Gastronomie: Robuste Nachfrage, beschleunigter Strukturwandel
Veröffentlicht am: 22. August 2025 Letzte Aktualisierung: 22. August 2025
Die Talsohle der Pandemie liegt hinter der Schweizer Gastronomiebranche, doch der Anpassungsdruck bleibt hoch. Ein verändertes Konsumverhalten, steigende Betriebskosten und der anhaltende Fachkräftemangel fordern viele Betriebe heraus. Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die Branche gar einen leichten Umsatzrückgang. Gleichzeitig rücken langfristige Trends ins Zentrum der strategischen Ausrichtung: Individualisierung, technologische Innovationen, Gesundheitsbewusstsein und Nachhaltigkeit bestimmen zunehmend die Perspektiven für eine zukunftsfähige Gastronomie.
Bei den nachfolgenden Ausführungen handelt es sich um eine Zusammenfassung der «Immo-Monitoring-Studie» zur Gastronomie:
Pandemiefolgen und Strukturwandel
Die Schweizer Gastronomie hat eine tiefgreifende Transformation hinter sich. Temporäre Schliessungen, Unsicherheit und Umsatzverluste haben viele Betriebe an die Belastungsgrenze gebracht.
Marktentwicklung und Konsumverhalten
Die Gäste sind zurück, doch sie konsumieren anders: Spontane Besuche ersetzen langfristige Reservationen, Preisbewusstsein und Flexibilität bestimmen den Alltag.
Wachstumsimpulse
Tourismus, Bevölkerungswachstum und steigende Konsumbereitschaft stützen die Nachfrage, insbesondere in urbanen und touristischen Zentren.
Wirtschaftliche Herausforderungen
Trotz stabiler Nachfrage belasten steigende Kosten, geringe Margen und ein angespannter Arbeitsmarkt die betriebliche Substanz.
Mehr Flexibilität in der Tagesstruktur
Homeoffice und neue Arbeitsgewohnheiten führen dazu, dass Essgewohnheiten weniger strikt an fixe Tageszeiten gebunden sind. Vor allem mittags sinken die Frequenzen spürbar.
Betriebsstruktur und Standortdynamik
Der Trend geht zu grösseren, effizienter organisierten Betrieben. Gleichzeitig wächst die Vielfalt durch neue Formate wie Take-aways, Foodtrucks oder Ghost Kitchens.
Bauaktivität und Immobilienmarkt
Während Neubauten stagnieren, nimmt die Zahl der Umbauten deutlich zu. Gastronomie bleibt ein zentraler Baustein bei der Entwicklung urbaner Räume.
Mieten und Flächenlogik
Gastronomieflächen in Top-Lagen sind besonders teuer: Die Polarisierung der Mieten zwischen Premium- und Nebenlagen hat sich seit der Pandemie weiter verstärkt. Kleinere Betriebe zahlen pro Quadratmeter oft mehr als grössere.
Standort und Mieten
Die Mikrolage ist entscheidend. Den stärksten Einfluss auf die Höhe der Mieten haben die Faktoren Nähe zum Zentrum, Passantenfrequenz und Beschäftigungsdichte.
Erfolgsfaktoren
Eine KI-gestützte Textanalyse hat die acht entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Gastronomie identifiziert: Lage, neue kulinarische Trends, Leadership und Personalmanagement, Prozesse und Qualitätssicherung, Finanzplanung, Marketing, Digitalisierung sowie ein nachhaltiger Businessplan.


Immo-Monitoring
Lesen Sie mehr zu den aktuellen Entwicklungen am Schweizer Verkaufs- und Büroflächenmarkt in der Sommerausgabe des Immo-Monitoring.