Marktbericht Erneuerbare Energien 2026/2027

Vorwort

Thomas Lehmann MRICS

Sophie Nieder

Benjamin Lehnig-Veit
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet weiter voran. Wind- und Solarenergie prägen zunehmend die Stromerzeugung und haben sich zu einem festen Bestandteil des Energiemarktes entwickelt. Im 3. Quartal 2026 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung erneut bei mehr als 60 %. Im europäischen Vergleich zeigt sich ein differenziertes Bild: Sowohl beim bisherigen Ausbau erneuerbarer Energien als auch bei der aktuellen Ausbaudynamik bestehen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern.
Mit dem fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien verschiebt sich jedoch der Blick auf die Energiewende. Der Ausbau der Erzeugungskapazitäten bleibt zentral, reicht für sich genommen aber nicht aus. Es kommt zunehmend darauf an, Erzeugung, Infrastruktur und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen und die notwendigen Rahmenbedingungen für ein leistungsfähiges Energiesystem zu schaffen. Damit gewinnt auch die verfügbare Infrastruktur für die Entwicklung von Standorten und Projekten an Bedeutung.
Der langfristig steigende Strombedarf, die zunehmende Elektrifizierung sowie der wachsende Energiebedarf von Rechenzentren und Industrie schaffen Perspektiven für Wind- und Solarparks, Netze, Speicher und integrierte Energielösungen. Mit den veränderten Markt- und Infrastrukturbedingungen steigen zugleich die Anforderungen an die Beurteilung einzelner Projekte.
Die dritte Ausgabe unseres Renewables Report greift diese Entwicklungen auf und ordnet sie aus Markt‑, Infrastruktur- und Bewertungsperspektive ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Markt weiterentwickelt und welche Faktoren für zukunftsfähige Standorte und Projekte entscheidend werden. Ergänzt werden unsere Analysen durch eine Einschätzung aus der Praxis, die zusätzliche Einblicke in die aktuellen Entwicklungen gibt.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Inhalt





Energieinfrastruktur im Wandel:
Thesen zum aktuellen Markt‑, Politik- und Investitionsumfeld
Energieinfrastruktur umfasst Erzeugungsanlagen, Netze, Speicher und die zunehmend elektrifizierten Verbraucher. Ihr koordinierter Ausbau entscheidet über Versorgungssicherheit, Energiepreise und Wettbewerbsfähigkeit. Neben Wind- und Solarparks gewinnen steuerbare Erzeugung, Batteriespeicher, Wasserstoffinfrastruktur und digitale Steuerungssysteme an Bedeutung. Für die EU erwartet die Internationale Energieagentur bis 2030 einen Anstieg des Stromverbrauchs um rund 300 TWh beziehungsweise durchschnittlich 2,3 % pro Jahr.
Der Ausbau erfordert das Zusammenspiel von Erzeugung, Netzen und Speichern
Bei den Erzeugungsanlagen bleibt der weitere Ausbau von Photovoltaik sowie Windenergie an Land und auf See zentral. Gleichzeitig gewinnt der Austausch bestehender Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Anlagen (= Repowering) an Bedeutung. Der Ausbau verläuft jedoch je nach Technologie unterschiedlich schnell: Während Photovoltaik derzeit besonders dynamisch wächst, besteht bei der Windenergie an Land weiterhin Aufholbedarf.
Auch Offshore-Wind spielt für den weiteren Ausbau eine wichtige Rolle, ist jedoch von langen Planungszeiten, hohen Investitionskosten, Netzanschlüssen und einem verlässlichen Ausschreibungsdesign abhängig.
584 Mrd. Euro
Europäischer Netzinvestitionsbedarf bis 2030
Mit dem steigenden Anteil wetterabhängiger Erzeugung rückt zunehmend die Integration in das Energiesystem in den Fokus. Entscheidend ist nicht mehr allein die installierte Leistung, sondern wann, wo und zu welchem Marktwert Strom produziert wird. Gefragt sind daher systemdienliche Standorte, steuerbare Anlagen, Direktvermarktung und Kombinationen mit Speichern oder flexiblen Verbrauchern. Parallel müssen Stromnetze und Speicher mit der Erzeugung wachsen. Die EU beziffert den Investitionsbedarf in die europäischen Stromnetze bis 2030 auf 584 Milliarden Euro; rund 40 % der Verteilnetze sind älter als 40 Jahre.
Die fehlende Synchronisierung wird zum Engpass der Energiewende
Die zentrale Herausforderung ist die Synchronisierung von Erzeugung, Netzen, Speichern und Verbrauch. Neue Wind- und Solarparks entstehen teilweise schneller als die erforderlichen Netzkapazitäten. Gleichzeitig verzögern fehlende Anschlüsse Investitionen in Industrie, Rechenzentren und Immobilien. Die Folge sind Abregelungen, Redispatch-Kosten und regional stark unterschiedliche Standortbedingungen.
