Immobilienmarkt Schweiz 2026 | 3

Inhalt
Kennzahlen
+1.0%
Reales BIP, Prognose 2026
+0.7%
Inflation, Prognose 2026
1.91%
10-jährige Festhypothek, Juni 2026
Ausgangslage
Im ersten Quartal 2026 hat sich die Schweizer Wirtschaft trotz eines anspruchsvollen internationalen Umfelds robust gezeigt. Das Sportevent-bereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs gemäss SECO um 0.4 % gegenüber dem Vorquartal, getragen vor allem von der Industrie, inbesondere von der Metall‑, Datenverarbeitungs- und Uhrenindustrie. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 1.0 %, das sich 2027 auf 1.6 % beschleunigen dürfte. Der Ausblick bleibt jedoch mit Unsicherheiten verbunden, insbesondere durch geopolitische Konflikte, die Schwäche wichtiger Exportmärkte sowie mögliche Wechselkursrisiken beim Schweizer Franken.
Am Arbeitsmarkt zeichnet sich nach der Abschwächung im vergangenen Jahr eine Erholung der Dynamik ab. Zwar dämpfen Herausforderungen im internationalen Handel sowie Effizienzsteigerungen durch künstliche Intelligenz die Schaffung neuer Stellen, aber insbesondere im Detailhandel und im Verarbeitenden Gewerbe haben sich die Aussichten wieder verbessert. Für das laufende Jahr erwarten wir ein moderates Beschäftigungswachstum von 0.4 %, das sich 2027 auf 0.9 % beschleunigen dürfte.
Die Inflation bewegt sich innerhalb des Zielbands der Schweizerischen Nationalbank und lag im Juli bei 0.4 %. Höhere Energie- und Treibstoffpreise führten zwar im April und Mai 2026 zu einem leichten Anstieg der Gesamtinflation, dieser Effekt hat jedoch bereits wieder abgenommen. Ein breit abgestützter Preisdruck ist zudem nicht erkennbar, was sich auch in der seit März 2026 konstant tiefen Kerninflation von 0.3 % widerspiegelt. Die Schweiz hebt sich damit spürbar von vielen europäischen Volkswirtschaften ab, wo die Teuerungsraten teils deutlich höher liegen. Für das laufende Jahr sowie für 2027 erwarten wir eine relativ tiefe Inflation von je 0.7 %.
Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins im Juni 2026 unverändert bei 0.0 % belassen. Angesichts der Inflationserwartungen, der moderaten Konjunkturdynamik und des starken Frankens besteht derzeit wenig Druck für eine geldpolitische Straffung. Auch die Markterwartungen deuten darauf hin, dass der Leitzins vorerst auf diesem Niveau verharren dürfte. Dieses Umfeld sorgt weiterhin für günstige Finanzierungsbedingungen am Immobilienmarkt.

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