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Inter­aktive Preis­in­dizes der Schweizer Wohnob­jekte

Veröffentlicht am: 10. Mai 2019 Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2025

Die Verfassung des Schweizer Wohnungs­markts lässt sich auf folgende Kurzformel bringen: Nach einer langjäh­rigen Boompe­riode zeigt er sich stabil, wobei auch deutliche regionale und segment­spe­zi­fische Gegen­sätze bestehen. So ist die Nachfrage sowohl bei den Wohnei­gen­tums­ob­jekten als auch bei den Mietwoh­nungen zwar vielerorts weiterhin intakt, aber hohe Preis­ni­veaus und eine intensive Neubau­tä­tigkeit führen in einzelnen Regionen zu spürbaren Preis­schwan­kungen, wie die Preis­in­dizes in den letzten Quartalen zeigten.

Preis­in­dizes: Schwan­kungen als Normalfall

Dass die Kaufpreise und Mieten im Zeitverlauf schwanken, ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Lang anhal­tende Markt­gleich­ge­wichte und damit Preis­sta­bi­li­täten sind selten anzutreffen. Zudem weisen Eigen­tums­woh­nungen grund­sätzlich stärkere Preis­schwan­kungen auf als Einfa­mi­li­en­häuser. Dafür ist neben lokalen Stand­ort­qua­li­täten und dem örtlichen Nachfra­ge­po­tenzial auch die Angebots­seite verant­wortlich: Nach der Fertig­stellung von neuen Mehrfa­mi­li­en­häusern mit Eigen­tums­woh­nungen kommt oft eine grosse Anzahl neuer Objekte in kurzer Zeit und räumlich konzen­triert auf den Markt.

Diffe­renzen in den Regionen und den Segmenten

Weil in zahlreichen Gegenden der Schweiz die Preise für Einfa­mi­li­en­häuser und Eigen­tums­woh­nungen noch immer leicht steigen, wenn auch meist mit tieferen Wachs­tums­raten, haben die Kaufpreise vielerorts erneute Rekord­ni­veaus erreicht. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens hat der Wunsch nach Wohnei­gentum eher zu- als abgenommen, unter anderem begünstigt durch die besondere Konstel­lation auf dem Finan­zie­rungs­markt. So ist die Wohnei­gen­tums­quote hierzu­lande auf über 38 Prozent angestiegen, wobei der Anteil der Wohnkosten an den Haushalts­budgets trotz höherer Preise heute nicht grösser ist als früher; die Haushalts­ein­kommen sind gestiegen und die Zinskosten gesunken. Zweitens kam es zu massgeb­lichen Quali­täts­ver­bes­se­rungen bei den Wohnob­jekten – man denke etwa an energe­tische Fortschritte oder an den verbes­serten Ausbau­standard. Und drittens wuchs der Konsum von Wohnfläche pro Kopf sowohl bei Miet- als auch bei Wohnei­gen­tums­haus­halten stetig an. Es fand also eine nachfra­ge­seitige Mengen­aus­dehnung statt mit entspre­chenden «Kosten­folgen».


Erklä­rungen

  • *Regionen: Die Schweizer Markt­re­gionen sind zu den 8 «Monitoring-Regionen» zusam­men­ge­fasst. Bei den inter­ak­tiven Indizes lassen sich alle 8 Regionen auswählen. Bei der Verän­de­rungs­raten sind aus Darstel­lungs­gründen nur zwei Regionen auswählbar.
  • Die Wüest-Partner-Angebotspreisindizes werden für die folgenden Nutzungen berechnet: Mietwoh­nungen, Eigen­tums­woh­nungen, Einfa­mi­li­en­häuser, Büro‑, Gewerbe- und Verkaufs­flächen. Sie basieren auf der Auswertung von Immobi­li­en­an­ge­boten in Print­medien und auf Inter­net­por­talen. Die Aktua­li­sierung erfolgt quartals­weise. Der Export der Daten ist hier möglich.
  • Die Wüest-Partner-Transaktionspreisindizes reprä­sen­tieren die Preis­ent­wicklung eines mittleren Objekts (durch­schnitt­liche Grösse, Ausbau­standard und Lagequa­lität) für Eigen­tums­woh­nungen und Einfa­mi­li­en­häuser für die Gesamt­schweiz oder eine von 8 Markt­re­gionen seit 1985 bis heute. Die Aktua­li­sierung erfolgt quartals­weise. Der Export der Daten ist hier möglich. Auf Anfrage sind auch weitere Indizes greifbar.
  • Für die Angebots­preis­in­dizes existieren seit 1996 Quartals­werte. Bei den Trans­ak­ti­ons­preis­in­dizes sind seit dem Jahr 2000 Quartals­werte verfügbar. Für den davor liegenden Zeitraum bestehen Jahres­werte, die über die obige Grafik auf Quartals­stufe linear inter­po­liert wurden.
  • Die inter­ak­tiven Grafiken wurden von Datahouse program­miert.