Erzeugungsanlagen sind darüber hinaus mit Flächenkonkurrenz, langen Genehmigungsverfahren, Akzeptanzfragen und Lieferkettenrisiken konfrontiert. Bei Offshore-Wind kommen hohe Vorlaufkosten und komplexe Bau- und Netzrisiken hinzu. Für steuerbare Kraftwerke besteht dagegen Unsicherheit, ob und wie ihre Bereitstellung von Leistung vergütet wird, wenn sie nur wenige Stunden im Jahr produzieren.
Der DIW-Energiewende-Monitor zeigt, dass das Photovoltaik-Ausbautempo zuletzt nur knapp 80 % des künftig erforderlichen Tempos erreichte. Gleichzeitig müssen Speicher und flexible Verbraucher mit dem Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung Schritt halten. Der dynamische Ausbau von Batteriespeichern zeigt zwar eine zunehmende Investitionstätigkeit, Netzanschlüsse bleiben jedoch ein wesentlicher Engpass.
Hoher Investitionsbedarf trifft auf begrenzte Projektverfügbarkeit
In Deutschland und Europa besteht bis 2030 und darüber hinaus ein erheblicher Investitionsbedarf. Für Deutschland veranschlagen BDEW und EY rund 721 Milliarden Euro, davon knapp die Hälfte für den Ausbau der Stromerzeugung und 41 % für Energienetze. Daraus entstehen langfristige Chancen für Investitionen in Wind- und Solarenergie, Netze, Speicher und Fernwärme. Voraussetzung sind jedoch genehmigte Projekte, verfügbare Netzanschlüsse und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen.
Besonders attraktive Perspektiven bestehen für Wind- und Solarprojekte, Netze, Speicher und integrierte Energielösungen. Wind- und Solarparks profitieren von niedrigen Betriebskosten und dem langfristig steigenden Strombedarf. Ihre Erlöse werden jedoch stärker durch Erzeugungsprofil, negative Preise, Abregelungen und Vermarktungsstrategien beeinflusst.
Netzinvestitionen bieten vergleichsweise planbare, regulierte Erträge, unterliegen aber regulatorischen Rendite- und Kostenanerkennungsrisiken. Batteriespeicher können mehrere Erlösquellen erschließen, sind zugleich jedoch von Preisvolatilität, technischer Degradation und Veränderungen der Markt- und Netzentgeltregeln abhängig.
721 Mrd. Euro
Deutscher Energieinfrastruktur-Investitionsbedarf bis 2030
Energie gilt daher als einer der wichtigsten Wachstumsbereiche der europäischen Infrastruktur. Künstliche Intelligenz (KI), Rechenzentren und die fortschreitende Elektrifizierung erhöhen die Nachfrage nach erneuerbarer Erzeugung, Speichern und gesicherter Netzkapazität.
Chancen entstehen insbesondere für Projekte mit genehmigten Flächen, verfügbarem Netzanschluss und langfristig abgesicherten Erlösen. Die wesentlichen Risiken liegen dagegen in verzögerten Genehmigungen, steigenden Bau- und Finanzierungskosten, Netzengpässen sowie regulatorischen Änderungen. Kapital ist grundsätzlich vorhanden; knapp sind vor allem anschlussfähige und wirtschaftlich belastbare Projekte.
Regulierung macht Systemdienlichkeit zum Investitionskriterium
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bleibt das zentrale Instrument für Investitionen in Wind‑, Solar- und Bioenergieanlagen. Mit der im Juli 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen EEG-Novelle 2027 soll die Förderung stärker markt‑, system- und netzdienlich ausgerichtet werden. Vorgesehen sind zusätzliche Ausschreibungen von 12 Gigawatt (GW) für Windenergie an Land sowie eine stärkere regionale Steuerung des Zubaus.
Bei Solarenergie sollen Direktvermarktung und technische Steuerbarkeit ausgebaut werden. Die geplante Begrenzung der Einspeiseleistung kleiner und mittlerer Dachanlagen auf 50 % soll Mittagsspitzen reduzieren und Investitionen in Eigenverbrauch und Speicher anreizen. Bioenergie soll Wind- und Solarstrom künftig stärker flexibel ergänzen.
