teil-Portfolio der Kundschaft, einer führenden Schweizer Vorsorgeeinrichtung, umfasst rund 30 teils aus mehreren Gebäuden bestehende Liegenschaften. Um solide Entscheidungsgrundlagen für die geplante Installation von Photovoltaik-Anlagen zu erarbeiten, mussten vor allem die folgenden drei Punkte geklärt werden:

  • Wie viel Strom kann mit Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern dieser Liegenschaften konkret generiert werden? Und wie viel Strom muss dadurch künftig nicht mehr von externen Anbietern bezogen werden?
  • Wie viel CO2-Emissionen können einge­spart werden? Dabei sollten auch die bei der Erstellung und der Installation der Anlagen anfal­lenden grauen Emissionen mitbe­rück­sichtigt werden.
  • Lohnt sich die Installation von Photovoltaik-Anlagen finan­ziell, kann damit ein ökono­mi­scher Mehrwert erzielt werden?
Outdoors, Architecture, Building
Rötliche Markierung der Flächen, die für PV-Anlagen in Frage kommen. Dies dient der groben Anlagedimensionierung. Quelle: GIS

Einflussfaktoren

Um die Gegebenheiten des Portfolios möglichst realis­tisch einschätzen zu können, wurde eine ganze Reihe von Einflussfaktoren und projekt­spe­zi­fi­schen Unsicherheiten in die Analysen mitein­be­zogen:

  • Investitions- und Betriebskosten
  • Künftige Entwicklung der Strompreise
  • Eigenverbrauch der Nutzer:innen
  • Installationsfläche (abzüglich Gauben, Schornsteinen und sonstigen Installationen auf den einzelnen Dächern)
  • Wirkungsgrad von Photovoltaik-Anlagen
  • Verkauf von Photovoltaik-Strom an die Mieter:innen der Liegenschaften (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) oder Einspeisung ins Netz
  • Standortspezifische Strompreise und Einspeisevergütungen
  • Lebenserwartung von Photovoltaik-Anlagen und ihrer Komponenten
  • Jährliche Leistungsverluste der Photovoltaik-Anlagen
  • Leistungsbeeinträchtigungen (beispiels­weise aufgrund von Verschattungen durch Gebäude oder Bäume)
  • Förderbeiträge
  • Teuerungsszenarien von Photovoltaik-Anlagen, Strompreisen usw. 
  • Vorteil für Mieter:innen durch Bezug von günstigem Photovoltaik-Strom

Monte-Carlo-Simulation: Spielraum für Ungewisses

Im Rahmen der Analysen arbei­teten wir mit sogenannten Monte-Carlo-Simulationen, einem statis­ti­schen Verfahren, das mittels Zufallszahlen mögliche Ergebnisse bestimmter Szenarien model­liert. Dabei werden einzelnen Einflussfaktoren bestimmte Unsicherheitsbereiche zugeordnet. Die Simulation wird sehr viele Male durch­ge­führt, um eine Vielzahl an möglichen Ergebnissen zu generieren. Aus diesen Ergebnissen können dann Tendenzen abgeleitet werden, die wiederum als Entscheidungsgrundlagen für Investitionen genutzt werden können.

Eine Monte-Carlo-Simulation bietet also die Möglichkeit, im Voraus Chancen und Risiken in die Überlegungen rund um eine Investition mitein­zu­be­ziehen. In diesem Falle wurde die Wirtschaftlichkeit jeder Photovoltaik-Anlage mittels DCF-Methode rund tausend Male durch­ge­rechnet. Dafür wurden möglichst viele Einflussfaktoren (s. oben) berück­sichtigt, um möglichst sichere Aussagen machen zu können.

Die Resultate der Berechnungen zeigen, dass es bei der grossen Mehrheit der Gebäude Sinn macht, sie kurz- bis mittel­fristig mit einer Photovoltaik-Anlage auszu­statten. Davon würde nicht nur die Umwelt profi­tieren, sondern auch das Portfolio würde an Wert gewinnen.

Kumulierter Nettocashflow und Quantilsverteilungen der Unsicherheitsbetrachtung (CHF)

Kumulierter Nettocashflow und Quantilsverteilungen der Unsicherheitsbetrachtung (CHF)

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