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Wüest Visits: Liegenschaften digitalisieren dank automatischer Bilderkennung

Veröffentlicht am: 20. September 2022 Letzte Aktualisierung: 01. August 2025

Die mobile App Wüest Visits ermög­licht es Liegenschaften zu erfassen und Besichtigungen zu digita­li­sieren. In der neuen, kürzlich veröf­fent­lichten, Version wird der Besichtigungsprozess durch eine automa­tische Bilderkennung deutlich verein­facht. Die wichtigsten Eigenschaften wie Zustand, Standard und Materialien werden über ein intui­tives Interface erfasst und ausge­wertet. Die gesam­melten Daten sind zur weiteren Verarbeitung in die Real Estate Management Plattform Wüest Dimensions übertragbar.

Die App ist passgenau auf die Bedürfnisse von Immobilienprofis zugeschnitten. Die Zeiten, in denen man Immobilien mit Klemmbrett, Papier und Stift besich­tigen musste, sind vorbei.

Objekte mit automatischer Bilderkennung erfassen

Wüest Visits erlaubt Liegenschaften Bauteil für Bauteil zu dokumen­tieren. In 21 Kategorien wird alles abgebildet, von den Aussenbereichen wie Stellplätzen, über struk­tu­relle Elemente wie Böden, Fassaden, Fenster, bis hin zu Geräten wie Heizungen und Lüftungsanlagen. Die neue automa­tische Bilderkennung analy­siert den Inhalt des Bildes, schlägt Bauelemente vor und der Nutzer muss die Auswahl nur noch bestä­tigen.

Mobile Phone, Cell Phone, Electronics
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Liegenschaften in 30 Minuten digitalisieren

Die mit QualiCasa entwi­ckelte App funktio­niert auf allen Smartphones und ist in der Bedienung überaus benut­zer­freundlich. Denn die App gibt eine Struktur vor, der sich leicht folgen lässt und die digitale Erfassung bei Besichtigungen verein­facht. Es genügt, Bauteile wie Fussböden oder Küchen zu fotogra­fieren, die Aufnahmen den Bauteil-Kategorien zuzuordnen und diese zu quali­fi­zieren.

Schnellere Zuordnung mit Deep Learning

Das neue Feature basiert auf Deep Learning – einer Unterkategorie des maschi­nellen Lernens, bei der künst­liche neuronale Netze angewendet werden. Dank dieser Technologie können Informationen in Bildern verar­beitet und den entspre­chenden Bauteil-Kategorien zuver­lässig zugeteilt werden: In über 80% der Fälle befindet sich die richtige Kategorie in den drei top Vorschlägen. Das beschleunigt die Arbeit wesentlich. Die nicht erkannten Fotos enthalten meistens mehrere Bauteile und wären auch für Menschen schwer einzu­ordnen. Das beste Beispiel ist ein Foto, das gleich­zeitig Fassade, Dach, Fenster und Parkplätze beinhaltet. In so einem Fall liegt es an den Nutzer:innen, eine Wahl zu treffen.

Die Technologie hinter der automatisierten Bilderkennung

Wer genauer wissen möchte, wie Deep Learning einge­setzt wird: Das Wüest Partner Tochterunternehmen Datahouse nutzte dazu ein bestehendes neuro­nales Netz: Das „MobileNetV2“ von Google, das auf der umfang­reichen Bilddatenbank „ImageNet“ vortrai­niert wurde. Es besteht aus dutzenden Schichten künst­licher Neuronen und extra­hiert tausende Merkmale aus einem Bild. Um das vortrai­nierte Netz auf den spezi­fi­schen Anwendungsfall anzupassen, fügten sie selbst eine Schicht Neuronen dazu, die mit über 60‘000 Bildern aus der Wüest Visits-Datenbank trainiert wurde. Diese Schicht nutzt die Information aus dem restlichen Netz und schlägt eine Einteilung in die 21 Kategorien (sog. „Classification Layer“) vor. Die finale Zuordnung bleibt dem Nutzer überlassen.

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