Das Netzanschlusspaket soll den Anlagenzubau besser mit den verfügbaren Netzkapazitäten synchronisieren. Erzeugungsanlagen und Großspeicher sollen bevorzugt an netzseitig geeigneten Standorten entstehen. Für neue Projekte könnten an bereits stark belasteten Standorten Entschädigungen bei Abregelung teilweise entfallen. Netzsituation, Anschlussbedingungen und erwartete Abregelungen werden damit für Standortwahl und Cashflowmodellierung wichtiger.
Parallel reformiert die Bundesnetzagentur mit dem Verfahren „Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom“ (AgNes) die Netzentgeltsystematik. Die neuen Regeln sollen ab 2029 gelten und unter anderem Anschlusskapazität, Flexibilität und netzdienliches Verhalten stärker berücksichtigen. Für Speicher, Ladeinfrastruktur, Hybridprojekte und industrielle Verbraucher können sich dadurch Kosten und Betriebsstrategien verändern.
Energieinfrastruktur wird zum Werttreiber der Immobilie
Immobilien werden zunehmend selbst zu Erzeugungs‑, Speicher- und Verbrauchsstandorten. Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladepunkte und Energiemanagementsysteme entwickeln sich zu funktionalen Bestandteilen des Gebäudes. Vor-Ort-Erzeugung kann Betriebskosten und Netzbezug reduzieren, während Speicher und flexible Lasten den Eigenverbrauch erhöhen. Bei entsprechender technischer Auslegung stärken dezentrale Versorgung, Speicher und Notstromkonzepte zudem die Resilienz gegenüber Preissteigerungen und Versorgungsunterbrechungen.
Ein leistungsfähiger Netzanschluss kann künftig ähnlich wichtig sein wie Lage oder bauliche Qualität. Fehlende Anschlusskapazität oder eine geringe Versorgungssicherheit können Nutzung, Vermietbarkeit und Marktwert begrenzen. Das 2026 in Kraft getretene Standortfördergesetz erweitert zugleich die Möglichkeiten von Fonds, REITs und Immobilien-Sondervermögen, Erneuerbare-Energien-Anlagen und Ladeinfrastruktur zu halten und zu betreiben. Damit nähern sich Immobilien- und Infrastrukturinvestments regulatorisch und wirtschaftlich an.
Sinkende Zuschlagswerte erhöhen den Bewertungsdruck – Hybridkonzepte gewinnen an Bedeutung
Die jüngsten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zeigen einen hohen Wettbewerb. Bei Windenergie an Land traf im August 2026 ein Ausschreibungsvolumen von rund 2,5 GW auf Gebote über 5,2 GW. Der durchschnittliche Zuschlagswert sank damit weiter von 5,54 ct/kWh zu Jahresbeginn auf 4,79 ct/kWh. Auch die Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen war deutlich überzeichnet: Für ein Volumen von rund 2,1 GW wurden Gebote über 3,2 GW eingereicht. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag ebenfalls bei 4,79 ct/kWh. Somit liegen die durchschnittlichen Zuschlagswerte für Windenergie an Land und Photovoltaik aktuell auf dem gleichen Niveau.
Die niedrigen Zuschlagswerte reduzieren den Puffer gegenüber Baukosten, Zinsen und Verzögerungen. Gleichzeitig erhöht die wachsende Zahl von Stunden mit sehr niedrigen oder negativen Preisen das Erlösrisiko insbesondere für Solaranlagen. Für Cashflowmodelle ist daher nicht der durchschnittliche Strompreis entscheidend, sondern der während der tatsächlichen Erzeugungsstunden erzielte Capture Price (Marktwert).
4,79 ct/kWh
Zuschlagswert für Wind und Photovoltaik
Hybridprojekte aus Solar- oder Windenergie und Batteriespeichern können dieses Profilrisiko reduzieren. Sie ermöglichen eine zeitliche Verschiebung der Einspeisung, eine bessere Auslastung gemeinsamer Netzanschlüsse und zusätzliche Erlöse aus Regelenergie oder kurzfristigem Stromhandel. Auch die Kombination von Wind und Solar kann durch unterschiedliche Erzeugungsprofile die Nutzung des Standorts und des Netzanschlusses verbessern. Damit steigt jedoch die Modellierungskomplexität. Zu berücksichtigen sind Speichergröße und ‑dauer, Ladequelle, Wirkungsgrad, Degradation, Zyklenzahl, Netzrestriktionen sowie die Konkurrenz verschiedener Vermarktungsstrategien. Hinzu kommen negative Preise, Abregelung, Prognose- und Ausgleichsenergiekosten, PPA-Regelungen und mögliche Änderungen bei Netzentgelten oder Speicherprivilegien. Der Investitionsfokus verschiebt sich somit von einzelnen Erzeugungsanlagen hin zu integrierten Energiesystemen.
