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Immobilienmarkt Deutschland  2026 | 3


Kennzahlen

+0,8%

Reales BIP, Prognose 2026

+2,7%

Inflation, Prognose 2026

3,8%

Zinssatz für neue Wohnungsbaukredite an private Haushalte (LZ >5 Jahre, Juni 2026) 


Wirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft ist im 2. Quartal 2026 trotz des heraus­for­dernden Umfelds leicht gewachsen. Das preis­be­rei­nigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte gegenüber dem Vorquartal um 0,2% zu. Wachstumsimpulse kamen insbe­sondere von den Exporten. Gleichzeitig deutete der jüngste Anstieg der Industrieaufträge auf eine gewisse Stabilisierung hin, wobei auch Vorzieheffekte eine Rolle gespielt haben dürften.

Auch die Stimmungsindikatoren haben sich zuletzt wieder aufge­hellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juli 2026 zum dritten Mal in Folge gestiegen und erreichte 86,6 Punkte und lag damit 0,9 Punkte über dem Vormonat. Während sich die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate aufhellten, wurde die aktuelle Geschäftslage insgesamt schlechter beurteilt. Insgesamt bleibt die wirtschaft­liche Lage jedoch angespannt. Insbesondere in der Industrie belasten Restrukturierungen und angekün­digte Stellenstreichungen den Ausblick. Auch am Arbeitsmarkt bleibt die Dynamik verhalten. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli 2026 saison­be­dingt um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4%.

Die Inflationsrate erhöhte sich im Juli 2026 auf 2,8%. Ausschlaggebend waren erneut höhere Energiepreise sowie anhal­tende Preissteigerungen im Dienstleistungssektor. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten wir eine durch­schnitt­liche Inflationsrate von 2,7%.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im Juli 2026 unver­ändert belassen. Für den weiteren Zinskurs bleibt insbe­sondere die Entwicklung der Inflation entscheidend. Dabei sorgen die geopo­li­ti­schen Risiken und ihre möglichen Auswirkungen auf die Energiepreise weiterhin für Unsicherheit. Sollte der Inflationsdruck wieder zunehmen, könnte eine weitere geldpo­li­tische Straffung nach der Sommerpause erneut in den Fokus rücken.

Das wirtschaft­liche Umfeld bleibt insgesamt fragil. Positive Impulse dürften insbe­sondere von den angekün­digten Investitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung ausgehen. Gleichzeitig belasten geopo­li­tische Konflikte, handels­po­li­tische Unsicherheiten und der zuneh­mende Wettbewerbsdruck die Wachstumsaussichten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,8%. Für 2027 rechnen wir mit einer leichten Verbesserung des BIP-Wachstums auf 0,9%.




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