Sparkasse Hildesheim ermittelt CO2-Ausstoss ihres Immobilienportfolios mit dem Emissions- und Investitions-Rechner
Veröffentlicht am: 05. August 2024 Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026
Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine geht einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Mit dem Emissions- und Investitions-Rechner von Wüest Partner ermittelte das Finanzinstitut den CO2-Fussabdruck ihres Immobilienportfolios. Der Emissions- und Investitions-Rechner analysierte die CO2-Emissionen des Sparkassenbestandes auf Objekt- und Portfolioebene und verglich diese mit Benchmarking-Daten. Die Ergebnisse geben der Sparkasse Impulse für Investitionsmassnahmen, die den CO2-Ausstoss reduzieren und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Portfolios verbessern.
Der Emissions- und Investitions-Rechner leitet auf Basis von Standort- und Gebäudedaten, Energiebezugsflächen, Energieträgern und Strommix alle notwendigen Klimadaten her, um den Energiebedarf und CO2-Absenkpfad zu berechnen. Das Modell basiert auf europäischen Standards und wurde mit 50’000 effektiven Energieverbräuchen aus Energieausweisen kalibriert. Alle erforderlichen Daten wurden bei Standortbegehungen mit Hilfe der mobilen App Wüest Visits erfasst. Mittels einer umfassenden Carbon Due Diligence erarbeitete Wüest Partner für die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine eine wirtschaftliche Dekarbonisierungs-Strategie und zeigte Massnahmen zur Erreichung des Dekarbonisierungs-Pfades bis 2050 auf.
Hinzu gezogen wurden simulierte Daten, so dass nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch die wirtschaftlichen Auswirkungen zukünftiger Investitionen berechnet werden konnten. Dabei weist der Emissions- und Investitions-Rechner auch explizit auf das Stranding-Risiko (gem. Benchmark CRREM) einzelner Liegenschaften hin und zeigt eine Bewertung des Verbesserungspotenzials, im Sinne von energetischen Sanierungsmassnahmen und Reduzierung der CO2-Emissionen, auf.
Das Portfolio der Sparkasse ist heterogener als man es von einer Bank erwarten würde. Die Gebäude umfassen reine Büro-/Banknutzungen, Wohn- und Geschäftshäuser, Mehrfamilienhäuser, Teileigentumsflächen bis hin zu den sogenannten „Pavillons“ (Modulbauten) für den SB-Bankbereich. Dabei erstreckt sich das gesamte Geschäftsstellennetz der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine über eine Fläche, die grösser als das Bundesland Saarland ist.
Die Gebäude zeichnen sich durch eine grosse Vielfalt in ihrer Nutzung und ihren Flächen aus, was sich auch in den unterschiedlichen Baujahren widerspiegelt. Die Baujahre reichen von 1900 bis 2023, mit einem Durchschnitt von 1990. Obwohl die meisten Objekte derzeit noch mit Gas beheizt werden, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Gasheizungen gegen moderne Modelle ausgetauscht. Insgesamt befinden sich die Gebäude, dem Alter entsprechend, in einem guten und gepflegten Zustand.
Wüest Partner hat auf Basis der Begehungen und zur Verfügung gestellten Unterlagen die Lebensdauern der einzelnen Bauteile, welche die thermische Gebäudehülle bilden, analysiert. Auf Basis des Mittelwerts der Baujahre von 1990 ist das Ergebnis der geringen noch verbleibenden Lebensdauern und damit anstehenden Sanierungen nicht unerwartet. Einher gehen die prognostizierten Sanierungskosten gemäss BKI.
Das untersuchte Portfolio zeigt insgesamt eine heterogene Nutzung, Fläche und ein unterschiedliches Alter der Immobilien.
Marcus Wedig, Bereichsdirektor der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, sagt: „Dank der strukturierten Datenerhebung und ‑auswertung durch Wüest Partner wissen wir, dass wir den richtigen Weg hin zu einem klimaneutralen Immobilienportfolio eingeschlagen haben. Besonders hervorzugeben beim Emissions- und Investitions-Rechner ist die einfache und schnelle Datenerhebung. Noch ist der akute Handlungsbedarf in unserem eigenen Immobilienportfolio gering, doch mit der Erstellung von Roadmaps für erforderliche Optimierungsmassnahmen können wir die Weichen für zukünftige Modernisierungen stellen. Wir wissen nun stets, wie sich unsere Investitionen und Sanierungen auf die CO2-Bilanz und Wirtschaftlichkeit auswirken.“
Im Anschluss an die Analysephase erfolgt nun die Umsetzung geeigneter Optimierungsmassnahmen. Auch hierbei steht Wüest Partner seinen Kunden regelmässig beratend zur Seite.
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