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Ein neues Zentrum für Grolley-Ponthaux

Veröffentlicht am: 10. November 2025 Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

Im Herzen der Freiburger Agglomeration hat die Gemeinde Grolley-Ponthaux eine umfas­sende Neugestaltung ihres Dorfzentrums beschlossen. Mit dem detail­lierten Bebauungsplan «Place de la Gare» soll ein leben­diges, gut an den öffent­lichen Verkehr angeschlos­senes Quartier entstehen, das Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen vereint.

Das Projekt zeigt exempla­risch, wie eine klare kommunale Vision, kombi­niert mit unabhän­giger Expertise, zu einer kohärenten und nachhal­tigen Entwicklung führen kann.

Eine ambitionierte kommunale Vision

Der politische Wille war klar: Das Ortszentrum sollte neu gestaltet und die Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort gestärkt werden.

Das Bauprojekt eines privaten Entwicklers zielt darauf ab, die im Bebauungsplan vorge­sehene Dichte voll auszu­schöpfen. Durch einen Tausch von baulichen Ausnutzungsreserven kann sofort nutzbares Baupotenzial freige­setzt und die Realisierung eines verdich­teten Bauprojekts ermög­licht werden, das das Potenzial des Areals optimal nutzt. Konkret soll eine benach­barte Gemeindefläche in das Projekt einbe­zogen werden. Dieser Austausch geht über einen reinen punktu­ellen Eingriff hinaus: Er nutzt bislang ungenutzte Ausnutzungsreserven und erlaubt eine sinnvolle Verdichtung – selbst­ver­ständlich gegen Zahlung eines Transaktionspreises.

Um die Entscheidungsgrundlagen zu sichern und die Planung zu stützen, beauf­tragte die Gemeinde Wüest Partner mit der Bewertung der betrof­fenen Ausnutzungsreserve. Mithilfe einer Discounted-Cashflow-Analyse berück­sich­tigte das Expertenteam Baukosten, Marktmieten sowie die Risiken im Zusammenhang mit der Genehmigung des Nutzungsplans und der Baubewilligung. Diese Arbeit lieferte eine neutrale und trans­pa­rente Grundlage für die Diskussionen zwischen den Beteiligten und ermög­lichte eine fundierte Bestimmung des Werts der Ausnutzungsreserve.

«Der Austausch von baulichen Ausnutzungsreserven ist ein wirkungs­volles Instrument der opera­tiven Raumplanung: Er erlaubt rasches Handeln und sichert gleich­zeitig die Kohärenz der zukünf­tigen Entwicklung», fasst Julien Tobler, Director bei Wüest Partner, zusammen.

Ein durchmischtes und vernetztes Quartier

Das künftige Quartier «Place de la Gare» wird als neues Zentrum der Gemeinde konzi­piert. Es wird moderne, vielfältige Wohnungen umfassen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, die gezielt auf lokale Bedürfnisse ausge­richtet sind. Langfristig strebt die Gemeinde an, neue Einwohner:innen und Arbeitsplätze zu gewinnen sowie Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte, Geschäfte und lokale Dienstleistungen zu schaffen.

Besonderes Augenmerk gilt der Gestaltung der öffent­lichen Räume und der Förderung sanfter Mobilität. Die direkte Nähe zum SBB-Bahnhof und zu mehreren Bushaltestellen steigert die Standortattraktivität und unter­stützt einen nachhal­tigen Lebensstil – mit weniger Abhängigkeit vom Auto.

Nachhaltiger Mehrwert für die Gemeinde

Mit dem Projekt «Place de la Gare» schafft Grolley-Ponthaux ein neues leben­diges Zentrum. Die Entwicklung stärkt die Wohnattraktivität, belebt die lokale Wirtschaft und verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung.

Die funktionale Mischung garan­tiert ein Quartier, das zu allen Tageszeiten lebt – ein Ort der Begegnung für Bewohner:innen, Arbeitnehmende und Besucher:innen. Zudem trägt die höhere Wohnungszahl dazu bei, der hohen regio­nalen Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden und den Immobilienbestand der Gemeinde zu diver­si­fi­zieren – ohne wesent­liche Auswirkungen auf die aktuelle Nutzung des betrof­fenen Grundstücks.

Erfolgsfaktoren

Der Projekterfolg stützt sich auf mehrere Schlüsselelemente:

  • Klare Governance zwischen Gemeinde und Projektpartner:innen
  • Koordinierte Planung und sorgfältige Steuerung der Entwicklungsphasen
  • Transparente Kommunikation gegenüber Bevölkerung und Gemeinderat

Die unabhängige Expertise von Wüest Partner stellt sicher, dass zentrale Entscheidungen – insbe­sondere zur Bewertung der Ausnutzungsreserve – auf soliden, nachvoll­zieh­baren Grundlagen beruhen. So werden die Kohärenz und Nachhaltigkeit des Projekts langfristig gewähr­leistet und der Gemeinderat erhält eine verläss­liche Entscheidungsgrundlage.

Fazit

Die Erfolgsgeschichte von Grolley-Ponthaux zeigt, dass operative Raumplanung ein kraft­voller Hebel für die Entwicklung einer Gemeinde sein kann.

Durch die Verbindung von politi­scher Vision, innova­tivem Umgang mit baulichen Ausnutzungsreserve und unabhän­giger Expertise entsteht ein modernes, attrak­tives und nachhal­tiges Zentrum. Das Projekt «Place de la Gare» verdeut­licht, wie ambitio­nierte Planung, starke Steuerung und erfahrene Partner:innen gemeinsam zu einem echten gemein­samen Erfolg führen können.

Kontakt Deutschschweiz

Roger Blumenthal

Director
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