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Mit verlässlichen Daten zur optimalen Steuerung von Klimarisiken und Emissionsreduktionen des BLKB-Hypothekarportfolios

Veröffentlicht am: 24. November 2023 Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

Die Offenlegung der Klimaauswirkungen der Geschäftstätigkeiten grosser Schweizer Banken und Versicherungen wird ab 2024 verpflichtend. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat Wüest Partner beauf­tragt, die Treibhausgasemissionen ihres Hypothekarportfolios zu berechnen. Dies dient der effek­tiven Steuerung von Klimarisiken, der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Verfolgung von Emissionszielen.

Die Verordnung zur verbind­lichen Klimaberichterstattung grosser Schweizer Unternehmen verpflichtet grosse Banken und Versicherungen (mit 500 oder mehr Mitarbeitenden und einer Bilanzsumme von mind. CHF 20 Mio.) ab 2024, die Klimaauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit offen­zu­legen (Umsetzung der TCFD-Empfehlungen des eidge­nös­si­schen Finanzdepartementes). Gleichzeitig wird ab 2024 auch die EU-Taxonomie diese Offenlegungspflicht für grosse Schweizer Unternehmen fordern. Einige Schweizer Banken haben schon vor 2024 angefangen, die Klimaauswirkungen ihres Geschäftes zu veröf­fent­lichen.

In diesem Rahmen wurde Wüest Partner 2022 von der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) beauf­tragt, die Treibhausgasemissionen ihres Hypothekarportfolios zu berechnen. Die BLKB übt ein fortschritt­liches Engagement in den Dimensionen Mensch, Umwelt und Gesellschaft aus und legt jährlich in einem Nachhaltigkeitsbericht die quanti­ta­tiven Fakten ihres Engagements offen.

«Die Basis für eine effektive Steuerung von Klimarisiken und eine zielge­richtete Reduktion der Treibhausgasemissionen beruht auf der verläss­lichen Datenerhebung, Messung und Bewertung. Wüest Partner hat uns in all diesen Bereichen tatkräftig unter­stützt und ihr ergän­zendes Fachwissen einge­bracht», sagt Michaela Reimann, Senior Sustainability Managerin der BLKB.

Body Part, Face, Head
Michaela Reimann

Standardisiertes Vorgehen bei der Emissionsberechnung

Für die Berechnung der Treibhausgasemissionen der BLKB-Hypotheken greift Wüest Partner auf ein standar­di­siertes Verfahren zurück, welches eigens für Hypothekarportfolios entwi­ckelt wurde. Bei der Emissionsberechnung wird stets sicher­ge­stellt, dass eine Kompatibilität mit Reporting-Frameworks wie TCFD und PCAF gewähr­leistet ist.

In einem ersten Schritt werden die Hypothekardaten mit öffent­lichen Daten und statis­ti­schen Methoden ergänzt, um die Datenqualität des Portfolios zu erhöhen. Dabei wird eine Gebäudedatenbank heran­ge­zogen, die alle öffent­lichen gebäu­de­scharfen Daten verbindet und somit einen digitalen Zwilling des Schweizer Gebäudeparks darstellt. Es soll sicher­ge­stellt werden, dass bei der Emissionsberechnung möglichst alle verfüg­baren liegen­schafts­spe­zi­fi­schen Informationen berück­sichtigt werden.

In einem zweiten Schritt werden die Emissionen für jede Liegenschaft mithilfe des CO2-Rechners von Wüest Partner berechnet, welcher die Treibhausgasemissionen nach verschie­denen Modellansätzen wie dem Greenhousegas-Protocol oder der Life-Cycle-Analysis aufschlüsseln kann. Für den Fall der BLKB wurden folgende Emissionen gemäss Greenhousegas-Protocol berechnet (siehe Bild):

  • Scope 1: Direkt bei der Liegenschaft anfal­lende Emissionen, welche bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen vor Ort produ­ziert werden
  • Scope 2: Emissionen, die bei der Produktion von impor­tierter Energie wie Elektrizität oder Fernwärme anfallen
  • Scope 3: Alle anderen indirekten Emissionen, die vor- oder nachge­lagert anfallen können. Für die BLKB wurde lediglich Scope 3 Kategorie 3 berechnet (energie- und brenn­stoff­be­zogene Aktivitäten, die nicht in Scope 2 enthalten sind).
  • Hinweis: Es gilt zu beachten, dass es sich bei den berech­neten Scope 1 und 2‑Emissionen aus Sicht der Bank um Scope 3‑Emissionen handelt, da die Emissionen nicht bei der Bank selber anfallen, sondern bei den Haus- und Wohneigentümer:innen.
Neighborhood, Terminal, Outdoors

Nebst den Emissionsberechnungen wurden für jede Liegenschaft die Anzahl Jahre eruiert, ab wann die Liegenschaft mehr emittiert als gemäss Zielabsenkpfad wünschenswert, was bedeutet, dass die Liegenschaft zu diesem Zeitpunkt zu einem «Stranded Asset» wird.

Offenlegung der Klimawirkungen als Basis für nachhaltiges Engagement seitens BLKB

Die BLKB verwendet die Resultate aus der Emissionsberechnung für den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht, in dem verschiedene Indikatoren in den vielzäh­ligen Dimensionen der Nachhaltigkeit offen­gelegt werden. Die Emissionsberechnung dient weiter als Grundlage für die Bewertung und Steuerung der Klimarisiken sowie für die Berechnung des Absenkpfades hin zu Netto-Null.

Mehrjährige Durchführungen der Emissionsberechnung sind besonders spannend, da Zeitreihen berechnet werden können und die Zielerreichung der Bank verfolgt werden kann. Nebst Vorjahresvergleichen erarbeitet Wüest Partner zudem Emissionsbenchmarks, um anony­mi­sierte Peervergleiche innerhalb der Branche zu ermög­lichen.

Individuell massgeschneiderte Lösungen

Die Dienstleistungen von Wüest Partner im Bereich der Emissionsberechnungen sind stets indivi­duell massge­schneidert: Von Offlinelieferungen bis hin zu inter­ak­tiven Dashboards oder Unterstützung im Reporting bieten wir alle Leistungen an.

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