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Immobi­li­en­markt Deutschland  2026 | 1


Kennzahlen

+1,0%

Reales BIP, Prognose 2026

+2,3%

Inflation, Prognose 2026

3,6%

Zinssatz für neue Wohnungs­bau­kredite an private Haushalte (LZ >5 Jahre, November 2025) 


Wirtschaft­liches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2025 mit einem Wachstum von 0,2% erstmals seit zwei Jahren wieder ein leicht positives Ergebnis. Damit wurde die Phase der Rezession formal überwunden.

Der ifo Geschäfts­kli­ma­index lag im Januar 2026 bei 87,6 Punkten und damit auf dem Niveau des Vormonats. Während sich die aktuelle Geschäftslage im Handel und insbe­sondere in der Industrie verbes­serte, blieben die Erwar­tungen zurück­haltend. Belastend wirken die Unsicher­heiten bezüglich der US-Zollpolitik sowie der struk­tu­relle Reform­druck.

Die verhaltene gesamt­wirt­schaft­liche Entwicklung spiegelt sich am Arbeits­markt wider. Die Arbeits­lo­sen­quote ist im Jahres­durch­schnitt 2025 auf 6,3% gestiegen, was einem Zuwachs um 0,3 Prozent­punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu Beginn des Jahres 2026 stieg die Arbeits­lo­sen­quote weiter auf 6,6%, womit die Arbeits­lo­senzahl im Januar 2026 den höchsten Stand seit 2014 erreichte.

Die Infla­ti­onsrate in Deutschland lag im Jahres­durch­schnitt 2025 bei 2,2% und damit auf Vorjah­res­niveau. Während sich Dienst­leis­tungen überdurch­schnittlich verteu­erten, wirkten rückläufige Energie­preise dämpfend auf die Teuerung.

Der Leitzins der Europäi­schen Zentralbank (EZB) lag Anfang Februar 2026 unver­ändert bei 2,0%. Die Inflation im Euroraum bewegt sich innerhalb des Zielkor­ridors von 2%, sodass kurzfristig keine Zinsschritte zu erwarten sind. Die langfris­tigen Staats­an­lei­he­ren­diten zogen zuletzt leicht an, getragen vom Ausblick auf eine steigende staat­liche Verschuldung. In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer Stabi­li­sierung auf dem aktuellen Niveau.

Geopo­li­tische Risiken und handels­po­li­tische Unsicher­heiten dürften vorerst bestehen bleiben. Gleich­zeitig eröffnen neue EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Indien mittel­fristig zusätz­liche Perspek­tiven für export­ori­en­tierte Unter­nehmen. Für die Jahre 2026 und insbe­sondere 2027 erwarten wir eine schritt­weise Belebung der Konjunktur, sofern die angekün­digten staat­lichen Inves­ti­tionen tatsächlich umgesetzt werden. Für 2026 rechnen wir mit einem Anstieg des Brutto­in­lands­pro­dukts um rund 1,0%, während die Inflation leicht auf etwa 2,3% steigen dürfte.




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