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GIS-unterstützte Standortsuche

Veröffentlicht am: 29. Oktober 2021 Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

Sei es, dass eine Schweizer Retailfirma einen Standort für ein neues Logistikzentrum sucht, sei es, dass ein Projektentwickler Ausschau hält nach Akquisitionsmöglichkeiten – Wüest Partner übernimmt immer wieder Aufträge von Kunden, die auf der Suche nach einem Standort sind. Der Fokus liegt dabei auf unbebauten respektive unternutzten Parzellen sowie auf am Markt angebotenen Flächen.

Für diese Aufträge hat Wüest Partner eine GIS-unterstützte Standortsuche entwi­ckelt. Damit diese Suche flächen­de­ckend erfolgen kann, werden die folgenden zwei Datensätze benötigt:

  1. Kantonale amtliche Vermessungsdaten (AV), also Parzellengrenzen.
  2. Informationen zur Bodenbedeckung sowie zu Zonentypen (Nutzungsplanung).

Die Verfügbarkeit dieser Datensätze ist für jede Analyse von zentraler Bedeutung. Stand heute kann Wüest Partner für den Grossteil der Schweizer Kantone eine GIS-Standortsuche durch­führen.

Vorgehen

In einem ersten Schritt werden zusammen mit dem Kunden die relevanten Kriterien in Form eines Anforderungsprofils definiert. Dabei kann grund­sätzlich zwischen harten und weichen Kriterien unter­schieden werden.

Harte Kriterien:

  1. Analyseperimeter: Wo (Ortschaft/Gemeinde) und in welchem Umkreis bzw. Erreichbarkeitsradius (per MIV, ÖV, Fahrrad oder zu Fuss) soll gesucht werden?
  2. Grundstücksfläche: Die Grösse des Grundstücks (Minimal- und Maximalfläche) muss definiert werden. Der gesuchte Standort kann aus einem oder mehreren benach­barten Grundstücken bestehen.
  3. Nutzung/Zonierung: Die geplante Nutzung muss definiert werden, das heisst, es muss klar sein, ob beispiels­weise ein Standort für eine gemischte Nutzung (Wohnen und Gewerbe) oder für ein Logistikzentrum in einer Industrie- oder Gewerbezone gesucht wird.

Weiche Kriterien:

Wüest Partner verfügt über eine Vielzahl von räumlichen Daten, die mit allen poten­zi­ellen Standorten verknüpft werden können. Folgende Beispiele geben einen Einblick, welche Informationen angerei­chert werden können:

  1. Nähe zur Autobahn:
    Dies ist von Bedeutung sowohl für den Transport von Waren als auch für die Erreichbarkeit mit dem Auto.
  2. ÖV-Güteklasse:
    Wie gut ist der Standort mit dem öffent­lichen Verkehr erreichbar?
  3. Lärmempfindlichkeitsstufe
  4. Mikrolagenrating (Wohnen/Geschäft)
  5. Umgebung/Attraktivität: Anzahl Points of Interest (POI) in der Umgebung

Mithilfe dieser und anderer weicher Kriterien wird für jeden Standort ein Gesamtrating (Score) berechnet. Dieses Rating verein­facht es dem Projektteam, die verschie­denen Standorte unter­ein­ander zu vergleichen. Als Endresultat wird eine Liste mit allen möglichen Standorten sowie eine topogra­phische Karte für deren Visualisierung erstellt. Die Karte kann entweder statisch oder dynamisch (inter­aktiv) vorliegen und gibt dem Kunden einen Überblick über die räumliche Verteilung der verschie­denen Standorte.

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