Immo-Monitoring – Wohnungsmarkt: Auf dem Weg in eine ruhigere Phase?
Veröffentlicht am: 05. Februar 2026 Letzte Aktualisierung: 05. Februar 2026
Wohnungsbau: Fragiler Aufschwung
- 2025 wurden Baubewilligungen für rund 50 700 neue Wohnungen erteilt. Dies entspricht einem Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahr und markiert den höchsten Wert seit 2018. Der Zuwachs entfällt überwiegend auf den Mietwohnungsbau (+21 %).
- Die Baugesuche gingen jedoch innert Jahresfrist um 11 % zurück. Dies deutet darauf hin, dass der aktuelle Aufschwung von begrenzter Dauer sein könnte.
Umbauinvestitionen steigen stark
- Investitionen in den bestehenden Wohnungsbestand verzeichnen eine deutliche Beschleunigung. Die Umbaugesuche stiegen um 18 % gegenüber dem Vorjahr und um über 160 % innerhalb von fünf Jahren.
- Zusätzlichen Schub erhält diese Entwicklung durch die baldige Abschaffung des Eigenmietwerts. Steuerlich ist es interessant, allfällige Umbauten noch vor der Umsetzung der Reform durchzuführen, was zahlreiche Eigentümer dazu veranlasst, geplante Arbeiten zeitlich vorzuziehen.
Wohneigentum: Ausgeprägte Preisdynamik
- Im 4. Quartal 2025 legten die Preise für Einfamilienhäuser im Vorjahresvergleich um 5.3 % zu, jene für Eigentumswohnungen um 4.5 %. Damit liegen die Zuwachsraten klar über den langfristigen Durchschnittswerten.
- Getrieben wird diese Entwicklung insbesondere durch die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen sowie durch den Mangel an Alternativen im angespannten Mietwohnungssegment.
Ausblick 2026: Preise für Wohneigentum steigen etwas langsamer
- Die stabil tiefen Zinsen, das knappe Angebot sowie die angekündigte Abschaffung des Eigenmietwerts stützen die Nachfrage nach Wohneigentum.
- Das geringere Beschäftigungswachstum, die nachlassende Zuwanderung sowie die sinkende Erschwinglichkeit dürften die Preisdynamik bremsen.
- Für 2026 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 2.8 % (Eigentumswohnungen) bzw. 3.1 % (Einfamilienhäuser).
Mietwohnungen: Anhaltende Knappheit
- Das Mietwohnungsangebot erreichte zuletzt einen neuen historischen Tiefstand. Weniger als 98 000 Wohnungen waren ausgeschrieben, was einer Angebotsziffer von lediglich 3.4 % entspricht
- Die Nachfrage verlagert sich zunehmend aus den Zentren in die Agglomerationen und die peripheren Gemeinden, was die Knappheit dort weiter verschärft.
- Der Neubau bleibt strukturell schwach, sodass kurzfristig keine Entspannung absehbar ist.
Ausblick 2026: Mieten stabilisieren sich
- Trotz der Knappheit lässt die Mietdynamik nach. Begünstigt durch die beiden Senkungen des hypothekarischen Referenzzinssatzes im Jahr 2025 dürften die Bestandesmieten 2026 leicht zurückgehen (−0.8 %).
- Die Angebotsmieten hingegen dürften zulegen, wenn auch nur noch moderat (+0.7 %), da die zusätzliche Nachfrage aufgrund der nachlassenden Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung geringer ausfällt.

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