Ausblick
Der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie bildet die Grundlage für die Transformation des Energiesystems, muss jedoch zunehmend mit Netzen, Speichern, steuerbarer Leistung und flexibler Nachfrage zusammengedacht werden. Damit gewinnen neben Erzeugungsanlagen auch hybride Projekte, Stromnetze, Batteriespeicher und digitale Steuerungssysteme an Bedeutung.
Für die Realisierung zusätzlicher Investitionen sind insbesondere geeignete Flächen, Genehmigungen, verfügbare Netzkapazitäten und verlässliche Erlösmodelle entscheidend. Langfristige und transparente regulatorische Rahmenbedingungen sind dabei eine wesentliche Voraussetzung, um privates Kapital für den weiteren Ausbau von Erzeugung und Infrastruktur zu mobilisieren.
Die Ausgangslage für den weiteren Ausbau ist dabei nicht überall gleich. In Deutschland sind die erneuerbaren Erzeugungskapazitäten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Bis 2030 soll der Ausbau weiter deutlich voranschreiten. Auch im europäischen Vergleich zeigen sich erhebliche Unterschiede bei Ausbaustand, Dynamik und politischen Zielsetzungen.
Bewertung von Energieanlagen, BESS-Projekten und Rechenzentren
Bewertung von Energieanlagen, Batteriespeicherprojekten (BESS), Rechenzentren und weiteren spezialisierten Infrastruktur-Assets – als fundierte Grundlage für Investitionen, Transaktionen und Finanzierungen.
Marktüberblick – Wo steht Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien im europäischen Vergleich
Erneuerbare Energien in Deutschland und Europa
Erneuerbare Energien decken inzwischen einen Großteil der Stromerzeugung in Deutschland. Im Jahr 2025 wurden rund 258,5 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung lag mit 62,2 % erneut über der 60 %-Marke, trotz eines leichten Rückgangs um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Auch Ende des 3. Quartals 2026 bleibt der Anteil erneuerbarer Energien mit 64,2 % auf einem hohen Niveau. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 215,0 TWh aus erneuerbaren Energien erzeugt. Windenergie (Onshore und Offshore) bleibt der wichtigste erneuerbare Energieträger (45,7 %). Gleichzeitig gewinnt Photovoltaik weiter an Bedeutung: Ihr Anteil an der erneuerbaren Stromerzeugung lag bei 35,4 %.
Das in Deutschland erreichte Niveau ist auch im europäischen Vergleich bemerkenswert: Deutschland lag 2025 deutlich über dem EU-Durchschnitt von 45,3 % und bewegte sich auf einem ähnlichen Niveau wie die Schweiz (65,4 %). Noch deutlich weiter fortgeschritten ist der Ausbau in einzelnen Ländern wie Norwegen, Dänemark, Österreich oder Portugal, wo erneuerbare Energien bereits mehr als 80 % der öffentlichen Stromerzeugung ausmachen.
Frankreich lag mit 25,6 % dagegen deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, wobei die Kernenergie dort weiterhin eine zentrale Rolle in der Stromerzeugung spielt. Insgesamt zeigt sich, dass Deutschland im europäischen Vergleich inzwischen eine starke Position einnimmt, auch wenn zu den führenden Ländern weiterhin ein spürbarer Abstand besteht.
Entwicklung im europäischen Vergleich
Der Blick auf die vergangenen zehn Jahre verdeutlicht, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Stromerzeugung in Europa zwar einer ähnlichen Aufwärtstendenz folgt, sich die Dynamik regional jedoch deutlich unterscheidet. In Deutschland verlief die Entwicklung besonders dynamisch: Seit 2016 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien nahezu verdoppelt. Der Zuwachs fiel damit deutlich stärker aus als im EU-Durchschnitt.
Dänemark nimmt weiterhin eine Spitzenposition ein. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg dort von rund 48 % im Jahr 2016 auf knapp 90 % im Jahr 2025. Die Schweiz bewegt sich ebenfalls seit Jahren auf einem vergleichsweise hohen, aber deutlich stabileren Niveau. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wasserkraft, die traditionell einen großen Teil der Schweizer Stromproduktion ausmacht. Weniger dynamisch verlief die Entwicklung in Frankreich und Italien: Zwar nahm der Anteil erneuerbarer Energien auch dort über die vergangenen zehn Jahre insgesamt zu, 2025 lagen beide Länder jedoch weiterhin deutlich unter dem deutschen Niveau. Insgesamt zeigt sich damit, dass Deutschland bei der Transformation seines Strommixes innerhalb Europas in den vergangenen Jahren besonders große Fortschritte erzielt hat und seinen Rückstand gegenüber Ländern mit traditionell hohen Anteilen erneuerbarer Stromerzeugung spürbar verringert hat.
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